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Verfasst: 11.12.2004, 18:43
von Nico (Berlin)
Hallo!
Ich fände es nicht gut, wenn der Thread geschlossen würde. Die Umgangsformen wurden gewahrt. In einem Diskussionsforum sollte doch auch eine solche möglich sein, ohne, dass sie durch dritte beeendet wird, oder? Gibt ja doch kontroversere Themen als die Bremse von Rolle X.

Mit vorweihnachtlichen Grüssen
Nico

Verfasst: 11.12.2004, 21:12
von Noellgen, H
Hallo Leute,
jetzt muss dieser thread auch noch das statement eines ausgemachten Laien ertragen, nämlich meins.
Ich benutzte die Zweihandrute nur gelegentlich, auch bei der Lachsfischerei,
da in Irland zumeist die Einhandrute ausreicht.
Wenn ich aber die Zweihand benutze, dann nehme ich keinen Schusskopf,
sondern eine DT- oder WF-Leine, denn:
Gerade beim Speycast oder Unterhandwurf, der in meinen Augen nur eine
Modifikation des Speycastes ist, muss die Schnurlänge variabel sein.
Weil, wie vorher ausgiebig ausgeführt, die Adhäsion von Fliege, Vorfach
und Schnur auf dem Wasser eine wesentliche Rolle spielen, ist beispielsweise
die Fliessgeschwindigkeit eine wichtige variable.
Somit müsste sich jeder Schusskopfbenutzer jeden Tag einen neuen,
heute passenden Shooting Head schneiden.
Dazu habe ich keine Lust und ich bin auch zu geizig dafür.
Jedenfalls ist klar, dass nicht jeder mit dem vom Master Caster xy zurechtgestrickten Gerät klar kommt, da äussere Variablen wie auch
individuelle Vorlieben eine wesentliche Rolle spielen.
Tight lines,
Heiner

Verfasst: 11.12.2004, 21:51
von Nico (Berlin)
Daher werden die Fsche auch ausschliesslich von den Speyline-Fischern gefangen. Die Jungs mit den Schussköpfen stehen ja immer am Ufer und basteln an ihrem Getackle rum. ;-) Oder sollte das mit den Schussköpfen dich funktionieren? Heiner, Deine Signatur verstehe ich nicht, ist das heute der Umgang, den man im Internet pflegt, oder eine besondere Art von Humor, die ich nicht verstehe?

Nico

Verfasst: 11.12.2004, 22:41
von Noellgen, H
Hallo Nico,
Die Signatur hat mit Humor leider nicht all zu viel zu tun. Ursache ist ein
Thread in der Vergangenheit, in folge dessen der Webmaster nahe daran
war, das Handtuch zu werfen.
Er wurde permanent angefeindet, da einige Beiträge in diesem Forum
gewissen Leuten nicht passten, was dann zu Zensurmassnahmen
(Löschungen) führte , die wiederum mir nicht passten.
Ich weise lediglich darauf hin, dass ich für meine postings selbst verantwortlich bin und man bitte den Webmaster diesbezüglich in Ruhe
lassen möge.
Da dies offenbar zu Missverständnissen führt, werde ich das nochmal
überdenken.
Ansonsten bin ich er Meinung, dass jeder nach seiner Fasson selig
werden möge.
Tight lines,
Heiner

Verfasst: 12.12.2004, 18:04
von Johannes B.K.
Hallo zusammen,

auch wenn der Tread schon fast zu Ende ist, ich habe da nochmal eine Frage! Leider konnte ich erst am Wochenende den Tip vom Hans probieren ( ich bin kein Fachmann an der zweihand ). Ich habe zwei Köpfe vom - wie schreibt ihr hier so nett - "Griechen" und habe mal den Vorschlag vom hans probiert! Den längeren ( und schwereren? ) habe ich auf die kürzere Rute montiert und wie vom Hans empfohlen reingestrippt. An der Stelle, wo ich eine gutes gefühl hatte, ahbe ich eine markierung gemacht und das ganze mal gewogen! er war leichter als der eigentlich für diese Rute vorgesehene!
habe ich was falsch gemacht? ist vielleicht das Gewicht, was sich in den Ringen befindet, schädlich beim Probieren. Für eine antwort der fachleute
dankt Euch
der Johannis

Verfasst: 12.12.2004, 19:59
von Hans Spinnler
Hallo Johannes,
Du hast nichts falsch gemacht. Massgebend für die Aufladung der Rute ist der ST ausserhalb der Rutenspitze. Wenn Du Dir aber noch nicht ganz sicher bist ob Du bei Deiner Markierung schnippeln sollst, dann gib noch einen halben Meter dazu, drück die Augen zu und schneid ab. Du montierst den Kopf provisorisch an der Runningline und wirfst eine Weile damit, wenn möglich am Wasser ( Ueberkopf und Switch ) und mit Vorfach. Für die
"Feinabstimmung" des ST wiederholst Du einfach den ersten Schritt.
Je öfters Du wirfst, bevor Du den finalen Schnitt machst, desto besser wird Dein "Gefühl" für das nötige Gewicht das Deine Rute braucht.

-er war leichter als der eigentlich für diese Rute vorgesehene!-
Es kann sein, dass die Herstellerangaben nicht stimmen.
Wenn Du mit Deinen erzielten Wurfdistanzen mit dieser Schnur zufrieden bist und dies ohne Kraftaufwand, die Rute hat sich Aufgrunde des richtigen Schnurgewichtes der Leine aufgeladen, dann passt es. Hast Du aber durch Körpereinsatz (Vor - ud Zurückpendeln des Oberkörpers) und durch Muskelkraft die fehlende Aufladung der Rute kompensiert um Distanzen zu erreichen, dann ist der ST zu leicht/zu kurz.
Du merkst, dass eine saubere, exakte Wurftechnik ( Stopp Vorwurf um 10.00 / Stopp Rückwurf um 01.00 / gerader Arbeitsweg) von Vorteil ist, wenn man sich einen Kopf zurechtmachen will. Also werfe ruhig einige Tage mit dem, 50 cm zu langen Kopf bevor Du ihn zerschneidest.
Viel Spass
Hans

Verfasst: 12.12.2004, 20:51
von Johannes B.K.
Hallo Hans,

vielen Dank für Deine schnelle Antwort ( wo ist der "Tyer ")! Meine Frage: Wenn ich beide Köpfe werfe ( sind auf gleicher Länge gelich schwer ) wieso ist der längere Kopf nach meinem Gefühl dann kürzer? Ich habe ja noch das Gewicht des Kopfes in der Rute! Verstehe mich nicht falsch, ich könnte alle meine Köpfe beim "Griechen" kaufen ( übrigens nchmal schönen Dank für die schönen Schlaufen an den "Griechen" ), aber ich möchte das mal selber können. Wenn das gewicht in der Rute eine Rolle spielt, ich habe einen 8-9 ungekürzt und einen 8-9- gekürzt, wie merke ich als Anfänger das richtige Gewicht? Du schreibst von 50 cm! Macht das soviel aus?

Wir erkenne ich das richtige Gewicht und wofür ist das wichtig? Lädt sich die Rute erst beim richtigen Gewicht gut auf? Was meinst Du?

Die Köpfe von Loop sind mir mal micht empfohlen worden. mann sagte mir, sie sind zu leicht. Ist das deine pers. vorliebe etwas leichtere schussköpfe zu wrefen? Du wirfst ja mehr mit technik - besser?

Verfasst: 12.12.2004, 22:36
von Hans Spinnler
Hallo Johannes,
sorry, aber diesen Teil Deiner Fragen verstehe ich nicht.
-wieso ist der längere Kopf nach meinem Gefühl dann kürzer? Ich habe ja noch das Gewicht des Kopfes in der Rute!-

Das Gewicht in der Rute spielt keine Rolle. Die 50 cm längere Schnur (länger als Deine Markierung) soll auch ausserhalb der Spitze sein und geworfen werden bis Du über die definitive Schnurlänge/Gewicht, sicher bist.
Ich glaube, Du bist noch zu unsicher in den Grundregeln des Fliegenwerfens. Ob Ein - oder Zweihand. Lass Dich bitte vom "Griechen"(Kann mir mal jemand einen Tip geben, wer das ist?Wie man so liest, ist er sehr kompetent.) direkt beraten.
-Wir erkenne ich das richtige Gewicht und wofür ist das wichtig? Lädt sich die Rute erst beim richtigen Gewicht gut auf? Was meinst Du?
Diese Frage hast Du gleich selbst beantwortet. Ja. die Rute lädt sich beim richtigen Leinengewicht am besten auf und "arbeitet".

-Die Köpfe von Loop sind mir mal micht empfohlen worden. mann sagte mir, sie sind zu leicht. Ist das deine pers. vorliebe etwas leichtere schussköpfe zu wrefen?-
Ein kleiner,banaler Vergleich:
Einen Gipssack mit 20kg träst Du mit Sicherheit länger und weiter als einen Sack mit 30kg Gewicht.

Ich mag die Loop LC Schussköpfe sehr gerne. Ich kürze sie nach meinem persönlichen Geschmack, auf die, für mich, richtige Länge ein.
(10er Rute =10er ST=11.50m )Dies ist meine Standardschnur zum switchen und Ueberkopfwerfen.
Sehr weite Wurfdistanzen, mehrheitlich Ueberkopf:
Langer Kopf, ca 13.50m, gleiche Schnurklasse.
Kein Platz zum werfen(Auch nicht für das D seitlich/hinter mir:
Kurzer Kopf, ca 8m , 1-2 Schnurklassen höher.

-Du wirfst ja mehr mit technik - besser?-
Viiiiiel besser als mit Kraft. Weniger ist oft mehr.
Hans

Verfasst: 12.12.2004, 22:40
von Kay H./Hamburg
Hallo Johannes ,

Wenn Du dann die richtige länge hast kauf Dir eine Digitalwaage , sowas brauch man wenn man Köpfe zurechtschneidet !

Schreibt dochmal was Du für eine Rute fischt wenn Du eine Waage hast wie schwer u. lang die Köpfe sind !
Das sieht mir ganz nach Einhand aus;) !

Johannes wenn Du Anfänger bist laß die Finger davon , einen Kopp für eine Rute zu schnibbeln setzt voraus das man Werfen kann , der Kopf kann Optimal sein den Du bekommen hast !

Mit Schußköpfen zu experimentieren setz schon Fliegenfischertechnischesgrundwissen voraus:) ! Weil Du gefragt hast ++++
Wie erkenne ich das richtige Gewicht und wofür ist das wichtig +++Lädt sich die Rute erst beim Richtigen Gewicht Gut auf+++++

Diese Fragen sind echt hart darüber sind schon Bücher geschrieben worden:) !

Verfasst: 12.12.2004, 22:47
von Kay H./Hamburg
@Hans PN ist unterwegs

Verfasst: 12.12.2004, 22:59
von Johannes B.K.
Hallo hans,

nochmals vielen Dank für deine Hilfe! Meine frage war auch nicht gut formuliert! Ich habe den Kopf für die längere Rute ( der kopf ist schwerer und länger ) auf die Kürzerer Rute montiert und probiert, deiner Empfehlung zu folgen. Da ich aber den schwere teil des kopfes "in der Rute" habe, ist diese natürlch noch mehr belastet, als wenn ich den Kopf schon abgeschnitten habe ( der Kopf vom Griechen für die kürzere rute ist leichter und auch kürzer als der andere, ich habe aber das gewicht in der Rute und glaube, das das stört ). Irgendwie habe ich dabei ein schlechtes gefühl!

Mit dem Tyer gab es ein wenig ich möchte mal sagen differenzen weil ihr über das Gewicht gestritten habt. Ist das gewicht nicht entscheidend? ich habe gelesen, das alle schnüre, egal ob Einhand oder Zweihand, in AFTMA-Klassen eingeteilt sind und die nach Gewicht eingestuft werden. Ist das dann mit dem gewicht nicht richtig?

Danke
Johannes

Hallo Kay,
ja, der Kopf ist optimal! Und die schlaufe ist perfekt. Den ( darf man eigentlich sein richtigen Namen hier nicht nennen ) Griechen find ich gut!

Verfasst: 13.12.2004, 10:30
von Nico (Berlin)
Morgen!
@Johannes: Das Gewicht der Sk ist natürlich sehr relevant. Darum gibt es ja auch die Gewichtsangaben bei den Dingern. Es ist in der Tat ewas Erfahrung nötig, um sie abzustimmen. Dazu gehören natürlich auch werferische Fähigkeiten. Ich würde mich wirklich mal an jemanden wenden, der sich auskennt. Wenn Du einmal gut abgestimmtes Gerät hast, fällt es in Zukunft leichter, weitere Köpfe auszuwählen, weil Du dann auch weisst, welches Gewicht und welche Länge Dir entgegenkommt. Die einen bevorzugen lange, die anderen eher kurze Leinen.

@Hans: Ich komme mit Deinen Vergleichen nicht so gut klar. Es ist etwas anderes, ob bei Broten, das eine 1000 und das andere 997g wiegt, oder ob ein SK ein paar Gramm mehr oder weniger wiegt. Da ist doch relativ zu sehen. Ein vergleich meinerseits: meinst Du nicht, man merkt, ob man 1g oder 5g Salz in die Suppe getan hat ;-)? Es immer die Frage, wo ein Gewichtsunterschied zum Tragen kommt.

Der mit dem Gipssack stimmt so ja auch nicht, danach müsste ja die Leine immer besser und weiter zu werfen sein, je leichter sie ist. Danach müsste ich ja mit einer 5er Schnur auf der 10/11er Zweihand unermessliche Weiten erreichen.

Du hast nat. recht, das man mit Technik besser wirft, als mit Kraft, gute Werfer fischen ja oft etwas leichtere Köpfe. Aber trotzedm muss dieser doch zur Rute passen, oder?

Gruss

Nico

Verfasst: 13.12.2004, 15:24
von Kay H./Hamburg
Original geschrieben von Johannes B.K.
Hallo hans,


Hallo Kay,
ja, der Kopf ist optimal! Und die schlaufe ist perfekt. Den ( darf man eigentlich sein richtigen Namen hier nicht nennen ) Griechen find ich gut!
Ich meine schon das wir hier unsere Namen (Nick) nennen können , ich finde "Grieche" nicht gut , wir sollten ab jetzt bei "Rodmaker" bleiben da wissen die ,die es wissen auch wer gemeint ist !

Gruß

Verfasst: 13.12.2004, 16:58
von Hans Spinnler
Hallo Nico,
sorry, habe mich scheinbar nicht verständlich genug ausgedrückt.

Das mit dem Brot/Gewichtsunterschied bezieht sich NUR auf die Wurftechnik, nicht auf die optimale Aufladung der Rute.

-Der mit dem Gipssack stimmt so ja auch nicht, danach müsste ja die Leine immer besser und weiter zu werfen sein, je leichter sie ist. Danach müsste ich ja mit einer 5er Schnur auf der 10/11er Zweihand unermessliche Weiten erreichen.-
Jeder interpretiert eben anders. Ich versuche es anders zu formulieren.
Wenn ich mit meinem Standard-ST ( 10er, 11.50m) mit meiner 10er Rute werfe und versuche, technisch sauber zu werfen, kann ich mit dieser Gerätekombination in Verbindung mit einer sauberen Wurftechnik, länger und ermüdungsfreier fischen. Würde ich aber auf meiner 10er Rute einen Kopf, der schwerer ist (falsche Herstellerangaben oder bewusst eine Klasse höher gewählter Kopf), benutzen, hätte ich auf Dauer gesehen einen grösseren Aufwand beim Fischen. (Aufgrund des höheren Schnurgewichtes).

-Aber trotzedm muss dieser doch zur Rute passen, oder?-
Klar, je perfekter, desto lockerer geht die Werferei. Habe ich, glaube ich, schon mehrmals erwähnt.

Z.B.-Johannes-
-Diese Frage hast Du gleich selbst beantwortet. Ja. die Rute lädt sich beim richtigen Leinengewicht am besten auf und "arbeitet".-
-die Rute hat sich Aufgrunde des richtigen Schnurgewichtes der Leine aufgeladen-

Gruss
Hans