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Verfasst: 18.02.2009, 21:58
von Peter S.
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Verfasst: 19.02.2009, 12:30
von mathias
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Verfasst: 19.02.2009, 13:13
von Grasfischer
Hallo zusammen,
als Berufsrutenbauer sollten Günter Henseler, Rolf Baginski, Robert Stroh (Rutenbau und Verkauf v. Bauteilen) und evtl. Udo Hildebrandt (weiß nicht ob er davon leben muß) allgemein bekannt in Deutschland sein. Bitte entschuldigt und verbessert mich falls ich da jemanden vergessen habe. Und glaubt mir, nach meiner Erfahrung die ich in den letzten Jahren sammeln durfte, möchte ich davon nicht leben, so schön unser Hobby auch ist - zumindest nicht für einen Stundenlohn von 6,70€. Deswegen käme ich auch nicht auf die Idee solche Meisterstücke zu Dumpingpreisen zu verscheuern - oder noch schlimmer, in E..y für lächerliches Geld anzubieten!!! Alleine schon weil es Menschen gibt, die davon leben müssen. Eher bau ich mir noch ein neues Regal für meine Ruten oder mach die eine oder andere für einen ganz guten Freund.

Nur die Meinung vom Friedrich

Verfasst: 19.02.2009, 14:50
von Simon B.
Hallo,
ich sehe das genauso wie Friedrich. Ich verkaufte auch ein paar Ruten über die Bucht und musste feststellen, dass die Leute den Aufwand zum fertigen einer Gespließten nicht honorieren. Aus seinen Fehlern ist man meistens erst hinterher schlauer!
Gruß Simon

Hallo!

Verfasst: 19.02.2009, 15:39
von palakona
Hallo!
Ich denke, wir sollten es vermeiden, jetzt "Ami-" Namen zu nennen, zu Ruten, die der eine oder andere schlecht findet.
Ich bin auch mal aus meiner Sicht ganz naiv reingefallen mit einer Rute aus, na ja, nicht direkt USA. Der Erzeuger ist im Clark`s Forum aktiv und wird dort in den Himmel gehoben.
Da saß noch der Lack in den Ringen und noch etliche andere Schlampereien. Der Lack in den Ringen ließ sich leicht entfernen und dann hab ich die schnell weiterverkauft ins europäische Ausland , der Käufer war begeistert, warum ich eine so tolle Rute verkaufen würde??
So kann es gehen.
Und mit hochgelobten Rollen ist es auch nicht anders,- angeblich absolut identische vom Hofe Kopien, bei denen die Kurbel auf der falschen Seite der Rolle sitzt, also nicht auf der Seite der Bremse. S-handle falsch herum montiert. Die gleiche Schraubengröße in einer kleinen Trout wie in einer großen Lachsrolle, sieht super aus von der Optik her, die riesigen Schrauben in der kleinen Rolle. Maschinenspuren in den Seitenscheiben aus Delrin oder Alu usw, usw. Das sieht man da alles nicht so eng. Ach ja, Rollen aus Japan, bei denen der Fuß angeklebt ist,.....

So eine Art "Negativ-Liste" gibt nur Zank.

Vom Englischlehrer ein Zitat von Samuel Johnson:
......"Tis with our Judgements as our Watches, none
Go just alike, yet each believes his own........"


Man braucht da nur "Gespliesste" einsetzen.


Grüße Wolfhard

Verfasst: 19.02.2009, 15:49
von piscator
Moin,
es gibt noch einen anderen Punkt, den man bei den Rutenbauern und den Preisen für Bambusruten beachten sollte. Da es sich bei der Entwicklung von Rutentapern im Wesentlichen um einen empirischen Prozess handelt ( weil die Physik hier von niemandem wirklich verstanden ist) wurden viele gute Ruten nach dem trial and error Prinzip entwickelt, und mit ein bisschen Ingenieursstatik (auch durch die Bücher der Meister geprägt).

Wenn man also neue Ruten bauen möchte, kann man entweder bewährte Ruten kopieren und ein wenig modifizieren, aber wirklich Neues gibts nur selten (ein paar Beispiele gabs ja hier zu sehen). Da wäre man mit schnellen Fertigungswegen natürlich viel besser dran, als wenn man 40h (1 Woche Arbeitszeit) investiert um dann festzustellen, dass das nix taugt. Aber auch solche Entwicklungszeiten müssen finanziert werden, wenn man davon leben muß.

Wenn man das nicht muß (Hobbybauer) kann man natürlich Rückschläge besser verkraften -- braucht man auch nicht so schnell ein neues Rutenbord :?

TL, Jürgen, der sich nach Rückschlägen gerne ans Wasser zurückzieht

Verfasst: 19.02.2009, 16:45
von Berner
natürlich wird gute arbeit auf der bucht nicht honoriert, weil es genug hobby-rutenbauer gibt, die ihren schr**t (meine rein persönliche ansicht) dort ab 1 euro feilbieten, und es genauso viele käufer gibt, die nur schon beim wort "bambus" feuchte hände kriegen und auf alles bieten. und dann auch meinen sie hätten nun gute gespliesste für wenig geld erstanden - logo brechen da die preise zusammen, übrigens auch in internationalen buchten.
aber - es ist nicht anders als im leben ausserhalb der bucht, ketten wie saturn, lidl, aldi etc. leben vor wie geil geiz ist - nur hat geiz nicht immer was mit qualität zu tun, aber die masse kennt ja nichts anderes, folglich muss in deren augen qualität eben billig sein, hüben wie drüben.

gruss

berner

Verfasst: 20.02.2009, 08:37
von mathias
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Verfasst: 20.02.2009, 09:14
von Berner
ich glaube schlussendich entscheidet der käufer und kunde wer und was "gut" ist - bekanntlich sind geschmäcker da seeeeeehr verschieden.

der eine mag ein taper von payne, der andere von hardy, der andere von brunner. der eine schnelle, der andere langsame ruten.
ich finde "tips" in internetforen sind immer nur einer widergabe eines persönlichen geschmacks und können nie die letzte antwort oder der letzte schluss für den fragesteller sein.
unsere überbequeme www-gesellschaft handelt halt lieber vom pc-stuhl aus, als den fuss in einen laden oder zu einem rutenbauer zu bewegen. sich eine eigene meinung bilden ist in der heutigen "herdengesellschaft" halt nicht mehr so angesagt.

aber nun zu deiner frage zurück und zu meinem eigenen geschmack;

baginski
g. henseler
r. stroh
u. hildebrandt

aber soviel ich weiss fertigt keiner dieser rutenbauer ne gespliesste für 5 euro, aber die qualität ist auch weit darüber, und auch von jeder im video im ersten thrad - gemessen an deren preisen (t&t) sind obgenannte deutsche rutenbauer dann schon wieder günstig. und solche rutenbauer haben auch referenzen, also andere kunden die ihre ruten fischen und so aus der praxis, und nicht vom schreibtisch und wasser aus auskunft darüber geben können.

wie gesagt das ist mein eigener geschmack und muss (soll auch nicht) sich mit anderen decken

ps - auch ein "amateur" kann ein "profi" sein, je nach definition (profis weil sie den rutenbau professionell, also als massgebliches erwerbeinkommen betreiben, oder profis weil sie optisch & technisch einwandfreie ware bauen und auch etwas von betriebswirtschaft verstehen).
nur wer erst 2 ruten gebaut hat und diese gleich in der bucht verkauft, dazu noch ohne jede garantie und gewährleistung, der ist eben ein hobbyst (das wäre dann die dritte unterscheidung) und sicher kein profi. und genau dies nimmt zu, das bauen und sogleich sofort verramschen.

dann kommt noch ne menge nationalstolz dazu, ein ami kriegt ein schauern bei asiatischen ruten, ein deutscher bei amerikanischen, ein schweizer ab deutschen, ein monacese ab einem franzosen ;-).

i.d.r ersteht der fischer ne gespliesste aus dem eigenen land, hat auch den vorteil, dass man zumindest am telefon oder halt im mail dieselbe sprache spricht und das gegenüber einem versteht, und vielleicht sogar weiss wie wir hier im wiesenbach auf döbel fischen und der kunde nicht daran interessiert ist wie es sich in patagonien am windigen brieten fluss angelt und seine rute für die saale oder die traun, und nicht eine für den rio grande sucht.


ah, und wer bei seinen gespliesste eine "lebenslange" garantie verspricht ist in meinen augen eh fragwürdig, denn lebenslang heisst ja noch immer "solange der rutenbauer oder die firma lebt", interessanterweise gibts bei qualitäts-gespliessten selten mehr als ein jahr, denn mit solchen kleinoden geht der angler auch besonnener um als vuielleicht mit dem platik aus fernost. er schaut von anfang an darauf dass er die rute nicht mit kofferraumdeckel zersägt etc.
ne gespliesste hat eben einen anderen und dauerhafteren wert, plastik eher nicht. wenn ich sehe wie die preise für gebrauchte s*-ruten auf den buchten weltweit schon nach einem jahr runtersausen.... :!:
an der s* rute arbeiten in der fabrik mindestens 20 paar hände, an einer guten gespliessten aus der kleinwerkstatt sicher nur ein oder maximal 2 paar - die können dier aber von anfang bis zum schluss auch auskunft über ihr werk geben, in der fabrik weiss einer wie man ringe bindet, der andere wie man einen rohling vom stahkern zieht, dann hat es sich meist.
heisst nicht dass das endprodukt desshalb schlecht ist, aber persönlich und wenn ich eine menge geld investiere, mag ich leute die alles von a-z kennen, denn weisheit im handwerk ist immer noch ein wirklich zu beneidendes gut, masse und stangenware eben nicht mehr und nicht weniger.


gruss

berner

Verfasst: 20.02.2009, 09:22
von Markus H.
Hallo,

@ Berner : :smt038 sehe ich auch so. Zu den bereits erwähnten deutschen Rutenbauern würde ich noch C. Strixner ( split-the-cane.com ) hinzufügen.

Verfasst: 20.02.2009, 09:35
von Berner
stimmt, strixner!

und hier obwohl die frage nach deutschen rutenbauern gekommeni ist trotzdem - man verzeihe mir - noch 2 meiner angesehensten aus usa und uk;

http://www.edencane.com/ (usa)

http://genesis-ot.jp/tom%20moran.html (uk)

und die gibts erst recht nicht für 5 teuronen 8) und meist wartet man laaaaaange darauf, wie auf ne gute schweizer uhr von patek


aber eben - rein mein persönlicher geschmack

gruss

berner

Verfasst: 20.02.2009, 09:47
von Berner
und hier noch ein buchtip, der den "magic spell" von gespliessten richtig einfängt und zahlreiche rutenbauer - nein, nur solche aus usa - beleuchtet.
das im buch geschriebene lässt sich aber auf jeden gespliesstenbauer anwenden.

aber ist englisch geschrieben das bücherl, aber richtet sich an "nicht eingeweihte für gespliesste";
http://www.amazon.com/Fishing-Bamboo-Jo ... 1585742333

_______________________________

und wir diskutierten die frage nach dem "wer baut denn das beste" schon mehrmals - man bemühe die suchfunktion des forums (phrase "gespliesste") und lese sich ein, die meisten fragen wurden schon mehrfach beantwortet und diskutiert.

gruss

berner




gruss

berner

Verfasst: 20.02.2009, 09:55
von Markus H.
Servus Berner,

ja, das Buch habe ich auch und kann es nur jedem Gespließten Freund empfehlen !

Verfasst: 20.02.2009, 12:09
von Grasfischer
Für diejenigen die es interessiert.
Kommt doch einfach auf die EWF (in FFB dieses Jahr), dort sind alle oben genannten Rutenbauer als Austeller vertreten. Udo Hildebrandt´s Schwerpunkt werden dort vermutlich seine Auktionen sein.
Gruß,
Friedrich

Verfasst: 20.02.2009, 14:44
von Karl
Hr.Schlecht sollte man auch nicht vergessen in der Aufzählung der bekanntesten Rutenbauer. Aber der Matthias wollte ja die "Guten" wissen, dazu müßte man erstmal festlegen was den "Gut" ist. Ist es rein optisch, gut verarbeitet oder ist es 1/100mm über den flats, dann vielleicht gefräst oder ist es 2/100mm über den flats, dann vielleicht MorganHandMill oder ist es 5/100mm über den flats, dann vielleicht noch wirklich Handarbeit? Der interessierte Laie geht nach dem Äußeren und dem "Namen" des Erbauers und ihm ist wahrscheinlich ziemlich wurscht, wie dieses Äußere Zustande kommt.
Gruß Karl