Unterwicklungen sinnvoll?

Hier treffen sich die wahren Handwerker unserer Zunft. Gibt es eine schönere Fischerei, als mit einer Selbstgebauten - ob nun Gespließte, Kohlefaserrute oder Eigenbaurolle? Geizt nicht mit Euren Ratschlägen.

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laverda
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Re: Unterwicklungen sinnvoll?

Beitrag von laverda »

Hi Thomas,
bei den 2-K Rutenlacken handelt es sich um handelsübliche 2-K Epoxi-Kleber-/Lack-/Harz-Systeme und Viskositätsänderungen würde der Professionelle für (groß)flächigen Auftrag natürlich mit Tixotropiermittel einstellen. Isoprop-Alc und Aceton funktionieren aber in geringer Dosierung (1-2 Tröpfchen pro ml Lack) auch ganz gut. Meiner Erfahrung nach sollte man dabei aber pro Lackierdurchgang nicht zu dick auftragen, damit sich das Lösungsmittel nach Auftrag möglichst schnell vollständig verflüchtigt. Durch kurzes "Anflämmen" des Lackauftrags lässt sich die Fließfähigkeit des Lacks ebenfalls sehr wirkungsvoll erhöhen sowie ggf Bläschen-Einschlüsse entfernen.

Gruß vom platten Niederrhein
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Bäschwatz
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Re: Unterwicklungen sinnvoll?

Beitrag von Bäschwatz »

Hi Stefan
Unterwicklung schadet eher nicht.
Schlangenringe werden an meinen Ruten nach und nach durch Einsteg-Ringe ersetzt. Geht genausogut, wenn ausreichend dimensioniert. Für besseren Halt ist eine gut durchtränkte Unterwicklung nichts verkehrtes. Macken die auf Dauer zum Bruch führen können sind so weitestgehend ausgeschlossen.
Durch die einseitige und auch nicht längere Wicklung ändert sich an der Rutenaktion fast nichts.
Gruß Thilo
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pottflug
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Re: Unterwicklungen sinnvoll?

Beitrag von pottflug »

Hallo,
ich habe am Wochenende mal einen Versuch gestartet. Unterwicklung und darauf ohne zu lackieren die Ringwicklung. Vielleicht bin ich ja zu blöd, aber ich habe es nicht geschaft die Ringwicklung so sauber zusammenzuschieben, dass mann nichts mehr von der Unterwicklung (andere Farbe) sieht. Hat da jemand einen Tipp? Das würde sonst bedeuten erst lackieren und dann Ringe anbinden.
@ Martin: 3x lackiere ich eigentlich immer, aber nass in nass habe ich mich noch nicht getraut.
@ Thilo: Bis zu Klasse 8 nehme ich auch Einstegringe, darüber habe ich Bedenken.
@ Laverda: Fährst du das, was dein Nahme vermuten lässt?
Ich hatte eine 9´12er Testrute von Hardy aus England für wenig Geld bekommen ( angeblich eine neue Marksman Serie ), die ist bei einem Belastungstest schier explodiert. Da waren gerade mal 1,5 kg Zugkraft am am Schnurende. Die Rute war danach 8-teilig und 2 der Brüche an den Ringenden. Das war auch der Grund über eine Unterwicklung nachzudenken.

Grüße an Alle,

Stefan
laverda
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Re: Unterwicklungen sinnvoll?

Beitrag von laverda »

@Stefan: Die 1000er war mein liebstes Gefährt, :smt055
die wilden Zeiten der Italo-Biker-Freundschaften sind aber längst Vergangenheit.
Heute nur noch Fliegen-Fischen, -Tüddeln, -Rutenbau.............

Gruß vom platten Niederrhein
Zuletzt geändert von laverda am 07.11.2012, 18:10, insgesamt 1-mal geändert.
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Bäschwatz
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Re: Unterwicklungen sinnvoll?

Beitrag von Bäschwatz »

Hallo Stefan
Brauchst keine Bedenken haben. Die Scheuerstellen, die Schlangenringe mit der Zeit am Blank hinterlassen sind mit Unterwicklung und Einstegringen Geschichte. Einsteg Keramik-Ringe wohlgemerkt. Welche Art von SIC, Bornitrit oder sonstwas macht da nicht so den Unterschied. Entscheident ist die Ausführung der Einfassung, und ob diese so gemacht ist das bei den üblichen Temperaturschwankungen der Keramikring noch einigermaßen lose in der Fassung gehalten wird.
Und ich mach mir noch nicht mal die Arbeit 2-K Lack zu verwenden. Noch keine mit Nagellack abgewickelte Verbindung hat sich jemals gelöst.
Abgebrochene Schlangenringe hatte ich durch Abrutschen bei Montage oder Demontage schon einige Male in der Hand stecken.
Einstegringe noch nicht.
Gruß Thilo
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