Hallo,
ich meine Polarisation ist eine notwendige aber nicht hinreichende Eigenschaft einer guten Brille fürs Fliegenfischen. Der zweite Teil ist die Färbung bzw. Farbfilterung in Bezug auf eine optimale Kontrastverstärkung, bzw. die Hevorhebung von Konturen im Wasser.
Es geht ja um die Abblidungsleistung insgesamt um Fische zu spotten und nicht darum ein schwammiges Bild jenseits der Oberflächenspieglung zu sehen.
Und das kann man auch nur auf bestimmte Regionen in der Welt beziehen. Wasser hat je nach seiner Zusammensetzung bzw. der gelösten Stoffe darin recht unterschiedliche optische Eigenschaften (sieht man ja auch ohne Brille)
Dazu spielen die Materialien eine wichtige Rolle, so ist Glas gegenüber Plastik in der Abblidungsleistung immer überlegen (also CR-39 kommt nie an gute Glaslinsen ran)
Ich meine photchrome Glaslinsen mit einer leichten Tönung sind in der Praxis stand heute das Optimum. Ich hab eine Spotters mit Penetrator Gläsern. Es gibt von vergleichbaren Anbietern (Smith usw.) wohl auch solche Modelle. (leider nicht ganz billig)
Ich hab die auch beim Autofahren an und die sind explizit zugelassen, dass man damit bei grellem Sonnenschein durch Tunnel fährt. Was einem auf dem Weg zu den besten Gewässern in Europa einseits oft passiert, und andererseits deren optische Gesamtleistung unterstreicht.
Für eine günstige Brille mit guten allround Eigenschaften würde ich in Mitteleuropa gelbe Färbung und CR-39 Linsen empfehlen.
Graue Gläser habe ich auch in Form von Polfiltern auf meiner Kamera, die Fotos sind in Ordnung muss man aber im so genannten "postprozessing" einer Kontrastvertärkung unterziehen, damit man die Fische auf den Bildern auch gut erkennt.

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LG,
Olaf