Morgen,
heiße Dikussion, muß ich schon sagen.
Als seit vielen Jahren aktiver Naturschützer muß ich sagen das ein wesentlicher Unterschied zwischen Naturschützern und Tierschützern schon besteht.
Wenn ich z. B. Organisationen wie Peta sehe kommt mir das kalte Grausen, speziell wenn man sieht das viele "Promis" diese öffentlichkeitswirksam unterstützen.
Das ist fast ein Fall für den Verfassungsschutz.
Aber auch im Naturschutz muß ich als bekennender Fischer Mißstände erkennen.
So ist die Kormigeschichte eine leidvolle und es ist keine Phrase das für viele der Naturschutz an der Wasseroberfläche aufhört.
Da habe ich in meiner Organisation einen schwerden Stand und werde oft hart angegangen.
Aber ich bleibe am Ball, denn Veränderungen sind nach meiner Ansicht nur von innen möglich da die Fronten schon sehr verhärtet sind.
Obwohl in letzter Zeit eine leichte Bewegung festzustellen ist.
Ein "Wildtier Manament" kann man auch anderst nennen, aber insgesamt wird man um dieses in der Zukunf nicht herumkommen.
Das ist gut investiertes und nicht ver(b)prasstes Geld.
Wir leben hier in einer Kulturlandschaft, und das seit vielen hundert Jahren. Eng begrenzte Schutzgebiete sind kein Urwaldersatz, auch wenn das viele meinen.
Leider stehen uns nicht die Flächen zur Verfügung die in anderen Ländern die zusammenhängenden Biotope für große Wildtiere ermöglichen.
Schon Rotwild ist an vielen Stellen in Deutschland ein Problem, der Verbiss schadet dem Wald enorm.
Vielerorts sind auch bereits Wildsauen ein großes Problem.
Da uns große Beutegreifer fehlen und diese auch aufgrund der fast überall dichten Besiedelung nicht flächendeckend wiederkommen können (siehe Problembär) muß die Jagd regulierend eingreifen.
Spätestens wenn der erste Mensch durch ein Wildtier verletzt wird werden durch die Öffentlichkeit Verantwortliche dafür gesucht und gefunden, unabhängig davon ob sich der Betreffende vielleicht falsch verhalten hat.
Man sollte sich also von idealistischen Vorstellungen lösen und die Sache im Gesamten realistisch betrachten.
Auch der Biber wird in unserer Kulturlandschaft an seine Grenzen stoßen, so wie alle Wildtiere die sich ihren Lebensraum mit dem Menschen teilen (müssen).
Die Kunst besteht wohl darin eine verträgliche Balance zu finden, leider gibt es auf allen Seiten viele die nur ihre Interessen sehen und vertreten.
Fundamentalistische Positionen sind jedoch hier komplett fehl am Platz und definitiv kontraproduktiv.
Jagd und Fischerei sind eigentlich auch angewandter Naturschutz und je eher alle Beteiligten an einem Strang ziehen desto besser.
Michl