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Re: Danielson Antireverse-Rolle Typ Danielsson Control 8thir

Verfasst: 01.03.2012, 21:10
von Thotty
Bööörnie, mein lieblingsschlingel....

du irrst, wenn du sagst
Das Problem bei einem Tarpon oder einem Barracuda ist, dass
diese so schnell unterwegs sind, dass meistens die Schnur durchhängt,
sobald sich beim Einkurbeln Schlupf abzeichnet.
wenn sich beim einkurbeln schlupf zeigt und man ins leere dreht,
ist das ein zeichen dafür, dass die kraft des fisches die voreingestellte
bremskraft des AR übersteigt.

es kann also in dem moment keine "schnur durchhängen", weil der fisch
ja grade massiv am abziehen ist. würde sie durchhängen so könnten wir ja
die leine einkurbeln. das dürfte wohl jedem klar sein, oder ?

und nein, ich bin kein freund davon, die bremse beim drill zu verstellen.
wenn man beim ersten fische gemerkt hat das sie zu leicht eingestellt ist
arbeitet man mit dem handballen, das nennt sich dann: rim control
und kann sie anschließend vor dem zweiten fisch als trockenübung justieren.

grüße
Thorsten

Re: Danielson Antireverse-Rolle Typ Danielsson Control 8thir

Verfasst: 02.03.2012, 00:44
von Bernd Ziesche
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Re: Danielson Antireverse-Rolle Typ Danielsson Control 8thir

Verfasst: 02.03.2012, 08:18
von Thotty
huhu Börnie,

hmm ja und nein...
also ein barakuda von 1,20m ist in der tat nicht die
stichprobengröße DU vermutlich hast.

und meine größeren hechte sind natürlich nichts
im vergleich zu üblen burschen des salzwassers.
Es ist eindeutig so, dass man mit einer Bremseinstellung
nicht ansatzweise zurecht kommt.
nun ja, ich verwende eine AR rolle genau so wie eine
"analoge rolle" mit einer voreingestellten bremskraft.
die taugen ja schließlich beim drill auch.. :wink:

und beim drill verstell ich da an der AR nix, ich muss mir
eben nur keine sorgen mehr um meine fingerchen machen..

wenn man also beim einkurbeln einer schlappen! leine dann
an der AR rolle "durchdreht", liegt das in der regel daran,
dass man den fisch wohl grad verloren hat.. *welch wortwitz*

grüße
Thorsten

Re: Danielson Antireverse-Rolle Typ Danielsson Control 8thir

Verfasst: 02.03.2012, 10:24
von Bernd Ziesche
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Re: Danielson Antireverse-Rolle Typ Danielsson Control 8thir

Verfasst: 02.03.2012, 11:14
von Sixgunner
Joh Bernd und Thotty,

Weshalb die AR-Rollen bei einer Fischerei mit höherem Bremsdruck und mit Platz in die Tiefe (Fische mit dauerhaft langen Fluchten à la Tunas, grosse Jacks, Haie, Norwegen, usw) durchaus angebracht sind, weil hier konstant relativ hohe Schnurspannung besteht und man den Fischen nicht folgen kann/wird. Hier bieten Antireverse- oder Dual Mode-Rollen einen guten Komfort und machen Sinn.

Bei der Flats-Fischerei sind sie einfach nur nervig wegen dem Umgestelle, man fischt mit relativ leicht eingestellter Bremse (insbesonders auf springende Fische, die kopfschüttelnd die Fliege loswerden wollen), man kann den Fischen mit dem Boot folgen und hat die Finger zur besseren Kontrolle an der Schnur und am Spulenrand (Thotty: => Rim Control). Je näher die Fische am Boot sind (und dadurch die Schock-Absorption durch kürzerer Schur und Rute reduziert ist) desto vorteilhafter wird die leichte Bremseinstellung der Rolle. Die Fluchten der Fische sind am Boot dann generell auch viel kürzer aber der Terror in unmittelbarer Bootsnähe kann bei starker Bremseintellung durchaus den Unterschied zwischen einer Landung und einem verlorenen Fisch ausmachen.

Den Vergleich "europäischer Süsswasserfisch" mit "tropischem Meeresfisch" stelle ich gar nicht erst an, dazwischen liegen Welten. Dabei ist der Tarpon noch einer der "braven" Kämpfer, was die reine Fluchtgeschwindigkeit betrifft...(was er aber reiner Kraft und Ausdauer locker wett macht).

Deshalb liege ich da mit Bernd (und sehr vielen professionnellen SW-Guides) auf einer Linie, was aber nicht bedeutet, dass AR- oder Dual Mode-Rollen nichts taugen, inklusiv der bestimmt sehr guten Danielsson-Rolle, die ich (noch) nicht fischereilich im Einsatz hatte.

Gruss,

Eric