Hallo Stephen,
die meisten dieser Gewässer sind sich relativ ähnlich: Es werden Fische eingesetzt, die dort in freier Natur nicht vorkommen würden (Flussfische im Teich). Die zeigen an solchen Gewässern ein relativ ähnliches Verhalten. Daher ist die Beschaffenheit des Gewässers meist relativ egal.
Im Frühjahr sind die noch unerfahrenen Forellen hungrig und damit leicht zu überlisten. Interessant wird es im späten Sommer und Herbst. Dann sind zumeist nur noch wenige Fische übrig - und die sind vorsichtiger geworden. Die meisten Angler fangen dann kaum noch oder gar nicht. Hier zeigt sich dann, wer es drauf hat
1. In den frühen Morgenstunden und meist auch für ein kurzes Zeitfenster am Abend beginnen die Fische in ausgewählten Uferbereichen zu cruisen. Denn sehr ruhig verhalten (kein Stampfen etc.) und mit langem Vorfach und wenig Fliegenschnur auf dem Wasser die nahen Bereiche abfischen. Hier kann fliegenmäßig so ziemlich alles gehen, tatsächlich kommt es auf das Gewässer an. Streamer und Nymphen sind meist eine gute Wahl. Wenn dir die guten Stellen noch nicht bekannt sind, ruhig Strecke machen. Aber wie erwähnt, möglichst keine Erschütterungen erzeugen. Sonst sind die Fische immer dort, wo du gerade nicht bist
2. Zur restlichen Zeit (also gefühlt 95%) halten sich die Forellen tendenziell eher weit draußen auf, häufig auch ziemlich tief. Gerade im Sommer bleibt ihnen meist keine andere Wahl, weil die Gewässer entgegen ihrer Natur einfach zu warm sind. Im Herbst halten sie an einigen Gewässern an diesen Standorten fest. Dann sieht meine Strategie wiefolgt aus: Die Fliege so weit wie möglich rauswämsen, um viel Fläche abfischen. Hier mache ich keine Strecke, sondern bleibe an einem Ort. Hier geht es eher darum, dass ein Fisch gerade an der Fliegen vorbeicruist.
a) Mit Streamer: Er sollte beschwert sein und vermutlich (kommt die Gewässertiefe an) mit schwerem Sinktip gefischt werden (keine Sinktips für den Bach, mit denen man nur 50 cm runterkommt. Besser du kommst mindestens zwei Meter runter). Es ist wichtig, weit raus und wirklich weit runter zu kommen. Hier macht sich ein gutes Setup bezahlt; Tüfteln lohnt sich.
b) Nymphen: Möglichst wenig beschwert, am besten Chironomiden (Zuckmückenlarven und in der Art...). Flach gefischt, am laaangen! Vorfach und seeeeehr laaaaaaangsam eingeholt. Bei durchschnittlicher Wurfweite darf das Einholen ruhig 4 Minuten dauern!
Keine Frage, es gibt spannendere Arten zu Fischen, aber auch diese Form kann abwechslungsreich und sehr belohnend sein.
Viele Erfolg!