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Verfasst: 11.01.2008, 19:14
von Daniel/Bonn
Hier noch ein paar Stellen, bei denen man sich erkundigen kann:

Die Spitzenkandidatin und Fraktionsvorsitzende im Landtag: a.ypsilanti@ltg.hessen.de
Der Landesverband: Landesverband.Hessen@spd.de
Der Pressesprecher: f.steibli@spd-hessen.de
Der Sprecher des Arbeitskreises Umwelt der SPD-Landtagsfraktion: gernot.grumbach@wahlkreis-35.de, g.grumbach@ltg.hessen.de,
Die Mitglieder dieses Arbeitskreises: becker.nidda@gmx.de, Bender-Muecke@t-online.de, mail@christel-hoffmann.de, info@heikehofmann.net, h.hofmann@ltg.hessen.de, wahlkreis@hildegard-pfaff-spd.de, pressereferat@hildegard-pfaff-spd.de
Der Parlamentarische Referent für Umwelt- und Finanzpolitik der SPD-Fraktion im Hessischen Landtag: r.martin@ltg.hessen.de
SPD Hessen-Süd: pressestelle.hessen-sued@spd.de
SPD Hessen-Nord: bezirk.hessen-nord@spd.de

Und nochmal alle zusammen (für einfaches copy+paste):
a.ypsilanti@ltg.hessen.de, Landesverband.Hessen@spd.de, f.steibli@spd-hessen.de, gernot.grumbach@wahlkreis-35.de, g.grumbach@ltg.hessen.de, becker.nidda@gmx.de, Bender-Muecke@t-online.de, mail@christel-hoffmann.de, info@heikehofmann.net, h.hofmann@ltg.hessen.de, wahlkreis@hildegard-pfaff-spd.de, pressereferat@hildegard-pfaff-spd.de, pressestelle.hessen-sued@spd.de, bezirk.hessen-nord@spd.de, r.martin@ltg.hessen.de

Viel Erfolg bei der Wissensvermehrung und Zerstreuung der Bedenken wünsht

daniel

Verfasst: 12.01.2008, 17:41
von Gammarus roeseli
Hallo Leute,

Daniel/Bonn hat folgendes geschrieben: Guten Morgen, Herrn Handzel,
wir kennen die Bedenken der Fischereiverbände, die sich auf die Gefahren durch Wasserkraftwerke für die Fische beziehen, und nehmen diese auch ernst. Moderne Stufentechnik in Fließgewässern lässt unsere Vorhaben aber zu. Den Verbänden ist dies auch bekannt.
Mit freundlichen Grüßen
Robert Martin


Kann mir irgendjemand sagen was „Moderne Stufentechnik“ ist, ich habe beim googeln nichts gefunden. :?: :?: :?:

Gruß Christian S.

Verfasst: 13.01.2008, 16:33
von Gammarus roeseli
Hallo,

bildet euch bitte selbst ein Urteil ob wir in Deutschland 30000 neue Kleinwasserkraftanlagen brauchen und davon 63 neue in Hessen.

Ich habe wiedermal im Internet gegoogelt!

„Kleinwasserkraftwerke“
Bericht:
- In der Bundesrepublik gibt es heute rund 10.000 Kleinwasserkraftwerke (bis 1 MW Leistung) und Kleinstwasserkraftwerke (bis 100 kW), die meisten davon in Bayern.

„Laufwasserkraftwerke“
Bericht:
- Die größten Laufwasserkraftwerke in Deutschland liegen an Rhein, Donau, Iller, Lech, Isar, Inn und Mosel. Sie erreichen Leistungen bis zu 85 Megawatt.
- Größere Wasserkraftwerke befinden sich ferner an Main, Neckar, Saar, Ruhr und Weser.
- Laufwasser-(Fluss)Kraftwerke sind Wasserkraftwerke an Bächen und Flüssen mit relativ niedrigen Wasserstauhöhen von einigen wenigen bis maximal 15 Metern zwischen Wasserspiegel und Turbineneinlauf.
- Hochwasser und Niedrigwasser vermindern die Leistung. Bei Hochwasser verringert sich die Fallhöhe, weil der Wasserspiegel unterhalb der Wehranlage ansteigt. Bei Niedrigwasser verringert sich der Durchfluss. Im Winter ist die Stromproduktion, bedingt durch die geringere Wasserführung der Flüsse, geringer als im Sommer. http://www.weltderphysik.de/de/4847.php

- Zum Vergleich:( erstellt: 12.11.2006) Zur Deckung unseres Strombedarfs stehen uns in Deutschland derzeit Kraftwerke aller Art mit einer Leistung von insgesamt etwa 120 GW, davon Wasserkraftwerke mit einer Leistung von ca. 9 GW zur Verfügung. Vom jährlichen Strombedarf von insgesamt ca. 580 TWh werden aus Wasserkraft ca. 26 TWh - entsprechend 4,5 Prozent - gedeckt.
In einen Bericht von März 2007 stand.
- Deutschland hat im letzten Jahr einen Exportüberschuss von 20 Milliarden Kilowattstunden Strom erzeugt.
- 2006 waren in Deutschland 17 Kernkraftwerke in Betrieb und produzierten 163 Terawattstunden Strom. Das entspricht etwa 26,3 Prozent der gesamten Bruttoerzeugung.
(das dürfte sich im Verlauf 2007 aber geändert haben ich glaube, sechs oder sieben von 17 deutschen Atommeilern standen oder stehen derzeit still.)


In einen Bericht von: 14.11.2007
- Der weltweite Energiebedarf wächst weiter rasant. Bis 2030 dürfte er nach neuen Schätzungen der Internationalen Energieagentur um 55 Prozent steigen. Wie kann dieser Bedarf befriedigt werden?
- Auch heute sind wir wieder eine Viertelmillion Menschen mehr geworden und
haben 100 Millionen Tonnen Treibhausgase in die Luft geblasen.

PS: 63 neue Kleinwasserkraftanlagen in Hessen haben zusammen ich schätze mal ca. 63 MW Leistung. Im Vergleich, ein einziges Laufwasserkraftwerke soll bis zu 84,5 MW Leistung haben.

Gruß Christian S.

Und Aus dem einst munteren Quellwasser einer Forellenregion wird eine träge Brassenregion. :cry:

Verfasst: 13.01.2008, 19:18
von Rattensack
Hallo Christian,

danke für die interessanten Statistiken, die eine deutliche Sprache sprechen.
Ich setze die Energieproduktion von Wasserkraftwerken gern in Relation nicht zur Gesamt-Stromproduktion, sondern zum Gesamt-Energiebedarf (inkl. Verkehr, Industrie etc.), dann schaut das ganze noch viel drastischer aus. Weil Strom und andere Energieträger sind ja eins - man kann z.B. Gas "verstromen" oder direkt als Treibstoff verwenden - es ist alles ein "Energietopf".
Gammarus roeseli hat geschrieben:Und Aus dem einst munteren Quellwasser einer Forellenregion wird eine träge Brassenregion. :cry:
Schön wär's, aber in Wirklichkeit wird's eine Forellenregion ohne Forellen!

Lg,
Clemens

Verfasst: 14.01.2008, 18:40
von roland k
so, bevor ihr hier breit herumdiskutiert und der schwarz/rote Peter hin und hergeschoben wird bzw. theoretische Lösungsansätze formuliert werden: Wer von euch geht proaktiv an die Sache heran und hat bereits in eine Photovoltaikanlage/Solartherme investiert bzw. heizt nicht mit fossiler Energie?


Petri Heil

Roland

Verfasst: 14.01.2008, 18:51
von Rattensack
Hallo Roland,

ich denk eine ganze Menge Leute hier heizen mit Holz (statt Öl oder Energiekiller Nr. 1 Wärmepumpe) und bereiten ihr Warmwasser mit Solaranlagen.

Zähle mich auch dazu.

C.

Verfasst: 14.01.2008, 20:45
von Theo Simons
Hallo,

Hardy schrieb:

"Allerdings muß ich dir etwas widersprechen. Allein durch Verbesserung der Wärmedämmung im Wohnungsaltbestand läßt sich der Energiebedarf um gut 25% vermindern. Das belegen Studien anerkannter Institute."

Hast Du darüber nachgedacht, daß nicht jeder seinen Altbau so dämmen kann, das die genannten 25% eingespart werden? Mancher hat einfach nicht das Geld dazu, solche Maßnahmen durchzuführen. Und ob, so wie es unsere Politiker voraussagen, der Aufschwung bei den Leuten vor Ort ankommt, wage ich zu bezweifeln. (Ach ja, unser Haus, Baujahr 1926, ist wärmegedämmt)

Persönlich stehe ich der Wasserkraft sehr skeptisch gegenüber. Dann, wenn die meiste Energie gebraucht wird, ist oft Niederwasser, nämlich im Winter. Ich hoffe, das die Wasserrahmenrichtlinie den Flüssen und den Fischen hilft. Eine zukünftige Energieversorgung ohne Fossile oder Atomenergie sehe ich nicht. Wenn Deutschland alle seine Reaktoren abgeschaltet hat, wird halt einfach Atomstrom aus dem Ausland zugekauft, z.B. in Frankreich (Cattenom ). Unsere Nachbarn haben da weniger Probleme.

Warten wir's ab !

Gruß
Theo

Verfasst: 14.01.2008, 22:14
von Daniel/Bonn
Vielleicht könnt Ihr eure Meinung zur Wasserkraft mal bei den Personen anbringen, die unserern Flüssen diese Gewalt antuen wollen. Das geht auch mit schmalem Geldbeutel bestens. Adressen stehen oben...
daniel

Verfasst: 14.01.2008, 23:05
von Hardy
Theo Simons hat geschrieben:Hallo,

Hardy schrieb:

"Allerdings muß ich dir etwas widersprechen. Allein durch Verbesserung der Wärmedämmung im Wohnungsaltbestand läßt sich der Energiebedarf um gut 25% vermindern. Das belegen Studien anerkannter Institute."

Hast Du darüber nachgedacht, daß nicht jeder seinen Altbau so dämmen kann, das die genannten 25% eingespart werden? Mancher hat einfach nicht das Geld dazu, solche Maßnahmen durchzuführen. Und ob, so wie es unsere Politiker voraussagen, der Aufschwung bei den Leuten vor Ort ankommt, wage ich zu bezweifeln. (Ach ja, unser Haus, Baujahr 1926, ist wärmegedämmt)

Persönlich stehe ich der Wasserkraft sehr skeptisch gegenüber. Dann, wenn die meiste Energie gebraucht wird, ist oft Niederwasser, nämlich im Winter. Ich hoffe, das die Wasserrahmenrichtlinie den Flüssen und den Fischen hilft. Eine zukünftige Energieversorgung ohne Fossile oder Atomenergie sehe ich nicht. Wenn Deutschland alle seine Reaktoren abgeschaltet hat, wird halt einfach Atomstrom aus dem Ausland zugekauft, z.B. in Frankreich (Cattenom ). Unsere Nachbarn haben da weniger Probleme.

Warten wir's ab !

Gruß
Theo
Moin

Ich hätte gerne mal ein Argument, wie wir verfahren sollen, wenn die fossilen Energieträger zu Ende gegangen sind? Ich höre immer nur, es geht nicht ohne. Warum nicht? Nur weil es die Energielobby uns so ins Ohr flüstert?

Hier in diesem Thread wird nur explizit die Wasserkraft angegriffen. Der ich übrigens auch relativ skeptisch gegenüberstehe. Die Wasserkraft stellt aber nur eine Facette im Energiemix dar.

Bei der ganzen Diskussion um erneuerbare Energien geht es um existenzielle Fragen.
Der einzige und relavante Punkt bei der ganzen Betrachtung ist der:
Alle fossilen und nuklearen Brennstoffe sind in ca. 30-40 Jahren aufgebraucht. Beim erwachendem Energiehunger in Asien kann sich diese Spanne noch verkürzen. Und selbst wenn es 50 oder 60 Jahre wären. Einmal ist Schluß. Die logische Konsequenz sind kriegerische Konflikte um Energie.

Und jeder, der sich heute gegen erneuerbare Energien stellt, handelt vor diesem Hintergrund ganz einfach fahrlässig.

Ich würde jedem empfehlen, die Veröffentlichungen von Dr. Hermann Scheer einmal einer genaueren, unvoreingenommenen Betrachtung zu unterziehen. Er wird von der englischen Zeitung "The Guardian" zu den 50 Menschen auf unserem Planeten gezählt, die es schaffen könnten, unsere Welt zu retten. Große Worte, sicherlich. Auch etwas aus dem Kontext gerissen, aber es verdeutlicht, daß der Mann weiß, worüber er redet.

Hardy

Verfasst: 15.01.2008, 12:35
von Daniel/Bonn
Lieber Hardy,
Niemand hier stellt sich gegen erneuerbare Energien.
Zwei Dinge sind allerdings mit mir nicht drin:
1. Hau-Ruck-Verfahren, z.B. Atomausstieg ohne Perspektive
2. den Teufel mit dem Beelzebub austreiben, so z.B. die Kastration der deutschen Fließgewässer.
Über eine sinnvolle Nutzung erneuerbarer Energien wäre hier sicher jeder froh.
Gruß und Kuss,
daniel

Verfasst: 16.01.2008, 09:15
von pehers
Servus Daniel!

Gut zusammengefasst - aber da kommen bei einigen immer die Gutmenschenhaltungen durch, dass man so grün sein muss, wie möglich!

Man überholt sich quasi "grün-außen" :wink:

L.G.
Hans

Verfasst: 16.01.2008, 16:09
von horstie honk
hallo zusammen.

dachte die uhrzeitlichen höhlenmitbewohner, die mit dem lockeren sprüchen und dem unsäglichen hass in den augen... die die immer nur forderten: "kein offenes feuer in der höhle!" dachte sie sein erfroren.

habe mich wohl geirrt.

Verfasst: 16.01.2008, 16:17
von pehers
Vor allem uhrzeitlich...