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Alaska

Verfasst: 14.04.2010, 10:35
von Royal Coachman
Hallo!
Das ist in Amerika bzw. Alaska bei zugänglichen Flüssen nichts außergewöhnliches.

Es wird gefischt wo Fische sind, alles andere ist "Frog-Water".

Wo niemand fischt, bleibt ein Amerikaner nicht stehen (wenn es um Lachs geht), denn wo niemand fischt sind auch keine Fische.

Aber bitte versucht nicht am North Umpqua einem anderen Fischer in den von ihm gerade befischten Pool hineinzufischen, das gibt mächtigen Ärger.

Ich hab dieses Phänomen auch an einigen Alpenseen beobachten können. Niemand weiß bei großen Seen wo sich gerade die Renken- bzw Saiblingschwärme aufhalten. Man hat das Fernglas mit und beobachtet die anderen Fischer. Wenn einer zu fangen beginnt, fahren die anderen hinzu, bleiben im Abstand von ca 20 m im Umkreis und alle fangen, da ist niemand böse.


tight lines
Gebhard

Verfasst: 14.04.2010, 11:50
von derflow
Moin Gebhard !

Das von Dir beschriebene Phänomen kenn ich auch aus dem Forellenpuff - fängt man rücken einem die Nachbarn rechts und links einem immer weiter auf die Pelle.......


In dem Video das scheint ja ne reelle Wettkampfveranstaltung zu sein - was mich besonders dabei irritierte waren die "Fliegenfischer" bei denen auch was verdächtig am Ende der Schnur ins Wasser plumpste :shock:

Re: Alaska

Verfasst: 14.04.2010, 12:27
von Frank.
Royal Coachman hat geschrieben:Hallo!
Das ist in Amerika bzw. Alaska bei zugänglichen Flüssen nichts außergewöhnliches.
Stimmt! Und nur zur Sicherheit: Dieses unglaubliche Video stammt auch aus Alaska - wo der "Russian River" fließt, siehe zum Beispiel
http://www.piscatorialpursuits.com/anchor.htm

Euer Frank

Verfasst: 14.04.2010, 13:40
von felix
Bevor ich soetwas mache, würde ich lieber gar nicht Fliegenfischen gehen. Für mich persönlich ist da nichts dabei, was für mich die Freude am Fliegenfischen ausmacht...

Verfasst: 14.04.2010, 15:28
von Nymphenfischer
Ich sage nur Schande über die Menschheit und verderben über diese Goldzahnkormorane an dem Fluß im Video und überall wo sie sonst noch auftauchen :evil:

Verfasst: 14.04.2010, 15:39
von sedge111
Nymphenfischer hat geschrieben:Ich sage nur Schande über die Menschheit und verderben über diese Goldzahnkormorane an dem Fluß im Video und überall wo sie sonst noch auftauchen :evil:
Schlimm, Schlimm und wahrscheinlich haben die meisten auch noch mit Bissanzeiger gefischt!!!!

Verfasst: 14.04.2010, 16:35
von Florian Maldoner
sedge111 hat geschrieben:
Nymphenfischer hat geschrieben:Ich sage nur Schande über die Menschheit und verderben über diese Goldzahnkormorane an dem Fluß im Video und überall wo sie sonst noch auftauchen :evil:
Schlimm, Schlimm und wahrscheinlich haben die meisten auch noch mit Bissanzeiger gefischt!!!!
Das müsste dann schon ein Luftballon oder ähnliches sein :D

Verfasst: 14.04.2010, 17:16
von Frank.
Liebe Leute,

die "schweren" Brocken, die die Jungs dort fischen, dürften zumindest so ähnlich aussehen wie dieses Ding hier: http://www.finksbaitandtackle.com/servl ... ng,/Detail.
Das "Snagging" von Lachsen ist mancherorts - zum Beispiel in Alaska - nämlich legal, und es wird durchaus auch mancherorts praktiziert, wo es streng verboten ist. In Irland habe ich diese Bestialität auch schon mal gesehen.
"Silver Spider" nennt sich das unter den "Spezialisten" - schaut euch mal dieses Video zum Beispiel an, das einen "Fliegenfischer" damit zeigt: http://www.youtube.com/watch?v=Vn9S5bBE ... re=related

Euer Frank

Verfasst: 14.04.2010, 19:16
von Nymphenfischer
Die nennen das auch noch Flyfishing und das Werkzeug Bait das müssen schon ausgesprochene A....löcher sein die sowas machen !
Tut mir leid aber da kommt mir die Galle hoch die schönsten Flüsse und dan sowas !

Verfasst: 14.04.2010, 20:33
von mario.s
wie hießen diese Dinger doch damals? Ich glaube Enterhaken. Da braucht der doch keine Fliegenrute für. Einfach unmöglich :evil:
TL, Mario

Verboten

Verfasst: 14.04.2010, 21:28
von Royal Coachman
Hallo Freunde !

Also wenn Dich ein Aufseher mit einem gerissenen Lachs erwischt auch in Alaska, ist nicht nur das Angelzeug futsch, sondern auch die Karte für ein ganzes Jahr, eine hohe Strafe fällig (unter 500 Dollar geht da nix) und unter Umständen landet man sogar noch im Gefängnis.
Ob man nächstes Jahr eine Lizernz bekommt ist fraglich.

Ihr macht Euch falsche Vorstellungen, wenn der Ruf "Fish on " ertönt ziehen sofort alle Nachbarn die Angeln aus dem Wasser. Weiters findet das Spektakel höchstens an einigen Tagen statt, wenn eben Lachse beim Aufsteigen sind. Bei Verwicklungen wird in größter Gemütsruhe und ohne Streit das Ganze entwirrt, überhaupt herrscht da eine entspannte Stimmung, die für Europäer kaum vorstellbar ist. Es ist nämlich genug Lachs für alle da und wer es beschaulich und alleine mag, der geht halt in eine Lodge, muß sich da aber meistens mit mitfischenden Bären auseinandersetzen. Die Amerikaner sind eine fischende Nation und die Geschichten um die fischenden Präsidenten (ich habe vor einiger Zeit eine eingestellt) sind legendär!

Sicher sind die Bilder extrem und auch nicht mein Fall, aber wie gesagt, für die breite fischende Masse durchaus normal. Übrigens kenne ich solche Bilder aus Finnland und Schweden an offenen Flüssen ebenfalls, natürlich nicht mit so einer Anglerdichte aber immerhin auch mit nur wenigen Metern Abstand.

mfg
RC

Verfasst: 14.04.2010, 21:36
von greypanther
Hallo Gebhard,
Also wenn Dich ein Aufseher mit einem gerissenen Lachs erwischt auch in Alaska, ist nicht nur das Angelzeug futsch, sondern auch die Karte für ein ganzes Jahr, eine hohe Strafe fällig (unter 500 Dollar geht da nix) und unter Umständen landet man sogar noch im Gefängnis.
Ob man nächstes Jahr eine Lizernz bekommt ist fraglich.
Eben das unterstreicht die Bigotterie unserer amerikanischen Freunde, dass hier mit zweierlei Maß gemessen wird. Aber, in Sachen Bigotterie sind unsere amerikanischen Freunde ja Meister, nicht nur beim Fischen.
Sicher sind die Bilder extrem und auch nicht mein Fall, aber wie gesagt, für die breite fischende Masse durchaus normal
Wenn Du damit sagen willst, dass Normalität das ist, was alle tun, dann hast Du recht. Aber, vor dem Hintergrund eines funktionierenden Gehirns sind solche Exzesse nicht "normal".

edit:
Wir sind halt immer noch die (Auto fahrenden) Steinzeitjäger, die, mit allen Mitteln, ihre Rotte durchbringen wollen und müssen.

Re: Verboten

Verfasst: 14.04.2010, 22:04
von Frank.
Royal Coachman hat geschrieben:Also wenn Dich ein Aufseher mit einem gerissenen Lachs erwischt auch in Alaska
Lieber Gebhard,

auch im Salzwasser? Wenn ich nach der Legalität dieser blutrünstigen Methode suche, finde ich viele Hinwesie darauf, dass das auch in Alaska nicht allerorten verboten ist, siehe z.B. http://www.alaskaflyfishingonline.com/a ... flies.html.

Aber ich wäre froh, wenn's anders wäre!

Dein Frank

Hallo Frank

Verfasst: 14.04.2010, 23:47
von Royal Coachman
Hallo Frank !

Es ist völlig falsch auf die Amerikaner mit dem Finger zu weisen, sie haben Fischereiverordnungen, von denen können wir in Europa nur träumen.

Als Beispiel möchte ich anführen, daß im State Oregon jeglicher Samonide mit Fettflosse zurückgesetzt werden muß!

Gesetzte Fische haben eine gekappte Fettflosse und dürfen entnommen werden!

In Amerika und auch in Kanada werden ganze Flüsse zur Laichzeit gesperrt, das sollte man einmal in Europa versuchen, einen Lachsfluß zur Laichzeit sperren. Ich habe am North Umpqua eine Bachforelle mit ca 60 cm gefangen, die mußte zurückgesetzt werden, der Schutz gilt also auch den nicht einheimischen Fischen.
Europa und die Regenbogen ??

freundlichst
Gebhard

Verfasst: 15.04.2010, 09:14
von Frank.
Lieber Gebhard,

nichts liegt mir ferner, als mit dem Finger auf "die Amerikaner" zu weisen. Aber es ist nun einmal eine Tatsache, dass das Reißen (bzw. Snagging) vielerorts saisonal legal ist, jedenfalls hinsichtlich bestimmter Spezies - u.a. in Alaska (im Salzwasser der Buchten, auch auf Lachse), Arkansas, Kansas, Kentucky, Mississippi, Missouri, New Mexico, North Dakota und Utah.
Darüber, dass diese Methode beispielsweise im Russian River trotz des Verbotes sehr häufig praktiziert wird, kann man genug in amerikanischen Medien lesen, und auch in anderen amerikanischen Staaten gibt es durchaus heiße Debatten darüber.
Sonderregelungen gibt es übrigens fast überall für die Ureinwohner, aber das steht auf einem anderen Blatt.
Ich stimme Dir durchaus zu: Vielfach gibt es vorbildliche Regulierungen in den USA. Aber eben nicht immer und nicht überall.

Dein Frank