Servus,
Michl hat Folgendes geschrieben: muß da mal eine Lanze brechen für Mario und Hans.
Ich glaube nicht das wir in dieser Unterhaltung irgendwelche Lanzen haben die gebrochen werden müssen! Wir diskutieren doch nur, bitte nicht immer so negativ denken.
Ich sehe das mit den Nagern völlig anders. Ist doch klar, oder.
Was heißt den hier immer ausgestorben? Jetzt mal langsam, soweit wie ich das mitbekommen habe ist der Biber in Deutschland nicht ausgestorben, sondern nur in einigen Regionen und dort ist er nicht ausgestorben weil er keine Lebensräume mehr hatte, sondern weil man ihn zu stark bejagt hat!! (zuviel Bibergeil… und Mützen daraus gemacht und so.)
„Zitat“ In Mitteleuropa überlebten nur kleine Restbestände am Mittellauf der Elbe zwischen Torgau und Magdeburg, einschließlich der Unterläufe von Saale, Mulde und Schwarzer Elster.
Der Biber breitet sich in Deutschland und Europa immer noch aus und erobert sich die alten Lebensräume wieder zurück!!
Jetzt zur Abwechslung mal die positiven Seiten der Biber!
Biber zerstören nicht, sondern renaturieren die Fliesgewässer und Auenlandschaften, sie schaffen so die Existenzbedingungen für eine artenreiche Tier- und Pflanzenwelt.
Sie können uns Menschen in Sachen Renaturierung viel Arbeit und Geld sparen, wer sich mal ein wenig mit Renaturierung von Fliesgewässern auseinandersetzt, der wird wissen, dass dabei sehr viel mit Totholz gearbeitet wird. Da werden regelrecht Biberaktivitäten nachgeahmt oder nachgebaut, mit viel Zeit und Geldaufwand, was der Nager, wenn vorhanden, für uns kostenlos macht!!
Verlag: Wasser+Umwelt, Walzbachtal
ISBN 3-939137-01-4
www.wasserverlag.de
Biber nagen in der Regel überwiegend nur zur kalten Jahreszeit an den Bäumen rum und in einer Auenlandschaft sind die meisten Baumarten bestens daran angepasst wie z.B. Weiden, Schwarzerle,…
www.hallobiber.ch/Pages/Lexikon_Menu.html
In der warmen Jahreszeit stehen bis zu 300 Pflanzenarten als Nahrung zur Verfügung!!
„Schäden in der Landwirtschaft“ mal ehrlich könntet ihr an seiner Stelle am Schlaraffenland vorbeischwimmen wo es leckeren Raps, Mais, Getreide, Zuckerrüben,…gibt um dann an harten Eichen oder bitteren Kräutern rumzuknabbern???
Ich habe gehört dass durch so genannte „Biberschäden“ landwirtschaftlich genutzte Flächen die Überflutet wurden, den betroffenen Landwirten ein Flächentausch angeboten wurde. (Ich glaube das war auf „Antenne Bayern“! Letzte Woche??)
Das ist doch das Beste überhaupt, der Biber kann den Lebensraum weiter Renaturieren,
die Fische profitieren sogar doppelt und der Bauer hat keine Ernteausfälle mehr bei Hochwasser.
Dass Jäger ganz anders argumentieren ist doch völlig klar!! Die haben ja auch zum Teil gaaaaanz andere Interessen am Biber als wir Angler!! Würde ich doch genau so machen bei ca. 20 Tausend Bibern in Deutschland.
(Trotz des «Exportstopps» rechnet Ibe nicht mit einer weiteren Zunahme des Bestands in Sachsen-Anhalt. Die Zahl der Reviere ist begrenzt, die Natur stellt sich auf diese Situation ein. Unter anderem würden weniger Biber geboren.)
http://www.anhaltweb.de/article-4679.html%20-%2024k
Ich bin nicht gegen eine nachhaltige Jagt auf Biber, aber ich empfinde es in den meisten Regionen lediglich noch als zu früh, wo Klärwerke betroffen sind werden die Nager schon immer entfernt das sollte nicht verschwiegen werden. Wenn die Nager weiterhin geschützt bleiben, was ich hoffe, werden vielleicht noch öfter Landwirte bereit sein, Flächen am Wasser zu tauschen und für die Fische und uns Angler wäre das ne feine Sache. Wenn der Biber erst einmal zur Jagt freigegeben ist, kommt es bestimmt nicht mehr zu einem Flächentausch!!
Mit freundlichen Grüßen Christian S.
Sollte ich den einen oder anderen Schreibfehler drin haben! „Nobody is perfect“!
Und ich glaube das kann Hans und alle anderen hier auch unterschreiben.
PS: Und um noch mal eine kleine Themenverfehlung zu betreiben: eigene Erfahrungen sollte man vielleicht auch nicht überbewerten!!! Denn die sind auf andere Regionen oftmals nicht so einfach übertragbar!! Bachforellen sind sehr Anpassungsfähig und ich glaube 1m und mehr ist in einigen Regionen kein Problehm!! Mal nicht vergessen dass auch die flossenlahmen Forellen ein Dämmchen von 1m, bei erhöhtem Wasserstand oftmals sogar leicht Überschwimmen können.