Das Buch "Entwicklung naturnaher Bäche und Flüsse"

Hier geht es um wichtige Belange wie Naturschutz, sinnvolle Gewässer-Bewirtschaftung, schonender Umgang mit Umwelt und Kreatur, Ärgernisse (Schlagthemen) wie Klein-Wasserkraft & Kormoran und Rechtliches.

Moderatoren: Forstie, Maggov, Olaf Kurth, Michael.

Maggov
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Ungelesener Beitrag von Maggov »

Lieber Kurt,

ich habe mir erlaubt Deinen Post zu editieren und die Adresse zu entfernen, da Du sonst wahrscheinlich sehr viel Werbung in der näheren Zukunft in Deinem Briefkasten finden wirst.

Ich kenne die Geschichte mit Deinem Post über die anderen Moderatoren und bedanke mich, dass Du nochmals geschrieben hast.

Falls jemand Kurt kontaktieren will, kann er dies via PN machen.

Zur Diskussion mische ich mich gerne später auch noch ein - leider ist derzeit die Zeit etwas zu knapp.

Viele Grüsse

Markus
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Gammarus roeseli
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Ungelesener Beitrag von Gammarus roeseli »

Hallo Mario Mende,

ich habe mich gefreut, diese Argumente sind vernünftig!!!
Es gibt für alles irgendeine vernünftige Lösung!! !!

Gruß Christian S. :wink:
Michl
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Ungelesener Beitrag von Michl »

Morgen,
heiße Dikussion, muß ich schon sagen.
Als seit vielen Jahren aktiver Naturschützer muß ich sagen das ein wesentlicher Unterschied zwischen Naturschützern und Tierschützern schon besteht.
Wenn ich z. B. Organisationen wie Peta sehe kommt mir das kalte Grausen, speziell wenn man sieht das viele "Promis" diese öffentlichkeitswirksam unterstützen.
Das ist fast ein Fall für den Verfassungsschutz. :D
Aber auch im Naturschutz muß ich als bekennender Fischer Mißstände erkennen.
So ist die Kormigeschichte eine leidvolle und es ist keine Phrase das für viele der Naturschutz an der Wasseroberfläche aufhört.
Da habe ich in meiner Organisation einen schwerden Stand und werde oft hart angegangen.
Aber ich bleibe am Ball, denn Veränderungen sind nach meiner Ansicht nur von innen möglich da die Fronten schon sehr verhärtet sind.
Obwohl in letzter Zeit eine leichte Bewegung festzustellen ist.
Ein "Wildtier Manament" kann man auch anderst nennen, aber insgesamt wird man um dieses in der Zukunf nicht herumkommen.
Das ist gut investiertes und nicht ver(b)prasstes Geld.
Wir leben hier in einer Kulturlandschaft, und das seit vielen hundert Jahren. Eng begrenzte Schutzgebiete sind kein Urwaldersatz, auch wenn das viele meinen.
Leider stehen uns nicht die Flächen zur Verfügung die in anderen Ländern die zusammenhängenden Biotope für große Wildtiere ermöglichen.
Schon Rotwild ist an vielen Stellen in Deutschland ein Problem, der Verbiss schadet dem Wald enorm.
Vielerorts sind auch bereits Wildsauen ein großes Problem.
Da uns große Beutegreifer fehlen und diese auch aufgrund der fast überall dichten Besiedelung nicht flächendeckend wiederkommen können (siehe Problembär) muß die Jagd regulierend eingreifen.
Spätestens wenn der erste Mensch durch ein Wildtier verletzt wird werden durch die Öffentlichkeit Verantwortliche dafür gesucht und gefunden, unabhängig davon ob sich der Betreffende vielleicht falsch verhalten hat.
Man sollte sich also von idealistischen Vorstellungen lösen und die Sache im Gesamten realistisch betrachten.
Auch der Biber wird in unserer Kulturlandschaft an seine Grenzen stoßen, so wie alle Wildtiere die sich ihren Lebensraum mit dem Menschen teilen (müssen).
Die Kunst besteht wohl darin eine verträgliche Balance zu finden, leider gibt es auf allen Seiten viele die nur ihre Interessen sehen und vertreten.
Fundamentalistische Positionen sind jedoch hier komplett fehl am Platz und definitiv kontraproduktiv.
Jagd und Fischerei sind eigentlich auch angewandter Naturschutz und je eher alle Beteiligten an einem Strang ziehen desto besser.

Michl
Die Beute ist unwesentlich, entscheidend ist nur das Gefühl.
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Gammarus roeseli
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Ungelesener Beitrag von Gammarus roeseli »

Hallo zusammen,

Ich glaube das Naturschützer, Jäger, Angler, Tierschützer,..., viel zu oft aneinander vorbeireden, aber auch vieles gemeinsam haben. Wie z.B. sich um den erhalt der Lebensräume und der Artenvielfalt bemühen!!
Und wenn wir uns im Wesentlichen darauf konzentrieren, werden unsere Kinder und Nachfolgende Generationen, es uns sicher danken!!!!! !!!!!

PS: Ich wünsche allen hier im Forum einen guten Rutsch und ein „vor allem“ gesundes neues Jahr!!! !!! :D :D :D

Gruß Christian S.
Lachsmaus
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Bitte und Dankeschön an Rattensack, Gammarus und Maggov

Ungelesener Beitrag von Lachsmaus »

Hallo, Rattensack, Gammarus und Maggov,
da ist ja noch einmal richtig Leben in die Diskussion gekommen. Ich muss zunächst gestehen, dass mein Beitrag durchaus provokativ war (und es auch sein sollte!). Um Rattensack zu antworten: Ich habe nichts gegen die Wiedereinbürgerung von Bibern. Ebensowenig habe ich etwas gegen Kormorane, insbesondere dann nicht, wenn sich deren Bestände durch Prädatoren oder - wenn nötig - über die Jagd in erträglichen Grenzen halten lassen. Vielleicht wird am Beispiel Kormoran klar was ich meine:
in einem reichlich alten Buch mit dem Titel
„Systematische Übersicht der Vögel Bayerns mit Rücksicht auf das örtliche und quantitative Vorkommen der Vögel, ihre Lebensweise, ihren Zug und ihre Abänderungen“ (Jäckel, A. J. (1891) wird der Kormoran als seltener Durchzügler beschrieben. Seine Sichtung kam einem Wunder gleich. Als vor etwa 25 Jahren Kormorane am Main bei Offenbach auftauchten, bin ich mit vielen Bewunderern dorthin gezogen. Heute hat sich meine Einstellung drastisch geändert: In einem Prozess gegen die Regierung von Unterfranken habe ich den Abschuss von Kormoranen in einem Naturschutzgebiet erstritten.
Gammarus empfehle ich einen Klick bei Google, dort wird er mehr als 38000 mal den Begriff Wildtier-Management finden. Die Frage, ob ich Angler mit in´s Boot ziehen möchte stelle ich mir als "Fliegenfischer seit 50 Jahren" auch, allerdings habe ich bisher noch wenige gefunden, die bereit sind aktiv mit zu rudern. Die überwiegende Zahl beklagt das Geschehen am Biertisch oder in Foren.
Zuletzt zu Maggov: Ein herzliches Dankeschön für die Warnung. An eine zu erwartende Werbeflut habe ich nicht gedacht, persönliche Angriffe durch die per voller Adresse geöffnete Flanke hätte ich schon ertragen.
Guten Rutsch wünscht
Lachsmaus
Lachsmaus
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Ungelesener Beitrag von Lachsmaus »

Lieber Michl, Deinem Beitrag stimme ich nachezu vollumfänglich bei, nicht aber diesem Satz: "Fundamentalistische Positionen sind jedoch hier komplett fehl am Platz und definitiv kontraproduktiv". Es scheint mir eine Mentalitätsfrage zu sein, dass die Angelfischer stoisch alles hinnehmen und nicht realisieren, wie bedroht wir sind! In einer Reihe von Bundesländern ist uns die Besatzkompetenz längst entzogen. Da bestimmt heute schon der Naturschutz mit (der bisher kaum wahrgenommen hat, dass unter Wasser auch Tiere leben), was in welchen Mengen wo besetzt wird. Das Desinteresse an Fragen außerhalb der Prämierungen von Fischerkönig, Ritter und Knappe mit der allfälligen Verleihung irgendwelcher Ketten und Pokale repräsentiert nicht nur für mich das Bild des Anglers in der Öffentlichkeit! Solange wir uns nicht ähnlich radikal zu Wort melden, wie das die Gegener von Jagd und Fischerei tun, sehe ich Tiefschwarz. Im Raum Gemünden am Main waren sich Angler nicht zu schade öffentlich zu beklagen, dass sie mit ihren Autos nicht unmittelbar an den Fluss fahren dürfen! Kofferradio, Flaschenbier und der elektrische Bissanzeiger wollen natürlich getragen sein. Nicht zuletzt die parfümierten Futtermischungen zum Anfüttern. Solange es unseren Verbänden (und uns selbst) nicht geling, das Bild des Angelfischers in der Öffentlichkeit zur korrigieren, sieht es - zu Recht - schlecht für unsere Zukunft aus. Dass die Angelfischer mit sanften Worten nicht zu wecken sind beweist die klägliche Teilnahme an der Kormoran-Protestveranstaltung in Straßburgvor einigen Jahren. Auch daher rührt meine "fundamentalistische" Haltung. Ich fürchte, die Angelfischer werden erst wach, wenn es den sogenannten Naturschützern gelingt, die Angelfischerei zu verbieten.
Guten Rutsch wünscht
Lachsmaus
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