Re: Erfolgreiches Äschenprojekt - Es gibt doch noch Hoffnung
Verfasst: 29.09.2011, 10:56
Servus D.!
Quelle: Striegl S. (2004):
http://diebewirtschafter.at/fileadmin/R ... h_2004.pdf
6. Zusammenfassung
1. Eine 3 km lange Fließstrecke an der Moosach im Landkreis Freising wurde im
Rahmen der vorliegenden Arbeit auf die Effizienz von Besatzmaßnahmen mit
Äschen und Bachforellen untersucht.
2. Bachforellen und Äschen mit unterschiedlichen Aufwuchsorten (Rundbecken
mit/ohne Strömung, Fließkanal, Erdteich) wurden in Abhängigkeit zueinander
hinter dem Auge mit verschiedenen Farben markiert und ausgesetzt.
3. Mit Hilfe der Hamenfischerei konnte das Abwanderungsverhalten der
besetzten Fische Bachforelle und Äsche beobachtet werden. Dabei wanderten
die aus dem Strömungsbecken ausgesetzten Äschen bedeutend weniger ab,
als die in den anderen Behältnissen aufgezogenen Fische. Ein Abwandern der
besetzten Bachforellen konnte nicht festgestellt werden.
4. Bereits 44 Stunden nach Besatz der markierten Äschen ca. 3 km oberhalb der
Fangstation konnten die erste Äschen aus dem Hamen entnommen werden.
Insgesamt wanderten 41,5% der frisch besetzen Äschen vorwiegend in den
Tagesstunden ab.
5. Der Prädation durch Raubfische kommt im Hinblick auf den Erfolg von
Besatzmaßnahmen eine hohe Bedeutung zu. Untersuchungen des Magen-
Darmtrackts von Bachsaiblingen die aus einer angrenzenden Fischzucht bei
Hochwasser in die Moosach entkamen, wiesen bis zu 4 Äschen pro Fisch auf.
Die Prädation durch fischfressender Vögel (Kormoran und Gänsesäger)
konnte im Untersuchungszeitraum nicht festgestellt werden.
6. Ein Abschnittsvergleich der gefangenen Fische zeigte, dass von der Pullinger
Brücke (Fkm 17,2) bis ca. 300 m unterhalb der Bachforellen- und
Äschenbestand im Vergleich zur restlichen Strecke von 2,6 km relativ hoch
war. So wurden 48% des Bachforellenbestandes bzw. 46,4% des
Äschenbestandes bereits in diesem Abschnitt nachgewiesen. Eine
Eingliederung der Besatzfische in den Wildfischbestand in Abhängigkeit zum
Aufwuchsort konnte nicht festgestellt werden.
7. Aus den Untersuchungen an der Moosach lassen sich konstruktive Ansätze
zur Verbesserung des Äschen- und Bachforellenbestandes ableiten. Es zeigt
sich klar, dass sich das Problem sinkender Äschen- und Bachforellenbestände
mit Besatzmaßnahmen alleine nicht lösen lässt.
L.G.
Hans
Quelle: Striegl S. (2004):
http://diebewirtschafter.at/fileadmin/R ... h_2004.pdf
6. Zusammenfassung
1. Eine 3 km lange Fließstrecke an der Moosach im Landkreis Freising wurde im
Rahmen der vorliegenden Arbeit auf die Effizienz von Besatzmaßnahmen mit
Äschen und Bachforellen untersucht.
2. Bachforellen und Äschen mit unterschiedlichen Aufwuchsorten (Rundbecken
mit/ohne Strömung, Fließkanal, Erdteich) wurden in Abhängigkeit zueinander
hinter dem Auge mit verschiedenen Farben markiert und ausgesetzt.
3. Mit Hilfe der Hamenfischerei konnte das Abwanderungsverhalten der
besetzten Fische Bachforelle und Äsche beobachtet werden. Dabei wanderten
die aus dem Strömungsbecken ausgesetzten Äschen bedeutend weniger ab,
als die in den anderen Behältnissen aufgezogenen Fische. Ein Abwandern der
besetzten Bachforellen konnte nicht festgestellt werden.
4. Bereits 44 Stunden nach Besatz der markierten Äschen ca. 3 km oberhalb der
Fangstation konnten die erste Äschen aus dem Hamen entnommen werden.
Insgesamt wanderten 41,5% der frisch besetzen Äschen vorwiegend in den
Tagesstunden ab.
5. Der Prädation durch Raubfische kommt im Hinblick auf den Erfolg von
Besatzmaßnahmen eine hohe Bedeutung zu. Untersuchungen des Magen-
Darmtrackts von Bachsaiblingen die aus einer angrenzenden Fischzucht bei
Hochwasser in die Moosach entkamen, wiesen bis zu 4 Äschen pro Fisch auf.
Die Prädation durch fischfressender Vögel (Kormoran und Gänsesäger)
konnte im Untersuchungszeitraum nicht festgestellt werden.
6. Ein Abschnittsvergleich der gefangenen Fische zeigte, dass von der Pullinger
Brücke (Fkm 17,2) bis ca. 300 m unterhalb der Bachforellen- und
Äschenbestand im Vergleich zur restlichen Strecke von 2,6 km relativ hoch
war. So wurden 48% des Bachforellenbestandes bzw. 46,4% des
Äschenbestandes bereits in diesem Abschnitt nachgewiesen. Eine
Eingliederung der Besatzfische in den Wildfischbestand in Abhängigkeit zum
Aufwuchsort konnte nicht festgestellt werden.
7. Aus den Untersuchungen an der Moosach lassen sich konstruktive Ansätze
zur Verbesserung des Äschen- und Bachforellenbestandes ableiten. Es zeigt
sich klar, dass sich das Problem sinkender Äschen- und Bachforellenbestände
mit Besatzmaßnahmen alleine nicht lösen lässt.
L.G.
Hans













