Hallo,
in den USA sind die ultraleichten Ruten relativ weitverbreitet auch fuer das
Forellenfischen (Einige fischen auch den Green River in Utah mit diesen Ruten). Das Fischen ist egentlich poblemlos, speziell in kleinen Baechen. Das Problem ist, man kann diese Dinger nur bei Windstille benutzen. Wer geht denn das Risiko ein mit einer ultraleichten Rute einige Kilometer zu einem Bach zu wandern und ploetzlich kommte eine Brise auf?
Gruss,
Bernhard
Rutenklasse 3, 2, 1, 0, 00...
Moderatoren: Maggov, Forstie, Michael., Olaf Kurth
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hans.klas
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till hoffmann
3 er Gerte
Servus,
ich interessiere mich eigentlich genauso für die Thematik und gebe mal meinen Senf dazu:
In der Hoffnung auf eine wirklich sensible Rute habe ich mir die Shimano biocraft xtr Klasse 3 gekauft, 8 1/2 fuß lang. Es handelte sich aber dann eher um eine modern schnelle und recht kräftige Rute, die mit den aktuellen superleichten Sages so wie die Kollegen diese beschreiben wirklich nichts zu tun hat. Ich fische die mit einer 4er DT schnur an der Isar in Lenggries, also mit wirklich lustiger Strömung und mit Vorfächern nicht unter 0,18mm. Da ist die sicher souverän. Auf wirkliche Großforellen in möglicherweise verblockten Gewässern wie in Neuseeland (da kenne ich mich ganz gut aus...) würde ich sowas aber nicht mutwillig einsetzen, da sollte man eine 5er oder 6er nehmen und wenn möglich nicht unter 0,25 gehen.
Aber zum Thema: Ein Freund fischt die 1er Orvis schon seit Jahren am kleinen Bach und wirft damit bis mittlere Nymphen und Trockenfliegen voller Begeisterung. Die Fische gehen dort bis 35cm (BF).
Sind denn die aktuellen Sages dieser Klassen tatsächlich schon eher von schnellerer Aktion wie Kollegen andeuten oder trifft das auf andere Hersteller zu? Würde mich ja echt interessieren wie sich das fischt...
Petri,
Till
ich interessiere mich eigentlich genauso für die Thematik und gebe mal meinen Senf dazu:
In der Hoffnung auf eine wirklich sensible Rute habe ich mir die Shimano biocraft xtr Klasse 3 gekauft, 8 1/2 fuß lang. Es handelte sich aber dann eher um eine modern schnelle und recht kräftige Rute, die mit den aktuellen superleichten Sages so wie die Kollegen diese beschreiben wirklich nichts zu tun hat. Ich fische die mit einer 4er DT schnur an der Isar in Lenggries, also mit wirklich lustiger Strömung und mit Vorfächern nicht unter 0,18mm. Da ist die sicher souverän. Auf wirkliche Großforellen in möglicherweise verblockten Gewässern wie in Neuseeland (da kenne ich mich ganz gut aus...) würde ich sowas aber nicht mutwillig einsetzen, da sollte man eine 5er oder 6er nehmen und wenn möglich nicht unter 0,25 gehen.
Aber zum Thema: Ein Freund fischt die 1er Orvis schon seit Jahren am kleinen Bach und wirft damit bis mittlere Nymphen und Trockenfliegen voller Begeisterung. Die Fische gehen dort bis 35cm (BF).
Sind denn die aktuellen Sages dieser Klassen tatsächlich schon eher von schnellerer Aktion wie Kollegen andeuten oder trifft das auf andere Hersteller zu? Würde mich ja echt interessieren wie sich das fischt...
Petri,
Till
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Watfischer
Problem der "echten" Klasse
Hallo zusammen,
fürs feine Trockenfliegenfischen am Bach mit 16er Trockenfliegen und selbstgedrillten Vorfächern ist eine "echte" #3 Rute topgeeignet. Leichter ist m.E. nicht nötig. Allerdings habe ich die leidvolle Erfahrung gemacht, das in erschreckend vielen Fällen die aktuellen "Bachruten" angeblich 3/4 sind, aber beim Nachmessen dann rauskommt, dass die schnellen Ruten dann locker ne #5er sind. Werden ja überwiegend in Fernost gebaut und anscheinend ists mit der Kontrolle dann meist nix mehr. Dann wundern sich viele Kollegen, dass im Nahbereich dass nicht so richtig klappt. Habe nem Kollegen ne DT5 auf seine "angeblich 3/4" geacht und schwupps... wirft sich perfekt.
Allerdings geht bei vielen Kollegen der Trend ja auch dahin: schneller, härter, weiter..... Muß nicht immer besse sein
Was meine die Bachfischer...naaaa ?
Daher liebe ich "ältere" Modelle. Orvis, Rst oder auch manche günstige Rute sind moderater Aktion und mit ner 3er DT klasse ausgelastet. Und dann machts richtig Spaß. Damit kannst Du auch so manch fette Überraschung drillen. Mit ner harten #5er am Bach machts dann schnell PENG beim dünnen Vorfach.
Am besten aufs Gefühl verlassen und probieren vorm Kauf. Und ruhig mal ne schwerere Schnur draufmachen. ....... vielleicht ist ja doch ne verkappte #5
Viel Spaß beim Bachfischen
Guido
fürs feine Trockenfliegenfischen am Bach mit 16er Trockenfliegen und selbstgedrillten Vorfächern ist eine "echte" #3 Rute topgeeignet. Leichter ist m.E. nicht nötig. Allerdings habe ich die leidvolle Erfahrung gemacht, das in erschreckend vielen Fällen die aktuellen "Bachruten" angeblich 3/4 sind, aber beim Nachmessen dann rauskommt, dass die schnellen Ruten dann locker ne #5er sind. Werden ja überwiegend in Fernost gebaut und anscheinend ists mit der Kontrolle dann meist nix mehr. Dann wundern sich viele Kollegen, dass im Nahbereich dass nicht so richtig klappt. Habe nem Kollegen ne DT5 auf seine "angeblich 3/4" geacht und schwupps... wirft sich perfekt.
Allerdings geht bei vielen Kollegen der Trend ja auch dahin: schneller, härter, weiter..... Muß nicht immer besse sein
Daher liebe ich "ältere" Modelle. Orvis, Rst oder auch manche günstige Rute sind moderater Aktion und mit ner 3er DT klasse ausgelastet. Und dann machts richtig Spaß. Damit kannst Du auch so manch fette Überraschung drillen. Mit ner harten #5er am Bach machts dann schnell PENG beim dünnen Vorfach.
Am besten aufs Gefühl verlassen und probieren vorm Kauf. Und ruhig mal ne schwerere Schnur draufmachen. ....... vielleicht ist ja doch ne verkappte #5
Viel Spaß beim Bachfischen
Guido
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Wolfsbarsch
- Beiträge: 76
- Registriert: 28.09.2006, 18:38
- Wohnort: Losheim am See
Hallo
ich selber fische ne #4 Gudeline LPXe-864 8’6”.
Die wirft sich am besten mit einer 5er Schnur ist aber trotzdem ein echtes Sensibelchen mit Rückrat. Hab mir auch schon überlegt eine Klasse tiefer zu gehen, aber die Umstände mit so einer Rute zu fischen zu können sind doch sehr rar gesäht. Da bleib ich bei meiner 4er und gehe am Ende trotzdem mit einem guten Gefühl nach Hause, auch wenn man an manchen Tagen und in manchen Situationen doch mit ner 3er oder noch leichter hätte fischen können.
tight lines
Wofgang
ich selber fische ne #4 Gudeline LPXe-864 8’6”.
Die wirft sich am besten mit einer 5er Schnur ist aber trotzdem ein echtes Sensibelchen mit Rückrat. Hab mir auch schon überlegt eine Klasse tiefer zu gehen, aber die Umstände mit so einer Rute zu fischen zu können sind doch sehr rar gesäht. Da bleib ich bei meiner 4er und gehe am Ende trotzdem mit einem guten Gefühl nach Hause, auch wenn man an manchen Tagen und in manchen Situationen doch mit ner 3er oder noch leichter hätte fischen können.
tight lines
Wofgang
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Christian Früh
- Beiträge: 304
- Registriert: 29.09.2006, 11:46
- Wohnort: Regensburg
Hallo,
es ist immer wieder interessant welche Vorbehalte bestehen, obwohl man die Ruten teilweise selbst noch gar nicht gefischt hat.
Ich fische z.B. eine 2er Orvis Superfine und eine Sage 00.
Die Sage hat mehr Rückgrat wie die Orvis und drillt sich wie eine 3er, hat aber die Präsentation einer 0er. Soviel zum Thema Schnurklassen auf dem Papier und in der Realität.
Es gibt Gewässer, an denen nur trocken gefischt werden darf und die an heiklen Tagen eine sehr feine Präsentation erfordern. Hier ziehe ich die 0er sofern es der Wind erlaubt jeder anderen Klasse vor.
Ich habe schon an solchen Tagen Kollegen getroffen, die mit einer 5er gefischt haben und dachten es hat keine Fische im Gewässer.
Da sich die 0er wie eine 3er drillt ist auch der Fang größerer Fische kein Problem. Eine Forelle durch richtige Drilltechnik aus der Balance zu bringen und zu landen ist weniger eine Sache der Schnurklasse als eine Sache der Drilltechnik. Wenn ich die nicht beherrsche, hilft mir auch eine 5er nichts.
Ich habe auch oft den Eindruck, jeder glaubt bei ihm steigt der ganz große Fisch - wenn das so wäre, könnte ich ohne 7er nicht mehr zum Trockenfliegenfischen gehen. Mir stieg am Hollerbach eine Regenbogenforelle um die 70cm auf meine Fliege und ich hatte eine 5er Loomis GL3 in der Hand. Die Forelle konnte ich natürlich nicht landen. Mit einer 8er wäre es mir vielleicht gelungen - ob Sie dann noch gestiegen wäre?
Gruss
Christian
,
es ist immer wieder interessant welche Vorbehalte bestehen, obwohl man die Ruten teilweise selbst noch gar nicht gefischt hat.
Ich fische z.B. eine 2er Orvis Superfine und eine Sage 00.
Die Sage hat mehr Rückgrat wie die Orvis und drillt sich wie eine 3er, hat aber die Präsentation einer 0er. Soviel zum Thema Schnurklassen auf dem Papier und in der Realität.
Es gibt Gewässer, an denen nur trocken gefischt werden darf und die an heiklen Tagen eine sehr feine Präsentation erfordern. Hier ziehe ich die 0er sofern es der Wind erlaubt jeder anderen Klasse vor.
Ich habe schon an solchen Tagen Kollegen getroffen, die mit einer 5er gefischt haben und dachten es hat keine Fische im Gewässer.
Da sich die 0er wie eine 3er drillt ist auch der Fang größerer Fische kein Problem. Eine Forelle durch richtige Drilltechnik aus der Balance zu bringen und zu landen ist weniger eine Sache der Schnurklasse als eine Sache der Drilltechnik. Wenn ich die nicht beherrsche, hilft mir auch eine 5er nichts.
Ich habe auch oft den Eindruck, jeder glaubt bei ihm steigt der ganz große Fisch - wenn das so wäre, könnte ich ohne 7er nicht mehr zum Trockenfliegenfischen gehen. Mir stieg am Hollerbach eine Regenbogenforelle um die 70cm auf meine Fliege und ich hatte eine 5er Loomis GL3 in der Hand. Die Forelle konnte ich natürlich nicht landen. Mit einer 8er wäre es mir vielleicht gelungen - ob Sie dann noch gestiegen wäre?
Gruss
Christian
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