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Verfasst: 24.02.2008, 12:49
von Gammarus roeseli
Hallo Mario,

da du dir so viele Sorgen um die schönen Eichen in den Mulde/Elbauen machst und unsere Biber die Eichen nicht so mögen, sollten wir die unsrigen mit den eurigen vielleicht verkuppeln und die Nachkommen mögen dann bestimmt keine Eichen mehr!! Hier mein Angebot, falls du Interesse hast, dann packe ich ein par Biber aus meiner Region in meinen Kofferraum und komme dich und die schöne Mulde/Elbauen mal besuchen, (5-6 können wir für eine gute Sache gerade so entbehren) vielleicht lädst du mich ja ein zum „Schwarzer Peter“ Essen?? Dann können wir beim Essen über die günstigsten Stellen für eine Biberauswilderung diskutieren!! :smt043
Vielleicht hilft es aber auch schon den Bibern die Nagerei an Weiden vorzumachen wie es Peter Pan an der hessischen Sinn oben auf den Foto bereits getan hat, :smt081 möglicherweise weckt das ja bei den Nagern „Futterneid“ und sie lassen die schönen Eichen in Ruhe!!! Weis man’s??? Bei Homosabiens klappt das mit dem Futterneid rech gut!!! !!! Weis ich übrigens aus Erfahrung!! :smt043

Grüße an die schöne Elbe

PS: Das soll nur ein kleiner Spaß sein und es steckt keine böse Absicht dahinter!!! Ich hoffe du bist noch in einem Alter wo man Spaß versteht und das oben Geschriebene nicht in den falschen Hals bekommst!!!

Verfasst: 24.02.2008, 14:35
von Tristan
Hey Christian,

Kann es sein, dass Du Dich da ein wenig in Rage geschrieben hast? Ist doch toll, dass es mancherorts Bieber gibt - hat doch niemand was dagegen gesagt.

Gruss

TRistan

Ps: Es gibt da so eine Rubrik mit Titel "Selbstvorstellung", nur so nebenbei...

Verfasst: 24.02.2008, 21:58
von Gammarus roeseli
Hallo Tristan,

In Rage geschrieben? Nein!!
Ich freue mich wenn du es auch toll findest, dass es wieder Biber gibt!! Ich finde schon das in dem Thema einige Worte gegen die Biber nachzulesen sind, (schau mal richtig nach) aber das ist nicht das Problem, unterschiedliche Meinungen wird es immer geben!! Aber ich mag nun mal nicht, wenn über Probleme durch Wildtiere so leichtfertig geredet wird. Ich glaube wenn man richtig sucht, wird man bei jedem Wildtier etwas finden, was ein Problem für den Menschen darstellen könnte und ich finde es nicht richtig dass die Allgemeinheit für so genannte Wildtierschäden aufkommen soll. Da verliert man doch schnell das Interesse an den Wildtieren. Oder??
Mit „Ps:“ hast du mich voll erwischt!!! :oops: Da muss ich etwas ändern!!! !!!

Mit freundlichen Grüßen Christian

Verfasst: 24.02.2008, 22:31
von Börni
Gammarus roeseli hat geschrieben:[...]ich finde es nicht richtig dass die Allgemeinheit für so genannte Wildtierschäden aufkommen soll.
Ich weiss nicht, wie das bei euch in Deutschland gehandhabt wird, aber bei uns in der Schweiz hat man genau für solche Fälle eine Versicherung abgeschlossen. (Weiss doch auch nicht wie die heisst... :wink: )

Verfasst: 25.02.2008, 08:16
von pehers
Für Schäden aufkommen? Die Allgemeinheit nicht, sondern der jeweils einzelne Betroffene???

Komische Ansichten sind das...

L.G.
Hans

P.S.: Ich habe noch nie eine Forelle ein 50cm bis 1m Hindernis überspringen gesehen...
Das Wort "sapiens" bitte in Zukunft mit "p" schreiben, wie es auch gehört...ausserdem ist homo sapiens ausgestorben!!!

Verfasst: 25.02.2008, 08:19
von Mario Mende / Sachsen
Moin!
Also zu den Schäden in der Landwirtschaft: Natürlich ist der Biber eine einheimische Tierart, genau wie der Wolf. ABER er lebte zu anderen Zeiten und Lebensbedingungen in Deutschland.

Bereits die Wiederansiedlung zieht dem Steuerzahler das Geld aus der Tasche. Und nicht zu wenig! Das Problem ist, wer wird gefragt?
In einer "intakten heimischen Tierwelt" ala BMU wird es der Steuerzahler noch merken, was hier auf uns zukommt.

Luchs, Wolf, Biber, Otter u.s.w.
Ich verstehe die Landwirte, deren Existenz durch diese "BMU-Spielereien mit freundlichen Gesicht" teilweise Ausfälle annehmen, die alleine nicht zu tragen sind.

Ich verstehe auch Schafzüchter, die Ausfälle durch gerissene Schafe (Wolf) bekommen. Hier hat sich sogar die "Gemeinschaft zum Schutz der Wölfe" bereit erklärt, diese zu ersetzen. Hut ab, die Jungs stehen zu Ihrer Sache! Die leben auch mit der Konsequenz, wenn "ihre Schützlinge" einen Schaden anrichten. RESPEKT- so klappt es auch mit der Einbürgerung etwas besser! UND man baut Konfliktpotential ab!

Schäden öffentlich bekannt geben: Wieso Hetze? Bei fast jeder jagdbaren Wildart wird der Schaden auf den Tisch gelegt, sei es beim Rotwild, den Sauen, Rehwild, Gänsen etc.

Ein Beispiel: Im Leipziger-Land auf einem gefluteten Tagebau finden sich alljährlich 40.000+ Gänse zum "übernachten" ein. Nun fordert Harald K. (Stiftung Wald Sachsen und Umweltguru des Landkreises) die Einstellung der Bejagung an den Schlafplätzen. Geschossen wird aber nur dort, wo es das Gesetz per Entfernungsangabe zuläßt.

Jeden Morgen das gleiche Spiel, die Gänslein rücken auf die Felder aus und laben sich an den angebauten Getreidesorten. Hinzu kommen noch diverse Höckerschwäne, teilweise noch ein paar Singschwäne, die sich am Raps fettfressen.

Willst du das einem Bauern zumuten, der seine Familie ernähren muß?
Und der Biber zieht auch in den Mais und richtet dort gewaltige Schäden an. Warum so0llte man das nicht öffentlich bekannt geben? Da ist doch nichts böses dabei!
Schau, bei den Wölfen geht es auch, dort wird öffentlich gesagt, was Canis wieder "agerichtet"hat.

Überpopulationen: Irgendwann? Die sind in BY schon seit Jahren! Und nicht nur in BY, sondern auch in S/A.

Ich bin nicht gegen eine Wiederansiedlung, ich bin für eine Wiederansiedlung, wo bei Populationsexplosion und Schadensfällen ordentliche, gut durchdachte Lösungen ins Spiel gebracht werden, um ein Gleichgewicht zu erhalten. :idea:

Rebhuhn, Wachtel, Fasan, Damhirsch- was soll das nun wieder? Da stehen aber auch Leute dahinter, die eine HEGEPFLICHT auf sich nehmen und da wird geerntet. Schäden werden durch Jäger ausgeglichen- nicht durch den STEUERZAHLER! Ich habe meinen Abschußplan beim Damwild erfüllt. :wink:

In der Muskauer-Heide wurde der Muffelwildbestand vorsätzlich dem Wolf preisgegeben, mit der Begründung: Wolf ist heimisch-Muffel nicht! Ist doch in Ordnung! Damit kann ich leben.

Warum soll ich als Angler zusehen, wenn irgendwelche "Parasiten" die Fische fressen und ein paar Leute glauben, die hätten die Natur bereichert, weil Gänsesäger, Kormoran etc. wieder vermehrt auftreten.
Als Angler sehe ich es einfach nicht ein, die Zeche für "andere Leute" zu zahlen.

Der Biber zerstört Teile des UNESCO-Weltkulturerbe! Bei der Elbquerung in Dresden jammert man rum, wegen der Ansicht mit einer zukünftigen Brücke. Und was passiert in den Elbauen? Wenn alle Eichen irgendwann liegen ist die Elbaue auch keine "natürliche schützenswerte Elbaue"mehr.

Weltkulturerbe das bedeutet für mich: Landschaft, die so bleiben soll wie vor hunderten Jahren, ohne menschlische Eingriffe. Aber doch bitte keine mit Draht umwickelten Eichen! Was soll der Schwachsinn, da fehlt eindeutig ein Konzept der Wildtierbiologen der Region.

Ansiedlung gescheitert, da der Biber in keinen für die Natur verträglichen Maß angesiedelt worden ist. Handlungsbedarf besteht seitens der Leute, die ihn dort angesiedelt haben!

Verfasst: 25.02.2008, 08:27
von pehers
Servus Mario!

Noch zu einem meiner ersten Posts zu diesem Thema: Ich meinte nicht Bejagung im Sinn des Jagdgesetzes, sondern eine Dezimierung des Bestandes durch jagdliche Methoden - wozu die Falle wahrscheinlich heute nicht mehr zählt, aber so was hätte ich auch noch mitgedacht! Die SE Pflicht habe ich, um der Wahrheit die Ehre zu geben, als Konsequenz gar nicht mitbedacht.

Im Übrigen kann ich nur sagen: Gute Argumentation!!!

L.G.
Hans

Verfasst: 25.02.2008, 09:13
von Mario Mende / Sachsen
Morgen Hans,
ich hatte es bei dir schon im ersten Posting so verstanden.

Verfasst: 25.02.2008, 15:28
von Forstie
Hallo zusammen,

nur als kleiner Einwurf:
pehers hat geschrieben:P.S.: Ich habe noch nie eine Forelle ein 50cm bis 1m Hindernis überspringen gesehen...
Ich habe schon live gesehen, wie eine auf ca. 35cm geschätzte Bachforelle ein Wehr von ca. 1,60 Metern Höhe (!!) überwunden hat. Ich war zum Glück nicht alleine, sonst hätte mir das wohl kein Mensch geglaubt. Einzige Hilfe war ein kleiner Wasserstrahl, der über die Wehrkante floss, welchen die Forelle traf und dann die letzten 20 cm im Halbflug überwand.

Ich gebe zu, das war das einzige Mal. Aber -> Es ist möglich.

Grüße,


Martin

PS: Ich bin entzückt, daß diese Diskussion, die doch Konfliktpotential hat, so sachlich und ruhig läuft. Schön zu lesen, nur weiter so. :wink:

Verfasst: 25.02.2008, 15:41
von Maggov
Hallo Martin,

wenn Wasser über das Wehr fließt, dann gebe ich Dir recht, handelt es sich um eine 1m hohe Barriere, dann denke ich, dass Hans recht hat.

LG

Markus

Verfasst: 25.02.2008, 16:33
von Forstie
Hi Markus,

ohne eine Diskussion in der Diskussion losbrechen zun wollen:

Die Forelle hat über einen Meter der Flugstrecke ohne "Schwimmhilfe" hinter sich gebracht. Ich denke auch, daß es auf den "Anlauf" ankommt, den die Forelle nehmen kann. Das Tosbecken ist dort ca. 80 cm tief. Ist die Stelle unterhalb des Hindernisses flacher, denke ich auch, daß es die Forelle nichtmehr so hoch schaffen wird.

Ich klinke mich wieder aus... :)

Grüße,


Martin

Verfasst: 25.02.2008, 18:06
von Mario Mende / Sachsen
Hallo Martin,
ich denke, das ist die absolute Außnahme. Bei uns im Erzgebirge habe ich schon sehr, sehr oft Forellen zugesehen, die 1 m höhe trotz strömung nicht überwinden konnten.

Verfasst: 25.02.2008, 18:58
von Gammarus roeseli
Hallo,

Wenn wir alle einer Meinung wären, dann hätten wir ja nichts zu diskutieren! Oder?
Es hatte halt jeder so seine Ansichten, Meinungen und so seine Bedenken!!
Und ich mache mir halt große Sorgen, das wenn man immer nur auf menschliche Belange Rücksicht nimmt, dann wird es wohl bald kaum noch größere Wildtiere in freier Wildbahn geben.
Das große Artensterben ist doch kein Geheimnis mehr.
Der Platz und die Lebensräume werden immer kleiner für Wildtiere, wer sich nicht anpassen kann stirbt aus und die die sich anpassen können verursachen Probleme in der Landwirtschaft.

An den dramatischen Fischschwund sind sicher nicht nur Vögel Schuld.
Fischfressende Vögel gab es doch schon immer und Fisch gab es früher im Überfluss.

Lebensräume wie die Elbaue werden sich immer wieder mal verändern, das war schon immer so.
Solange der Lebensraum an sich erhalten bleibt, wird er auch Lebensraum bleiben, da bin ich mir ganz sicher und da wachsen bestimmt nicht nur Eichen, so sehe ich das.

Aber was mir richtig sorgen macht ist das:
ein Beispiel aus dem Schulatlas (Heimat und Welt Bayern), Seite 156 „Anstieg der Weltbevölkerung bis zum Jahr „2020“.
(Wenn ich’s richtig interpretiere)
Im Jahr 1920 gab es Weltweit ca. 2 Milliarden Menschen.
Im Jahr 2020 soll die Weltbevölkerung auf ca. 8,6 Milliarden Menschen angestiegen sein, (derzeit ca. 6,6 Milliarden Menschen) die Weltbevölkerung wird sich also in gerade einmal 100 Jahren mehr als vervierfacht haben!!! Der weltweite Energiebedarf wächst weiter rasant.
Bis 2030 dürfte er nach neuen Schätzungen der Internationalen Energieagentur um 55 Prozent steigen.

Also ich meine da kommen Probleme auf uns zu, die gelöst werden müssen und ich würde mich freuen wenn die Wildtiere nicht all zu oft auf der Strecke bleiben.

„Zitat“
Auch heute wieder
sind 100 Tier- und Pflanzenarten ausgestorben;
haben wir 30.000 Hektar Wüste produziert;
haben wir 86 Millionen Tonnen fruchtbaren Boden verloren,
sind wir wieder eine Viertelmillion Menschen mehr geworden und
haben wir 100 Millionen Tonnen Treibhausgase in die Luft geblasen.

Nichts gegen Mario aber ich hoffe das nicht allzu viele seine „Meinung vertreten!“


Mit freundlichen Grüßen Christian S.

PS: Sollte es wirklich die ein oder andere Forelle geben die es nicht schafft einen Meter zu überspringen, ich würde mich bereit erklären mit „Red Bull“ etwas nach zu helfen. :smt044 :smt043

Verfasst: 25.02.2008, 19:53
von pehers
Servus!

Jetzt wird es aber abstrus, was das mit der Frage zu tun hat, ob für den Biber in unserer Kulturlandschaft noch genug Platz ist, ohne einzugreifen, kann niemand mehr nachvollziehen.

Einfach irgendwelche Zahlen lesen und hier wiederzugeben ist sinnlos.

Marios und meine Meinung ist geprägt vom Gedanken der Nachhaltigkeit. Ich muss leider dem Moderartor zum trotz bemerken, dass von Sachlichkeit bei Deinen Postings einfach nur oberflächlich gesprochen werden kann, denn Themaverfehlungen, haben nichts mit Sachlichkeit zu tun!

Beste Grüße,
Hans

Verfasst: 25.02.2008, 22:04
von Tristan
Hallo Christian,

Auch wenn Du es nicht wahr haben willst bin ich nach wie vor der Überzeugung, dass hier niemand etwas gegen Bieber gesagt hat. Hier sieht niemand diese Tiere als reine Schädlinge. Umgekehrt gilt es zu bedenken, dass wir nicht in einer unberührten Natur leben. Regelkreise die früher mal funktioniert haben mögen gibt es heute zum Teil nicht mehr. Wie Du bemerkst hat die Erdbevölkerung sehr stark zugenommen und wird es wohl auch weiter tun. Ein Nebeneinander wird wohl nur dann funktionieren wenn es in irgendeiner Form geregelt ist. Überspitzt gesagt - was nutzen viele Bieber wenn es keine Bäume mehr gibt? Wer hat das höhere Recht, Bieber oder Auwälder? Tatsächliche praktikabele Lösungen sind meines Erachtens nicht mit einer platten Schützt-die-Bieber-um-jeden-Preis Mentalität vereinbar. Absoluter Schutz von einer Tierart wird immer eine Benachteiligung anderer bedeuten und letztendlich gilt es doch der Balance im ganzen (auch mit dem Menschen). Auch dem Bieber gegenüber wäre das im übrigen nicht fair. Wie an anderer Stelle schon bemerkt wurde: was hilft es wenn die Tiere in für sie völlig ungeignete Bereiche wie Abwassergräben oder ähnliches abwandern?

So viel erstmal zum drüber nachdenken. Den Eindruck, dass Du Dich in Rage geschrieben hast verdankst Du Dir durch Deine zahlreichen wortreichen Posts in kurzer Abfolge ohne Antwort. Wenn Du diskutieren möchtest dann geh' doch bitte auf die einzelnen Punkte Deiner Diskussionspartner ein.

Gruss

TRistan

@Hans: Meines Wissens nach sind wir Homo sapiens (der wissende Mensch) - auch ich bevorzuge jedoch die Schreibweise mit "p" :wink: