Re: Erfolgreiches Äschenprojekt - Es gibt doch noch Hoffnung
Verfasst: 12.10.2011, 23:24
Lieber RC!
Es geht hier - zumindest von meiner Seite - nicht darum, Bewirtschafter an den Pranger zu stellen, sondern um Aufklärung.
Vieles, was in der Vergangenheit passiert ist (und seinerzeit auch durchaus von wissenschaftlicher Seite empfohlen wurde, z. B. Einbürgerung Aal im Donauraum usw.), ist aus heutiger Sicht abzulehnen. Vielfach wurden Fehler begangen, deren Auswirkungen man sich einfach nicht bewusst war oder sogar in Kauf genommen hat. Ein gutes Beispiel dafür ist die Bachforelle. Seit mehr als hundert Jahren, teilweise sogar schon viel länger, werden Gewässer mit Bachforellen gebietsfremder Herkunft besetzt. Heute ist das ja überhaupt kein Problem, entsprechendes Besatzmaterial kann man von überall her beziehen. Das führte dazu, dass autochthone Populationen nur noch in jenen wenigen Gewässern nachzuweisen sind, die nicht fischereiwirtschaftlich überformt wurden. Um bei der Äsche zu bleiben, auch hier konnte man bereits - ich spreche hier von Österreich - in etlichen Gewässern Besatz mit Äschen gebietsfremder Herkunft nachweisen, was zu einer ernsten Gefährdung heimischer Populationen führen kann. Dies nur als Beispiel, die Liste ließe sich noch lange fortsetzen.
Das Entscheidende ist jedoch, nicht anzuprangern sondern einen Umdenkprozess herbeizuführen. Und das kann ich nur durch Aufklärung (indem ich eben auf jene Fehler hinweise, die in der Vergangenheit passiert sind und auch heute noch passieren) erreichen.
LG,
Bernhard
Es geht hier - zumindest von meiner Seite - nicht darum, Bewirtschafter an den Pranger zu stellen, sondern um Aufklärung.
Vieles, was in der Vergangenheit passiert ist (und seinerzeit auch durchaus von wissenschaftlicher Seite empfohlen wurde, z. B. Einbürgerung Aal im Donauraum usw.), ist aus heutiger Sicht abzulehnen. Vielfach wurden Fehler begangen, deren Auswirkungen man sich einfach nicht bewusst war oder sogar in Kauf genommen hat. Ein gutes Beispiel dafür ist die Bachforelle. Seit mehr als hundert Jahren, teilweise sogar schon viel länger, werden Gewässer mit Bachforellen gebietsfremder Herkunft besetzt. Heute ist das ja überhaupt kein Problem, entsprechendes Besatzmaterial kann man von überall her beziehen. Das führte dazu, dass autochthone Populationen nur noch in jenen wenigen Gewässern nachzuweisen sind, die nicht fischereiwirtschaftlich überformt wurden. Um bei der Äsche zu bleiben, auch hier konnte man bereits - ich spreche hier von Österreich - in etlichen Gewässern Besatz mit Äschen gebietsfremder Herkunft nachweisen, was zu einer ernsten Gefährdung heimischer Populationen führen kann. Dies nur als Beispiel, die Liste ließe sich noch lange fortsetzen.
Das Entscheidende ist jedoch, nicht anzuprangern sondern einen Umdenkprozess herbeizuführen. Und das kann ich nur durch Aufklärung (indem ich eben auf jene Fehler hinweise, die in der Vergangenheit passiert sind und auch heute noch passieren) erreichen.
LG,
Bernhard

