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Re: März 2013

Verfasst: 24.10.2012, 22:14
von Andreas Maier
Servus Faber,
im Heft 29 der Zeitschrift Fisch & Fliege gab es einen Bericht mit dem Titel "Moneten sparen in Mexico". Es wird von einem Aufenthalt bei Tulum im April 2011 außerhalb einer Fishing-Lodge berichtet. Vielleicht gibt es darin ein paar Anregungen für Dich.
Gruß
Andreas

Re: März 2013

Verfasst: 25.10.2012, 06:42
von sharkfin
Hallo Zusammen,

an den Brücken zwischen Tulum und Punta Allen stelle ich mir die Fischerei auf Snook recht abenteuerlich vor, die Einheimischen fischen dort zwar von der Brücke aus mit der Handleine auf Snapper & Co., aber für das Fliegenfischen auf Snook sind die Brücken meiner Meinung nach zu hoch. Zugangsmöglichkeiten ans Ufer gibt es wegen dem Mangrovengürtel kaum, und außerdem habe ich dort im Septrember sogar Krokodile im Wasser gesehen! Waten-Nein Danke!
Ich könnte mir aber gut vorstellen daß die Fischerei auf Snook dort vom Boot aus toll sein könnte.
Die Straße dort hin ist wirklich eine Katastrophe, so 1 1/2 bis 2 Stunden sollte man für die ca. 40km schon einplanen.......


Ich habe Euch mal 2 Fotos von der Stelle angehängt (eins in östliche und eins in westliche Richtung der Brücke geknipst,, leider nur aus dem fahrenden Auto), mach achte auch auf den länglichen Kopf auf dem oberen Foto etwas links von der Schnurspule des Einheimischen der aus dem Wasser ragt......

Re: März 2013

Verfasst: 25.10.2012, 14:40
von Rolf
Hallo Faber,

leider kann ich zu den „exotischen“ Zielen nicht weiterhelfen, aber zu den Kanaren sehr wohl. Nerses („albula vulpes“) hat diese ins Spiel gebracht, mit dem Hinweis, "auf den kanaren scheint es ja big game möglichkeiten zu geben, aber das ist ja fliegenfischereilich nicht wirklich interessant. ausserdem ist es selbst im april noch recht kühl"...(Zitatende)

Nicht nur hinsichtlich der Temperatur möchte ich dies schon relativieren. Natürlich sind die Kanaren nicht mit den Seychellen oder Cancun zu vergleichen, aber als winterdepressiv geplagter Deutscher ist es schon nett, dem Schmuddelwetter mit 4,5 Stunden Flugzeit entfliehen zu können. Wir sind seit vielen Jahren, meist im Januar oder Februar auf einer der Kanareninseln (vorzugsweise Teneriffa) und dort fallen auch im Winter auf Küstenhöhe die Nachttemperaturen kaum jemals unter 15°C. Kühl wird es erst, wenn Du in höheren Lagen Quartier beziehst. Also Vorsicht mit der (ortsüblich ungeheizten) Finca in 800m über dem Meeresspiegel. Im Schnitt kannst Du für die nächtlichen Tiefsttemperaturen je 100m erhöhte Lage 1°C von den 15°C an der Küste abziehen. Also in Küstennähe bleiben! Tagsüber kann es beachtlich warm werden, das Zwiebelschalen-Klamottensystem ist dann angebracht. Wer –wie ich- die Hitze nicht so mag, wählt auf Teneriffa den Norden, der wesentlich tropisch-grüner, aber auch etwas regenreicher sein kann; der Regen hält aber nie lange an, da er durch den ständig gehenden Wind schnell wieder verweht wird. Im Süden ist es eigentlich immer trocken, aber diese touristisch stark frequentierte Ecke kann man mit dem Leihwagen ja schnell mal aufsuchen, falls es im Norden zu nass ist. Ohne Leihwagen geht nix, aber der ist -genau wie der Sprit- recht günstig, in der Regel 100,-€ für die Woche.
Aber auch der Süden hat schöne Ecken und zum Fliegenfischen gibt es selbst dort einige tolle Buchten, aber da ist man selten alleine, dafür kann man dort beim Schnorcheln sogar Meeresschildkröten beobachten. Mit Leihwagen, Hotel und Flug ist man -je nach Anspruch- durchaus für ca. 1100,- € eine Woche in Teneriffa, allerdings für 2 Personen.

Big Game ist nicht meins und wird auf Teneriffa auch nur im Süden angeboten, aber da kannst Du auch in eine tropische Lodge fahren, bei den Preisen. Doch nun zum Fliegenfischen auf den Kanaren: Natürlich finden sich dort nicht Bonefish & Co, aber auf Teneriffa und Fuerteventura kann man mit Wolfsbarschen, Zackenbarschen, Meerbrassen, Meeräschen, kleinen Barrakudas, Lippfischen und vielen mehr richtig viel Angelspaß haben, selbst wenn manche nur schwer zu überlisten sind, wie in meinem Falle die Barrakudas oder Meeräschen. – Mich wundert es jedenfalls, dass ich dort noch nie jemanden mit der Fliegenrute gesehen habe. Aber gut so, da habe ich das Revier alleine! – Die Fischdichte ist, auch in Ufernähe, enorm und eigentlich ist es nicht wirklich ein Problem erfolgreich zu sein. Der Wolfsbarsch ist wohl der häufigste Fisch der dort an die Fliegenrute geht, aber das ist ja nicht wirklich ein Nachteil. Ich verschaffe mir meist erst einen kleinen Überblick mit Taucherbrille und Flossen.

Wind ist dort eigentlich immer, aber wegen der vielfältigen Strukturen in der Felslandschaft findet man eigentlich immer eine Stelle an der die Windrichtung für den Fliegenfischer stimmt.

Ein kleiner Haken: Angelschein ist erforderlich (auch wenn die Einheimischen darauf pfeifen und ich noch nie kontrolliert wurde), aber etwas umständlich zu erwerben. Kostet ca 15,- € für drei Jahre. Bei wirklichem Interesse kann ich Dir da weiterhelfen.

Eine Warnung für alle Kanareninseln: Waten nur an flachen Stränden, niemals bei den Felsen einsteigen. Von den Felsen fischen ist ok., aber dort immer eine erhöhte Stelle aufsuchen und den Fluchtweg gut vorausplanen, da mit regelmäßigen Abständen auch kleine Monsterwellen kommen, die schon manch einen Körper erst Tage später wieder freigegeben haben.

Ansonsten polarisieren die Kanaren durchaus und sind halt Geschmacksache. Was ich schätze: die gute einheimische Küche (wenn man nicht pauschal bucht), viel Sehenswertes, Kultur und grandiose, abwechslungsreiche Natur und keine Konkurrenz beim Fischen. Es ist durchaus immer ein Urlaub bei dem auch der nicht angelnde Partner zufrieden ist. Was manchmal als Qualitätsmakel gegen die Kanaren herangezogen wird, ist das Image als so genannte „Rentnerinseln“. Ja, in den Zentren überwintern tatsächlich viele ältere Menschen aus dem kalten Europa, aber die tun nix…

Gruß Rolf

Re: März 2013

Verfasst: 25.10.2012, 15:11
von Rolf
Hallo Faber,

hier mal 2 Bilder von Teneriffa. Die der eigentlichen, wellenbrechenden Zone vorgelagerten ruhigeren Pools (oberes Bild) sind wegen der Diversität der Fischarten hochinteressant zum Fliegenfischen.

Gruß Rolf

Re: März 2013

Verfasst: 25.10.2012, 16:22
von Faber
Danke Andreas und Marco! Ich werde versuchen die Zeitschrift aufzutreiben und mir das durchzulesen. Und danke für den Hinweis mit den Brücken und vorallem den Krokos..find ich zwar interessant aber vielleicht nicht unbedingt beim fischen.

Danke auch dir Rolf! Klar waren die Kanaren auch im Gespräch aber bei meiner Freundin war ein Kriterium, "wenns geht ab 25°", aber für den Sommer bzw spätere Monate vorgemerkt!

Re: März 2013

Verfasst: 25.10.2012, 17:38
von Maggov
Hallo Rolf,

vielen Dank für Deinen ausführlichen Beitrag! Ich hatte mal mit den Kanaren wegen den Bass Seen in den Bergen und den "Nicht-Angel" Möglichkeiten geliebäugelt, jetzt sind sie gerade wieder höher auf der Recherche Hitparade gelandet :daumen

Wegen den Barracudas: Ich habe es nie geschafft einen Barracuda durch reines Einstrippen zu überlisten. Ich hatte einige Nachläufer aber war wohl immer zu langsam. Wenn ich aus dem treibenden Boot heraus hotspot angefischt habe und mit der Fahrtrichtung (=sehr Schnell) eingestrippt habe hat es sehr gut geklappt. Deshalb kann ich gut nachvollziehen dass Du Dir bei denen schwer tust und kann nur raten: Strippe was das Zeug hält! ;)

LG

Markus

Re: März 2013

Verfasst: 25.10.2012, 17:53
von Frank.
Maggov hat geschrieben:Strippe was das Zeug hält!
Das ist ein wahres Wort! Meine ersten Erfahrungen mit Barras habe ich beim Schleppfischen mit einem kleinen Motorboot gemacht. Der griechische Käpt'n fuhr ständig volle Pulle (wobei sein betagter Diesel nicht eben eine Rennmaschine war), aber die Gummi-Tintenfische flogen manchmal zwei, drei Meter weit von Welle zu Welle.

Und dann kam die Bugwelle …

Euer Frank

Re: März 2013

Verfasst: 25.10.2012, 18:57
von Sixgunner
Faber,

Was ist mit den Bahamas?

Nein, bevor hier jemand mit "zu teuer" losheult:

http://www.chezpierrebahamas.com/rates.htm

Mit deinen 1100 Euro/Person wird es etwas eng, aber 155 USD Halbpension für Zwei sind ein Wort in der Karibik...
Mit einem kleinen Mietauto kommst du an bewatbare (DIY) Fischgründe ran oder du gehst mit Locksley Cartwright (der heisst wirklich so!) fischen. Er ist mit USD 300/Tag nicht übermässig teuer und versteht sein Metier. Been there, done that!... Will do again!

Die Flüge dahin sind dann eher das finanzielle Problem... da geht unter 800 Euro bis Nassau nicht viel.

Naja, nur eine Alternative...

Gruss,

Eric

Re: März 2013

Verfasst: 25.10.2012, 20:03
von Faber
Danke Eric! Tolle Alternative, aber leider doch wohl auch rund 200 über dem Budget. Ich sehe ein ich hab euch eine schwere Aufgabe gestellt :wink:

Re: März 2013

Verfasst: 25.10.2012, 21:35
von albula vulpes
hallo alle.

rolf, danke für die ausführlichen infos. du hast die kanaren soeben wieder auf meine kandidatenliste gebracht :D

@markus: hast du irgendwelche links/infos bezüglich der bass-geschichten dort?

@sixgunner: danke auch für deinen tipp. das ist zwar nix für meinen familientrip im frühjahr, aber das werde ich mir definitiv mal notieren.

gruß

nerses

Re: März 2013

Verfasst: 25.10.2012, 21:37
von Sixgunner
Faber,

Joh, so ist es...leider! Wüsst' ich mehr, würde ich dir davon erzählen. Ägypten Safaga eventuell, aber da kennt keine S.. Fliegenfischen und du bist den Bootsleuten ausgeliefert, das könnte aber gar nicht so übel sein.

Ein last Minute Miami ist ebenfalls machbar: Flug, Karre und Hotel... da haben wir es wieder : Florida :D

Gruss,

Eric

Re: März 2013

Verfasst: 25.10.2012, 22:13
von Faber
Ja Eric,

hab vorhin erst wieder Florida durchgeblättert. Reizt ungemein (wie so vieles). Vielleicht springt ja doch noch irgendwann der Preis auf Jackpot und dann wird gebucht und wenn nicht muss man halt auch mal mit einer unerkundeten Fliegenfischerdestination auskommen.
Dann wird der Reisebericht wenigstens interessanter. :D

Re: März 2013

Verfasst: 26.10.2012, 13:05
von Maggov
albula vulpes hat geschrieben:hallo alle.

rolf, danke für die ausführlichen infos. du hast die kanaren soeben wieder auf meine kandidatenliste gebracht :D

@markus: hast du irgendwelche links/infos bezüglich der bass-geschichten dort?

@sixgunner: danke auch für deinen tipp. das ist zwar nix für meinen familientrip im frühjahr, aber das werde ich mir definitiv mal notieren.

gruß

nerses
Hi Nerses,

ich muss mal schauen ob und wo ich was finde - Klaus (ist hier unter dem User "Graz" gemeldet) war mal dort zum Bassfischen; er schreibt nicht mehr viel hier aber vielleicht schickst Du im mal eine PN.
Ich hatte auch mal ein paar Links, mal schauen ob ich die wieder ausgraben kann. Nach 5 sec. Googeln kam mir dieser Link erstmal bekannt vor. Da gibt es sicher noch mehr.

Aus dem Kopf gibt es wohl einige Stauseen im Landesinneren die mit Bass besetzt sind (in Marocco gibt es übrigens auch einige Bassstrecken) die man mit dem Mietwagen gut erreichen kann. Klassischer Stausee-Flair und wohl nicht immer einfach vom Ufer aus zu befischen (Belly Boote machen also Sinn) aber eben Bass in/nahe Europa...

Mich hat bisher tatsächlich das Rentner-Klischee und die Verlockung anderer Destinationen davon abgehalten den Kanaren mal einen Besuch ab zu statten.

LG

Markus

Re: März 2013

Verfasst: 27.10.2012, 22:27
von Rolf
Hallo zusammen,

vielleicht noch eine kurze Anmerkung zum Thema Kanaren, obwohl ich mich durch die Vorgabe ..."wenns geht ab 25°"... natürlich automatisch zu weit vom Thema entferne...

Die Sorge mit dem "Rentnerparadies" wäre eigentlich die Geringste, da sich die überwinternden Herrschaften fast ausnahmslos sehr zentriert aufhalten und selten in der Natur zu finden sind, und letzter gibt es dort genug. Für mich viel schlimmer ist leider (besonders auf Teneriffa im Süden), dass -ähnlich wie in einigen küstennahen Orten Ägyptens- gewisse begüterten Touristen aus östlichen Regionen das Niveau ganz übel nach unten schrauben. Aber wie gesagt, nur im Süden der Insel.

Was die Stauseen Teneriffas betrifft, halte ich das Fischen wegen der in den letzten Jahren extrem niedrigen Wasserständen für ein schwieriges Unterfangen. Zumal sehr viele den Charme eines trichterartigen Folienteiches haben. Die sind halt in der Hauptsache zur Bewässerung und Trinkwasserverorgung angelegt.

Nun aber zurück zum Thema (25°C+), und da kann ich dann nichts mehr beitragen.

Gruß Rolf

Re: März 2013

Verfasst: 13.11.2012, 16:24
von flyfi
Ich denke Mexiko würd am besten gehn, irgend eine Hotel/Flugpauschale lastminute oder Frühbuchen und dann kannst du zum beispiel Tagesausflüge machen (pescamaya)...
Kuba geht auch, ist einfach etwas riskant, da man nicht vom Ufer fischen darf, aber wir habens trotzdem gemacht und die Polizei hats immer ignoriert.... Gefangen hab ich Barras, Tarpon, und Jacksweis jedoch nicht ob das in Mexiko auch möglich wäre.... Die Reise zu bezahlen ist ja meist nur ein Teil des Problems, hast du Salzwasser Ausrüstung? sonnst wird auch die ziemlich teuer werden....