Erfahrung mit Airflo Trout Polyleaders floating ???

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Fliifi-Sepp
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Re: Erfahrung mit Airflo Trout Polyleaders floating ???

Beitrag von Fliifi-Sepp »

Um mal auf die anfängliche Frage "Erfahrung mit Airflo Trout Polyleaders floating ???" zurück zu kommen:
Für das Trockenfliegenfischen sind meinen ganz persönlichen Erfahrungen nach Polyleader generell nicht die beste Wahl.

Auch wenn ich die Ausführungen bezüglich der Trockenfliegen, die wir den Fischen präsentieren, voll umfünglich für richtig halte und diese Erkenntnisse unsere Sicht der Trockenfliegen für Viele in ein neues Licht rücken, kann ich Peter Hayes und Don Stazicker in Bezug auf deren Vorfach-Kombination nicht zustimmen. Knotenlos gezogene oder selbst geknüpfte Vorfächer aus normalem Monofil haben sich bei mir halt für meine Art des Trockenfliegenfischens und für die Gewässer, die ich überwiegend befische, wesentlich besser bewährt.

Aber es gibt unterschiedlichste Gewässer und nicht überall müssen sich meine Erfahrungen bestätigen. Deshalb hier, wie ich mit der Trockenfliege überwiegend fische:
Größere und große Flüsse der Alpen und Voralpen mit überwiegend schnellem, meist turbulentem Wasser und unterschiedlichsten Strömungs-Verhältnissen. Auch fische ich gerne größere Trockenfliegen, #14 ist für mich schon eher klein, #12 und #10 sind Standard, geht aber auch herunter bis #8. Bei den vorherrschenden Strömungsverhältnissen ist die Kunst, eine möglichst lange "Dead Drift" zu erreichen, was mit Vorfächern, die sich nicht vollständig strecken und durch die Wurftechnik erreichen läßt. Die knotenlos gezogenen oder selbst geknüpten Vorfächer aus Monofil "kleben" meiner Ansicht nach weniger auf dem Wasser und unterstützen damit meine Art der Fischerei. Die Vorfächer sind auch bis ca. 30 cm vor der Fliege gefettet.

Ich fische zu ca. 80 % mit der Trockenfliege. Nicht nur, weil für mich das Erlebnis des Nehmens der Fliege durch den Fisch so am spektakulärsten ist, sondern auch, weil es sogar in vielen Situationen erfolgreicher sein kann, als andere Methoden.
Gerade wieder die letzten Tage mehrmals am Wasser erlebt, wo andere Fliegenfischer mit Nymphe und Streamer deutlich weniger und kleinere Fische gefangen haben, als ich (Wassertemperatur war bei uns noch im fischbaren Bereich, max. bei 17 Grad als absoluter Spitzenwert).
Selbst wenn keinerlei Oberflächenaktivität herrscht, greife ist erst mal zur Trockenfliege und bleibe dann auch oft dabei, weil es erfolgreich ist. Man muss halt die Strukturen im Wasser suchen, wo das passt. Die Gewässer, die ich befische, haben diese Struktur und die entsprechenden Strömungsverhältnisse. Auch wirklich große Fische nehmen die Trockenfliege, wenn sie an der richtigen Stelle richtig präsentiert wird.
An viel befischten Stellen nehmen die großen Fische manchmal sogar die Trockenfliege lieber, als alle anderen Fliegen, die ins Wasser geworfen werden. Schon oft erlebt, wenn ich an Stellen gegangen bin, die vorher intensiv mit Nymphen und Streamern erfolglos "beackert" wurden.

LG Sepp
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