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Re: Fisch-Photos
Verfasst: 20.07.2011, 20:17
von henkiboy
Hallo Hardy,
wahre Worte.........nicht fischen ist die beste Bestandspflege und werder C&R, noch gnadenloses "Keulen" sind "Allheilmittel". Die Wahrheit liegt ....wie so oft..... mittendrin!
Nicht fischen ist wirklich keine Alternative!!
Sich neben der aktiven Fischerei aber auch hege- und pflegemäßig zu engagieren sehr wohl. Beim Kauf einer Tageskarte, einer Jahreskarte oder dem Entrichten der Pacht oder des Mitgliebeitrages allein ist es sicherlich nicht getan.
Aber.......wir sollten vielleicht mal wieder zum Thema des Trööts zurück kommen! Vielleicht stellen ja noch mal ein paar Leute Fotos ein, die der Meinung sind das der Fisch ebenso repräsentativ wie schonend abgelichtet wurde. Nur mal als Anregung!
liebe Grüße
Detlef
Re: Fisch-Photos
Verfasst: 20.07.2011, 21:12
von Bernd Ziesche
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Re: Fisch-Photos
Verfasst: 20.07.2011, 21:18
von Mindelpeter
Servus Miteinander,
ich hab ein paar Fotos von einer "Kanibalenforelle"... leider nur in schlechter Qualität vom Handy gemacht. Die Bachforelle hatte gute 60cm und ging im Frühjahr vor 2 Jahren in unserer Vereinsstrecke auf einen Streamer. Beim Ausnehmen kam dann eine Artgenossin zum Vorschein, die alles andere als klein war.
Wir hatten etwa eine Woche zuvor unseren Aufzuchtsbach abgefischt und mit den Kleinfischen unsere Strecke besetzt. Viele meiner entnommenen Forellen haben Fische im Magen, meist Mühlkoppen, aber oft auch Forellen. Entschuldigt bitte nochmal die Qualität der Fotos.
Viele Grüsse
Peter
Re: Fisch-Photos
Verfasst: 20.07.2011, 21:30
von Blauzahn
Bernd Ziesche hat geschrieben:....
Allerdings eine Sache kommt für mich überhaupt nicht in Frage: Einen Fisch zu entnehmen, um mich so dafür zu rechtfertigen, dass ich angeln gehe....
Hallo Bernd,
die Rechfertigung fürs Angeln ist nicht einen Fisch zu entnehmen, aber durchaus ein nicht unerheblicher Bestandteil unseres / meines Antriebs.
Oftmals komplizieren wir Denkansätze um mit uns selbst ins "Reine" zu kommen, dabei können wir aber unsere Gene nicht ausschalten.
Wer nun anderes behauptet, macht sich und anderen etwas vor oder stammt von einem anderen Planeten.
Die Frage für die Beweggründe zum Angeln sind andernorts schon zur Genüge geklärt und beleuchtet (tlw. sogar geseztlich geregelt), ich wehre mich aber dagegen, das Fliegenfischen in den Himmel zu heben und über andere Angelarten zu stellen.
Ja auch ich bin seit einigen Jahren zu 90% nur noch mit der Fliegenrute unterwegs, baue selbst Ruten und binde auch so manche Fliege.
Mein Antrieb dazu ist jedoch neben der Ursprünglichkeit, dem Zurückversetzen in meine Kindheit durch den direkten Kontakt mit dem Fisch (auf sicherlich höherm Niveau), unter anderem einen Fisch zu erbeuten und diesen auch zu essen.
Nochn Abendgruß,
René
Re: Fisch-Photos
Verfasst: 21.07.2011, 09:41
von Bernd Ziesche
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Re: Fisch-Photos
Verfasst: 21.07.2011, 10:01
von pehers
Liebe Freunde!
ME sind wir hier ein bisschen in den Bereich des Kaffeesudlesens abgedriftet (Auswirkungen des Kanibalismus von Salmoniden auf einen Bestand)!
Es gibt aber meines Erachtens klare gesetzliche Eckpunkte:
- Der deutsche Gesetzgeber hat einen Grund festgelegt, warum es statthaft ist, zu fischen, respektive Fischen zumindest Stress anzutun. Dies ist die sinnvolle Verwertung. Photographieren und Wiegen fällt nicht darunter (es sei denn zu wissenschaftlichen Zwecken). Der Rest bleibt Attitüde und Spekulation!
- Bestimmungen regelt der Bewirtschafter des Gewässers. Will ich dort fischen, habe ich diese Bestimmungen zu respektieren und es verbleibt kein Spielraum für eine persönliche Entscheidung über das Schonmaß etc. Halte ich mich nicht an Bestimmungen begehe ich einen Eingriff in fremdes Fischereirecht und mache mich strafbar im Sinne des Strafgesetzbuches, da ich keine materielle Erlaubnis habe (dazu existiert ein Rechtsgutachten)!
- Nach den mir bekannten Rechtsgutachten und Stellungnahmen ist in Dtl. C&R verboten. Die Rechtslage/Judikatur in AUT ist anders. Sonst kenn' ich mich kaum aus (auch in Dtl. gibt es sicher berufenere Leute als mich. Ich fürchte aber, dass die sich ein Posting hier sparen werden...).
- Wer einen Fisch, der aufgrund der Bestimmungen zurückgesetzt werden muss, unnötig lange aus dem Wasser entnimmt, der begeht einen Verstoß gegen das Tierschutzgesetz. Das schließt mE eine lange Manipulation zwecks Photoshooting aus.
- Völlig wertfrei muss daher festgehalten werden, dass das Fangen eines Fisches, der nach den Bestimmungen entommen werden könnte, mit dem Ziel ihn nur zu photographieren und zurück zu setzen klar rechtswidrig ist. Nicht mehr und nicht weniger! Noch schlimmer, wenn der Fisch dann womöglich verendet.
Eigentlich eine recht klare Sache, wie ich meine. Spekulationen, ob das so angemessen und richtig ist, sind und bleiben genau das: Spekulationen!
Wer nicht akzeptieren will, die Fischerei in Dtl. im Rahmen der Gesetze auszuüben, der müsste es eigentlich bleiben lassen. Dass wo anders die rechtlichen Grundlagen anders sind, berechtigt nicht zur eigenmächtigen Relativierung der Gesetze! Kein Mensch kommt auf die Idee, in Kalifornien auf öffentlicher Straße ein Bier ohne Papiersackerl drüber zu tragen. Obwohl jeder der Ansicht ist, dass das hirnrissig ist!!! Oder kommt jemand - um beim Thema zu bleiben - auf die Idee umgekehrt an einen C&R Wasser (wo dies gesetzl. erlaubt ist) aus Gewissensgründen einen Fisch abzuschlagen (und wähnt sich dabei im Recht)? Wenn ich nicht C&R fischen will, verlangt man auch von mir, dass ich nicht an ein C&R Wasser gehe (was ich auch zu vermeiden versuche)!
Im Übrigen darf ich anmerken, dass ich es bedauerlich finde, dass hier eine Diskussion geführt wird, die dem Ansehen der Fischerei nicht gerade zuträglich ist. Ich fürchte, es ist den wenigsten Menschen zu erklären, dass man fischen geht, nur um einen Lustgewinn zu erzielen. (Dass das Fangen und Entnehmen nicht im Vordergrund zu stehen braucht, wird von mir nicht bestritten - aber es ist Teil unseres Tuns).
L.G.
Hans
Re: Fisch-Photos
Verfasst: 21.07.2011, 12:45
von AlexX!!
pehers hat geschrieben:...Im Übrigen darf ich anmerken, dass ich es bedauerlich finde, dass hier eine Diskussion geführt wird, die dem Ansehen der Fischerei nicht gerade zuträglich ist. Ich fürchte, es ist den wenigsten Menschen zu erklären, dass man fischen geht, nur um einen Lustgewinn zu erzielen. (Dass das Fangen und Entnehmen nicht im Vordergrund zu stehen braucht, wird von mir nicht bestritten - aber es ist Teil unseres Tuns)...
Es gibt IMO keine Lösung, nur den "besten Kompromiss".
In Sachen Ansehen in der Öffentlichkeit tun sich beide Extreme keinen Gefallen, sowohl 100% "auf`n Kopp" wie auch 100% release kann ein Aussenstehender schlecht nachvollziehen. Es muss situationsabhängig entschieden werden, jeder ist aufgerufen für sich UND für die Gemeinschaft (Vereinskammeraden, Pächter, ggf. Öffentlichkeit je nach Situation) den besten Kompromiss zu finden.
BTT
nach 10 min Drill und 20 schaulustigen Nichtanglern drumherum sollte man sich gut überlegen was man mit der "kapitalen Beute" anstellt

Hier "Streng nach Gesetz" zu handeln ist vielleicht nicht der beste Weg.
zum Thema Kannibalismus
auch bei uns ist das keine Seltenheit, sogar "halbstarke" die ich entnehme, haben regelmäßig Kleinfische drin, wohl überwiegend Stichlinge (die bei uns in Massen vorkommen) aber Forellen Brut ist garantiert auch dabei.
Ich würde aber behaupten, das bei uns im Bach die gewachsenen Bafos räuberischer sind als die besetzten Refos, jetzt rein vom Mageninhalt ausgegangen.
Grüße
Alex
Re: Fisch-Photos
Verfasst: 21.07.2011, 13:32
von flo staeuble
AlexX!! hat geschrieben:
In Sachen Ansehen in der Öffentlichkeit tun sich beide Extreme keinen Gefallen, sowohl 100% "auf`n Kopp" wie auch 100% release kann ein Aussenstehender schlecht nachvollziehen.
hallo alex,
kann ich so nicht unterschreiben. ich denke, 100% meiner nichtfischenden bekannten haben verständnis dafür, wenn ich einen massigen und ausserhalb seiner gesetzlichen schonzeit gefangenen fisch aufesse.
hingegen tu ich mich schwer, zu erklären, warum ich einen solchen zurücksetze. oder zumindest bei der beantwortung der frage "warum fängst ihn dann, depp?".
aber das hatten wir schon tausendmal, keine angst, will ich nicht aufwärmen.
wollte nur behaupten, dass der von dir angesprochene mittelweg einem aussenstehenden schwerer zu vermitteln ist als eine an den zweck des verzehrs geknüpfte fischerei. denkt der
flo
Re: Fisch-Photos
Verfasst: 21.07.2011, 14:11
von AlexX!!
Hallo flo,
wie ich schon sagte, es kommt auf die Situation an, ich hab das schon andersrum erlebt.
so nach dem Motto: Oh Gott.. der wird das herrliche Tier doch jetzt nicht umbringen??
Grüße
Alex
Brittelmaße - was bisher diskutiert wurde
Verfasst: 21.07.2011, 15:52
von pehers
Servus!
Jedenfalls wird sich jeder wundern, wenn das Tier dann bis zur subletalen Erschöpfung aufgelegt und arrangiert wird, um es zu photographieren, zu vermessen und zu wiegen. Und erst dann wieder ins Wasser entlassen wird.
Darüber hinaus, ist es außerhalb der Schonzeit RECHTSWIDRIG, wenn der Bewirtschafter nicht ein Zwischenschonmaß vorgeschrieben hat und daher ausnahmsweise ein maßiger Fisch zurückzusetzen wäre!
L.G.
Hans
Re: Fisch-Photos
Verfasst: 21.07.2011, 16:45
von flo staeuble
stimmt, hans.
mal eine naive frage zu den von dir angesprochenen "brittelmassen". darf der fischereirechtsinhaber diese mehr oder minder frei bestimmen?
an einem von mir befischten gewässer dürfen bspw. fische zwischen 35 und 44 cm nicht entnommen werden. in der praxis wird dadurch das gewässer zu einem 90-prozentigen C&R-fluss. wie weit liesse sich das treiben? brittelmass zwischen 25 und 60? (bewußte übertreibung)
gibts da einschränkungen und wenn ja, welche und auf welcher basis?
fragt der
flo
Re: Fisch-Photos
Verfasst: 21.07.2011, 17:40
von Maggov
Hallo Flo,
mein persönlicher Kenntnisstand: Du musst unterscheiden ob das Wasser vom Landesfischereiverband oder privat gepachtet wurde.
Bei Verbandsgewässern muss eine Änderungen des Schonmaßes vom gesetzlichen Maß (das kann auch nach unten angepasst werden) begründet und genehmigt werden. Die Logik richtet sich hierbei nach der Ertragsfähigkeit des Wassers (hohe Produktivität bedeutet Anheben des S-Maßes da die Fische bei Laichreife schon grösser sind, niedrige Produktivität bedeutet Senkung da die Fisch schon in kleineren Grössen geschlechtsreif sind) und die Deckelung nach oben über das Hegekonzept dass man als Pächter einreichen soll (auch wenn das oft nicht geschieht oder schlecht nachgehalten wird). Wenn Du in Deinem Hegekonzept sinnvoll belegen kannst dass die Bestandszusammensetzung gerade bei den grossen (Laich)Fischen nicht den natürlichen Verhältnissen entspricht (Bestandpyramide) dann solltest Du keine Probleme haben ein Brittelmaß zu definieren. Ausschlaggebend ist immer dass die Fische die Chance bekommen sollen mindestens einmal in ihrem Leben das Laichgeschäft mit zu erleben. Allerdings wirst Du dort bei den 50-er Bachforellen nicht unbedingt auf offene Ohren treffen denn der Verband folgt eher dem Ansatz von Jürgen (= irgendwann kippt das Verhältnis des Beitrages zum Bestandserhalt wieder ins Negative & die Fischerei dar nicht der reinen Unterhaltung dienen sondern muss dem ursprünglichen Sinn und Zweck (Fang und Verzehr von Fischen) dienen).
Was ich von den Lehrgängen beim Verband mitgenommen habe dass dort der Aspekt des Tierschutzes ganz klar im Vordergrund steht und C&R sehr kritisch betrachtet wird. Genauso ist eine Anhebung des Schonmaßes dort wirklich ein Gegenstand der Diskussion und wird nicht ohne weiteres freigeben sondern man muss das schon sinnvoll begründen und/oder belegen können. Deshalb denke ich wirst Du bei dem Brittelmaß dass Du von Deinem Gewässer kennst wahrscheinlich kein Veto bekommen aber bei Deinem vorgeschlagenen Brittelmaß wohl auf Widerstand stossen.
Bei privaten Gewässern ist es eine Frage wie Verpächter und Pächter miteinander verbleiben bzw. was die beiden für sinnvoll erachten.
LG
Markus
Re: Fisch-Photos
Verfasst: 21.07.2011, 18:23
von flo staeuble
hi markus,
vielen dank für die ausführliche antwort. d.h. aber im klartext, dass an einem privatgewässer ein brittelmass freier definiert werden kann? so, dass letztendlich das c&r-verbot pfiffig umgangenwerden kann? (damit sage ich nicht, dass ich das richtig finde - frage nur, ob es hier eine art "rechtslücke" gibt).
bereits das von mir angesprochene brittelmass 35-44 am erwähnten gewässer führt dazu, dass äußerst selten ein entnehmbarer fisch gefangen wird - dafür aber jede menge schöner fische "schonend releast" werden (auch das an dieser stelle ohne wertung).
flo
Re: Fisch-Photos
Verfasst: 21.07.2011, 20:49
von Mindelpeter
Servus Miteinander
Bernd Ziesche hat geschrieben:
p.s. Hallo Peter, vielen Dank für Dein Bild! Interessant dabei ist der Aspekt, dass die kleineren Bachforellen auf keinem natürlichen Weg zwischen die großen Bachforellen gelangt sind. Das könnte noch ein Unterschied ausmachen. Wenn der Mensch eingreift...
...gern geschehen, Bernd. Ich muss dazu sagen, daß unser Vereinsgewässer in den 1960er Jahren wie soviele Bäche und Flüsse begradigt und geradezu kanalisiert wurde.Was immer grössere und schwere Hochwasser zur Folge hat(te). Ein Teil unseres Besatzes stammt zum Glück aus einem naturbelassenem Wald-und Wiesenbach mit Forellen, die noch wissen wie man sich "versteckt" und daher auch eine grössere Überlebenschance haben als Zuchtfische. Diese von mir gefangene BF war auch so ein naturgewachsener Fisch. Als ich sie sicher gelandet hatte, musste ich sie abschlagen, weil sie geblutet hat. Mir sind auch schon etliche Fische in dieser Grösse wieder "abgekommen". Villeicht auch um später von Vereinskameraden mit Spinnern, Wobblern oder noch schlimmeren Methoden gefangen zu werden...
Viele Grüsse
Peter
Re: Fisch-Photos
Verfasst: 21.07.2011, 21:02
von Royal Coachman
Hallo Florian !
Das ist kein Catch & Release sondern ein Zwischenschonmaß, das auf rechtlichen Beinen steht.
Im Sinne der Hege kann der Bewirtschafter verfügen, welche Fische zurückgesetzt werden müssen.
Das ist durch das Fischereigesetz gedeckt.
RC