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Verfasst: 12.05.2009, 18:23
von Cuchulainn
Sieht der Fussel etwa aus wie eine Schnecke? Ich kanns mir nicht vorstellen. Auch wenn ich mir dead drift im Stillwasser gut vorstellen kann.
Aber:
hares ear hat geschrieben:from the early days of fly tying
das ist aber nicht deren Ernst
Um wie viel Jahrhunderte liegen die denn da daneben??
Grüße,
Martin
Verfasst: 12.05.2009, 19:32
von hares ear
Hallo Martin
ca. 4-5 Jahrhunderte,
ich bin wieder in der Nähe meiner Bücher (also den Dingern mit weissen Papierseiten, die wir vor dem Web verwendet haben).
Mike Dawes schreibt in "Fliegenbinden", dass Tom Ivens die Fliege 1952 vorgestellt hat, ursprünglich ist das Muster im "Fly Dressers Guide" von 1816 beschrieben. Den Hinweis auf aufgestiegene!! Schnecken gibt Dawes auch und empfiehlt den B&P Spider unbewegt am gefetteten Vorfach unter der Oberfläche zu fischen,
TL
Florian
Verfasst: 12.05.2009, 19:34
von Marco Reisen
Hi
Ich hatte gleiches im Kopf und suche mir einen Gummi Ersatzast..
Und wo stehts im DAWS grrr......
Kann das bestätigen
TL
Marco
Verfasst: 12.05.2009, 21:55
von greypanther
Cuchulainn hat geschrieben:Ich kann mir aber nicht vorstellen, dass Fische die Black and Peacock Spider für eine Schnecke halten.
Und doch ist es so! Wenn im September auf den großen irischen Forellenseen die "Snails" zur Oberfläche wandern und regungslos unter dem Oberflächenfilm hängen, dann ist die B&PS unschlagbar.
Wenn ich Deinen Nick richtig interpretiere, dann solltest Du das als Irland-Fan eigentlich schon mal gehört haben.

Verfasst: 13.05.2009, 09:23
von Maggov
Hallo Klaus,
in welcher Grösse fischt Ihr dann die B&P?
Die Schnecken sind ja normalerweise recht klein...
LG
Markus
Verfasst: 13.05.2009, 14:45
von Cuchulainn
Ich binde die Black and peacock spider in meinen Nassfliegenstandardgrößen 10 und 12. Nur im Zweifelsfall fische ich kleinere Nassfliegen. Meines Wissens empfahl Ivens auch große Größen.
Tight lines!
Martin
Verfasst: 13.05.2009, 17:49
von greypanther
Ja Markus, da hast Du größtenteils recht. Wir fischen im Stillwasser zum Saisonende hin die B&P in den Größen 12 und 14, gaaaaanz langsam, wie sich Schnecken halt vorwärts bewegen, und nahe dem Oberflächenfilm (Schnecken sind nämlich in der Lage, sich unterseits an den Oberflächenfilm des Wassers anzuheften und dort lange zu verweilen!).
Für heftigeres Wetter mit Wind und hohen Wellen ist dann eher die Größe 10 angesagt.
Es gibt allerdings auch größere Schnecken-Arten aus der Familie der Schlammschnecken, die bis 5 cm Gehäuselänge erreichen können. Diese wandern ebenfalls im Herbst an der Oberfläche herum. Aber, um solche Brummer zu imitieren reicht das B&P Muster nicht aus. Es haben sich für diesen Zweck "Fliegen" aus einem konischen Klumpen Flaschenkork und einem Kranz aus Pfaufibern bewährt. Ich selbst kenne dieses Muster nur aus der Literatur und habe es noch nie irgendwo im praktischen "Einsatz" gesehen.
Verfasst: 14.05.2009, 09:40
von Maggov
Hallo Ihr 2,
vielen Dank. Ich habe von den Schnecken schon mal was gelesen und gehört, diese aber ignoriert da ich am Wasser bisher noch keine gefunden hatte.
Aus dem Aquarium kenne ich die Biester allerdings sehr gut und auch deren "Schwimmweise".
LG und viel Erfolg!
Markus
Verfasst: 28.05.2009, 19:48
von Cuchulainn
Hi Männers,
Ich war am Wochenende an einem österr. See und habe auf die Black and Peacock Spider zurückgegriffen und quasi die Probe aufs Exempel gemacht. Ich habe damit ziemlich gut gefangen, sowohl gezupft, als auch dead "drift". Ich habe damit 2 schöne Aitel und eine gute handvoll kleine. War eine super Fischerei. Wurde aber von einer gezupften Damsel in die Schranken verwiesen. 3 gute, eine gute handvoll kleine und ein schöner Barsch auf eine knappe Stunde. Für den Wuckel fehlt aber noch die Gegenprobe.
Viele Grüße an alle Nassfliegenfischer
Martin
Verfasst: 28.05.2009, 21:36
von greypanther
Hi Martin,
ich freue mich, dass der Klassiker von den Britischen Inseln einen neuen Fan gefunden hat.
Man kann übrigens an der Bindeweise der B&PS etwas herum experimentieren. Relativ kleine Veränderungen wirken sich oft unter bestimmten Bedingungen positiv (oder negativ) auf den Fangerfolg aus. So kann man einen fluoreszierend roten oder grünen Tag einbinden. Ein "Schwänzchen" aus perlmuttfarbigem Glittermaterial bringt manchmal ebenfalls was, nicht zu vergessen auch die Goldkopfvariante in unterschiedlichen Hakengrößen.
Auch die Art (Steifheit, Farbe etc.) und Länge der Hechel(fibern) beeinflussen die Bewegung und Erscheinung der Fliege im Wasser und damit ihre "Fängigkeit". Man sollte immer Muster mit Hennen- und Hahnenhecheln gebunden mit ans Wasser nehmen.