Hallo Klaus,
März Braune hat geschrieben:
Moin Olaf,
Recht hast Du, aber gab es nie den Moment für dich am Fischwasser, an dem der Fisch versprechende Fels einfach 3 Meter zu weit entfernt war. Gut, man hätte 200 Meter zurück, zur Brücke gehen können und am anderen Ufer wieder Richtung Fels, aber mit einem Wurf, der die Fliege weiter trägt, wäre es einfach eleganter.
An der Wurftechnik übe ich weiterhin, aber läge es am Material, hätte man vorsorgen können. Keiner von uns wird auf Weite aus sein ( am Flüsschen), aber es gibt Situationen, in denen uns die grössere Weite zum Gewinner machen könnte und die wird nun einemal vom Material und zum Anderen vom Vermögen des Werfers begrenzt.
na klar gibt es den Moment und ich bin ein großer Verfechter davon, dass die Fähigkeit auf weite Distanz eine Fliege noch ordentlich präsentieren zu können am Wasser ein ganz wichtige Fähigkeit ist. Egal, ob kleiner Bach oder riesen Strom, es gibt immer Momente an denen die Fähigkeit möglichst weit zu präsentieren den ganz entscheidenen Unterschied ausmacht.
Auch wenn man 90% der Fische auf 5-15 Meter Distanz fängt, so sind es immer wieder ganz besondere Fische die an Stellen stehen an die nicht jeder so einfach präsentieren kann.
Es ist lange nicht das einzige Kriterium und ich bin auch kein Freund von Fischern, die sich mehr oder weniger ausschliesslich über Wurfweite definieren.
Weite alleine fängt keinen Fisch. Aber die richtige Fliege und Technik alleine fängt auch keinen Fisch, wenn man den Fisch nicht erreicht.
Ich übe jedes Jahr im Frühjahr auf der Wiese erneut mit einer #5 MED Schnur die 30m Marke zu überwerfen und bisher ist mir das auch immer wieder gelungen. Nur um die Technik und das Gefühl wieder aufzufrischen. Das ergibt dann am Wasser mit allen Wiedrigkeiten eine maximale Fischdistanz von ca. 24m (Einwaten, langes Vorfach, Hindernisse, Wind, möglicher Anschlag usw.).
März Braune hat geschrieben:
Meine eingehende Fragestellung zielte nicht darauf ab, wie erreiche ich grössere Weiten, sondern vielmehr wollte ich mit Eurer Hilfe mein Wissen erweiten: Wie verhält sich die zu erzielende Weite im Bezug auf die Klasse ( # ).
Im Bezug auf die Wurfweite, spielt bei den höheren Schnurklassen neben der Technik auch deine persönliche Fitness / Schnellkraft eine Rolle. Die Formel: "Um so höher die Schnurklasse um so weiter kann ich automatisch werfen" geht nach meiner Erfahrung nicht auf. Ich habe auch schon mit einer 2,10m gespliessten und einer #3 Schnur (LeeWulf TT) die 30 Meter Marke überworfen. Mit einer #8 habe ich da eher Probleme.
Ich meine um so besser deine Wurftechnik ist, um so weniger spielt die Schnurklasse eine Rolle.
Ein weiteres ganz entscheidendes Argument ist, dass ich ja Fische fangen will und wenn ich in einem ruhigen pool auf Distanz mit einer #4 Schnur eine kleine Trockenfliege auf scheue Fische anbiete, ich da nicht einfach mit einer #8 reindonnern kann. Selbst wenn ich da mehr Distanz erreiche, würde ich nicht mehr Fische fangen ...
LG,
Olaf