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Verfasst: 24.05.2006, 16:58
von maximilian
Servus Clemens,
also wenn dies per Hand gemacht wird und ich kann es mir nicht anders vorstellen, dann ist es richtig Zeitaufwendig!
Alleine bei unserem Abschnitt wurden 3000 Äschen eingesetzt. Möchte nicht wissen wie lange dies gedauert hat???
Gruß
Maximilian
Verfasst: 25.05.2006, 00:12
von ranzi
Hallo Markus,
die Möglichkeit der Farbmarkierung finde ich toll und ich denke, die Arbeit lohnt sich um auf´s Teppichmesser verzichten zu können
@ Robert
Hallo Robert, laienhaft betrachtet kann ich dem letzten Teil Deiner Aussage (Beitrag 7) keinen sinnvollen Gedanken entnehmen. Evtl. kannst Du es etwas genauer darstellen, aber ich verstehe nicht, dass Du den Ausdruck Krüppelforellen wählst und gleichzeitig zur nachträglichen Verstümmelung rätst. Weiterhin frage ich mich, ob die optisch angepasste und für´s menschliche Auge politisch korrekte Forelle auch den genetischen Anforderungen entspricht oder Makulatur ist und aus diesem Grund ihre Flosse verliert. Weiterhin schreibst Du, dass die Fettflosse definitiv nicht nachwächst....schau mal
HIER (Seite 8 Abbildung 4)
Sorry, aber ich werde mich wohl nie mit dem Anblick beschnibbelter Forellen anfreunden können....
Gruß, Ranzi
PS: Markus, eigentlich bin ich sehr schreibfaul, aber Du kriegst mich irgendwie in letzter Zeit ordentlich an die Tastatur
Verfasst: 27.06.2006, 09:42
von Maggov
Hallo Ranzi,
sorry, dass es etwas mit der Antwort gedauert hat.
Ich freue mich sehr, wenn die in die Tasten haust, da Du nichts sinnloses schriebst - im Gegenteil! - und dabei das Fairplay beachtest. Von daher hoffe ich, dass ich in Zukunft noch viiiiel mehr von Dir lesen darfd

...
Das mit der nachwachsenden Fettflosse stimmt mich jedoch um so mehr postiv für diese Art der Markierung. Allerdings nur wenn a.) die Vermischung des bestehenden Stammes mit Satzforellen erwünscht ist b.) entsprechende Fische gesetzt werden und c.) diese Flossen NICHT nachgeschnitten werden. Diese nachwachsende Flosse zeigt mir doch optimal wie lange ein Fisch schon im Gewässer ist. Ab 2 Jahren würde ich davon ausgehen, dass sich der Fissch gut an die bestehenden Gewässerbedingungen angepasst hat. Kommt er zur Fortpflanzung so wird sicherlich der Stamm genetisch "verfälscht" allerdings kann auch dies Sinn machen nämlich dann, wenn der Stamm schon sehr klein geworden ist und der Gen-Pool verbreitert werden soll.
Die Farbmarkierung halte ich bei Besatzmasnahmen zur Wiederansiedlung sinnvoller, da ich so besser nachvollziehen kann welche Fische (in späteren Jahren) aus dem Besatz und welche aus der Eigenreproduktion stammen.
Egal ob Farb- oder Schnittmarkierung, die Leute die mich ein bisserl kennen, wissen, dass ich bemüht bin Wege und Mittel zu finden die Leute über die derzeitigen Gewässerzustände aufzuklären. Nur das Wissen um die Kreisläufe und momentane Situation wird dazu führen, dass man Einsicht gewinnt und nachhaltig wirtschaftet. Ich habe gerade dieses Jahr so viel gehört und gesehen, wie kleinere Pachtgemeinschaften mit wirklich wenig Aufwand einen wunderbaren und selbstreproduzierenden Bestand aufgebaut haben und das mit wirklich wenig Mitteln, dass ich davon überzeugt bin, dass Besetzen und Rausklopfen auf Dauer nicht nur wesentlich teuerer sondern auch absolut kontraproduktiv ist wenn ich die Fische nicht unterscheiden kann.
Ich hoffe Du machst bald wieder ein Bilderrätsel - so schöne Fotos und ein bischen Denksport - war eine Super Idee!
Viele Grüsse nach Kölle
Markus
Verfasst: 27.06.2006, 12:40
von ranzi
Hallo Markus,
danke...Dein Gruß ist in Kölle angekommen. Daß Du Dir Gedanken um Dein Bächlein machst, glaube ich gerne und wünsche Dir viel Erfolg bei Deinen Bemühungen, aber ich glaube Du bist jetzt genau so schlau wie vorher. Hilfreich wäre wohl eine sachverständige Gesamtbeurteilung Deines Vorhabens (...wie wär´s Clemens)
Gruß, Ranzi
Verfasst: 27.06.2006, 13:54
von Maggov
Hallo Ranzi,
Notbremse! Ich habe (leider) noch keinen eigenen Bach. Weiterhin bin ich derzeit mehr oder weniger vereinslos, da in den Gewässern wo ich fische die Vereine das übliche Problem einer alteingesessenen Lobby hat, die auf hohe Entnahmemenge, somit auf starken Besatz usw. besteht.
Ich spiele seit 2 Jahren mit der Idee einer Pachtgemeinschaft und bin auch aktiv auf der Suche nach einem Bächlein in meiner Nähe. Ich glaube nämlich, dass sich eine nachhaltige Bewirtschaftung nur in einer kleinen Interessensgemeinschaf durchsetzen lässt. Weiterhin stehe mit ein paar Vorständen und eben den Leuten hier im Forum sowie am Stammtisch in Kontakt und bekomme so die "Probleme" dieser Leute beim Bewirtschaften mit. Da isses mit einer Schwarz/Weiss Logik chancenlos. Deshalb suche ich nach Auswegen wie man einen sanften Übergang von einer Besatzphilosophie zur anderen hinbekommen kann.
Was meinen Fortschritt über diesen Thread betrifft: ich bin sehr zufrieden. Ich hätte etwas mehr Widerstand in Punkto "Warum überhaupt besetzen" erwartet oder die Agumentation Gefahr des Vermischens von Besatz mit Stamm. Das durchweg positive Feedback zeigt mir jedoch, dass der Ansatz funktionieren kann und v.a. habe ich damit einers der vorher genannten Ziele erreicht - Möglichkeiten auf zu zeigen wie sich Besatz und nachhaltige Pflege ganz gut unter einen Hut bringen lassen. Vielleicht liest das der Eine oder Andere und übernimmt das in anderen Teilen dieses Landes. Dann hat sich dieser Thread doppelt gelohnt.
Mir gings vor allem darum den Grundgedanken zur Diskussion zu stellen. Ob mit Farbe, Beschnitt oder "Etiketten" - einfach mal Besatz als solchen zu kennzeichnen.
@Clemens: Auch ich würde mich sehr über Deine Meinung als Fazit freuen!
Viele Grüsse
markus
P.S.: Vielleicht schwingste Dich mal auf Dein Bike gen Süden, dann solltest Du in Muc. einen Kaffee-Stop einplanen!
Verfasst: 27.06.2006, 14:02
von Graylinglover
Hallo ranzi,
besten Dank für den Artikel!
Der Fettflossenschnitt ist inzwischen in den USA ein Standardverfahren, um bei Salmoniden zwischen besetzten und natürlich aufgekommenen Fischen zu unterscheiden. Verschiedene Untersuchungen zeigen, dass eine vollständige Regeneration nur sattfindet, wenn die Fettflosse nicht vollständig entfernt wurde. Da das Verfahren inzwischen millionenfach bewährt ist und in vielen Gewässern eben nur noch besetzte Fische entnommen werden dürfen, gehe ich davon aus, dass es wirklich erprobt ist.
Ich geben zu, dass ich auch nicht gerne Fische verstümmele und es hier nur darum geht, zu überprüfen wie hoch der Anteil der natürlich aufgekommenen Fische ist. Für mich ist eine perfekt gezeichnete Bachforelle einer der schönsten Anblicke überhaupt (nach der Äsche

. Mit Krüppelforellen meine ich daher die - meist fangfähigen - Exemplare, die aufgrund der Haltungsbedingungen (Bißwunden durch Enge) nur noch Reste ihrer Brust- und manchmal Bauchflossen aufweisen. Solche Fische sind wirklich leicht zu erkennen. Bezüglich der Zeichnung gibt es auch erhebliche Unterschiede, was man beim Studieren der Berichte aus anderen Ländern Europas gut erkennen kann. Ein großer teil dieser Unterschiede ist tatsächlich genetische bedingt. Wer also plötzlich eine
sehr dicht punktierte BF in einem Gewässer fängt, deren Bewohnerinnen sonst eher weniger Punkte aufweisen, so kann man getrost davon ausgehen, dass diese eine andere Herkunft hat.
So, hoffe Du kannst mit diesem Beitarg mehr anfangen

Clemens ist übrigens im urlaub ... weit weg.
Beste Grüße
Robert
Verfasst: 27.06.2006, 14:26
von Maggov
Hallo Robert,
prima Ergänzung! Wenn Clemens im Urlaub ist, dann freut mich dies sehr und wir warten einfach bis er zurück ist

...
Viele Grüsse
Markus
Verfasst: 27.06.2006, 21:50
von ranzi
Hallo zusammen,
Robert, danke für die ergänzenden Worte, die Deine Aussage - nun sogar für mich - schlüssig machen und ich find´s gut, daß Du ästhetischen Bedenken einräumst. Allerdings bleibe ich bei meiner Ansicht, daß man einer Kreatur nicht irgendwas abschneiden sollte, wenn es nicht - z.B aus wissenschaftlichen Gründen - unbedingt erforderlich ist.
Markus, auch bei Dir habe ich jetzt den Hintergrund verstanden.
Gruß, Ranzi
PS: mit dem Bike gen Süden hört sich gut an und ich hoffe sowas krieg ich irgendwann mal auf die Reihe. Vielleicht sattelt noch Harald seine BMW.....

Verfasst: 28.06.2006, 09:26
von Maggov
Hallo Ranzi,
ist ja auch noch ordentliche Strecke für's Bike. Falls geplant bitte Bescheid geben!
Viele Grüsse
Markus
Verfasst: 28.06.2006, 09:33
von Harald aus LEV
Hallo Ranzi,
danke für die Steilvorlage. Die Brumme ist gesattelt....

da müßten wir uns mal über die Rahmenbedingungen unterhalten.
Wegen der anderen Geschichte muß ich mal telefonieren. Wäre Dir das Oberbergische oder die Eifel (Nürburgring) lieber?
Gruß
Harald
Verfasst: 28.06.2006, 12:34
von ranzi
Hallo Markus,
danke für das Angebot....also wenn´s bei Dir vor der Tür mal laut knattert, dann kannst Du schon mal die Kaffeemaschine anwerfen.
Gruß, Ranzi
PS: Harald, wir telefonieren
Verfasst: 28.06.2006, 13:45
von Maggov
Hallo ranzi,
is gebongt! Je früher ich Bescheid weiß umso besser - der Job kennt wenig Gnade

.
Ach ja: Anreise mit dem Auto is nich, wenn will ich den Krad schon live (&hören) sehen den Du da in Deinem Avatar benutzt
Beste Grüsse und falls die Abwesenheit urlaubsbedingt ist, dann eine wunderbare Zeit!
Markus