Mögliche Gefahren beim Waten

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Michael.
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Re: Mögliche Gefahren beim Waten

Beitrag von Michael. »

Hallo,

dank Euch! Und seid immer schon vorsichtig beim Waten!

@ Armin:
Nein, das habe ich noch nicht ausprobiert ...

Gruß
Michael
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Hans.
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Re: Mögliche Gefahren beim Waten

Beitrag von Hans. »

Lieber Michael,

lese das erst jetzt und kann nur sagen: Willkommen im Leben !!

Als junger Mann wäre ich aus Naivität beinahe im Atlantik ertrunken, war überaus knapp damals.
Es kann immer schneller gehen, als man denkt.

Aber Du bist Deiner Familie und auch uns erhalten geblieben, Gott sei dank!

Herzlicher Gruß
Hans
Man muss nicht alles mitmachen...
FlyandHunt
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Re: Mögliche Gefahren beim Waten

Beitrag von FlyandHunt »

Eine Situation, die nicht zwingend mit Waten zu tun hat, aber trotzdem auch eine Gefahr darstellt:

Kurze Info vorab: Hatte mit 25 einen Kreuzbandriss im Linken Knie. Habe diesen nicht operieren lassen und hatte und habe heute 0 Probleme damit:

Ich war in Neuseeland und hatte einen Norweger kennen gelernt. Wir befischten einen schönen Fluss und mussten uns wirklich durch Wald, Felsen, große Steine und Hänge schlagen. Wir waren den ganzen Tag unterwegs.
Als wir fertig waren mussten wir einen Steilen Hang mit Vorsprüngen hoch.
Ich machte einen Schritt nach Links, das linke Knie versagt und bricht ein. Dabei werfe ich mich in letzter Sekunde an die Hangseite. Es ging 3-4 Meter eine Steilkante hinunter.
Schmerzverzehrt bleibe ich liegen. Der Norweger hilft mir auf. Das Knie hält zum Glück wieder, war wohl nur übermüdet.

Was ich damit sagen will, ist wenn man lange und viel unterwegs ist, verliert man die Konzentration und achtsamkeit.
Wäre mir das Knie in der Flussüberquerung weggebrochen, weiß ich nicht was passiert wäre.

Grüße
„There is no greater fan of fly fishing than the worm. “ Patrick F. McManus
Fliifi-Sepp
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Re: Mögliche Gefahren beim Waten

Beitrag von Fliifi-Sepp »

Beim Tauchen lernt man, daß es sinnvoll ist, immer mit einem Buddy (Begleiter) unterwegs zu sein!

Da lernt man übrigens auch, seine Ausrüstung zu überprüfen und damit umzugehen.

Es ist deshalb druchaus sinnvoll, unter den zu erwartenden Praxis-Bedingungen in Begleitung zu üben, wie es ist, mit Wathose "baden zu gehen". Schon das Schock-Erlebnis, bei kaltem Wasser vollständig unterzutauchen, kann zu völliger Orientierungslosigkeit führen.

In den alpinen und durchaus gefährlichen Gewässern, in denen ich mich meist bewege, bin ich schon oft baden gegangen. Mit den Erfahrungen, die ich damit habe, ging das immer gut aus. Aber man darf dabei nie leichtsinnig werden und sollte keine grenzwertige Risiken eingehen. Man sollte immer mit allem rechnen und lieber mal ein Risiko nicht eingehen. Kein vermeintlich zu fangender Fisch ist es Wert, sein Leben auf´s Spiel zu sezten!

LG Sepp
Maggov
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Re: Mögliche Gefahren beim Waten

Beitrag von Maggov »

Hallo,

weil es der Auslöser dieses Threads war: am 02.07. haben ein paar Fischerfreunde an der Stelle wo Hans verunglückte einen Stein gesetzt.
IMG-20220702-WA0000_(1).jpg
IMG-20220702-WA0000_(1).jpg (73.74 KiB) 1253 mal betrachtet
Ich konnte leider nicht persönlich dabei sein. Danke an Rupert an dieser Stelle nochmals für die Organisation und schön zu wissen dass es so vielen wie mir geht: Er fehlt uns sehr und es ist kommt mir immer noch nicht real vor...

LG
Markus
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NBerlin
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Re: Mögliche Gefahren beim Waten

Beitrag von NBerlin »

Nach diesen Berichten habe ich im Selbstversuch,mich mit Wathose bekleidet in meinem Pool zu ertränken. 8)
Dieser Versuch geschah natürlich
unter Überwachung.
Es war überhaupt kein Problem zu schwimmen.
Auch Luft in den Beinen war kein Problem,
es erschwerte nur das aufstehen geringfügig.
Selbst nach Abnehmen des Watgürtels unter
Aufnahme von reichlich Wasser führte
zu keiner Zeit zu Problemen.
Natürlich ist das nicht Praxisnah,da keine Strömung
und mit 28 Grad Wassertemperatur angenehm warm.
Vor 4 Jahren ist mein Sohn bei starker Strömung
ins Staucheln gekommen,obwohl ich vorher immer gesagt habe das nur der Weg mit der Strömung schwimmen Erfolg bringt,war seine erste sinnlose
Reaktion gegen die Stömung auf die Beine zu kommen.
Als sein Verstand wieder einsetzte,schwamm er locker Strom ab an Land.
Ich denke das Gesundheitliche Probleme ,nicht Schwimmen können,Panik,aufschlagen auf Felsen
evtl.auch Alkohol zu den Todesfällen führt.
Die Wathose bringt einen nicht um. :mrgreen:
Ich erinner auch noch mal an Yves Dreux,der leider in der Orkla zu Tode gekommenen ist.

Gruß Norbert.
fliegenfeger
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Re: Mögliche Gefahren beim Waten

Beitrag von fliegenfeger »

Hallo Norbert,

wenn ich dich richtig verstanden habe, was dieser Versuch nicht ganz nutzlos?

Gruß
Armin
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NBerlin
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Re: Mögliche Gefahren beim Waten

Beitrag von NBerlin »

Moin Armin,auf keinen Fall,er hat gezeigt das Panik fehl am Platz
Ist und einige Behauptungen sich als unwahr herausstellten.
Gruß Norbert
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webwood
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Re: Mögliche Gefahren beim Waten

Beitrag von webwood »

Hi Folks,

aus eigener Erfahrung: Pool und Gebirgsfluss sind schon mal zwei paar Stiefel. Erstmal ist das Wasser meist so saukalt, dass einem die Luft wegbleibt, Dann haut dich die Strömung wie eine Flipperkugel durch die Steine das Bachbett runter und einfach ein psychologischer Effekt. Bevor ich meine teure Rute loslasse und teuer meint (es konnte auch eine billige Rute sein, die im Laufe der Jahre sozusagen in die Hand gewachsen ist) lässt man einfach den geliebten Stecken nicht los. Ungeachtet dessen ist ein Schwimmversuch mit Wathose keine blöde Idee. Am sichersten wäre indes das Sammeln von Briefmarken oder derlei. Ich denke ein gewisses Risiko ist bei unserer Passion eben dabei und meist sitzt man eben nur mit nassen Klamotten im Auto auf dem Heimweg. Ungeachtet dessen "No Risk no Fun" ist bei uns absolut unangebracht. Ich finde diesen Threat sehr gut.

TL
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Re: Mögliche Gefahren beim Waten

Beitrag von orkdaling »

Moin,
sicher schøner Versuch aber leider sind Schwimmbecken/Stillwasser und ein Fluss mit Stromkanten, Drehstrøhmungen und hohen Durchflussmengen 2 Paar Schuhe.
Ich selbst bin schon ein paarmal auf die Nase gefallen weil es glatt war oder weil einfach ein Stein unter denn Fluessen locker war, selbst bei nur 1m Wassertiefe hatte ich Probleme auf die Beine zu kommen.
Ich hab Leute gesehen die gut 100m abgetrieben sind bei nur 40m3/sek (das ist aber ein Durschnittswert und hat nichts mit der Geschwindigkeit einer Stromkante zu tun)
Selbst mit verschiedenen Schuhen/Sohlen stelle ich erhebliche Unterschiede fest, also wo ich noch halt finde und mit welchen eben nicht.
Das bedeutet aber auch mit welchen ich wieder auf die Beine komme wenn ich den Bach runter treibe.
Und dann stelle ich mir die Frage warum hier >jæhrlich< Leute ersaufen. Nicht nur Touristen sonder Leute die viele Jahre ihren Fluss kannten.
Wenn ich mal daran erinnern darf- laut Behørdenangaben sind das 3-6 Fischer /Jahr die nur beim Lachsfischen (3 Monate) verungluecken.
Und da kommen noch einige dazu die aus den Boot gefallen oder auf eine Schære aufgefahren sind.

Watstock - eine gute Sache. Ich verlasse mich aber nur zum "Fuehlen" auf das Teil, um Loch oder Stein zu finden.
Mehrfach und das haben wir auch ausgetestet, fuehrt der Watstock dazu das man den Bodendruck vermindert wenn man ihn als Stuetze einsetzt.
Da wo ich eben ohne durch bin , haut es den næchsten die Beine weg weil er den Stock als drittes Bein einsetzte.
Selbst gesehen, Leute aus LMF selber erfahren, hier auf meiner Lieblingsinsel mitten in der Orkla.

Es geht nicht um das austesten der Wathose, ob mit oder ohne Guertel , bis wann gehts gut, wie schwimme ich damit usw. - es geht um møgliche Gefahren und deren Folgen !
Gruss Hendrik
orkdaling
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Re: Mögliche Gefahren beim Waten

Beitrag von orkdaling »

Nur mal zum Nachdenken - møgliche Gefahren !
Wenn man hier fællt (oberhalb)
thumbnail (32).jpg
thumbnail (32).jpg (55.27 KiB) 982 mal betrachtet
sieht es kurz danach so aus (knapp 100m unterhalb)
5746a202e4b09d170364f74b_w.jpg
5746a202e4b09d170364f74b_w.jpg (50.4 KiB) 982 mal betrachtet
na dann guten Schwimmversuch !
Gruss Hendrik
Maggov
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Re: Mögliche Gefahren beim Waten

Beitrag von Maggov »

Hallo,

mein Posting war nicht dazu gedacht die Spekulationen wie es dazu kommen konnte erneut an zu stacheln.

Es ist schwer genug sich damit ab zu finden dass es passiert ist - bitte erspart den Nahestehenden und v.a. der Familie hier irgendwelche Spekulationen zu dem konkreten Fall. Ich finde den Thread auch gut - im allgemeinen Kontext.

Ich habe nach dem Vorfall viel recherchiert da es mir schlichtweg unmöglich erschien an dieser Stelle es nicht zurück zum Ufer zu schaffen und es weitere Fragen / Ungereimtheiten gibt. Die Wassertemperatur scheint eine der Hauptfaktoren zu sein - wer sich dafür interessiert kann ja mal googeln warum so viele (auch gute Schwimmer ohne Wathose) bei saukaltem Wasser bereits binnen der ersten 2 Minuten ertrinken, einfach mal jenseits der Wathosenthematik googeln.

Von daher ist der (allgemeine) Vermerk zu den Bedingungen sicherlich angebracht / berechtigt.

LG
Markus
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Re: Mögliche Gefahren beim Waten

Beitrag von Michl »

Hallo,
ein Schwimmversuch im Pool ist sicher mal gut.
Man lernt wie sich das grundsätzlich anfühlt.
Das entspricht bis auf die Temperatur einem "Reinfall" am See.
An Fluss und Meer sind die Verhältnisse grundsätzlich anders.
Strömung, Grundbeschaffenheit und Temperatur machen die Sache um ein vielfaches schwieriger, wobei schon einer dieser Faktoren ausreicht um in seriöse Schwierigkeiten zu kommen, auch wenn die anderen beherrschbar erscheinen.
Wer schonmal vor der Steilküste von Mön gewatet ist weiß was ich meine.
Der Untergrund ist dermaßen rutschig das eine steife Welle reicht.
Und wenn jemand unerwartet von den Füßen gespült wird ist auch der psychologische Aspekt ein anderer, als wenn man mit der Wathose in den Pool steigt.....

Für mich die größte Gefahr ist aber die Strömung, da diese dynamisch und nicht gleichmäßig ist.
Hab ich diesen Sommer in Norge an einem vergleichsweise kleinen Flüsschen wieder erlebt, gut knietief, aber fast nicht machbar.
Ohne Watstock wär das definitiv nicht gut ausgegangen, war durchaus grenzwertig.
Und ich bin nicht klein und nicht leicht....... :mrgreen:

Ein weiterer limitierender Faktor ist m. E. das Alter.
Jedenfalls bei mir.
Ich habe das Gefühl das es zunehmend schwieriger wird, harte Passagen zu meistern.
Kann das nicht erklären, aber vielleicht wird die Koordination der Bewegungen und die Reaktionsfähigkeit langsamer.

Kann also nur raten vorsichtig zu sein, je älter man wird, umso mehr.

Gruß Michl
Die Beute ist unwesentlich, entscheidend ist nur das Gefühl.
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webwood
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Re: Mögliche Gefahren beim Waten

Beitrag von webwood »

Hallo,,

noch so eine Gefahrenquelle. Manchmal raucht ein See. Vermutlich weil das Wasser wärmer ist als die Luft. Gerade früh morgens ist das manchmal zu beobachten. Es bildet sich eine Nebelschicht direkt auf dem Wasser Sieht unglaublich toll aus, so man auf einem Steg steht. Vor einigen Jahren ist eine Schwimmerin, ich kannte die Dame recht gut, da ich sie zu Zeiten meines Renkenangelns, öfter traf, ertrunken, Sie hatte offensichtlich einfach die Orientierung verloren. Genau das könnte beim Waten auch passieren. Rechts von meinem Lieblingssteg dort ist eine Bucht die geradezu nach Hecht riecht und nur watend zu erreichen ist. Im Nebel auf einmal keinen Peil mehr zu haben wo das Ufer ist, ist lebensgefährlich. Am Ammersee bin ich mal in eine ähnliche Situation geraten. Da war ich im Ruderboot. Du hast auf einmal absolut keinerlei Anhaltspunkt mehr, Auch die Sonne ist nicht mehr zu orten. Gefährlich war es nicht, da ich ja im Boot war, außer ein Dampfer hätte mich gerammt. Ich hatte zum Glück ein Handy mit Kompass-App dabei. So war das für mich kein Problem, außer dass ich dennoch so rund 2 Km neben der Startstelle das Ufer erreicht habe.

TL
Thomas
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Re: Mögliche Gefahren beim Waten

Beitrag von MahiMahi »

Hallo Thomas,

in etwa so.
P9301458.JPG
P9301458.JPG (108.68 KiB) 491 mal betrachtet
P9301457.JPG
P9301457.JPG (137.89 KiB) 491 mal betrachtet
Im zweiten Bild lichtet es sich bereits wieder.
Am Anfang fuhren die Fischer mit dem Bellyboat ins nichts.
Aber alle kamen zurück.

Grüßle
Harry
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