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Verfasst: 02.03.2005, 19:45
von Rolf Schwartz
CZECH NYMPHING
Für eine mich unbekannte Art der Fischerei.
Hört sich ja an wie Pilken Light. Mich juckts jetzt nicht in den Fingern.
Bei Stipp- Kopf- und Pilk-Fischen hats mich aber auch noch nie gejuckt.
Kein Pro, kein Contra.
Warum auch?
Gruss Rolf
Verfasst: 02.03.2005, 21:08
von Royal Coachman
Hallo Werner !
Was hast Du denn da in den falschen Hals bekommen, ich warte immer noch auf die positiven Beiträge zu dieser Art zu Fischen, so wie es aussieht, muß ich die auch noch selber schreiben !
Ich habe mit dieser Methode mehr Fische gefangen als sich alle hier vorstellen können und da ich der älteren Fliegenfischergeneration angehöre, bin ich zusätzlich mit Methoden aufgewachsen, die heutzutage schon von Gesetzes wegen verboten sind.
Diesen Thread habe ich eröffnet, um das Für und Wider von der Praxis her gesehen, zu bündeln und dem Interessierten die Möglichkeit zu geben selbst abzuwägen inwieweit er diese Technik einsetzen will und er sich nicht ausschließlich auf Werbungsartikel in Fachzeitschriften verlassen muß.
Daß ich meine Meinung äußere mußt Du mir aber schon zugestehen, ich habe die positiven Aspekte dieser Fischerei bewußt weggelassen, sonst hätte ich ja auch einen Artikel schreiben können.
Sendungsbewußtsein ist mir ein Greuel und auch vor sich hergetragene Maxime finde ich widerlich.
Da meine Postings zu diesem Thema leider mißverstanden wurden, kommt hier die Meinung auf ein wütender Gegner von CZ- Nymphing postet, will alle bekehren und hat zur Selbstdarstellung diesen Thread mit Umfrage eröffnet.
DEM IST NICHT SO !
Mit tight lines
Royal Coachman
PS. : Kreuzzüge sind seit Richard Löwenherz out, man fährt nach Dürnstein in der Wachau wegen des Weines !
Verfasst: 02.03.2005, 21:36
von Rolf Schwartz
Original geschrieben von royal coachman
Ich habe mit dieser Methode mehr Fische gefangen als sich alle hier vorstellen können und da ich der älteren Fliegenfischergeneration angehöre, bin ich zusätzlich mit Methoden aufgewachsen, die heutzutage schon von Gesetzes wegen verboten sind.
Das ist ja interessant .
Plenkst du deswegen immer ?
Mir kommt das immer mehr "lehrerhaft" vor ,
was du in deinen Beiträgen von dir gibst .
Die Satzzeichen gehören ans Satzende !
Dein aus der Badewanne gestiegener Rolf !
Verfasst: 02.03.2005, 22:51
von Werner
Hallo Gebhard,
Diesen Thread habe ich eröffnet, um das Für und Wider von der Praxis her gesehen, zu bündeln und dem Interessierten die Möglichkeit zu geben selbst abzuwägen inwieweit er diese Technik einsetzen will und er sich nicht ausschließlich auf Werbungsartikel in Fachzeitschriften verlassen muß.
Wenn das so ist, nehme ich alles zurück, was ich in letzter Zeit über dich gedacht habe. Aber irgendwie muss ich dann wohl ein Problem mit der Interpretation von Äußerungen haben, denn mir kommt das immer so vor, als ob du dazu neigtest auf ziemlich hohe Pferde zu klettern und vom Rücken derselben auf die "gewöhnlichen" Fliegenfischer herunterzuschauen.
"Ich finde es einfach blauäugig mit Spinnmontagen zu fischen und zu behaupten dies sei "Fliegenfischen".
Wie soll ich obige Äußerung anders verstehen ?
Dass du nach vielen Jahren des Fischens - und der fischereilichen Irrtümer- irgendwo angekommen bist, ehrt dich, aber es war dein Weg. Und ich werde den Eindruck nicht los, dass du ihn vervielfältigen willst. Das steckt immer irgendwo in und zwischen den Zeilen, bei dem, was du schreibst.
Wenn da nun absolut nichts dran ist, tu mir den Gefallen, das auch in der Art und Weise deiner sprachlichen Äußerungen deutlich zu machen, damit ich - das täte ich bedeutend lieber- anderes denken kann, denn Heilige haben wir hier schon bei weitem genug.
Gruß Werner
Verfasst: 03.03.2005, 09:38
von emka
Original geschrieben von RolandT
Hallo emka, Du bist in meinen Augen ein schlechter Diskussionspartner. Schreib doch einfach mal ein paar Gedanken nieder, wo man daraus erkennen kann, das diese auch wirklich von Dir sind. Wie ich sehe, bist Du sehr geübt im zerpflücken von Beiträgen, die andere geschrieben haben. Weißt Du was ich mir denke? Du gehörst zu den Fliegenfischern, die sich in der Theorie Super auskennen, aber in der Praxis Null Ahnung haben, da diejenigen ihre Fliegenfischereiliche Praxis nur vor dem Computer ausüben. Wenn Du dich nämlich draußen am Wasser auskennen würdest, kämen von deiner Seite gehaltvollere Beiträge, als das, was Du bisher so von Dir gegeben hast. Was hältst Du davon, wenn Du dich mal Intensiver mit den Themen beschäftigen würdest, auf die Du Antwortest? dann könntest Du Gehaltvoller mit Diskutieren!!
Herzlichst RolandT
lieber rolandt,
du hast irgendwo (tschuldigung, das ich zerpflücke) geschrieben ".....wer mich näher kennt, weiß....." . die wenigsten hier im forum kennen dich oder mich näher, das ist bei foren nicht wirklich unüblich. daher sind deine mutmaßungen über meine oder eines anderen fischereiliche kompetenz an den haaren herbei gezogen und führen deinen einleitenden satz bzgl. meiner qualität als diskussionspartner ad absurdum.
und das letzte was ich solchen totschlagargumenten deinerseits entgegensetze ist eine beschreibung meiner kompetenz in sachen ANGELN.
sorry, aber du bist definitiv nicht satisfikationswürdig, mein lieber rolandt.
c&df
mk
p.s.: das rechts & links deiner augen sind scheuklappen. die kann man abnehmen!
Verfasst: 03.03.2005, 09:56
von thomas t.
Hallo,
ich habe mal eine Frage zur Sache! Geht es beim Czech-Nymphing eigentlich nur um den Aufbau der Montage oder auch um die Art des Anbietens?
Gruß Thomas
Verfasst: 03.03.2005, 11:02
von Royal Coachman
Hallo Thomas !
Der Witz an der Sache ist, daß unbeschwere Nymphen in der Tiefe, knapp über Grund angeboten werden können. Der (extrem beschwerte) Strecker zieht die Montage nach unten und hoppelt dann über den Grund .
Durch das Dahinruckeln über den Gewässergrund, werden die unbeschwerten Springer perfekt angeboten, im Klartext, sie steigen ruckartig auf und immitieren perfekt.
Die Anbietetechnik ist diagonal stromauf und immer in Fühlung bleiben mit dem Endgewicht, der Biß macht sich durch ein intensives Rütteln (Äsche) oder durch einen forschen Zug (Forelle) bemerkbar. Der Übertrick an der Sache ist, daß kein Anhieb nötig ist, durch das Endgewicht hakt sich in 95 % der Fälle der Fisch selbst.
Bachforellen wickeln sich meist durch ihre Kampftechnik (Drehen) komplett in die Montage ein, ich habe viele Forellen gefangen, die hatten keinen Haken mehr im Maul, sondern eine Schlinge hinter dem Kopf (kommt auch beim Saiblingsfischen mit der Hegene vor).
Die Anbietetechnik ist also wichtig aber für den Fangerfolg meiner Meinung nach nicht entscheidend.
mit freundlichen Grüßen
Royal Coachman
Verfasst: 03.03.2005, 11:20
von Gerry
Hallo Gebhard,
ich habe über den Aufbau der Montage etwas anderes gelesen (gegoogelt und mehrere Berichte (meist englisch) gefunden. Dort wurde geschrieben, dass von drei beschwerten Nymphen die mittlere die schwerste sein müsse um effektiv zu fischen. Die Anbieteweise war gleich. Was ist nun wirklich CZ Nymphing, deine Variante oder die von mir erwähnte?
Gruß Gerry
PS: @ alle - Haltet diesen thread im informativen Bereich und hört bitte auf, euch zu bekriegen!
Verfasst: 03.03.2005, 13:31
von Royal Coachman
Hallo Gerry !
Dies sind alles Varianten der Grundidee, bei der Verwendung der mittleren Nymphen als Sinker, liegt die Erfahrung zu Grunde, daß auf dem untersten Springer die meisten Fische beißen. Wenn ich den mittleren verwende, habe ich zwei "unterste". Es kann jedoch sein z.B. bei angestaubtem, höherem Wasser, daß ein höher laufender Springer z.B. mit Ameisenimitationen (werden eingeschwemmt) hervorragend fängt.
Die Grundidee bleibt dieselbe, die Varianten werden dem jeweiligen Gewässer und der Wassersituation angepaßt.
mit freundlichem
tight lines
Royal Coachman
Verfasst: 03.03.2005, 13:40
von Gerry
Hallo Gebhard,
danke für die schnelle Antwort. Bin mal gespannt wie die Barben und Nasen am Neckar darauf reagieren.
Gruß Gerry
Verfasst: 31.03.2005, 07:21
von mrkk79
Hallo zusammen,
ist der Reiz des fischens der Fisch ???? Geht es denn nicht hauptsächlich darum, wie mann den Fisch überlistet, welche Fliege, Trocken oder Nympfe, gross oder klein, welche Farbe, Eintagsfliege oder Köcherfliege ! Mir persönlich geht es nicht hauptsächlich um den Fisch, sondern um das drumherum. Wem es nur um den Fisch geht, sollte sich eine Spinnrute und einen dicken Spinner mit DRILLING kaufen und sollte das Fliegenfischen lassen.
Gruss Michael
Verfasst: 19.04.2005, 09:13
von Andreas J.
Ich komme gerade aus Tschechien und habe dort in einer Anglerzeitschrift gelesen, das gerätselt wird, warum es dort immer weniger Forellen gibt.
In einem tschechischem Fliegenfischerbuch wird das Czech Nymphing als Methode beschrieben, alle möglichen Fische zu angeln. Also z.B. auch Karpfen, Hechte und Barben.
Obwohl ich es noch nicht ausprobieren konnte, macht mich dieses schon neugierig und ich werde es sicherlich auch mal testen.
Wenn es stimmt, daß es sich um eine sehr erfolgreiche Art des fischens handelt, ist es sicherlich nicht die Methode selbst, die unter Umständen "verwerflich" erscheint, sondern die Tatsache, das unsere Gewässer alle überfischt sind. Wenn eine Fangmethode eine gesunde Population gefährdet, muss sie verboten oder reglementiert werden, sonst können wir alle ein anderes Hobby suchen.
Verfasst: 19.04.2005, 10:59
von horstie honk
verbieten ist immer gut und geboten. zum glück gibt es kein k-pkt.
comedy horstie
Verfasst: 19.04.2005, 13:40
von Olaf Kurth
Original geschrieben von Andreas J.
Wenn eine Fangmethode eine gesunde Population gefährdet, muss sie verboten oder reglementiert werden, sonst können wir alle ein anderes Hobby suchen.
@Andreas:
Lass Dich von Thomas alias "Horstie" nicht auf den Arm nehmen!
Das "Czech Nymphing" ist sicherlich effektiv, aber selbst mit dieser Fangmethode können wir mit der Handangel keine gesunde Population gefährden. Da müssen schon ganz andere Sachen dazu kommen. Insofern ist ein gefordertes Verbot bzw. eine Reglementierung haltlos.
Als Pächter steht es natürlich dem Bewirtschafter frei, welche Auflagen er der Fischwaid am Gewässer erteilt. Schon jetzt haben viele Vereine und auch Privatpersonen die entsprechenden Regeln und Vorschriften gegenüber den Landesfischereigesetzen hinsichtlich Schonmaße und Fangmethoden verschärft. Da, wo z.B. das Fischen mit Paternostersystem an der Fliegenrute (unten Plumpsnymphe, darüber ein Strecker und oben eine Trockene als Bissanzeiger), also das berühmte "Czech Nymphing", verboten ist, steht dies explizit im Erlaubnisschein bzw. der Tageskarte.
An vielen gut bewirtschafteten Salmonidenstrecken findet man diese Einschränkungen und diese Auflagen reichen völlig aus. Ich kann mich erinnern, dass wir früher (so vor 170 Jahren) mit Würmchen am 2er Einzelhaken und winzigen Schwimmern an Forellenbächen unterwegs waren und wenn wir im Wasser waren, haben wir mit dem am Grund dahertorkelden Köder die Methode des "Czech Nymphing" praktiziert. Anstatt der Fliegenrute hatten wir eine sehr kurze feine Spinnrute in der Hand, die Fangmethode war vollkommen vergleichbar. Von wegen neue Technik!!!!!!!!!!!!!!!
Trotzdem, mit dieser Fangmethode kannst Du als Angler mit der Handangel keine Population gefährden. Du bzw. wir können lokale Populationen verringern, können sie in andere Gewässerbereiche drängen, aber wenn der Befischungsdruck abgenommen hat, erholt sich die Population und nimmt die Habitate wieder an. Das ist so, glaub mir. :rolleyes:

Gruß, Olaf
Verfasst: 19.04.2005, 19:58
von Graylinglover
Hallo Olaf,
Trotzdem, mit dieser Fangmethode kannst Du als Angler mit der Handangel keine Population gefährden. Du bzw. wir können lokale Populationen verringern, können sie in andere Gewässerbereiche drängen, aber wenn der Befischungsdruck abgenommen hat, erholt sich die Population und nimmt die Habitate wieder an. Das ist so, glaub mir.
Da hast Du natürlich prinzipiell recht. Nur, wenn es keine vernünftigen Beschränkungen hinsichtlich der Entnahme gibt führt eine überproportional erfolgreiche Fangmethode schnell zur Frustration der Fischer, die diese nicht verwenden (können oder wollen). Dies wiederum führt sehr schnell zu Konflikten

. Das ist so, glaub mir
Also nicht die Methode (sofern schonender Fang und evtl. Zurüchsetzen möglich!), sondern die Entnahmeregeln entscheiden m.E. über die Qualität des Bestandes und die Zufriedenheit der Fischer.
Mit besten Grüßen
Robert