Hallo,
ich weiss aus eigener Erfahrung, das viele Manager aus IT-Firmen in den USA begeisterte Fliegenfischer sind ...
Denen verrate ich doch nicht, wo ich meine dicksten Forellen fange ... gar nicht auszudenken

Da warten die doch nur drauf, um sich beim nächsten Urlaub da selbst hinzustellen ... ne, nee
Achtung der Rest des Beitrags ist off-topic, aber wenn man über die Anwendung neuer Geräte / Medien redet, dann finde ich sollte man zumindest ein wenig wissen, worauf man sich einlässt.
Philzlaus hat geschrieben:Eine Frage stellt sich mir trotzdem und vielleicht seh ich das etwas pragmatischer. Was schadet es mir? Nehmen wir an Apple weiss alles über mich, schön für die. Ich bin kein Terrorist, nehme keine Drogen, bin nicht illegal unterwegs so wie ich hoffe 95% der Rest der Bevölkerung. Für solche Leute sollte es keine Rolle spielen wenn Apple weiss wie meine Badehose aussieht, welchen Fisch ich gefangen hab oder wo ich gestern mit meinem IPhone war. Also das reine Besitzen dieser Daten löst in mir keinen Schweissausbruch aus.
Das ist nach meiner Meinung ein Trugschluss, Informationen kannst du immer nur im Kontext bewerten und du weisst nie wie sich der Kontext in der Zukunft verändert, somit gibt es auch keine harmlosen Informationen. Was heute normal ist, mag in ein paar Jahren problematisch sein, ausserdem hast du bei den besagten Firmen praktisch keine Kontrolle mehr, was mit deinen Informationen in Zukunft mal passiert.
Ein Beispiel: wie ist die Information: "Ich studiere in Hamburg-Harburg Ingenieur und gehöre dem Islam an", vor und nach dem 11. September 2001 zu bewerten. Am 10. September 2001 hätte jeder gesagt: na und - so what? Was soll an der Information problematisch sein. Einen Tag später hat die Information schon eine völlig neue Bedeutung.
Ich halte das Prinzip der informellen Sebstbestimmung in Deutschland für eine sehr fortschrittliche Errungenschaft, also nach dem Motto: Meine Daten gehören mir. Dieses Prinzip wird von den drei besagten Firmen leider nicht anerkannt und daraus machen die ja auch keinen Hehl, zumindest Mark Zuckerberg hat ja öffetnlich wiederholt bekundet, das er Datenschutz für ein überholtes Modell der 80'er Jahre hält. Apple agiert da mehr hinter den Kulissen und Google hat allein schon durch die Suchmaschine alle Karten in der Hand.
@Philzlaus: In einem Versuch hat die c't anfang des Jahres mal gezeigt, was man so alles für Spuren hinterlässt und welche Rückschlüsse sich daraus ziehen lassen
http://www.heise.de/ct/artikel/Datensch ... 53312.html
Der Freiwillige hatte auch ungefähr deine oben beschriebene Einstellung, hat aber nachdem er den fertigen Artikel vorab lesen durfte einer Veröffentlichung wiedersprochen.
Wie mit den Daten bei Facebook umgegangen wird und was da so alles passieren kann, kann man hier sehr gut nachlesen:
http://de.wikipedia.org/wiki/Facebook#G ... i_Facebook
Da sag ich nur: Mut zur Lücke ... manchmal kann es auch sehr modern bzw. fortschrittlich sein nicht überall geddankenlos mitzumachen. Ich bin sehr IT affin und das sind ohne Frage tolle Dienste bzw. Geräte, aber der Preis für die Nutzung ist mir persönlich einfach deutlich zu hoch.
Also kauf dir eine Landkarte und zeichne die besten Stellen mit einem Kreuz ein, die Karte versteckst du dann zuhause unter deiner Matratze
LG,
Olaf