Re: Wieviel Eitelkeit verträgt das Fliegenfischen?
Verfasst: 28.06.2016, 14:40
Die Ursprungsfrage lautete doch nach meiner Erinnerung: “Wieviel Eitelkeit verträgt das Fliegenfischen?“
Ich bin, dem Herrn sei's geklagt, ein ganz eitler Fatzke. Am Wasser tauche ich nur in feinstem Tweed und weißem Hemd auf. Eine Seidenkrawatte ist obligatorisch. Mein feines Geschirr ist von den edelsten Marken und dry upstream only ist Lebenseinstellung. Auf Spinnfischer oder gar Ansitzfischer schaue ich von meinem ethisch und moralisch erhöhten Standpunkt eher von oben herab. Sollte ich mal ein Fischlein zum Essen einladen, wird es im antiken, mundgeklöppelten Weidenkörbchen schonend nach Hause getragen.
Verträgt das Fliegenfischen nun dieses ganze Getue? Ich denke mal, dem Fliegenfischen ist das, mit Verlaub, shyceegal! Das hat es vor mir gegeben und wird es auch noch lange nach mir geben.
Nun könnte der ein oder auch andere mit Recht fragen: Was will der kleine, dicke Mann eigentlich?
Jenun, dass weiß er wohl selbst nicht so genau. Deswegen geht er auch gleich wieder an den Bach und stellt der dicken Forelle nach, die ihn schon seit Tagen an der Nase herum führt.
Vielleicht sollten wir das alle viel öfter tun.
Groetjes
R.Leuchtet
Ich bin, dem Herrn sei's geklagt, ein ganz eitler Fatzke. Am Wasser tauche ich nur in feinstem Tweed und weißem Hemd auf. Eine Seidenkrawatte ist obligatorisch. Mein feines Geschirr ist von den edelsten Marken und dry upstream only ist Lebenseinstellung. Auf Spinnfischer oder gar Ansitzfischer schaue ich von meinem ethisch und moralisch erhöhten Standpunkt eher von oben herab. Sollte ich mal ein Fischlein zum Essen einladen, wird es im antiken, mundgeklöppelten Weidenkörbchen schonend nach Hause getragen.
Verträgt das Fliegenfischen nun dieses ganze Getue? Ich denke mal, dem Fliegenfischen ist das, mit Verlaub, shyceegal! Das hat es vor mir gegeben und wird es auch noch lange nach mir geben.
Nun könnte der ein oder auch andere mit Recht fragen: Was will der kleine, dicke Mann eigentlich?
Jenun, dass weiß er wohl selbst nicht so genau. Deswegen geht er auch gleich wieder an den Bach und stellt der dicken Forelle nach, die ihn schon seit Tagen an der Nase herum führt.
Vielleicht sollten wir das alle viel öfter tun.
Groetjes
R.Leuchtet