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@Tobsn

Verfasst: 04.06.2004, 15:09
von Daniel/Bonn
Ruuuuuuuuuuhhhhhhiiiiiiichhhh!
Achso, an welche Gewässer gehören Sie denn? Hauptsache darauf achten, dass unseren Lieblingsfischen nichts passiert. Dreckige Schleimbrassen sind ja nicht weiter wichtig...

Von den Schleimbrassen gibt es auch viel mehr. Sie reproduzieren sich selbst und zwar OHNE ENDE. Wenn wir in gleicher Anzahl, Verbreitung und natürlichem Aufkommen Forellen in unseren Gewässern hätten, weiterhin genauso viele gute Salmo- wie Brassenwasser, so dass jeder um die Ecke losziehen und ein paar Dutzend mitnehmen kann, dann würde ich auch den Wurm auf Forellen akzeptieren.
d.

Verfasst: 04.06.2004, 20:26
von Jürgen Gaul
Ich habe es in einem anderen Thread hier in diesem Forum schon einmal geschrieben: wenn ich nach dem 15. Mai, an dem bei uns in den Staustrecken die Verwendung des "natürlichen" Köders erlaubt ist, von einem Triebwerksbetreiber an sein Wehr gerufen werde weil dieser ein Fischsterben befürchtet, und ich dann bei meiner Ankunft am Rechen 10-15 tote (verangelte) Bachforellen der 15-20 cm-Klasse sehen muss, dann kann ich absolut kein Verständnis für diese Art der Fischerei in einem Salmonidengewässer aufbringen. Dass man auf andere Fischarten - z.B. Brachsen - mit dieser Methode fischt, hat nichts damit zu tun, dass man diese als minderwertig betrachtet, sondern weil die Gefahr des Verangelns in diesem Fall wesentlich geringer sein dürfte als bei einer untermaßigen und gierig schluckenden Bachforelle.

Wer von uns mußte nicht auch schon beim Nymphenfischen eine untermaßige Forelle abschlagen, weil der (widerhakenlose) Hakenbogen der Nymphe im Kiemenbogen saß und der Fisch beim Lösen blutete?

TL
Jürgen

Verfasst: 04.06.2004, 23:18
von Olli D
Seit wann sind an unseren Fliegen keine Haken?
Geht es um Tierschutz, Fangneid oder ums Prinzip.
Olli

Verfasst: 05.06.2004, 22:39
von stekus
die diskusion stimmt so nicht - man müsste über die "nicht fischgerechten" Angler herziehen, wie man oben lesen kann ist Fischgerechtes Angeln mit dem Wurm möglich.

Als Fliegenfischer muss man (auch ich) manchmal einsehen, dass ein Fisch nicht mit der Fliegenrute zu fangen ist, dann muss man eben andere Wege, die auch zum Ziel führen, gehen. Für alle die sich hier gegen Wurmangeln aussprechen: Noch nie daran gedacht eine Wurm-fliege zu binden? Regenwürmer gehen ja nicht von ungefähr so gut - sie haben Verwandte im Wasser denen sie ähnlich sehen. Daher ist der Wurmangler nicht schlechter als der Fliegenfischer, er immitiert auch ein im Wasser vorkommendes Tier und kommt damit eben auch zum Erfolg!

Also lasst die Wurmangler leben! Es giebt überall schwarze Schafe - kann mir keiner erzählen dass noch kein Fisch mit der Fliege verangelt wurde!

Verfasst: 05.06.2004, 23:48
von Fynn_SH
Nach mehreren E-Mails mit Daniel, habe ich doch meine Stellung gewechselt. Ich wusste nicht, dass es wirklich so grausam in Süddeutschland ist.

Gruß,
Fynn

Verfasst: 06.06.2004, 12:06
von Harald aus LEV
Warum wird hier wieder von einigen versucht zu polarisieren?
Die bösen Wurmangler, die die Fische so tief schlucken lassen. Ich halte es hier mit Hugh Falkus. Er war begeisterter Fliegenfischer, aber hat auch ganz klar erkannt, daß die Fangaussichten mit der Fliege je nach Gewässerbedingungen gegen Null gehen können und hat dann lieber zu Spinner, Wurm oder Garnele gegriffen. Er schrieb ganz klar, daß ein Nichtfliegenfischer genauso waidgerecht fischen kann, wenn er weiß, was er tut und sein Gerät entsprechend handhaben kann. Genausogut kann es ein Fliegenfischer an Waidgerechtigkeit mangeln lassen, wenn er nicht sensibel mit Gerät/Fangmethode umgeht.
Es ist nicht die Angelart entscheidend, sondern die Einstellung des Fischers und wie er mit seinem Gerät und den Fischen umgeht.
Nur weil einer Fliegenfischer ist, ist er noch lange kein besserer Mensch.
Vielleicht sollte man versuchen, nicht zu verallgemeinern. Ob Spinner oder Wurm zugelassen werden soll oder nicht, sollte sich nur und ausschließlich nach den individuellen Gewässereigenschaften ausrichten.
TL Harry

Verfasst: 06.06.2004, 12:43
von Fynn_SH
Hi,

nochwas, die Regelung mit den sehr großen Haken finde ich nicht so gut. DENN die Leute, die mit der abtreibenden Wasserkugel fischen, den Fisch bis zum A..... schlucken lassen, ... werden sicher nicht sehr drillerfahren sein und bei einigen, gerade großen Fischen, wird den die Hakenschnur reißen und dann hat der Fisch einen 2er Haken im Schlund! Den wird er sicher viel schwerer als einen 10er Haken los.

Gruß,
Fynn

Verfasst: 08.06.2004, 15:46
von max.s.
Hi,
ich bin der Meinung, dass das Wurmangeln am Salmonidengewässer generell verboten werden sollte, da der Bestand von Forellen und Äschen in Deutschland nunmal viel geringer als der von Brassen und Barschen ist und die Jungs mit der Wasser kugel und dem Laufblei sind nun mal leider nicht die Ausnahme.

tight lines

Max

Verfasst: 09.06.2004, 00:42
von Royal Coachman
Kleine Ergänzung,

Forellen und Äschen lassen sich mit Mais richtiggehend anfüttern !!
Wobei der Mais bei Forellen erwiesenermaßen nicht verdaut wird und keinerlei Wert für den Fisch hat !

Es genügt nicht nur die Wurmangelei im Salmonidenwasser zu verbieten, es helfen nur Kunstköderstrecken !!

euer Royal Coachman

PS: habe im Verein immer die Wurmstrecken bevorzugt befischt , diese Fische kannten keine Fliegen und waren auch nicht vorfachscheu !!!!!!

Verfasst: 09.06.2004, 09:34
von Olli D
Hi,
mit solchen Diskussionen, stellen wir uns nur selbst ein Bein.
Das sind doch alles willkommene Argumente für sogennante Tierschützer.
Oder glaubt ihr das wir ach so edlen und fischfreundlichen FLIEGENFISCHER irgendwann als einzige mit unser ethisch-moralisch korekten Ruten und unseren schmerzfrei Wunderfliegen die den Fisch magnetisch und völlig erschöpfungsfrei, nur zu forschungszwecken und zum WOHL des Fisches aus dem Wasser scheben lassen, unsere Gewässer bevölkern.
Natürlich nur ein Fischer pro Gewässer der auf einer Zauberwathose übers Wasser schebt und zuvor alle Wasservögel telefonisch über seine Ankunft informiert, damit diese ihren Küken schon einmal einige beruhigende Geschichten aus dem Ritz vorlesen können.
Olli

Verfasst: 09.06.2004, 09:37
von Andreas aus B
Olli D:"Hi,
mit solchen Diskussionen, stellen wir uns nur selbst ein Bein.
Das sind doch alles willkommene Argumente für sogennante Tierschützer.
Oder glaubt ihr das wir ach so edlen und fischfreundlichen FLIEGENFISCHER irgendwann als einzige mit unser ethisch-moralisch korekten Ruten und unseren schmerzfrei Wunderfliegen die den Fisch magnetisch und völlig erschöpfungsfrei, nur zu forschungszwecken und zum WOHL des Fisches aus dem Wasser scheben lassen, unsere Gewässer bevölkern.
Natürlich nur ein Fischer pro Gewässer der auf einer Zauberwathose übers Wasser schebt und zuvor alle Wasservögel telefonisch über seine Ankunft informiert, damit diese ihren Küken schon einmal einige beruhigende Geschichten aus dem Ritz vorlesen können.
Olli"

Das wollte ich auch gerade sagen. Danke für diesen mir aus dem Herzen sprechenden Beitrag Olli.

Andreas

Verfasst: 09.06.2004, 10:46
von JensR
Vielleicht lest ihr alle euch den ersten Beitrag in diesem Thema nochmal durch und überlegt mal kräftig ob ihr das Thema in die richtige Richtung gelenkt habt!? :suprise:

Da berichtet einer auf ne schöne Art&Weise von einem Erlebnis der Lehrreichen Art und sofort melden sich Bessermenschen,Alleswisser und zu-jedem-Scheiss-eine-Meinung-haber und meinen ihren Senf abgeben zu müssen!?
Und wieder einmal kommen wir auf das polarisierende Thema "Sind Fliegenpeitscher bessere Menschen" .... :niederges

Manchem hier würde es nicht schaden ab und an einfach mal laut "AUA" zu sagen. :naiv:


Es grüßt !

Jens

Na endlich

Verfasst: 09.06.2004, 15:58
von Peter M.
Endlich jemand der den Beitrag "richtig" im Sinne des Schreibers gelesen hat. Denn es gibt sicherlich viel Gewässer die ihre wahre Schönheit erst auf den zweiten oder dritten Bilck preisgeben