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Re: Ruten-Schaufenster (Teil 2)

Verfasst: 30.06.2013, 11:48
von OLDBOY
guck mal beim rutenschmied, da hab ich damal einen motor für 25 euro gekauft, is jeden cent wert.....

Re: Ruten-Schaufenster (Teil 2)

Verfasst: 30.06.2013, 13:39
von piscator
Moin, ich noch mal : Epoxy neigt zum Vergilben unter UV -- es sei denn die Komponenten sind explizit verkreidungs und vergilbungs arm -- sind die Kleber aber meist nicht. Da sieht dann eine Wicklung innerhalb eines Jahres K... aus. Den Disko Motor gibts bei Conrad unter 10Tacken (gabs jedenfalls). J

Re: Ruten-Schaufenster (Teil 2)

Verfasst: 30.06.2013, 14:06
von Matthias B.
Danke ihr beiden!!! Aber ist da die Drehzahl mit 3, bzw. 5 U/min nicht ein bischen zu niedrig? Hab die ganze Zeit nach um die 10 U/min gesucht... Hab mit der Hand auch wesentlich schneller gedreht, damit der Lack nicht abtropft. Ich weiss, dass ich zu dick lackiert hab im ersten Durchgang, aber wollte mir die Dreherrei von Hand einen Durchgang damit sparen.

Gruß vom Niederrhein
Mattes

Re: Ruten-Schaufenster (Teil 2)

Verfasst: 30.06.2013, 15:49
von staroman
Hi,
bei Pollin gibts den Motor für 9,95...
http://www.pollin.de/shop/dt/MTM4OTg2OT ... motor.html
Der ist optimal...
Gruß Jan

Re: Ruten-Schaufenster (Teil 2)

Verfasst: 30.06.2013, 16:10
von Steinhäger
Hallo Mattes,
3 bis 5 U/min ist genau richtig.
Wie oft man lackiert ist sicher Ansichtssache.
Ich lackiere 2 mal.
Die erste Runde nur so viel, dass die Struktur des Fadens noch zu spüren ist, nicht viel mehr.
Schön abflämmen gegen die Lufteinschlüsse, dabei wird der Lack dünnflüssig, den
Lacktropfen der sich bildet und "unten mitläuft" nehme ich ab.
Am nächsten Tag die 2. Lackschicht, wieder dünn aufgetragen.
Zu dicke Lackierungen sehen, gerade an Fliegenruten und da vor allem an der Rutenspitze,
"unelegant" bis sch....e aus.
Meine Meinung.
Und egal was auf der Lackflasche steht, lass den Motor lange laufen.
Ich lackiere sagen wir mal bis 21:00 Uhr und lass den Drehrumbum bis früh um sechse laufen.
Viel Spaß! Aber Achtung, macht süchtig!
TL, Tom

Re: Ruten-Schaufenster (Teil 2)

Verfasst: 30.06.2013, 18:21
von Matthias B.
Euch auch ein Dankeschön! OK, hab eben den Motor für 8 Ois beim C bestellt. Hab erstmal für diese Rute, den Akkuschrauber drangebastelt. Ihr habt mir alle sehr geholfen! Wär sonst wohl viel teurer geworden. Und ebenfalls danke für die Tipps!!! Werde ich mir zu Herzen nehmen, bei der Nächsten. Macht auf jeden Fall richtig Spaß :wink:

Drehenden Gruß vom Niederrhein
Mattes

Re: Ruten-Schaufenster (Teil 2)

Verfasst: 30.06.2013, 23:19
von laverda
Hi Matthes,
hat´s dich endlich auch erwischt, mit dem Rutenbau?
Ich mach gerade ne Blank-Sammelbestellung in Amiland fertig.

Bei Interesse, meld dich mal.

Gruß vom platten Niederrhein

Re: Ruten-Schaufenster (Teil 2)

Verfasst: 29.12.2013, 22:11
von Samotti
Guten Abend in die Runde,

meine erste Gespliesste ist endlich fertig geworden. Vielen Dank für eure Unterstützung und Geduld. Leider ist die Wicklung unter dem Lack dunkler geworden als ich mir das vorgestellt habe. Ich konnte sonst auf jedenfall viel lernen und will auch noch die ein oder andere Rute bauen.
Also nochmal vielen vielen Dank

Liebe Grüße und guten Rutsch

Moritz
P1040416.JPG
P1040407.JPG
und erfolgreich eingeweiht
und erfolgreich eingeweiht

Re: Ruten-Schaufenster (Teil 2)

Verfasst: 30.12.2013, 01:09
von tea stick
Hallo, Moritz!
Gratulation zur fertigen C.C.de France! Die ist ja bildschön geworden. Hab' ich's nicht schon sehr früh geweissagt? Deine handwerkliche Erfahrung ist Dir dabei sicherlich sehr zustatten gekommen! (Und gefangen hast Du mit ihr auch schon? Sag' hier nicht, wann und wo!!!)
Wegen der Wicklungsfarben würd' ich mir keinen Kopf machen. Das ginge mir grad am ... vorbei. Aber einen Tipp für die Zukunft kann ich Dir geben: Wicklungsmuster anlegen!: Auf ein Abfall-Blank-Stück von jedem Faden und von jeder Farbe jeweils zwei Wicklungen anlegen und eine davon lackieren. Dann hast Du einen guten Vergleich, wie die Wicklungsfarbe auf Lack reagiert. Und dann kannst Du auch Farbkombinationen zusammenstellen und sehen, wie die Farbteile zueinander passen, wenn sie erst mal lackiert sind. Unliebsame Überraschungen gehören dann der Vergangenheit an. Übrigens ändert ein zuvor aufgebrachter Preserver (Farbschutz) den Farbton auch!!!
Aber das mindert den Erfolg Deiner Arbeit in keinster Weise. Ich bin begeistert, Herr Kollege!
Jetzt kannst Du Dich befriedigt zurücklehnen und das Neue Jahr (und die neue Saison) auf Dich zukommen lassen.
Guten Rutsch wünsche ich Dir auch

Dein Freimut

Re: Ruten-Schaufenster (Teil 2)

Verfasst: 30.12.2013, 01:20
von webwood
Lieber Moritz,

doppelt herzlichen Glückwunsch, zu deinem Fisch und erst Recht zu deiner tollen Rute.
Auch Dir einen guten Rutsch!

Dein Thomas

Re: Ruten-Schaufenster (Teil 2)

Verfasst: 30.12.2013, 15:06
von Ossadnik
Hallo Moritz,

wunderschöne Arbeit.

Gratulation und eine tiefe Verbeugung.

Irgendwann muß ich auch mit dem Gespließtenbau anfangen.

Guten Rutsch aus der Eifel.

der Franz

Re: Ruten-Schaufenster (Teil 2)

Verfasst: 30.12.2013, 17:08
von Michael Römer
Hallo Moritz,

Glückwunsch zu der klasse Rute und dem schönen Fang.
Wenn ich das so sehe muss ich wohl bald mal der Kohlefaser den Rücken
zukehren und mich mit dem Gras vertraut machen.
Was hast Du denn als Griff benutzt? Sieht aus wie Birkenrinde.
Wenn ja, hast Du den Griff selber gemacht oder als Rohling gekauft.

Liebe Grüße und einen guten Rutsch wünscht der
Michael

Re: Ruten-Schaufenster (Teil 2)

Verfasst: 30.12.2013, 22:56
von Samotti
Guten Abend,

vielen Dank für eure Glückwünsche. Wenn jemand mit dem Gedanken spielt sich einem solchen Projekt zuzuwenden und man sich des Aufwandes bewusst ist, kann ich nur jeden ermutigen es einmal zu versuchen. Mit einer eigen gebauten Rute zu fischen ist schon ein tolles Gefühl. Ich bin ein lausiger Werfer, aber ich habe fast das Gefühl, dass ich mit der Rute besser zurecht komme als mit meiner Kohlefaserrute. Das kann ich mir aber auch einbilden.
Den Griff habe ich aus angerotteter Birkenrinde aus dem Wald gebaut. Insgesamt habe ich auch versucht meine erste Rute so günstig wie möglich zu halten, ohne an der Qualität der Materialien zu sparen. Aber es reicht auch schon wenn man eine Hobelform, einen Ofen und einen passenden Hobel hat. Den Rest kann man meiner Meinung nach auch ersteinmal auf anderem Wege improvisieren. Für die nächste Rute will ich mir aber doch eine Wickelmaschine zulegen. Aber für den Anfang kam ich auch mit einer Handwicklung gut zurecht.

Guten Rutsch und liebe Grüße
Moritz

Re: Ruten-Schaufenster (Teil 2)

Verfasst: 31.12.2013, 11:44
von tea stick
Samotti hat geschrieben:...ich habe fast das Gefühl, dass ich mit der Rute besser zurecht komme als mit meiner Kohlefaserrute. Das kann ich mir aber auch einbilden.
Nein, Moritz, das halte ich nicht für eine Einbildung. Hört man doch immer wieder, dass die Bambusrute den Wurfrhythmus bestimmt, sogar zu einer optimalen Wurftechnik erzieht. Und das macht ja gerade den Reiz aus. Ich stelle mir gerade vor, dass Dein "Probewerfen" zu einem richtigen Wurfkursus ausgeartet ist... Das hieße aber auch, dass Du die Wurfinstruktion schon mit eingebaut hast. Ist das nicht toll?

Ich teile Deinen Gedanken zum Bau einer Fadenwickelmaschine. Mit schwebt dabei das Bob-Milward-Prinzip vor, das auch von Preusch realisiert wird. Garrison hat mich nicht zufriedengestellt: zu groß ist die Verwindungsgefahr bei sich drehendem Blank. Auch der Spitzenbereich wird durch die Treibfadenspannung arg mitgenommen (durchgebogen). 4-Faden-Bindung ist angesagt!

Hier wäre die Erfahrung anderer Rutenbauer mit (vorzugsweise selbstgebauten) Bindemaschinen sehr interessant! Kann uns da jemand weiterhelfen? Gebt Euch einen Ruck und fangt das Neue Jahr vorbildgerecht an!!! =D>

Liebe Grüße

vom Freimut

Re: Ruten-Schaufenster (Teil 2)

Verfasst: 05.01.2014, 22:05
von Simon B.
tea stick hat geschrieben:
Samotti hat geschrieben:...ich habe fast das Gefühl, dass ich mit der Rute besser zurecht komme als mit meiner Kohlefaserrute. Das kann ich mir aber auch einbilden.
Nein, Moritz, das halte ich nicht für eine Einbildung. Hört man doch immer wieder, dass die Bambusrute den Wurfrhythmus bestimmt, sogar zu einer optimalen Wurftechnik erzieht. Und das macht ja gerade den Reiz aus. Ich stelle mir gerade vor, dass Dein "Probewerfen" zu einem richtigen Wurfkursus ausgeartet ist... Das hieße aber auch, dass Du die Wurfinstruktion schon mit eingebaut hast. Ist das nicht toll?

Ich teile Deinen Gedanken zum Bau einer Fadenwickelmaschine. Mit schwebt dabei das Bob-Milward-Prinzip vor, das auch von Preusch realisiert wird. Garrison hat mich nicht zufriedengestellt: zu groß ist die Verwindungsgefahr bei sich drehendem Blank. Auch der Spitzenbereich wird durch die Treibfadenspannung arg mitgenommen (durchgebogen). 4-Faden-Bindung ist angesagt!

Hier wäre die Erfahrung anderer Rutenbauer mit (vorzugsweise selbstgebauten) Bindemaschinen sehr interessant! Kann uns da jemand weiterhelfen? Gebt Euch einen Ruck und fangt das Neue Jahr vorbildgerecht an!!! =D>

Liebe Grüße

vom Freimut
Hallo Freimut,

da habe ich andere Erfahrungen gesammelt.
Ich habe zwei verschiedene Vier-Faden Binder ausprobiert und keiner der beiden konnte mich zufrieden stellen.
Ein gut eingestellter Garrison Binder ist meiner Meinung nach sehr gut und so gut wie verwindungsfrei!

Bei einem 4-Faden Binder ist es sehr viel komplexer die einzelnen Fadenspannungen so exakt aufeinander abzustimmen, damit der Prozess verwindungs- und biegungsfrei arbeitet.

Gruß Simon