wann passt eine Schnur!
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orkdaling
Re: wann passt eine Schnur!
Moin,
Der eine Lehrmeister pocht noch auf Aftma bzw AFFTA rum, der andere verwirft das alles und verweisst auf die Wurfgewichtsangabe bei Ruten bzw Gewichtsangabe nach Keulenlænge bei den Schnueren.
Schnurhersteller geben das Keulengewicht und ! den Messwert bei 30 Fuss an, also unsere 9,15m. (leider nicht immer)
Und da sind wir noch nicht bei den Wurfstilen gelandet. (Nehme mal an das ein guter Lehrer nicht nur auf die Ueberkopfwerferei mit der EH eingeht)
Das Problem ist doch das die einen an AFFTA festhalten, andere aber nicht.
Fuer viele FF ist nicht klar das Aftma entstand um eine Bezugsgrøsse zu haben und da hat man sich auf 30ft festgelegt. Die hætten damals ja auch 40ft nehmen kønnen.
Aber damit konnte man die Schnuere vergleichen die damals auf dem Markt waren, DT und Level.
Es gab noch keine Profilschnuere mit Keulen von 7 oder 8 m - also unter 9,15m - und es gab auch keine mit 10 und 12 und 16 und 20m ...Keulen.
Fuer mich ist es wurst was fuer eine Klasse auf der Rute steht, ich werfe keine Klasse sondern ein Gewicht und darum ist die WG-Angabe fuer mich wichtiger als eine Klassenangabe.
Eine Rute kann man vermessen, erhælt einen Rutenfaktor und ein WG. Das ist aber keine heilige Kuh, nee das ist ein Richtwert.
Dieser Richtwert sollte bei der EH -werferei/ueberkopf mit den gebræuchlisten Kopflængen (8,5 bis 10,5m) uebereinstimmen.
(Anfænger werden ja wohl nicht mit einer WF von 21m oder gar DT mit 23m Længe beginnen , auch kein Lehrer wir ihnen sowas in die Hand druecken)
Immer wieder wird ueber 1g WG oder 1m Schnur diskutiert, halte ich fuer vølligen Quatsch denn jede Rute hat ein WG Fenster und niemand trifft die Strippe immer auf dem selben cm.
Wenn es anders wære wuerden sich die Ruten nicht fuer verschiedene Stile, nicht fuer verschiedene Profile eignen und die Schnuere bræuchten auch keine Handlingszone.
Andere Wurfstile, Long Bellys, unterklassige Schnuere verwenden .... das kann man nicht pauschal beantworten denn da spielen zu viele verschiedene Faktoren eine Rolle.
Nur mal um das zu verdeutlichen einen Ausflug zu den Zweihand/stilen.
Ich werfe zB eine #7 mit 13 ft im Scandi mit 30g aber im Trad.Spey (Long Belly) je nach keulenlænge nit 34-38g.
Bei den #10 wird es noch gewaltiger was die unterschiede betrifft. Unterhand/Scandi mit 42g ca 12m Keulen, aber Spey die 16m mit 48g, die 18m mit 50g und 21m keulen haben 55g.
42, 48, 50, 55g - also alles mit einer Rute bei der sich ja im anderem Wurfstil nichts an deren Aftmaklasse, gemessener Auslenkung, Rutenfaktor ændert!
Fuer mich passt die Schnur wenn ich im betriebenem Wurfstil meine Rute laden kann und die gewæhlte Schnur/klasse auch meine gewæhlte Fliege transportiert.
Ich denke mal, auch Anfængern ist klar, das es zwischen Nymphen Streamern und Tubenfliegen gewaltige Unterschiede gibt und das man diese nicht mit
nur einer Schnur werfen kann. Und das sollte uebrigens auch im Wurfkurs erklært werden.
Gruss Hendrik
Der eine Lehrmeister pocht noch auf Aftma bzw AFFTA rum, der andere verwirft das alles und verweisst auf die Wurfgewichtsangabe bei Ruten bzw Gewichtsangabe nach Keulenlænge bei den Schnueren.
Schnurhersteller geben das Keulengewicht und ! den Messwert bei 30 Fuss an, also unsere 9,15m. (leider nicht immer)
Und da sind wir noch nicht bei den Wurfstilen gelandet. (Nehme mal an das ein guter Lehrer nicht nur auf die Ueberkopfwerferei mit der EH eingeht)
Das Problem ist doch das die einen an AFFTA festhalten, andere aber nicht.
Fuer viele FF ist nicht klar das Aftma entstand um eine Bezugsgrøsse zu haben und da hat man sich auf 30ft festgelegt. Die hætten damals ja auch 40ft nehmen kønnen.
Aber damit konnte man die Schnuere vergleichen die damals auf dem Markt waren, DT und Level.
Es gab noch keine Profilschnuere mit Keulen von 7 oder 8 m - also unter 9,15m - und es gab auch keine mit 10 und 12 und 16 und 20m ...Keulen.
Fuer mich ist es wurst was fuer eine Klasse auf der Rute steht, ich werfe keine Klasse sondern ein Gewicht und darum ist die WG-Angabe fuer mich wichtiger als eine Klassenangabe.
Eine Rute kann man vermessen, erhælt einen Rutenfaktor und ein WG. Das ist aber keine heilige Kuh, nee das ist ein Richtwert.
Dieser Richtwert sollte bei der EH -werferei/ueberkopf mit den gebræuchlisten Kopflængen (8,5 bis 10,5m) uebereinstimmen.
(Anfænger werden ja wohl nicht mit einer WF von 21m oder gar DT mit 23m Længe beginnen , auch kein Lehrer wir ihnen sowas in die Hand druecken)
Immer wieder wird ueber 1g WG oder 1m Schnur diskutiert, halte ich fuer vølligen Quatsch denn jede Rute hat ein WG Fenster und niemand trifft die Strippe immer auf dem selben cm.
Wenn es anders wære wuerden sich die Ruten nicht fuer verschiedene Stile, nicht fuer verschiedene Profile eignen und die Schnuere bræuchten auch keine Handlingszone.
Andere Wurfstile, Long Bellys, unterklassige Schnuere verwenden .... das kann man nicht pauschal beantworten denn da spielen zu viele verschiedene Faktoren eine Rolle.
Nur mal um das zu verdeutlichen einen Ausflug zu den Zweihand/stilen.
Ich werfe zB eine #7 mit 13 ft im Scandi mit 30g aber im Trad.Spey (Long Belly) je nach keulenlænge nit 34-38g.
Bei den #10 wird es noch gewaltiger was die unterschiede betrifft. Unterhand/Scandi mit 42g ca 12m Keulen, aber Spey die 16m mit 48g, die 18m mit 50g und 21m keulen haben 55g.
42, 48, 50, 55g - also alles mit einer Rute bei der sich ja im anderem Wurfstil nichts an deren Aftmaklasse, gemessener Auslenkung, Rutenfaktor ændert!
Fuer mich passt die Schnur wenn ich im betriebenem Wurfstil meine Rute laden kann und die gewæhlte Schnur/klasse auch meine gewæhlte Fliege transportiert.
Ich denke mal, auch Anfængern ist klar, das es zwischen Nymphen Streamern und Tubenfliegen gewaltige Unterschiede gibt und das man diese nicht mit
nur einer Schnur werfen kann. Und das sollte uebrigens auch im Wurfkurs erklært werden.
Gruss Hendrik
Zuletzt geändert von orkdaling am 11.12.2020, 19:17, insgesamt 1-mal geändert.
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Royal Coachman
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Re: wann passt eine Schnur!
Hallo Freunde!
Bei solchen Antworten würde ich als Schüler umgehend davon laufen, das sind alles wunderbare Leitfaden für ausgebuffte Caster.
Ich versuche die Frage nochmals anders zu stellen:
Der Kursteilnehmer hat drei Schnüre zur Auswahl und darf sie alle probieren, woran merkt er welche Schnur zu leicht, welche zu schwer ist und welche passt.
Er hat aber weder Waage noch sonst ein Hilfsmittel, er versucht sie einfach zu werfen und zwar im mittleren Arbeitsbereich von 7-10 m, welche Tipps bekommt er ev. vom Instruktor, damit er später sich ohne Probleme beim Händler eine Schnur kaufen kann?
Er will weder Turniercaster noch Instruktor werden, sondern einfach Fische fangen.
RC
PS: man könnte auch fragen: wie muß sich eine Schnur beim Wurf verhalten, um mit ihr problemlos und entspannt im Arbeitsbereich fischen zu können.
Bei solchen Antworten würde ich als Schüler umgehend davon laufen, das sind alles wunderbare Leitfaden für ausgebuffte Caster.
Ich versuche die Frage nochmals anders zu stellen:
Der Kursteilnehmer hat drei Schnüre zur Auswahl und darf sie alle probieren, woran merkt er welche Schnur zu leicht, welche zu schwer ist und welche passt.
Er hat aber weder Waage noch sonst ein Hilfsmittel, er versucht sie einfach zu werfen und zwar im mittleren Arbeitsbereich von 7-10 m, welche Tipps bekommt er ev. vom Instruktor, damit er später sich ohne Probleme beim Händler eine Schnur kaufen kann?
Er will weder Turniercaster noch Instruktor werden, sondern einfach Fische fangen.
RC
PS: man könnte auch fragen: wie muß sich eine Schnur beim Wurf verhalten, um mit ihr problemlos und entspannt im Arbeitsbereich fischen zu können.
Der immer auf Seiten der Fische steht!
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Fliifi-Sepp
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Re: wann passt eine Schnur!
Hallo Reinhard,
stimmt natürlich, was Du schreibst! Die genannte Meßmethode habe ich deshalb genannt, weil sie halt mißt und nicht nach Gefühlt geht. Das kann aus verschiedenen Gründen und für verschieden Personen auch falsch sein. Bei meinen gemessenen Ruten hat das halt für mich gepaßt. Eine ganz persönliche Erfahrung, die nicht unbedingt übertragbar ist.
Habe meine gemessenen Ruten auch mit den Ergebnissen von Theo in seiner Liste verglichen, soweit sie dort vorkommen. Zumindest diese Meß-Ergebnisse waren übrigens gleich.
Und auch richtig, was Du schreibst: Die "Wohlfühlabstimmung" Rute/Schnur kann je nach Vorlieben, Einsatzbedingungen, Wurfweite und noch mehr Faktoren abweichen. Tut´s bei mir auch: Bei zu erwartenden weiteren Wurfweiten und genügend Platz nach hinten z. B. nehme ich oft eine leichtere Schnur, um mehr Leine in der Luft halten zu können, bevor ich sie schießen lasse.
Ich gehe zwar nur mit einer Rute, aber oft bis zu vier Rollen mit unterschiedlichen Schnüren ans Wasser, um bei Bedarf wechseln zu können.
Im Auto liegen bei mir dann meist zusätzlich noch eine Reihe von anderen Ruten, ebenfalls mit verschiedenen Rollen/Schnüren pro Rute.
Ich habe meine Ruten übrigens bereits vor den Messungen so abgestimmt, daß ich verschiedenste Schnüre in bis zu zwei Gewichtsklassen darunter und darüber Überkopf und mit Wasser-Würfen ausgiebig getestet habe. Jeweils mit Vorfächern und Fliegen. Also unter Praxis-Bedingungen. Wie schon geschrieben, bin ich mit den gefundenen Abstimmungen sehr zufrieden für meine persönlichen Einsatzzwecke.
War heue Nachmittag übrigens ein paar Stunden beim FF. Wetter war schön und ich hatte richtig Freude beim Werfen! Und morgen und übermorgen habe ich auch vor, ans Wasser zu gehen!
Beste Grüße, Sepp
stimmt natürlich, was Du schreibst! Die genannte Meßmethode habe ich deshalb genannt, weil sie halt mißt und nicht nach Gefühlt geht. Das kann aus verschiedenen Gründen und für verschieden Personen auch falsch sein. Bei meinen gemessenen Ruten hat das halt für mich gepaßt. Eine ganz persönliche Erfahrung, die nicht unbedingt übertragbar ist.
Habe meine gemessenen Ruten auch mit den Ergebnissen von Theo in seiner Liste verglichen, soweit sie dort vorkommen. Zumindest diese Meß-Ergebnisse waren übrigens gleich.
Und auch richtig, was Du schreibst: Die "Wohlfühlabstimmung" Rute/Schnur kann je nach Vorlieben, Einsatzbedingungen, Wurfweite und noch mehr Faktoren abweichen. Tut´s bei mir auch: Bei zu erwartenden weiteren Wurfweiten und genügend Platz nach hinten z. B. nehme ich oft eine leichtere Schnur, um mehr Leine in der Luft halten zu können, bevor ich sie schießen lasse.
Ich gehe zwar nur mit einer Rute, aber oft bis zu vier Rollen mit unterschiedlichen Schnüren ans Wasser, um bei Bedarf wechseln zu können.
Im Auto liegen bei mir dann meist zusätzlich noch eine Reihe von anderen Ruten, ebenfalls mit verschiedenen Rollen/Schnüren pro Rute.
Ich habe meine Ruten übrigens bereits vor den Messungen so abgestimmt, daß ich verschiedenste Schnüre in bis zu zwei Gewichtsklassen darunter und darüber Überkopf und mit Wasser-Würfen ausgiebig getestet habe. Jeweils mit Vorfächern und Fliegen. Also unter Praxis-Bedingungen. Wie schon geschrieben, bin ich mit den gefundenen Abstimmungen sehr zufrieden für meine persönlichen Einsatzzwecke.
War heue Nachmittag übrigens ein paar Stunden beim FF. Wetter war schön und ich hatte richtig Freude beim Werfen! Und morgen und übermorgen habe ich auch vor, ans Wasser zu gehen!
Beste Grüße, Sepp
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orkdaling
Re: wann passt eine Schnur!
Moin RC,
"PS: man könnte auch fragen: wie muß sich eine Schnur beim Wurf verhalten, um mit ihr problemlos und entspannt im Arbeitsbereich fischen zu können"
Ich weiss nicht worauf du hin willst, hatte dazu bereits meine Meinung geschrieben.
" Sie muss die Rute im jeweiligen Wurfstil laden und die gewæhlte Fliege transportieren kønnen"
Auch wenn du ihm im Kurs statt drei Strippen noch drei weitere gibst, wird er vielleicht eine gewisse Weite entspannt erreichen aber ob es ihm vor Ort was nuetzt steht auf einem anderem Blatt. Weil es eben nicht nur um Weite geht sondern auch um den Transport der verschiedensten Fliegen/Typen/Grøssen unter unterschiedlichsten Bedingungen. Und das erfordert nun mal verschiedene Schnuere !
Vielleicht ræt ihm der Instrukteur auch mal so etwas zu lesen, wo man etwas ueber Gesamtlænge, Keulenlænge, Gewicht der Keule, Gewicht der 9,14m und dem Profil erfæhrt. http://www.fliegenfischer-forum.de/riogoldelite.html (hætte auch jeden anderen guten Test verwenden kønnen)
Seine eben gemachten subjektiven Erfahrungen, mit den drei Vergleichsschnueren, werden ihm in Zukunft beim Fischen unter verschiedensden Bedingungen und beim Kauf von Schnueren sonst nicht weiter helfen !
Gruss Hendrik
"PS: man könnte auch fragen: wie muß sich eine Schnur beim Wurf verhalten, um mit ihr problemlos und entspannt im Arbeitsbereich fischen zu können"
Ich weiss nicht worauf du hin willst, hatte dazu bereits meine Meinung geschrieben.
" Sie muss die Rute im jeweiligen Wurfstil laden und die gewæhlte Fliege transportieren kønnen"
Auch wenn du ihm im Kurs statt drei Strippen noch drei weitere gibst, wird er vielleicht eine gewisse Weite entspannt erreichen aber ob es ihm vor Ort was nuetzt steht auf einem anderem Blatt. Weil es eben nicht nur um Weite geht sondern auch um den Transport der verschiedensten Fliegen/Typen/Grøssen unter unterschiedlichsten Bedingungen. Und das erfordert nun mal verschiedene Schnuere !
Vielleicht ræt ihm der Instrukteur auch mal so etwas zu lesen, wo man etwas ueber Gesamtlænge, Keulenlænge, Gewicht der Keule, Gewicht der 9,14m und dem Profil erfæhrt. http://www.fliegenfischer-forum.de/riogoldelite.html (hætte auch jeden anderen guten Test verwenden kønnen)
Seine eben gemachten subjektiven Erfahrungen, mit den drei Vergleichsschnueren, werden ihm in Zukunft beim Fischen unter verschiedensden Bedingungen und beim Kauf von Schnueren sonst nicht weiter helfen !
Gruss Hendrik
- Harald aus LEV
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Re: wann passt eine Schnur!
Hallo Reinhard,Royal Coachman hat geschrieben:Hallo Freunde!
Bei solchen Antworten würde ich als Schüler umgehend davon laufen, das sind alles wunderbare Leitfaden für ausgebuffte Caster.
Ich versuche die Frage nochmals anders zu stellen:
Der Kursteilnehmer hat drei Schnüre zur Auswahl und darf sie alle probieren, woran merkt er welche Schnur zu leicht, welche zu schwer ist und welche passt.
Er hat aber weder Waage noch sonst ein Hilfsmittel, er versucht sie einfach zu werfen und zwar im mittleren Arbeitsbereich von 7-10 m, welche Tipps bekommt er ev. vom Instruktor, damit er später sich ohne Probleme beim Händler eine Schnur kaufen kann?
Er will weder Turniercaster noch Instruktor werden, sondern einfach Fische fangen.
RC
PS: man könnte auch fragen: wie muß sich eine Schnur beim Wurf verhalten, um mit ihr problemlos und entspannt im Arbeitsbereich fischen zu können.
ich halte mich bei solchen Diskussionen mittlerweile eher zurück, weil vieles einfach zu theoretisch wird.
Und genau hier hast Du den für Einsteiger m.M.n. richtigen Ansatz aufgezeigt. Er will einfach halbwegs vernünftig werfen und Fische fangen.
Ich würde ihm eine einfache Methode an die Hand geben.
1. Würfe im kurzen Bereich (kleiner Bach) bis ca. 5-8 m:
a) zu leichte Schnur: Die Rute wird nicht geladen. Die Schnur fliegt irgendwie hinaus (oder auch nicht) aber er hat keine wirkliche Kontrolle über die Schnur und spürt kaum etwas vom Schnurgewicht im Handteil.
b) die richtige beginnt zu arbeiten, er kann die Schnur kontrolliert händeln, hat aber nicht wirklich viel Zug auf der Schnur
c) die (zu) schwere arbeitet gut, schießt ins Ziel, aber klatscht evtl unsanft aufs Wasser.
2. Würfe im Bereich 10-15 m:
a) die zu leichte beginnt langsam zu arbeiten, aber lastet die Rute nicht optimal aus und der Werfer bekommt nicht genug Zug auf die Schnur.
b) die richtige arbeitet ordentlich, belastet die Rute leicht bis mittel und gibt eine gute Rückmeldung an den Werfer
c) die schwere ist in ihrem Element, belastet die Rute gut und gibt ordentlich Rückmeldung ins Handteil
3. Würfe über 15m:
a) Die leichte arbeitet besser, aber immer noch nicht optimal, gibt auch etwas Rückmeldung
b) die mittlere arbeitet optimal, gibt Rückmeldung und schießt gut durch die Ringe
c) die schwere Schnur überlastet die Rute, das Werfen wird anstrengend, der Wurf bricht im Extremfall irgendwo zusammen und die Schnur legt sich nicht mehr gestreckt ab.
Das Ganze am Besten ohne Zugunterstützung ausprobieren.
Wie im Vorfeld schon von einigen geschrieben ist das Ganze hauptsächlich Gefühlssache und es kommt auf die werferische Eigenschaften des Fischers an.
Auch kommt es auf den Gewässertyp an. Am kleinen, zugewachsenen Bach hat eine etwas schwerere Schnur durchaus ihre Berechtigung, da sie die Rute auf kurze Distanz auflädt.
Am Großgewässer und ausschließlich weiten Würfen kann eine etwas leichtere Schnur besser sein.
Auch sind die von mir angegeben Wurfweiten dehnbar.
Ich würde die Schnur nehmen, die sich im Mittelbereich am Besten anfühlt, gut zu kontrollieren ist und dorthin fliegt, wo ich sie haben möchte. Der Rest (kurze-weite Entfernungen) ergibt sich dann durch spätere werferische Erfahrung.
Ich hoffe, ich habe meine Gedanken halbwegs verständlich rüber gebracht, auch wenn das jetzt von einigen Experten wahrscheinlich zerpflückt und in der Luft zerrissen werden mag.
Gruß
Harald
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Re: wann passt eine Schnur!
Hallo Harald!
Schön von Dir wieder was zu lesen!
Damit kann ich etwas anfangen, ganz prima dargestellt, so kann ich es weitergeben, dass es auch verstanden wird.
Vielen Dank, weiterhin Alles Gute und bleib gesund
tight lines
Gebhard
PS: Du hast immer noch eine Einladung bei mir offen!
Schön von Dir wieder was zu lesen!
Damit kann ich etwas anfangen, ganz prima dargestellt, so kann ich es weitergeben, dass es auch verstanden wird.
Vielen Dank, weiterhin Alles Gute und bleib gesund
tight lines
Gebhard
PS: Du hast immer noch eine Einladung bei mir offen!
Der immer auf Seiten der Fische steht!
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fliegenfeger
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Re: wann passt eine Schnur!
Hallo,
das Zusammenspiel von Rute und Schnur in den jeweiligen Situationen wurde schon sehr gut und detailliert beschrieben.
Eigentlich müsste man die Frage umgekehrt stellen: Welche Rute für die vorgegebene Schnur.
Für eine nach AFFTA (früher AFTMA) klassifizierte Schnur wurde durch Testwerfer, die Rute einer entsprechenden Klasse zugeordnet. Das ist nicht sehr genau und die Abweichungen zeigen sich deutlich, wenn die Ruten mit einem festgelegtem Verfahren nachgemessen werden. Diese Testwerfer sind Profis und keine Anfänger und trotzdem kamen diese unterschiedlichen Einschätzungen heraus.
@Gebhard
Auf deine Frage wirst du einem Schüler/Anfänger keine befriedigende Antwort geben können. Das ist auch in anderen Sportarten der Fall: ein Tischtennisanfänger ohne Technik wird den Unterschied von Schläger A zu B und Belag C zu D kaum merken und schon gar nicht beurteilen können, was für ihn optimal ist. Das war vor ca. 35 Jahren ein großer Kampf für mich, die Jungs davon zu überzeugen, dass das Material des Weltmeisters nicht unbedingt zum eigenen Vorteil taugt.
Deshalb kann ich dir den Kurs nur empfehlen, da du entweder deine Wurftechnik oder deine Kondition verbesserst.
Gruß
Armin
das Zusammenspiel von Rute und Schnur in den jeweiligen Situationen wurde schon sehr gut und detailliert beschrieben.
Eigentlich müsste man die Frage umgekehrt stellen: Welche Rute für die vorgegebene Schnur.
Für eine nach AFFTA (früher AFTMA) klassifizierte Schnur wurde durch Testwerfer, die Rute einer entsprechenden Klasse zugeordnet. Das ist nicht sehr genau und die Abweichungen zeigen sich deutlich, wenn die Ruten mit einem festgelegtem Verfahren nachgemessen werden. Diese Testwerfer sind Profis und keine Anfänger und trotzdem kamen diese unterschiedlichen Einschätzungen heraus.
@Gebhard
Auf deine Frage wirst du einem Schüler/Anfänger keine befriedigende Antwort geben können. Das ist auch in anderen Sportarten der Fall: ein Tischtennisanfänger ohne Technik wird den Unterschied von Schläger A zu B und Belag C zu D kaum merken und schon gar nicht beurteilen können, was für ihn optimal ist. Das war vor ca. 35 Jahren ein großer Kampf für mich, die Jungs davon zu überzeugen, dass das Material des Weltmeisters nicht unbedingt zum eigenen Vorteil taugt.
Deshalb kann ich dir den Kurs nur empfehlen, da du entweder deine Wurftechnik oder deine Kondition verbesserst.
Gruß
Armin






