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Verfasst: 16.11.2006, 09:39
von Olaf Kurth
@ Wolfgang: [-o< :smt041


zur besinnlichen Jahreszeit deshalb nochmals einen Text, der vielleicht schon mal hier war, aber immer wieder schön zu lesen ist.......


Anekdote:
Kult-Motorräder aus KRADBLATT 03/98

von Andreas Busch

Die eine Maschine ist einfach nur ein Motorrad, die andere aber ein Kult-Bike. Warum?
Sieben Uhr morgens an einem Sonntag. Postkartenblauer Himmel. Ein sonniger, vielversprechender Junitag beginnt. Dr. Hans-Peter M. lenkt seine Harley-Davidson Electra Glide von der Autobahn herunter, sanft - damit die Trittbretter keine Kratzer bekommen - winkelt er den Chromberg ab. Dann gibt er sich entspannt dem Kurvengeschlängel der schmalen Landstraße hin. 80 oder 90, mehr ist nicht drin.
Vor der Windschutzscheibe des amerikanischen Dinosauriers taucht ein schmales Moped auf. Zweitaktgestank erfüllt die frühsommerliche Idylle. Dr. M. rümpft die Nase unter dem offenen Chevignonhelm. Frechheit! Träge setzt die Harley zum Überholen an. Ein leichter Dreh der rechten Hand, der Fünfte ist sowieso schon drin. Doch was ist das? Der kleine Stinker outet sich plötzlich als wahrer Athlet. Deutlich sieht der Doktor, wie der Fahrer seinen gummistiefelbewehrten Fuß zum Gangwechsel nach unten drückt, das Moped nimmt mächtig Fahrt auf, zum Beweis seiner Kraft eine blauweiße Abgasfahne hinter sich herziehend wie ein kleiner Jet.
Dr. M. kennt die nächste Kurve. Er geht vom Gas. Der Stinker nicht. Auf der nächsten Geraden sind die beiden Motorräder bereits etwa hundert Meter voneinander entfernt. Jetzt bekommt der Hubraumriese die Sporen seines Reiters zu spüren. Fast 140 km/h zeigt die Küchenuhr auf dem Tank an. Der Abstand zum Stinker ist etwas geringer geworden, aber die nächste Kurve ist schon da. Etwas wackelig auf seinen Fahrradreifen, aber fröhlich, ungebremst und in abenteuerlicher Schräglage verschwindet das Moped aus dem Blickfeld. Der Harley-Treiber gibt das Spiel auf. Was soll's!
Aber der zweite Spaßverderber taucht bereits im Rückspiegel auf. Ein kleiner, einzelner Rundscheinwerfer, darunter ein mächtiges schwarzlackiertes Trumm von Motor. Ein Fauchen und Brüllen malträtiert das empfindliche Ohr des Doktors. Der Fahrer setzt sich dreist neben ihn, das Gesicht unter dem schwarzen Integralhelm grinst ihn frech an. Gelassen geht Hans-Peter M. vom Gas, Zweikämpfe im öffentlichen Straßenverkehr sind nicht sein Stil. Das heisere Fauchen des Brutalo-Bikes ebbt ab, geht in ein sanftes Röcheln über, das Biest bleibt einfach neben ihm. Jetzt reicht es dem Herrenfahrer. Er schaltet einen Gang herunter und gibt Vollgas. Unwillig beginnt die Harley loszustampfen. Der Fahrer des Gangstermotorrads deutet mit dem Mittelfinger der nackten Hand eine obszöne Geste Richtung Amerika an, dann macht es zweimal vernehmlich „klack”, das Vorderrad des Mega-Bikes verliert den Bodenkontakt, Rauch steigt vom durchdrehenden Hinterreifen auf, ein infernalisches Brüllen verschlingt das gelassene Tuckern des ehrwürdigen Milwaukee-Twins, dann ist der Spuk vorbei. Dr. M. ist wieder allein.
Zehn Minuten später lenkt er sein Schmuckstück behutsam auf den Parkplatz des Motorradtreffs. Zu so früher Stunde ist noch niemand hier. Herr M. klappt den armlangen Seitenständer aus und schwingt sich aus dem Sattel. Wirklich noch niemand hier? Doch, direkt neben der Kaffeebude stehen zwei Motorräder, das eine nicht zu übersehen, das andere kaum als solches zu bezeichnen. Neugierig geht der Arzt näher. Die Electra Glide ist sein erstes Motorrad, mit anderen Maschinen kennt er sich nicht so aus. Aber er ahnt sofort, wen er vor sich hat. Die beiden Spielverderber! Die erste Maschine - das Moped - hat offensichtlich schon seit zehn Jahren keinen Putzlappen mehr gesehen, der Lack war vermutlich einmal blau. Der Auspuff ist fast so lang wie das gesamte Motorrad und genauso rostig. Der Motor sieht aus, als sei er die Laubsägearbeit eines sechsjährigen Kindes. Auf dem seltsam geformten Tank stehen zwei Buchstaben: MZ. Das sagt dem Doktor überhaupt nichts. Ratlos wendet er sich der anderen Maschine zu. Das ganze Ding scheint fast ausschließlich aus Motor zu bestehen, ein schwarzer Riesenblock von bösem und brutalem Aussehen. „Yamaha” liest der Doktor, den Namen hat er schon einmal gehört. Aber was bedeutet „Vmax”? Um dies und anderes zu klären, nimmt er all seinen akademischen Mut zusammen und schlendert zu den beiden kaffeetrinkenden Gestalten an der Bude. Es wird ein langer, anregender Vormittag, an dem nicht mehr viel Motorrad gefahren wird. Obwohl sich die drei prächtig verstehen, ist ihnen klar, daß MZ-, Vmax- und Harley-Fahrer außer ihrer Liebe zu schwarzem Kaffee und filterlosen Zigaretten absolut nichts Gemeinsames haben. Zumindest glauben sie das...
Auch wenn sich die drei Herren an diesem strahlenden Junimorgen der Tatsache nicht bewußt sind - sie haben durchaus eine Gemeinsamkeit: Jeder von ihnen fährt ein Kultmotorrad! Sowohl der Zahnarzt, der sich die 35 großen Scheine für sein US-Bike im wahrsten Sinne des Wortes vom Mund abgespart hat, als auch der zweiradbegeisterte Student, der nicht mehr als 800 Märker für seine gebrauchte „Emme” lockermachen konnte oder wollte, genauso wie der leistungshungrige Schlossergeselle, der die 17 Tausender für sein 145 PS-Monster in 36 Monatsraten abstottert. Doch wer oder was ist es, das eine Harley, eine MZ und eine Vmax zum Kultobjekt werden läßt?
Sind es die Maschinen selbst, deren Fahrerinnen und Fahrer, das „Publikum”, die Szene oder die Fachpresse? Am Einstandspreis und an der Motorleistung kann es nicht liegen - siehe oben. Vielleicht an der Optik? Da kommen wir der Sache schon näher. Harley und Vmax warten mit einem ungewöhnlichen Äußeren auf, die MZ nicht minder. Doch das Aussehen der BMW K-Modelle ist genauso gewöhnungsbedürftig. Haben sie deswegen schon Kultstatus? Ganz sicher nicht. Sind die gewissen Bikes vielleicht besonders perfekte Motorräder? Nein, denn dann wären die neuen BMW-Boxer, Honda NTVs und Pan Europeans die Kultobjekte schlechthin. Sind sie aber nicht. Oder ist es etwa genau umgekehrt?
Sind die kultigen Kräder vielleicht auffällig unvollkommene Vertreter ihrer Spezies? Ah, ja! Es sieht ganz so aus, als ob wir auf der richtigen Spur sind. Die Fahrwerksschwächen der Yamaha, die mickerigen Fahrleistungen der Harley sowie Optik, „Sound” und Trinksitten der MZ haben nämlich auch Vorteile. Man kann darüber reden! Stundenlang. Was gibt es schon über eine CB 500 oder Suzuki Bandit zu erzählen? Welch interessanten Elektrikprobleme hingegen gibt es bei einer betagten Guzzi Le Mans zu lösen! Wie entspannend ist es, abends am warmen Kaminfeuer Tips über die winterlichen Startschwierigkeiten der alten Zweiventil-Boxer auszutauschen! Wer stellt mir die Ventile meiner Desmo-Ducati in weniger als vier Stunden ein? Wer kann mir für meine Kawasaki Mach 3 einen Tankanhänger bauen? Ganz zu schweigen von den Fackelträgern des Kultur-Clubs, den russischen Wanderbaustellen von Ural und Dnepr. Ganze Bücher ließen sich mit ihren Widerborstigkeiten füllen.
Warum aber werden perfekte Maschinen lediglich bewundert, unvollkommene hingegen heiß und innig geliebt? Sollte vielleicht doch ein Körnchen Wahrheit in der Behauptung stecken, daß Motorräder Charakter und Seele haben? Der Mensch - und im besonderen der motorradfahrende - sucht offensichtlich, im Bewußtsein seiner eigenen Unvollkommenheit, ein Stück Technik, das in gleichem Maße Fehler und Macken hat wie er selbst. Erst dann wird das Bike zum Partner, zum Freund.
Der Mann und die Frau im Sattel, sie müssen sich mit den Fehlern ihres Untersatzes befassen. Sie versuchen, sie zu beheben, falls es nicht gelingt, müssen sie mit ihnen leben. Und sie tun es gern und haben Spaß dabei. Das ist immer noch das Wichtigste. Und dann spielt es auch keine Rolle mehr, ob man weniger oder mehr säuft als seine Zweitakt-MZ oder ob die XT 500 bei jedem Startvorgang ihrem Besitzer vor's Schienbein tritt, dem Menschen auf der Electra Glide macht es nichts mehr aus, von jedem Kleinwagen abgehängt zu werden und abgefallene Triumph Bonneville-Teile lassen sich auch wieder anschweißen.
Es scheint ganz so, als ob der Kultbike-Eigner ehrlicher zu sich selbst als andere ist. Am liebsten möchte er den High Tech- Perfektionsmaschinen-Fahrern zurufen: „Seht her, das unter mir ist nur eine Maschine, und doch ist sie fehlerhaft wie ich selbst. Euer Motorrad mag perfekt sein, aber es macht Euch als Menschen auch nicht besser.” Aber dann schweigt er doch lieber und freut sich. Der Dnepr-Gespann-Fahrer freut sich über den Trick mit dem angeschweißten Abschlepphaken, der MZ-Fahrer ist stolz darauf, daß er den letzten Kasten Bier nicht ausgetrunken, sondern gegen einen Ersatzmotor eingetauscht hat, und der Vmax-Fahrer bekommt immer noch rote Ohren, wenn er an den Tag zurückdenkt, an dem ihm sein Reifenhändler das „Du” angeboten hat.
Und wer es leid ist, in den Kabelbäumen seiner Guzzi einem heimtückischen Kupferwurm hinterherzukriechen, wer es satt hat, wegen der MZ vor der Eisdiele von den Mädchen (und Jungs) ausgelacht zu werden, wer einfach keine Lust mehr darauf hat, jeden Morgen aufs Neue von seinem Einzylinder getreten zu werden, der kann sich ja immer noch eine CB 500, eine XJ 600, eine GSF, GSX, GPZ oder irgendwelche andere Buchstaben kaufen. Höchstwahrscheinlich wird er es aber nicht tun. Warum nicht? Weil ein paar Buchstaben noch lange kein Motorrad sind. Genauso wenig wie ein Name ein Mensch ist. That's it.
Aber jetzt laßt uns von etwas anderem reden. Von der schlappen Batterie meines Boxers zum Beispiel. Von den ewig blanken Pellen Deiner Vmax. Hat irgend jemand den Batteriekastendeckel von Petras Bonneville gesehen? Und ihr da hinten, habt ihr richtig was im Ärmel, könnt ihr mal eben Dieters Ural-Gespann anschieben? Dann dürft ihr auch eine Runde auf Zorros MZ drehen. Okay, ihr hättet lieber einen Kaffee? Könnt ihr haben. Und dann muß ich euch unbedingt noch etwas erzählen... :smt024 :smt031

Verfasst: 16.11.2006, 10:17
von Olaf Kurth
Den einen noch...................


Die Arche - Warum man heute die Welt nicht mehr retten kann

Nach vielen Jahren sah Gott wieder einmal auf die Erde. Die Menschen waren verdorben und gewalttätig und er beschloss, sie zu vertilgen, genau so, wie er es vor langer langer Zeit schon einmal getan hatte. Er sprach zu Noah: 'Noah, bau mir noch einmal eine Arche aus Zedernholz, so wie damals : 300 Ellen lang, 50 Ellen breit und 30 Ellen hoch. Ich will eine zweite Sintflut über die Erde bringen. Die Menschen haben nichts dazu gelernt. Du aber gehe mit deiner Frau, deinen Söhnen und deren Frauen in die Arche und nimm von allen Tieren zwei mit, je ein Männchen und ein Weibchen.In sechs Monaten werde ich den großen Regen schicken.'

Noah stöhnte auf; musste das denn schon wieder sein? Wieder 40 Tage
Regen und 150 unbequeme Tage auf dem Wasser mit all den lästigen Tieren an Bord und ohne Fernsehen! Aber Noah war gehorsam und versprach, alles genau so zu tun, wie Gott ihm aufgetragen hatte. Nach sechs Monaten zogen dunkle Wolken auf und es begann zu regnen. Noah saß in seinem Vorgarten und weinte und, da war keine Arche.

'Noah', rief der Herr, 'Noah, wo ist die Arche?'
Noah blickte zum Himmel und sprach: 'Herr, sei mir gnädig und verstummte.
Gott fragte abermals: 'Wo ist die Arche, Noah? Da trocknete Noah seine
Tränen und sprach: 'Herr, was hast du mir angetan? Als Erstes
beantragte ich beim Landkreis eine Baugenehmigung. Die dachten zuerst,
ich wollte einen extravaganten Schafstall bauen. Die kamen mit der ausgefallenen Bauform nicht zurecht, denn an einen Schiffbau wollten
sie nicht glauben.

Auch deine Maßangaben stifteten Verwirrung, weil niemand mehr weiß,
wie lang eine Elle ist. Also mußte mein Architekt einen neuen Plan
entwerfen. Die Baugenehmigung wurde mir zunächst abgelehnt, weil eine
Werft in einem Wohngebiet planungsrechtlich unzulässig sei. Nachdem ich dann endlich ein passendes Gewerbegrundstück gefunden hatte, ab es nur noch Probleme. Im Moment geht es z.B. um die Frage, ob die Arche feuerhemmende Türen, eine Sprinkleranlage und einen Löschwassertank benötige. Auf einen Hinweis, ich hätte im Ernstfall rundherum genug Löschwasser, glaubten die Beamten, ich wollte mich über sie lustig machen. Als ich ihnen erklärte, das Wasser käme noch in großen Mengen, und zwar viel mehr als ich zum Löschen benötigte, brachte mir das den Besuch eines Arztes vom Landeskrankenhaus ein. Er wollte von mir wissen, was ein Schiffbau auf dem Trockenen, fernab von jedem Gewässer, solle. Die Bezirksregierung teilte mir daraufhin telefonisch mit, ich könnte ja gern ein Schiff bauen, müsste aber selbst zusehen, wie es zum nächsten größeren Fluß käme. Mit dem Bau eines Sperrwerks könnte ich nicht rechnen, nachdem der Ministerpräsident zurückgetreten sei.

Dann rief mich noch ein anderer Beamter dieser Behörde an, der mir erklärte, sie seien inzwischen ein kundenorientiertes Dienstleistungsunternehmen und darum wolle er mich darauf hinweisen, dass ich bei der EU in Brüssel eine Werftbeihilfe beantragen könne; allerdings müsste der Antrag achtfach in den drei Amtssprachen eingereicht werden. Inzwischen ist beim Verwaltungsgericht ein vorläufiges Rechtsschutzverfahren meines Nachbarn anhängig, der einen Großhandel für Tierfutter betreibt.

Der hält das Vorhaben für einen großen Werbegag - mein Schiffbau sei
nur darauf angelegt, ihm Kunden abspenstig zu machen. Ich habe ihm
schon zwei Mal erklärt, dass ich gar nichts verkaufen wolle. Er hört
mir gar nicht zu und das Verwaltungsgericht hat offenbar auch viel Zeit. Die Suche nach dem Zedernholz habe ich eingestellt. Libanesische Zedern dürfen nicht mehr eingeführt werden. Als ich deshalb hier im Wald Bauholz beschaffen wollte, wurde mir das Fällen von Bäumen - unter Hinweis auf das Landeswaldgesetz verweigert. Dies schädige den Naturhaushalt und Das Klima. Außerdem sollte ich erst eine Ersatzaufforstung nachweisen. Mein Einwand, in Kürze werde es gar
keine Natur mehr geben und das Pflanzen von Bäumen an anderer Stelle
sei deshalb völlig sinnlos, brachte mir den zweiten Besuch des Arztes
vom Landeskrankenhaus ein. Die angeheuerten Zimmerleute versprachen mir schließlich, für das notwendige Holz selbst zu sorgen. Sie wählten jedoch erst einmal einen Betriebsrat. Der ging zur Gewerkschaft, und die wollte mir zunächst einen Tarifvertrag für den Holzschiffbau auf
dem flachen Lande ohne Wasserkontakt aushandeln. Weil wir uns aber
nicht einig wurden, kam es zu einer Urabstimmung und zum Streik.

Herr, weißt du eigentlich, was Handwerker heute verlangen? Wie soll ich denn das bezahlen?
Weil die Zeit drängte, fing ich schon einmal an, Tiere einzusammeln.
Am Anfang ging das noch ganz gut, vor allem die beiden Ameisen sind
noch immer wohlauf. Aber seit ich zwei Tiger und zwei Schafe von der
Notwendigkeit ihres gemeinsamen und friedlichen Aufenthaltes bei mir
überzeugt hatte, meldete sich der örtliche Tierschutzverein und rügte
die artwidrige Haltung. Und mein Nachbar klagt auch schon wieder, weil
er auch die Eröffnung eines Zoos für geschäftsschädigend hält. Herr,
ist dir eigentlich klar, dass ich auch nach der Europäischen
Tierschutztransportverordnung eine Genehmigung brauche? Ich bin schon
auf Seite 22 des Formulars und grüble im Moment darüber, was ich als
Transportziel soll. Und wusstest du, daß z.B. geweihtragende Tiere
während der Brunftzeit überhaupt nicht transportiert werden dürfen?

Und die Hirsche sind ständig am Schnackseln, wie Fürstin Gloria sagen
würde und auch der gemeine Elch und Ochse denken an nichts anderes,
besonders die südlicheren! Herr, wußtest du das? Übrigens, wo hast du
eigentlich die Callipepia caliconica - du weißt schon, die
Schopfwachteln und den Lethamus Discolor versteckt? Den Schwalbensittich habe ich bisher auch nicht finden können. Dir ist
natürlich auch bewußt, daß ich die 43 Vorschriften der
Binnenmarkt-Tierschutzverordnung bei dem Transport der Kaninchen
strikt beachten muss. Meine Rechtsanwälte prüfen gerade, ob diese
Vorschriften auch für Hasen gelten. Übrigens: wenn du es einrichten
könntest, die Arche als fremdflaggiges Schiff zu deklarieren, das sich
nur im Bereich des deutschen Küstenmeeres aufhält, bekäme ich die Genehmigung viel einfacher. Du könntest dich doch auch einmal für mich bemühen. Ein Umweltschützer von Greenpeace erklärte mir, daß ich Gülle, Jauche, Exkremente und Stallmist nicht im Wasser entsorgen darf.

Wie stellst du dir das eigentlich vor? Damals ging es doch auch!
Vor zwei Wochen hat sich das Oberkommando der Marine bei mir gemeldet und von mir eine Karte der künftig überfluteten Gebiete erbeten. Ich habe ihnen einen blau angemalten Globus geschickt.
Und vor zehn Tagen erschien die Steuerfahndung; die haben den Verdacht, ich bereite meine Steuerflucht vor. Ich komme so nicht weiter Herr, ich bin verzweifelt! Soll ich nicht doch lieber meinen Rechtsanwalt
mit auf die Arche nehmen?'

Noah fing wieder an zu weinen. Da hörte der Regen auf, der Himmel
klarte auf und die Sonne schien wieder. Und es zeigte sich ein
wunderschöner Regenbogen. Noah blickte auf und lächelte. 'Herr, du
wirst die Erde doch nicht zerstören? Da sprach der Herr: 'Darum sorge
ich mich nicht mehr, das schafft schon eure Verwaltung!' :smt117 :smt072

Verfasst: 20.11.2006, 10:05
von Olaf Kurth
Zum Wochenanfang:


Du wirst einem kleinen Test unterzogen. Er besteht aus nur einer
Frage, aber die ist sehr, sehr wichtig!! Antworte nicht zu schnell

oder unüberlegt!

Denk nach, bevor du antwortest. Antworte ehrlich und lerne etwas über

deine Moral.

Es ist eine imaginäre Situation, in der du eine Entscheidung treffen

musst.

Denke daran, dass du eine spontane Antwort geben musst aber diese muss

ehrlich sein!!!

(Scrolle den Text langsam nach unten, das ist wichtig für den Test)

Du bist in Florida....

.....in Miami, um genau zu sein...

Du befindest dich im größten Chaos einer Überschwemmung nach einem

Orkan...

unglaubliche Wassermengen...

Du bist Fotoreporter für CNN.

.....und bist inmitten dieses fantastischen Desasters.

Die Lage ist am Rande der Hoffnungslosigkeit.

Du versuchst die eindrucksvollsten Bilder zu schießen...

um dich herum schwimmen Häuser weg, Menschen verschwinden..

Die Kraft der Natur wütet unbarmherzig voller Gewalt...

......und reißt alles mit sich.

Plötzlich siehst du einen Mann, der ein Allradfahrzeug lenkt..

er kämpft verzweifelt, um nicht von den Wasser- und Schlammmassen

mitgerissen zu werden...

Du näherst dich...

er sieht irgendwie wichtig aus...

da erkennst du ihn:

Es ist George W. Bush!!!

jetzt merkst du, dass die reißende Flut ihn gleich hinwegfegen wird....

endgültig...

Du hast zwei Möglichkeiten: Ihn retten oder das Bild deines Lebens

schießen!!!!

Ihm das Leben retten oder ein Foto machen, das dir einen

Pulitzer-Preis einbringt!!!!

Ein Foto, das den Tod eines der wichtigsten Männer der Welt zeigt....

* Jetzt die Frage (antworte ehrlich):*

MATT oder HOCHGLANZ???

Politiker können nach Belieben ausgetauscht werden. :roll:

Verfasst: 20.11.2006, 12:37
von Frank.
Du fährst in einem Porsche und hältst eine konstante Geschwindigkeit.
Auf Deiner linken Seite befindet sich ein Abhang. Auf deiner rechten Seite fährt ein Feuerwehrauto und hält die gleiche Geschwindigkeit wie du.
Vor dir galoppiert ein Schwein, das eindeutig größer ist als dein Porsche. Du kannst es nicht überholen.
Hinter dir verfolgen dich in kurzer Distanz ein UFO und ein Hubschrauber auf Bodenhöhe.

Was unternimmst du, um dieser Situation gefahrlos zu entkommen?










Du steigst vom Kinderkarussell ab und nimmst Dir vor, auf dem Weihnachtsmarkt in Zukunft entschieden weniger Glühwein zu saufen.

Verfasst: 20.11.2006, 16:05
von Olaf Kurth
"Imma wieda a Klassiker !!!"



Der Adpfent ist die schönste Zeit im Winter. Die meist'n Leute haben im Winter eine Grippe. Die ist mit Fieber. Wir haben auch eine, aber die ist mit Beleuchtung. Drei Wochen vorm Christkindl stellt der Papa die Krippe im Wohnzimmer auf und meine kleine Schwester und ich dürfen dabei helfen. Viele Krippen sind fad, unsere aber nicht, weil wir haben mords tolle Figuren drin. Ich habe einmal den Josef und das Christkindl aufn Ofen gestellt, damit sie es schön warm haben und es war ihnen zu heiß. Das Christkindl ist ganz schwarz wordn und den Josef hats zrissen. Ein Haxn von ihm ist bis in den Keksteig geflogen und es war kein schöner Anblick. Meine Mama hat ma a Fotzn gegeben und gesagt, dass net amal die Heiligen vor meiner Blödheit sicher san. Wenn Maria ohne Mann und ohne Kind herumsteht, schaut des net guat aus. Aber ich habe Gottseidank viele andere Figuren und der Josef ist jetzt der Donald Duck.

Als Christkindl wollte ich den Asterix nehmen, weil der als einziger so klein ist, dass er in den Futtertrog paßt. Da hat aber meine Mama gesagt, da Asterix is koa Christkindl, da is des schwarze Chrindkindl noch gscheiter. Es ist zwar verbrannt, aber immerhin a Christkindl. Hinterm Chrstinkindl stehen 2 Oxn, ein Esel, ein Nilpferd und ein Brontosaurier. Das Nilpferd und den Saurier habe i hingestellt, weil dass de Oxn und der Esel net so allein san. Links neben dem Stall kommen gerade die heiligen drei Könige daher.

Ein König ist dem Papa im letzten Adpfent beim Putzen abigefallen und er war dodal hin. Jetzt haben wir nur mehr zwei heilige Könige und einen heiligen Batman als Ersatz. Normal haben die heiligen Könige eine Haufen Zeug fürs Christkindl dabei, nämlich Gold, Weihrauch und Püree. Von den unseren hat einer stattn Gold a Kaugummipapierl dabei, des glänzt a so schön. Der andere hat a Malboro in der Hand, weil wir keinen Weihrauch haben. Aber die Malboro raucht auch schön, wenn man sie anzündet. Der heilige Batman hat a Pistole dabei. Des is zwar kein Geschenk fürs Christkindl, aber er kann es vorm Saurier beschützen.

Hinter den drei Heiligen sind ein paar rothäutige Indianer und ein kaasiger Engel. Dem Engel fehlt ein Fuß, darum haben wir ihn auf ein Motorrad gesetzt, damit er sich leichter tut. Mit dem Motorrad kann er fahren, wenn er nicht gerade fliegt. Rechts neben dem Stall haben wir ein Rotkäppchen hingestellt. Sie hat eine Pizza und drei Flaschen Gösser für die Oma dabei. Einen Wolf haben wir nicht, darum lurgt hinterm Baum eine Sau als Ersatzwolf hervor. Mehr steht in unserer Krippe nicht. Aber das reicht voll.

Am Abend schalten wir die Lampen ein und dann erst ist unsere Krippe richtig schön. Wir sitzen so herum und singen Lieder vom Adpfent. Manche gefallen mir, aber die meisten sind mir zu fad. Mein Opa hat mir ein Lied vom Adpfent gelernt, das geht so:

"Adpfent, Adpfent, da Obstler brennt.
Erst saufst oan, daun zwoa, drei oder vier
daun hauts di mit da Birn auf Tür!"

Obwohl dieses Gedicht recht schön ist, hat Mama gesagt, dass ich es mir nicht merken darf (der Papa singts aber auch oiwei!). Bis man schaut ist der Apfent vorbei und Weihnachten auch und so geht das Jahr dahin.

Aber eins ist gwiss: Der nächste Adpfent kommt bestimmt!

Frohe Adpfentszeit :smt043



PS: Eine nicht alltägliche Form der Verkehrsberuhigung: http://www.speedbandits.dk

Verfasst: 23.11.2006, 14:58
von Olaf Kurth
Rätsel:

Eine Mutter ist 21 Jahre älter als ihr Kind.
In 6 Jahren ist das Kind 5 mal so jung wie die Mutter.

Frage: Wo ist der Vater?

Die Aufgabe ist nicht so unlösbar, wie es auf den ersten Blick
aussieht... Erstmal rechnen!!!

Es läßt sich wirklich mathematisch lösen!!!

Lösung folgt, versprochen.

Gruß, Olaf

Verfasst: 23.11.2006, 16:47
von StephanSchmidt
Das Kind ist heute K Jahre und seine Mutter heute M Jahre alt.

Wir wissen, dass die Mutter 21 Jahre älter ist, als das Kind.

Demzufolge: K + 21 = M

Wir wissen auch, dass in 6 Jahren, das Kind 5 mal jünger sein wird, als die Mutter.

Also können wir folgende Gleichung aufstellen:

5 (X + 6) = M + 6

Wir ersetzen M durch K und fangen an aufzulösen

5 (K + 6) = K + 21 + 6

5K + 30 = K + 27

5K - K = 27 - 30

4K = -3

K = -3/4



Das Kind ist heute -3/4 Jahre alt, was gleich ist wie -9 Monate.



Mathematisch gesehen, können wir dadurch beweisen,
das die Mutter in diesem Moment

DURCHGEBÜRSTET WIRD!!

Ergebnis:
DER VATER IST AUF DER MUTTER!

Verfasst: 23.11.2006, 17:05
von Tobsn
Oder drunter, zumindest drin... 8)

Verfasst: 23.11.2006, 21:49
von Olaf Kurth
Ohhhhhhhhhhhhhhhh, ihr seid so gemein, aber das Rätsel ist offensichtlich gelöst......... :smt080 :smt079

Verfasst: 23.11.2006, 22:08
von StephanSchmidt
O.K., weil ich so schnell gelöst habe stelle ich ein neues Rätsel:

Im Hochsicherheitstrakt eines Gefängnisses soll ein Gefangener baden. Hierzu wird er in eine spezielle Zelle geführt. Diese ist genau 1,80 Meter lang, 1,80 Meter breit und 2,60 Meter hoch. Darin befindet sich eine Badewanne mit 250 Liter Fassungsvermögen, die fest einbetoniet ist. Der Raum hat keine Fenster und nur eine Tür. Diese ist aus Stahl und absolut wasserdicht. In der Mitte der Decke ist ein runder Lüftungsschacht mit 12 cm Durchmesser und abnehmbarem Gitter. Der Wärter erklärt dem Gefangenen, dass er in genau 3 Stunden wiederkommt und ihn abholt. Als der Gefangene kurze Zeit später den Wasserhahn aufdreht, bricht jedoch der Griff ab und er kann das Wasser nicht mehr abstellen. Das Wasser fließt unaufhörlich mit 60 Litern pro Minute, und die Stahltür ist ausbruchsicher verschlossen. Was kann er tun, damit er nicht ertrinkt?

Verfasst: 23.11.2006, 22:18
von Ricci
Grüss Euch!

Die verdammte Wanne wird ja wohl einen Abfluss haben, oder?

Verfasst: 23.11.2006, 22:25
von Horst S.
Hallo,
60 Liter pro Minute ist mächtig Druck. Wieviel Liter fliessen denn ab pro Minute?

Gruss Horst

Verfasst: 23.11.2006, 22:33
von Ricci
60 Liter pro Minute sind 1 Liter pro Sekunde, eigentlich halb so wild, wieviel abfliesst hängt von der Grösse des Abflusses der verdammten Wanne ab...

Verfasst: 23.11.2006, 22:43
von Ricci
...sofern diese einen hat.
(nebenbei: Ein normaler Wasserhahn spuckt ca. 0,5 l pro Sekunde aus)

Verfasst: 23.11.2006, 22:49
von StephanSchmidt
Das ablaufende Wasser reicht aus um ihm soviel Zeit zu verschaffen bis der Wärter zurück ist !