Hallo in die Forums-Runde, als neu registriertes Mitglied,
danke zunächst an die Verantwortlichen für die Aufnahme.
Ich heiße Tobias, bin 63, im Sauerland ansässig und begeisterter Flugangler und Fliegenbinder.
„Flugangler“ formuliere ich, weil „Fliegenfischer“ mehrdeutig ist, indem es auch „Fischen mit Fliegen“ bedeuten kann. Welches für sich genommen nur etwas aussagt über die verwendeten Köder, aber nicht über die Technik, mit der diese an den Fisch transportiert werden.
Das kann z.B. auch per Monofilschnur geschehen, und so habe ich es bereits ab Mitte der 1970er Jahre mit Spinnrute in einem hiesigen Bach praktiziert, als mein Vater und ich von Flugangelei –also Angeln mit einer das Wurfgewicht bereitstellenden Fliegenschnur– noch keine nennenswerten Kenntnisse hatten und die Bewuchssituation an jenem Bach sich auch alles andere als dafür geeignet hätte. Aber uns hatte sehr gestört, dass praktisch alle Angler um uns herum mit Naturködern angelten (vor allem Würmern) und dass dann die Rücksetzungspflicht für untermaßige Fische faktisch meist ins Leere läuft, indem die Köder (weil schmackhaft) geschluckt werden und meist nicht ohne rücksetzungsvereitelnde Verletzung des Fisches entfernbar sind. Damals war für uns das Angeln mit Fliegen eine willkommene, den Einsatz von Spinnern u.ä. ergänzende Entdeckung zur Beendigung der beschriebenen Problematik.
Wo es die Struktur eines Gewässers und vor allem dessen Bewuchs nicht sinnvoll hergibt, lasse ich also die Fliegenrute beiseite und nehme die sog. Spinnrute zur Hand (am liebsten eine Téléréglable-Teleskoprute, weil sie nützlicherweise längenverstellbar ist), an deren Schnur dann u.a. Fliegen, Nymphen u. Streamer geführt werden. Denn Flugangeln soll ja nicht „pain in the ass“ sein, weil man dauernd mit den hierfür mangelnden Platzverhältnissen an einem bestimmten Wasser kämpfen muss. Zwar kann man Platzprobleme entschärfen, indem man nicht nur sehr kurze Fliegenruten verwendet, sondern auch das nötige Wurfgewicht schon mit sehr kurzer „Keule“ bereitstellt; durch Verwendung von 10- oder 12ft-Tips, die als Schusskopf an einer running line fungieren. Allerdings verbleiben reichlich Bäche, die auch mit solchen Kniffen zu eng fürs Flugangeln sind.
Wo immer möglich, ziehe ich aber Letzteres vor, teils auch gern mit Speycasting, bei dem ich mich mitunter zusammennehmen muss, den unvermeidlichen „Wurf-Ehrgeiz“ —ohne Rückraum möglichst weit, idealerweise ans 20m entfernte andere Ufer— nicht die eigentliche Angelfreude etwas „überwuchern“ zu lassen. Ihr kennt das sicher, wenn einen der technische Ehrgeiz packt...
Über Jahre hinweg habe ich immer wieder mal hier mitgelesen, mitunter auch einen Reiz verspürt, selbst teilzunehmen; wobei es aber bisher blieb.
Nunmehr wird es also wohl hier und da mal einen Post oder auch Thread von mir geben.
TL und beste Grüße aus Südwestfalen
Tobias
Neu aus Südwestfalen
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Re: Neu aus Südwestfalen
Hallo Tobias,
vielen Dank für deine ausführliche Vorstellung..
willkommen an Board
Alex
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Alex
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Es macht die Angler doof, und süchtig ... sie wollen immer mehr" (by Steini/GW-Forum.de)
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Re: Neu aus Südwestfalen
Danke für diesen Bericht.
Diese Art vom " Flugangler " würde mich auch interessieren . An unserem Vereinsgewässer habe ich auch das Problem mit Pflanzenbewuchs
und zu wenig Platz zum Werfen. ( Büsche, Bäume, usw. )
Wie ist die Montage bei dem Flugangeln?
Gruß Hans
Diese Art vom " Flugangler " würde mich auch interessieren . An unserem Vereinsgewässer habe ich auch das Problem mit Pflanzenbewuchs
und zu wenig Platz zum Werfen. ( Büsche, Bäume, usw. )
Wie ist die Montage bei dem Flugangeln?
Gruß Hans
-
ThymaB
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Re: Neu aus Südwestfalen
Hallo Hans,
erstmal danke für Deine Reaktion.
Also "Flugangeln" heißt ja nur: Einsatz einer Fliegenschnur, die das Wurfgewicht bereitstellt. Beim sog. Spinnfischen tut die Schnur das nicht, weil sie dafür zu leicht ist.
Mit Flugangeln ist also keine konkrete Montage verbunden, das kann alles sein, was unser sog. "Fliegenfischen" bedeutet. Ich wollte ja nur darauf hinweisen, dass "Fliegenfischen" zweideutig ist und, recht betrachtet, keine eindeutige Technik des Wurfs beinhaltet. Insofern spricht man besser vom "Flugangeln", und ich erinnere mich, dass ich mich vor ein paar Jahren (im Zusammenhang mit einem Angel-Besuch an der Ilm rund um Stadtilm) darüber gefreut habe, als ich las, dass man z.B. auch in Thüringen diese Diktion benutzt, nämlich beim LAVT oder VANT in best. Regularien oder Streckenbedingungen; ich müsste es erneut nachsehen. In einem älteren Buch aus dem Sport-Verlag Ost-Berlin, ich glaube von 1982 u. mit dem Titel "Salmoniden", war, wenn ich mich recht (dunkel) erinnere, auch vom "Flugangeln" die Rede.
Aber falls Du konkret auf meine Aussage zu den kurzen Keulen anspielst: Nun ja, ich habe da seit dieser Saison ganz angenehme Erfahrungen bei wenig Platz und relativ dichtem Bewuchs gemacht mit floating Tips (die eigentlich eher aus dem Speycasting herkommen), die 10 oder besser 12ft lang sind und zwischen 5 und 9g auf die Waage bringen. Und die dann an running line, egal welche (z.B. Rio SlickShooter oder Cortland WaxedBraidedMono oder selbst abgeschnitten aus einer älteren Fliegenschnur oder was auch immer). Das reicht, um Ruten von #3 -5 gut aufzuladen, ohne dass man 6m oder mehr von Standard-WF-Schnüren draußen haben muss (6m-Keulen sind in jenem Bereich auch schon kurz, ich hatte früher mal eine Vision Vibe 65 oder SA AirCel Short (oder so ähnlich) und als kürzeste Variante eine Wulff Ambush TT Short mit, ich glaube, 5,4m Keule).
Da ja kaum etwas ohne Kehrseite ist im Leben, ist natürlich die Präsentation desto uneleganter, je mehr Gewicht man auf kurzer Länge unterbringt. Das ist ein trade-off, aber ganz gut zu verkraften, wenn man nun mal eng begrenzte Verhältnisse hat und trotzdem Fliegen auch werfen können möchte, anstatt sie mit einer Monofil-Schnur fast nur abtreiben lassen zu können.
Wer genug Platz hat und elegant Trockenfliegen präsentieren möchte, würde ja auch ein anderes Setup wählen.
Also, wenn Dich derlei Tips interessieren, dann hier folgende Anregungen:
-- SSS 1D-Tip (Sunshine Fishing, z.B. bei adh) 5,8g 10ft floating
-- Frödin Salar Convert Tip 12ft - 8g Wechselspitze floating (auch bei adh, oder Brinkhoff)
-- Vision Hybrid Tapered Tips, Variante floating 12,5ft 9g (z.B. bei AOS)
Gibt natürlich auch jeweils andere Varianten, längen- u. gewichtsmäßig, u. auch noch manch' andere Tips, z.B. Rio fällt mir noch ein mit irgendwas um 6g bei 10ft. Wenn Du bei adh usw. durchschaust unter Tips u. Polyleader o.ä., stößt Du auf manche Möglichkeiten.
Erstmal ist entscheidend, welches Gewicht Deine hierfür relevante Rute braucht, um wenigstens einigermaßen geladen zu sein. Die vom Hersteller angegebene Rutenklasse ist dafür bekanntlich leider oft unbeachtlich, Du solltest lieber selbst messen nach Kyte oder 3,75° oder ähnlich; oder halt ausprobieren.
10ft kam mir, so nett kurz es auch unter Bewuchs ist, manchmal etwas kurz vor für den Einsatz bei Rollwürfen, und zwar selbst bei kurzer 6ft-Rute. Insofern neige ich inzwischen eher zur 12ft oder 12,5ft. Wenn die Rute länger ist, mag auch 15ft in Betracht kommen, auch diese Länge findet man reichlich bei solchen Tips.
Also, hat hoffentlich ein bisschen Klärung gebracht, u. vielleicht eine Anregung zum Ausprobieren.
TL, Tobias
erstmal danke für Deine Reaktion.
Also "Flugangeln" heißt ja nur: Einsatz einer Fliegenschnur, die das Wurfgewicht bereitstellt. Beim sog. Spinnfischen tut die Schnur das nicht, weil sie dafür zu leicht ist.
Mit Flugangeln ist also keine konkrete Montage verbunden, das kann alles sein, was unser sog. "Fliegenfischen" bedeutet. Ich wollte ja nur darauf hinweisen, dass "Fliegenfischen" zweideutig ist und, recht betrachtet, keine eindeutige Technik des Wurfs beinhaltet. Insofern spricht man besser vom "Flugangeln", und ich erinnere mich, dass ich mich vor ein paar Jahren (im Zusammenhang mit einem Angel-Besuch an der Ilm rund um Stadtilm) darüber gefreut habe, als ich las, dass man z.B. auch in Thüringen diese Diktion benutzt, nämlich beim LAVT oder VANT in best. Regularien oder Streckenbedingungen; ich müsste es erneut nachsehen. In einem älteren Buch aus dem Sport-Verlag Ost-Berlin, ich glaube von 1982 u. mit dem Titel "Salmoniden", war, wenn ich mich recht (dunkel) erinnere, auch vom "Flugangeln" die Rede.
Aber falls Du konkret auf meine Aussage zu den kurzen Keulen anspielst: Nun ja, ich habe da seit dieser Saison ganz angenehme Erfahrungen bei wenig Platz und relativ dichtem Bewuchs gemacht mit floating Tips (die eigentlich eher aus dem Speycasting herkommen), die 10 oder besser 12ft lang sind und zwischen 5 und 9g auf die Waage bringen. Und die dann an running line, egal welche (z.B. Rio SlickShooter oder Cortland WaxedBraidedMono oder selbst abgeschnitten aus einer älteren Fliegenschnur oder was auch immer). Das reicht, um Ruten von #3 -5 gut aufzuladen, ohne dass man 6m oder mehr von Standard-WF-Schnüren draußen haben muss (6m-Keulen sind in jenem Bereich auch schon kurz, ich hatte früher mal eine Vision Vibe 65 oder SA AirCel Short (oder so ähnlich) und als kürzeste Variante eine Wulff Ambush TT Short mit, ich glaube, 5,4m Keule).
Da ja kaum etwas ohne Kehrseite ist im Leben, ist natürlich die Präsentation desto uneleganter, je mehr Gewicht man auf kurzer Länge unterbringt. Das ist ein trade-off, aber ganz gut zu verkraften, wenn man nun mal eng begrenzte Verhältnisse hat und trotzdem Fliegen auch werfen können möchte, anstatt sie mit einer Monofil-Schnur fast nur abtreiben lassen zu können.
Wer genug Platz hat und elegant Trockenfliegen präsentieren möchte, würde ja auch ein anderes Setup wählen.
Also, wenn Dich derlei Tips interessieren, dann hier folgende Anregungen:
-- SSS 1D-Tip (Sunshine Fishing, z.B. bei adh) 5,8g 10ft floating
-- Frödin Salar Convert Tip 12ft - 8g Wechselspitze floating (auch bei adh, oder Brinkhoff)
-- Vision Hybrid Tapered Tips, Variante floating 12,5ft 9g (z.B. bei AOS)
Gibt natürlich auch jeweils andere Varianten, längen- u. gewichtsmäßig, u. auch noch manch' andere Tips, z.B. Rio fällt mir noch ein mit irgendwas um 6g bei 10ft. Wenn Du bei adh usw. durchschaust unter Tips u. Polyleader o.ä., stößt Du auf manche Möglichkeiten.
Erstmal ist entscheidend, welches Gewicht Deine hierfür relevante Rute braucht, um wenigstens einigermaßen geladen zu sein. Die vom Hersteller angegebene Rutenklasse ist dafür bekanntlich leider oft unbeachtlich, Du solltest lieber selbst messen nach Kyte oder 3,75° oder ähnlich; oder halt ausprobieren.
10ft kam mir, so nett kurz es auch unter Bewuchs ist, manchmal etwas kurz vor für den Einsatz bei Rollwürfen, und zwar selbst bei kurzer 6ft-Rute. Insofern neige ich inzwischen eher zur 12ft oder 12,5ft. Wenn die Rute länger ist, mag auch 15ft in Betracht kommen, auch diese Länge findet man reichlich bei solchen Tips.
Also, hat hoffentlich ein bisschen Klärung gebracht, u. vielleicht eine Anregung zum Ausprobieren.
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Re: Neu aus Südwestfalen
Herzlich willkommen Tobias!
Petri & Tight Lines
Wolfgang
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Ich glaube, dass Mutter "Natur" uns liebt - doch tun wir das wirklich auch...???
Wolfgang
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Ich glaube, dass Mutter "Natur" uns liebt - doch tun wir das wirklich auch...???






