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Verfasst: 27.02.2010, 20:11
von gespliesste
Hallo Rene,
Mountain Angler hat geschrieben: Finde es gelungenes Video
dann kannst du dich ja gleich mit einem der Protagonisten des Films hier im Fred austauschen :wink:

LG,

Olaf

Verfasst: 27.02.2010, 22:00
von Mountain Angler
Hi Olaf,

ja ist das denn der Tobias aus Berlin, welcher mit HRH um die Wette knebelt ?
Ist ja interessant, wusste ich nicht.
Hallo Tobias, habt ihr fein gemacht, danke.

lieber Gruss aus CH
René

Verfasst: 28.02.2010, 12:30
von strongbow
Ich kann mir grundsätzlich schon vorstellen, dass ein Anfänger mit einem guten "Instruktor" wie Bernd den Doppelzug noch im Einsteigerkurs lernen kann. OB gleich am ersten Tag, das lasse ich mal dahingestellt. Das dürfte nicht zuletzt auch eine Talentfrage sein.

Mir sind vor ewigen Zeiten die Grundzüge des Werfens in der Familie vermittelt worden. Der DZ kam da nicht vor und ich habe jahrelang auf allerlei kleines Getier ohne DZ gefischt, ohne ihn jemals zu vermissen. Entfernungen, die bei der Bachfisherei üblich und erforderlich sind, sollte man eigentlich ohne Probleme ohne Zugunterstützung schaffen - das gilt auch, wenn zur Entfernung noch ein genauer und subtiler Service notwendig wird.
Irgendwann habe ich meinen Wurfstil dann autodidaktisch um den Einfachzug erweitert. Der wird zwar nirgends groß besprochen, ist aber keine so schlechte Technik an Bach und Fluß, wenn es nicht auf die letzten Zentimeter ankommt.

Mit dem Doppelzug bin ich autodidaktisch aber nicht klar gekommen. Ich habe dann einen Einzelkurs bei einem Profi gemacht, der die Fehlerchen, die sich über die Jahre eingeschlichen hatten, abgestellt hat (zumindest hat er es versucht :? ) und mit gleichzeitig den DZ vermittelt hat. Das war dann innerhalb eines Nachmittags wirklich kein Problem.

Seither nutze ich ihn, wenn erforderlich. Am Meer praktisch immer, am Fluß oft, am Bach selten.

Strongelchen

Verfasst: 28.02.2010, 14:18
von Rolf Renell
Es spricht nichts dagegen den DZ so früh wie möglich(Betonung liegt auf möglich) innerhalb eines Kurses zu lernen.
In einen ersten Einsteigerkurs gehört er definitiv nicht in der Regel.
Alles schön geschrieben hier z.Teil - aus versch. Sichtweisen - doch in der tatsächlichen Praxis eines Kursverlaufes nicht sinnvoll und gewinnbringend für den Teilnehmer durchzuführen.
Gerade die physiomotorischen Sperren ,die fast bei jedem Einsteiger vorhanden sind benötigen eine gewisse Zeit um verstanden und abgestellt werden zu können unter Begleitung des Kursleiters.Die tatsächliche Zeit für die Konzentration auf das "Tun" ist in einem Lernablauf im Tagessgeschehen bei Novizen nicht besonders gross.Darauf sollte geachtet werden.
Jeder Teilnehmer ist anders und der Kursleiter lernt eigentlich nur über seine Teilnehmer weiter , ebenso muss der Kursinhalt wie schon hier dargelegt auch auf die zukünftige Fischerei ein wenig abgestimmt sein.
Hier sehe ich auch Unterschiede im Ablauf und der Durchführung mit Inhalten welche zeitmässig unterschiedlich sein werden zwischen der Binnenfischerei und der Küstenfischerei mit der Fliege.Bei der Küstenfischerei kann wesentlich früher - muss sogar früher - darauf eingegangen werden als bei der Bachfischerei - hier zählt der DZ eher zum Verständnis eines ökonomischen Werfens unter gleichen Einsätzen beider Körperhälften(Arme,Oberkörper etc.)(Schnurgeschwindigkeit,Wurf- Präsentationsvarianten etc.)
Für mich ist viel wichtiger in den Kursen die Teilnehmer auf eine stabile Basis zu bringen von der Sie weiter die nächsten Schritte angehen unter verstandener Selbstkontrolle - einen Bereich von 180 Grad inkl. Backhand mit Ebenverlagerung abdecken zu können ,halte ich für sinnvoller in den ersten Tagen ,
beste Grüsse,
Rolf

Verfasst: 28.02.2010, 15:18
von Thomas E.
Wie ich schon im leider gelöschten Thread geschrieben hatte, ist die Beherrschung des Doppelzuges immer ein Vorteil, auch am Bach/Fluß !

Denn er erleichtert ja nicht nur das Werfen größerer Distanzen, sondern ist hilfreich bei Wind, beim Werfen buschiger Fliegen und ist für Trickwürfe, bei denen eine hohe Schnurgeschwindigkeit erforderlich ist, unumgänglich.

Außerdem entlastet er den Wurfarm schon beim Führen kürzerer Leinenlängen.
Ich setze ihn, entsprechend angepasst fast immer ein.

Der richtige Zeitpunkt zum Lehren des "Dz" ist für mich dann gegeben, wenn der Lernende die Keule einer WF (hier empfehle ich dem Beginner auch erstmal eine mit nicht zu langer Keule, ca. 9-10,5m) plus 1m Running line sauber in der Luft halten kann, das Schlaufenbild gut aussieht (von allen Seiten betrachten, auch mal von vorn ! ) und er dann noch 2,5- 3m Leine schießen lassen kann. Diese Länge sollte dann schon (einschließlich Vorfach) gestreckt zur Ablage kommen.

Diverse angebotene DVDs halte ich neben den oft guten Unterhaltungswert, zur "Selbstschulung" allein für völlig ungeeignet, da zumeist ein individueller Stil "propagiert" wird.
Zudem fehlt dann doch beim anschließenden Üben einfach das erfahrene Auge eines guten Trainers/Lehrers. :wink:

Verfasst: 28.02.2010, 22:55
von Heinz
Hallo,

können sollte man den Doppelzug schon, das ist sicher kein Fehler.
Ihn andauernd und immer einzusetzen, das halte ich für nicht notwendig.
In manchen Situationen ist er hingegen hilfreich - das ist unbestritten.
Man kann aber auch mit entsprechder Ausrüstung-wenn nicht gerade Gegenwind herrscht- auch ohne DZ problemlos auf Weiten von 20 m kommen. Möge doch jeder nach seiner Fasson selig werden. Ich selbst würde meine DZ Fähigkeit aber gern gegen die Fähigkeit tauschen, mit dem
linken Arm ebensogut werfen zu können, wie mit dem Rechten - das wäre mir lieber - Backhandwurf hin oder her. Ich arbeite aber daran......

P.S. Ist hier zwar OT - aber ist hier jemand, der tatsächlich mit beiden
Armen etwa gleich gut werfen kann ?

Grüsse
Heinz

Doppelzug

Verfasst: 01.03.2010, 11:54
von laverda
@Rolf: :daumen Genau so meinte ich das

Verfasst: 01.03.2010, 14:47
von gespliesste
Hallo Heinz,
Heinz hat geschrieben: P.S. Ist hier zwar OT - aber ist hier jemand, der tatsächlich mit beiden
Armen etwa gleich gut werfen kann ?
ja mit der Zweihand :wink:

Ich hatte auch mal in Betracht gezogen das zu erlernen, denke aber heute das es für die grosse Mehrheit der falsche Weg ist. Wenn du nicht schon von Natur mit beiden Armen eine gute Koordination/Gefühl hast, ist es nach meiner Meinung besser die "gute" Hand in Sachen Backhand und Verlagerung des Arbeitswinkel zu trainieren. Selbst wenn du da mal eine Grundkompetenz mit deiner "linken" antrainiert hast, das Gefühl in der schwachen Hand rostet schnell wieder ein und muss ständig nachtrainiert werden.

Dazu kommt dann im entscheidenden Moment, das man doch seiner starken Hand mehr vetraut ...

Ich könnte mit der Linken wohl nie so gefühlvoll Werfen, wie mit der Rechten. Auch wenn ich übe bis Schalke irgendwann mal Meister wird ...

LG,

Olaf

Verfasst: 01.03.2010, 15:24
von Bernd Ziesche
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Verfasst: 01.03.2010, 18:16
von Harald aus LEV
Zuerst wollte ich zu diesem Thema gar nichts schreiben, aber jetzt juckt es mich doch in den Fingern. Ohne in eine lange Diskussion einsteigen zu wollen, möchte ich jetzt doch meine Meinung dazu sagen.

Aus meiner Erfahrung kann ich sagen, dass das Heranführen an die Doppelzugtechnik sehr individuell erfolgen muss.
Viele Einsteiger haben noch nie mit der Fliegenrute geworfen und entsprechend Schwierigkeiten mit den ungewohnten Bewegungsabläufen. Da gilt es auf so viele Kleinigkeiten zu achten. Besonders nach den ersten paar gelungenen Würfen, merkt man als Kursleiter sofort, wenn die Konzentration des Teilnehmers nachlässt. Bei mir liegt das Hauptaugenmerk darauf, die Teilnehmer soweit zu führen, dass Ihre Wurfabläufe und -erfolge reproduzierbar sind. Ich führe sie Schritt für Schritt zu den einzelnen Techniken, sodass sie später am Wasser, auch wenn einige Wochen oder sogar Monate dazwischen liegen, sie diese Techniken Schritt für Schritt wieder abrufen, und jeweils aufeinander aufbauen können. Natürlich sind auch einige Teilnehmer darunter, die direkt am ersten Tag mit dem Doppelzug anfangen können. Bei den meisten habe ich jedoch beobachtet, dass ein zusätzliches Erlernen des Doppelzuges am ersten Tag die Konzentrationsfähigkeit übersteigt. Und selbst, wenn sie es dann schaffen, würden sie es nach Wochen, in denen sie keine Rute in der Hand gehalten haben, noch reproduzieren können?
Ich sperre mich bei niemandem, ihn am ersten Tag in die Technik einzuweihen, wenn ich den Eindruck habe, dass er die Technik einsetzen kann. Jedoch sind mir langfristig reproduzierbare Ergebnisse lieber, als ein Hype an einem einzigen Tag, dem schnell Frust und Ernüchterung folgen können. Darüber hinaus denke ich, dass sich die wenigsten Kollegen durch irgendwelche Kopfbarrieren in dieser Hinsicht einschränken lassen.

Gruß
Harald

gelöscht

Verfasst: 01.03.2010, 18:57
von Royal Coachman
gelöscht !

Verfasst: 02.03.2010, 10:03
von Bernd Ziesche
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Verfasst: 02.03.2010, 10:49
von Rolf Renell
Hallo Bernd ,

bevor sich hier wieder wie gewohnt Dinge verselbständigen oder nicht verstanden werden :
Du hast dieses Thema aufgegriffen bzw. einfach mal deine Gedanken dazu in einen thread geformt und eingestellt - warum auch immer -
Du referierst frei über das Thema "Doppelzug" - stellst dir Fragen und beantwortest sie - prima , nichts gegen zu sagen.Unklar ist worum es hier geht ?
Viele Leser haben hier ihre Eindrücke,Erfahrungen und Meinungen zu dem Gesamtthema "DZ" berichtet.
Ich stelle fest niemand stellt den DZ in Frage im Gegenteil.
Worum geht es weiter falls gewünscht ?
Weiterhin stellt sich klar das es Unterschiede in der Auffassung,der Didaktik ,der Ziele und Konzepte gibt - auch gut!
Wenn wir nun über Durchführungen und Sinnhaftigkeit bei Kursen sprechen sollten wir einen neuen thread öffnen - gerne , ansonsten wirds wieder für die Leser irgendwann uninteressant.
Nur noch mal für dich in Kurzform zum besseren Verständnis -
-Doppelzug - gute Geschichte ,macht Sinn,auch früh wie möglich
- Doppelzug - grundsätzlich in Einsteigerkurs (mit allen anderen Belangen in einer solchen Kursform - spreche hier nicht von einem "Wurfkurs"!!!) - bei mir nicht , und macht auch wie dargelegt für mich und Kunden keinen Sinn.
Was du als Übung bezeichnest sind ganz grundlegende Basics & Dinge mit denen der Einsteiger am Bach zuerst mit umgehen lernen muss(Strömung am Bach ist nunmal anders als an der Küste ;-), eher als Thematik DZ - aus der Erfahrung heraus zeigt sich das die ersten Züge dann fast automatisch ,spielerisch kommen und das Verständnis zum werferischen und ökonomischen Nutzen langsam wächst , back to basic- dann kommt der Moment des Themas "DZ" - und das unterliegt bei meinen Kunden dem kostenlosen Service !(Thema - Kosten),
in diesem Sinne ,
Doppelzug hält besser ,
beste Grüsse,
Rolf

Verfasst: 02.03.2010, 15:22
von Bernd Ziesche
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Wann lehren oder wann lernen

Verfasst: 02.03.2010, 19:34
von laverda
Hi Bernd,
ich muss hier Rolf zustimmen, habe das Gefühl, dass hier eine ganze Reihe Meinungen und Erfahrungen ausführlich diskutiert wurden.
Mir hat es jedenfalls ein wenig Klarheit gebracht.
An dieser Stelle "Dankeschön" insbesondere an die beteiligten Profis.

Wenn du dies als eine fachliche Diskussion über das Lehren und strukturellen Aufbau von Wurf- oder Einsteigerkursen weiter vertiefen möchtest, wäre es wahrscheinlich im Rahmen einer Weiterbildung "Didaktik für Wurflehrer" sinnvoller (soweit es so etwas gibt).

Ansonsten gibt es vielleicht einen Fachleiter für Sport und Wurflehrer in Personalunion, der bestimmt eine Menge beisteuern könnte.

Alles weitere ist wohl persönliche Vorliebe, Erahrung, Kundenorientierung und Fingerspitzengefühl des einzelnen.
Wäre ich professionell in diesem Gewerbe, würde ich auch bei aller Kollegialität auf dieses Thema in einem öffentlichen Forum nicht antworten.