Verfasst: 02.11.2010, 05:21
Hallo Jens, das habe ich!
Ich nehme mal als Beispiel die Saale in Thüringen.
(Viele aus dem Forum haben dort gefischt.)
Es gab ab der Talsperre (Eichicht) bis nach Rudolstadt einen wunderschönen Äschenbestand! (Schau mal in die Anfangszeit des Forums zurück. 1999)
Wir haben uns dort wie im "Fliegenfischerparadies" gefühlt!
In der Posseltstrecke (Eichicht) haben wir Äschen auf Sicht gefangen. Es war ein wundervoller Bestand, der es auch erlaubte einmal eine Äsche zum Verzehr mitzunehmen.
Alle Größen waren vorhanden, vom Brutfisch, bis hin zur 50.
Dann kam der Winter 2002/2003, die Talsperre lag unter Eis und die Kormorane haben einen Festschmaus veranstaltet. (Hier hatte man aber bereits in Niedersachsen massive Schäden. Leine, Ruhme)
2003 haben wir nur noch ganz vereinzelte große Exemplare gefangen.
Forellen wurden dann fangfertig gesetzt. 2004 war die Fischerei dann grottenschlecht, der Fisch war einfach nicht mehr da. Bis auf gesetzte Forellen.
Da sind wir dann an die Gera, Ilm, Werra, Schleuse gefahren.
Die genannten Flüsse wurden in den Folgejahren massiv heimgesucht.
In den Teichwirtschaften war man erschüttert, der Kormoran kam, speiste und war wieder weg! Das kannte man bis dahin nicht!
In den Fließgewässern nahm der "schwarze Siegeszug" seinen Lauf.
Durch Schnabelhiebe verletzte Fische wurden inden heimgesuchten Gewässern zur traurigen Realität.
Da wurde auch der letzte "neutrale Angler" wach.
Wir haben in der Teichwirtschaft Kormoraneinfälle von 300 Stück gehabt. Kleine Hälterteiche haben wir mit Netzen abgedeckt.
Große Teiche (von 3-100 ha) konnten wir nur bewachen. Mit der Flinte!
Klar werden die Schäden größtenteils abgedeckt, aber wenn ein Kunde eine Tonne K1 haben möchte und man ruft an und sagt: "Du, deine Fische kann ich nicht liefern, weil.."
Dann war das mal dein Kunde, der hat damit keine Karpfenproduktion und auch ihm bricht das Geschäft zusammen!
So geht die Kette weiter...
Ich habe das auch immer relativ "neutral" gesehen mit dem Kormoran, aber als er dann an der Flöha Barben von 50 cm aus dem Wasser zog und diese auf dem Kies liegen ließ, war auch mir klar, das endet böse!
Die Vögel würgten erstmal die Fische wieder heraus um starten zu können.
Klar mag es verschiedene Gründe geben, warum er jetzt so stark ins Binnenland zieht. (Überfischung der Meere, reichhaltigeres Futter in besetzten Gewässern etc)
Das möchte ich überhaupt nicht bestreiten!
Ich freue mich über jeden Seeadler, der am Teich seine Kreise zieht!
Jeder Otter ist willkommen.
Aber in erster Linie denke ich als Angler und Fischer!
Für mich haben Fischarten wie das Neunauge und die Äsche absolute Priorität! Die gehören in das Gewässer hinein.
Und da bin ich Egoist und denke auch an mein Hobby!!!!!
Nimm mal an einem verschneiten Winterabend das Buch "Erlebtes Fliegenfischen" vom alten Ritz...
Da bekommt man Gänsehaut und fast solche "geschichtlichen Zustände" hatten wir an einigen Gewässern gehabt!
Ich habe feinste Äschenfischerei erlebt und bin der Meinung, dafür sollte man alles in Bewegung setzen und der Nachwelt auch das Erlebnis "Angeln" als Lebenseinstellung ermöglichen.
Und wir sollten unbedingt aufpassen, damit wir die Zeit nicht verschlafen, wo wir noch ernsthaft die Möglichkeit haben den Schaden noch "etwas" in Grenzen zu halten.
Rein vom jagdlichen her ist der Kormoran nicht zurückzudrängen. Wer daran glaubt, der wird schnell enttäuscht sein. Aber es ist besser, als tatenlos zuzuschauen und über andere Gründe nachzudenken, warum die Äsche, der Leitfisch einer Region verschwindet.
Das ist meine Meinung, viele mögen da anders denken.
Ich nehme mal als Beispiel die Saale in Thüringen.
(Viele aus dem Forum haben dort gefischt.)
Es gab ab der Talsperre (Eichicht) bis nach Rudolstadt einen wunderschönen Äschenbestand! (Schau mal in die Anfangszeit des Forums zurück. 1999)
Wir haben uns dort wie im "Fliegenfischerparadies" gefühlt!
In der Posseltstrecke (Eichicht) haben wir Äschen auf Sicht gefangen. Es war ein wundervoller Bestand, der es auch erlaubte einmal eine Äsche zum Verzehr mitzunehmen.
Alle Größen waren vorhanden, vom Brutfisch, bis hin zur 50.
Dann kam der Winter 2002/2003, die Talsperre lag unter Eis und die Kormorane haben einen Festschmaus veranstaltet. (Hier hatte man aber bereits in Niedersachsen massive Schäden. Leine, Ruhme)
2003 haben wir nur noch ganz vereinzelte große Exemplare gefangen.
Forellen wurden dann fangfertig gesetzt. 2004 war die Fischerei dann grottenschlecht, der Fisch war einfach nicht mehr da. Bis auf gesetzte Forellen.
Da sind wir dann an die Gera, Ilm, Werra, Schleuse gefahren.
Die genannten Flüsse wurden in den Folgejahren massiv heimgesucht.
In den Teichwirtschaften war man erschüttert, der Kormoran kam, speiste und war wieder weg! Das kannte man bis dahin nicht!
In den Fließgewässern nahm der "schwarze Siegeszug" seinen Lauf.
Durch Schnabelhiebe verletzte Fische wurden inden heimgesuchten Gewässern zur traurigen Realität.
Da wurde auch der letzte "neutrale Angler" wach.
Wir haben in der Teichwirtschaft Kormoraneinfälle von 300 Stück gehabt. Kleine Hälterteiche haben wir mit Netzen abgedeckt.
Große Teiche (von 3-100 ha) konnten wir nur bewachen. Mit der Flinte!
Klar werden die Schäden größtenteils abgedeckt, aber wenn ein Kunde eine Tonne K1 haben möchte und man ruft an und sagt: "Du, deine Fische kann ich nicht liefern, weil.."
Dann war das mal dein Kunde, der hat damit keine Karpfenproduktion und auch ihm bricht das Geschäft zusammen!
So geht die Kette weiter...
Ich habe das auch immer relativ "neutral" gesehen mit dem Kormoran, aber als er dann an der Flöha Barben von 50 cm aus dem Wasser zog und diese auf dem Kies liegen ließ, war auch mir klar, das endet böse!
Die Vögel würgten erstmal die Fische wieder heraus um starten zu können.
Klar mag es verschiedene Gründe geben, warum er jetzt so stark ins Binnenland zieht. (Überfischung der Meere, reichhaltigeres Futter in besetzten Gewässern etc)
Das möchte ich überhaupt nicht bestreiten!
Ich freue mich über jeden Seeadler, der am Teich seine Kreise zieht!
Jeder Otter ist willkommen.
Aber in erster Linie denke ich als Angler und Fischer!
Für mich haben Fischarten wie das Neunauge und die Äsche absolute Priorität! Die gehören in das Gewässer hinein.
Und da bin ich Egoist und denke auch an mein Hobby!!!!!
Nimm mal an einem verschneiten Winterabend das Buch "Erlebtes Fliegenfischen" vom alten Ritz...
Da bekommt man Gänsehaut und fast solche "geschichtlichen Zustände" hatten wir an einigen Gewässern gehabt!
Ich habe feinste Äschenfischerei erlebt und bin der Meinung, dafür sollte man alles in Bewegung setzen und der Nachwelt auch das Erlebnis "Angeln" als Lebenseinstellung ermöglichen.
Und wir sollten unbedingt aufpassen, damit wir die Zeit nicht verschlafen, wo wir noch ernsthaft die Möglichkeit haben den Schaden noch "etwas" in Grenzen zu halten.
Rein vom jagdlichen her ist der Kormoran nicht zurückzudrängen. Wer daran glaubt, der wird schnell enttäuscht sein. Aber es ist besser, als tatenlos zuzuschauen und über andere Gründe nachzudenken, warum die Äsche, der Leitfisch einer Region verschwindet.
Das ist meine Meinung, viele mögen da anders denken.