Größter Döbel,

Hier gehts rund um den Fisch. Besonderheiten, spezielle Techniken und Köderwahl auf unterschiedliche Fischarten, u.s.w.

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Maggov
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Re: Größter Döbel,

Ungelesener Beitrag von Maggov »

Servus Clemens,

bei Barben habe ich auch noch keine Meterfische gesehen - wohl aber die 70-80 cm Kategorie.

Mein persönlicher Fangrekord sind 83 cm. Gefangen als Jugendlicher an der Vils mit der Made - damals war ich mit Made und Bleischrot an den Rauschen unterwegs... :oops:

LG

Markus
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Bäschwatz
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Re: Größter Döbel,

Ungelesener Beitrag von Bäschwatz »

Hallo
Zum Thema Döbel..
45-55 cm ist bei uns nicht selten. Im Moment die Mehrheit.
20-35 cm sind auffällig wenige. Dafür aber reichlich bis 15 cm.
Der einzige etwas über 60 von dem ich weiß, wurde wegen Reperaturarbeiten mit dem Kescher rausgeholt und woanders hin gebracht.
Was die Barben anbelangt werden die Schätzungen zwischen 70 und 80 cm wohl zutreffend sein.
Gruß Thillo
Olaf Kurth
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Re: Größter Döbel,

Ungelesener Beitrag von Olaf Kurth »

Rattensack hat geschrieben:Hallo Olaf,

Ist zwar ein bisschen off topic .. von "Meterbarben" hört man des öfteren, wirklich glaubwürdige Belege dass es Barben über 1 m gibt - mit Ausnahme vielleicht von ein paar alten Angaben aus Osteuropa - kenn ich nicht.
In der Regel stellen sich "Meterbarben" als Fische von 75-80 cm heraus ;-) Sind auch wirklich beeindruckende Tiere in der Größe.

Hab beruflich viel mit Barben zu tun und hab wohl schon mehrere tausend vermessen - Fische über 70 cm sind sehr selten, Exemplar über 80 cm hatte ich noch keins in der Hand. Wobei es sie sicher gibt - sie halten sich aber in größeren Flüssen wahrscheinlich dort auf wo man sie mit den üblichen Methoden kaum fängt.
Trotzdem denke ich dass mit Ausnahme von ein paar extremen Ausnahmefischen bei 85-90 cm Ende ist - wenn man die Fische wirklich misst.
Lass mich aber gern vom Gegenteil überzeugen .. kann natürlich nicht ausschließen dass in manchen Gewässern deutlich größere Barben heranwachsen als üblicherweise.

Clemens


Servus Clemens,
du gehörst in Sachen Fisch und deren Dokumentation sicherlich zu den erfahreneren Kollegen unserer Zunft. Ob es die "Meterbarben" wirklich gibt, kann ich dir nicht mit Sicherheit beantworten. Barben von 80cm und darüber haben wir schon beim E-Fischen dokumentieren können. Das sind allerdings Tiere, auf die wird nie gezielt gefischt, manche haken sie nebenbei, wenn sie mit großschenkligen Nymphen fischen.

Ich bzw. wir erinnern uns an eine "Riesenbarbe", die wir noch 2010 in einem 3m tiefen Gumpen von einer Brücke aus beobachten konnten. Mein verstorbener Freund hatte diesen Streckenabschnitt seit 1952 gepachtet und die dortigen Barben sind nie (in den letzten 15 Jahren definitiv nicht!) befischt worden. Ob wir diesen großen Fisch dieses Jahr immer noch sehen können, wer weiß, aber ich würde einen Teufel tun, dieses Tier gezielt zu befischen um festzustellen, dass dieser Methusalem unter den Fischen lediglich 96cm lang wäre.

Nöö, da soll die Barbe weiterhin die "Meterbarbe" bleiben und aus Respekt vor der Kreatur lasse ich sie in Ruhe. Wenn ich ehrlich bin, dann interessieren mich die realen Größen der Fische nur am Rande. Welche Freunde waren dabei? Welche Fliege hatte ich am Vorfach und war es ein Trickwurf, mit dem ich die Fliege genau plazierte? Gab es besondere Momente der Naturbeobachtung am Wasser - das sind die Aspekte der Fischerei, die mir stärker in Erinnerung bleiben. Bspw. hatte ich mit drei Freunden an "Vatertag" eine spannende Fischerei während die Maifliegen schwärmten. Meine selbstgebunden Muster ergaben nur mäßigen Erfolg, erst die Verwendung einer "gekauften Fliege" meines Freundes (der selbst nur noch zwei von den Mustern hatte) brachte in der Folge Fisch auf Fisch. An solche Momente der Fischerei erinnere ich mich sehr gern.

Liebe Grüße,

Olaf
Und Gott sprach zu den Steinen im Fluss: "Wollt ihr Mitglieder der UNERSCHROCKENEN werden?" Und die Steine antworteten: "Nein Herr, dafür sind wir nicht hart genug."
light_cahill
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Re: Größter Döbel,

Ungelesener Beitrag von light_cahill »

Hallo zusammen,

also ich war 1991 im Mai an der Dordogne auf einer "Abi-Tour" zum Kanufahren. Leider war ich damals noch kein Fliegenfischer, wenn ich heute an die Fische denke, die ich dort aus dem Kanu heraus gesehen habe, möchte ich direkt hinfahren. Beeindruckend waren dort auch die großen Barben.

An einer Stelle, an der wir unser Nachtlager aufgeschlagen haben, lagen eine kleine und eine große tote Barbe am Ufer. Wir hatten kein cm-Maß, haben aber eine zusammengeklappte Zeltstange drangehalten. Der Fisch war so ca. um die Länge der Schwanzflosse länger als die Stange. Das Messen zu Hause ergab für die Stange 80 cm.... :) Ich muss gestehen, dass ich diese Dimension damals überhaupt nicht einschätzen konnte; ich habe auch noch nie eine Barbe gefangen.

Und ich kann mir auch nicht vorstellen, in der damaligen Strömung einen solchen Fisch zu drillen. Besonders große Barben konnte ich ebenfalls in der Ems und auch an der Ahr beobachten. Hier fehlt mir aber wegen der o.a. Punkte Lichtbrechung, Distanz, Lichtverhältnisse etc. ein Gefühl für die tatsächliche Größe.

Tendenziell denke ich, dass 75 bis 80 cm das Limit sind. Der Rhein bietet m.E. auch Chance auf einen Fisch 80 +++ und ggf. auch an die 90 cm. Aber wie oben geschrieben, sollte man ggf. die Methusaleme auch Methusaleme sein lassen?!?!?

Schöne Pfingsten

Erik
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