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Re: Scandi - Taper
Verfasst: 25.10.2020, 10:55
von troutcontrol
Re: Scandi - Taper
Verfasst: 25.10.2020, 11:45
von orkdaling
Moin,
Martin, nun wirds interessant, næmlich das was man da vorne dran hængen kann.
Egal wie das Zeug heisst, Leader,Poly oder Wechelspitze, irgendwie muss es ja dran passen( schon um die Ohren zu schonen, haha)
Ein TC Tip von SA mit 3,7m ist halt was anderes als Compact/Xchange Tips von GL denn die gibts nur in 12ft/3,66m auch in 15ft(4,57m)
Die TC gibt es in 8, 10, 12, 15ft . Wenn man die Sinkrate wechseln will oder einfach Ersatz braucht soll man ohne weiteres auf æhnliche Produkte zureuck greifen kønnen.(zu lesen bei einem Hersteller der zahlreiche EH/Switch und DH Kits in Angebot hat)
Die machen sichs ziemlich einfach, auch wenn Sinkrate und Gewicht ueberein stimmen sollten, 10 oder 15ft werfen sich anders und liegen auch anders im Wasser. (kann aber sein das man nur dazu ræt weil es kostenguenstiger ist wenn man nur 2 længen anbietet)
Aber wie man schøn sieht, nicht alles kann man problemlos koppeln und schon gar nicht (gefahrenfrei) werfen.
Nun warte ich aber auf MacKenzie G3 - 3 phased density heads + double density tips
Gruss Hendrik
Re: Scandi - Taper
Verfasst: 26.10.2020, 08:46
von troutcontrol
Re: Scandi - Taper
Verfasst: 26.10.2020, 19:55
von Joosti
orkdaling hat geschrieben:nun wirds interessant, næmlich das was man da vorne dran hængen kann
Hi Hendrik,
ich denke ein ganz entscheidender Faktor für "das was vorn dran kann" ist (neben Gewicht und Länge) der SpitzenØ.
Martin ist ja an etlichen Stellen mit seinen Grafiken darauf eingegangen und sein Shop ist meines Wissens nach der Einzige bei dem man überhaupt Angaben dazu findet.
Wenn das/die/das Leader/Tip/Whatever einen zu dicken Hintern (im Vergleich zu Spitze des Kopfes) hat als dann bricht am Übergang der beiden Teile die Kraftübertragung ein und der Wurf rollt nicht mehr ab.
Aus meiner Erfahrung erziele ich die besten Wurfeigenschaften, wenn das Ende vom Tip ca. 80% vom Ø des Schusskopfes hat.
Mein Messchieber liegt schon nur noch im Schnurkoffer
Wenn man diese 3 Faktoren beachtet kann man auch die Tips unterschiedlicher Hersteller miteinander kombinieren.
So nutze ich z. Bsp. die Hybrid Tips von Vision gepaart mit den 4D Tips von GL (gibt es beide in 11 Gramm bei 15ft).
Damit kann man theoretisch ein Multitip SK mit insgesamt 20 verschiedenen Kombinationen (4 Bellys, 9 Tips) bauen.
Wenn du dir nun passende Skagitköpfe oder Vollschüre holst, die einen für die Tips ausreichenden SpitzenØ haben, kannst du das umfangreiche
Tip Set auf mehreren Ruten gleichzeitig nutzen.
TL Joosti
Re: Scandi - Taper
Verfasst: 26.10.2020, 23:02
von orkdaling
Moin Joosti,
also ich hab keine Probleme damit die Schnuere und Polys zu verbinden, ich weiss was gewichtsmæssig oder im Durchmesser zusammen passt damit das Teil fliegt und nicht als fliegende Fahradkette durch die Luft eiert. Das "weitwerfen" ist auch nicht das Problem , eher das die Gesamtmontage in der richtigen gewuenschten Lauftiefe bleibt. Mit jeder Sinkrate kommst du irgendwann unten an. Aber wie verhælt sie sich in der Abtrift, beim Strippen, beim Menden.
Das erreiche ich aber nicht nur ueber eine Sinkrate, auch ueber die Længe des sinkenden Teils.
Ich schreibe absichtlich"Længe des sinkenden Teils" weil das nicht nur bei den zusammengesetzten Montagen wie Skagit oder Multi Tip Schnueren so ist, nee das ist auch so bei Køpfen und Vollschnueren mit integrierter Sinkrate.
Grade heute eingestellt , Skagit mit ca 8m und 40g, da kannst du natuerlich etwas vorne dran hængen um auf eine bestimmte Tiefe zu kommen.
Ich schreibe absichtlich Tiefe und nicht Weite, Sinn und Zweck der Sinkraten ist nicht das Weitwerfen.
Nehmen wir mal an ich will da was mit S4 ran hængen. Geht zweifellos , muss halt sehen das ich was im passenden Durchmesser finde, das der Uebergang stimmt, natuerlich auch das Gewicht.
Ich kønnte aber auch eine 12 lange Schnur benutzen , z.B. eine I/S2/S4.
Im erstem Fall hast du einen 8m Floater +4 m Poly, im zweitem Fall aber 12m die komplett eine grøssere Dichte als Wasser besitzen und sich damit komplett anders verhalten.
Selbst eine Schnur mit gleicher Sinkrate, oder Belly mit Wechselspitze verhalten sich komplet anders auf Grund der verschiedenen Længen des verdichten Teils. Eine F/S3 mit 3m integriertem Sinkteil ist was anderes als eine mit 4,5m.
Daher bin ich immer an Infos zu den Tapern interessiert, und da liefert Martin doch gute Dienste.
Auf manchen Seiten findet man sehr schøne Produktinformationen, bei einigen Herstellern eher weniger.
Das ist so bei Skagit, bei Polys oder bei meinen meist genutzten Scandi oder den Long Bellys (Trad. Spey)
An hand der Masseverteilung, Durchmesser kann ich sehen was oder ob ich noch was anhængen kann.
Fische sehr oft Scandi F/H/I , je nach Hersteller ca 12-13m. Die laufen so duenn aus das da eben nichts ran passt, nur ein getrapertes Vorfach.
Aber von gleicher Firma der Scandi Short hat halt ein anderesd Taper und ich kann notfalls eine Sinkrate anhængen.
Oder um bei den I/S2/S4 zu bleiben den ich anfangs der Saion fische, sein kleiner Bruder der entsprechende Short hat selbe Sinkrate und Gewicht ist aber kuerzer und læsst sich problemlos mit einem S6 koppeln.
Æhnlich ist es bei den Polys, Ledern oder Wechselspitzen der verschiedensten Hersteller.
Mal hat man mehr Infos , mal weniger, meist Gewicht und Længe.
Wie sieht aber die Masseverteilung aus bei einer 2 tufigen Wechselspitze, oder bei einem Poly S3/S5 und wie laufen die vorn und hinten aus?
Wo passt das Teil also ran?
Hab zB Vollschnuere mit Wechselspitze die haben 4,5m und 8g , da passt der Compact/Xchange super weil den gibts mit 15ft/8g ( F, H/I, S3/4 und S6/7)
Andere haben aber eben 8g bei nur 3m, fallen insgesamt dicker aus, passen nicht so gut zusammen und liegen nicht so ruhig im Wasser.
Am Beispiel siehst du das es doch sehr gut ist wenn man Infos bekommt und nicht lange suchen oder gar experimentieren muss damit man das richtige findet. Sowohl zur Masseverteilung, wie das Front Taper ausfællt (Schnur/Kopf) und auch bei dem was ich vorne anhængen will, passend oden eben nicht.
Das ist aber nicht nur bei Skagit und Scandi so, es gibt ja auch EH -Køpfe /Schnuere.
Køpfe mit den unterschiedlichsten Profilen, EH-Muli Tip oder auch WF mit den verschiedensten Tapern, Sinkraten.
Eine WF F/I mit 15ft intergrierte Spitze oder zB eine FO Tech. Interm. von Cortland mit 44ft. Auch wenn beide in die gleiche Sinkrate haben verhalten die sich doch ganz anders beim Strippen. (Stichwort: Geschwindigkeit, Strømung)
Aber auf beiden Verpackungen steht halt F/I und die Klasse.
Ok , bei Cortland oder RIO , ... findet man Produktinfos, bei anderen guckt man nur dumm, muss experimentieren, Gerætetest`s finden ...
Schnurtest`s findet man mit Glueck, bei den mehrstufigen Poly wird es aber arg duenn.
Gruss Hendrik
Re: Scandi - Taper
Verfasst: 27.10.2020, 08:48
von troutcontrol
Re: Scandi - Taper
Verfasst: 28.10.2020, 08:28
von troutcontrol
Re: Scandi - Taper
Verfasst: 28.10.2020, 12:19
von Magellan
Danke Martin,
für den hilfreichen Inhalt deiner Posts!
Alles weiterführende um die Fliege dort hin zu bringen wo die meisten von uns sie wahrscheinlich haben möchten entscheiden (nachdem die Grafiken verstanden wurden) die Umstände und wohl weniger die Sinn leeren AufsÆtzØ.
Gruß
Heiko
Re: Scandi - Taper
Verfasst: 28.10.2020, 19:35
von orkdaling
Moin,
die Fliege dort hin zu bekommen wo sie die "meisten" haben "møchten" oder aber mit ihr auch dort zu fischen sind halt zwei paar Schuhe.
Sinn oder Unsinn so mancher Post`s.... nun ja , Einige verstehen es, Andere weniger. Im Ergebnis fischt der Eine Skagit oder Scandi da wo es sinnvoll bzw angebracht ist, der Andere sinniert immer noch darueber mit welcher Montage er møglichst weit werfen kann. Oder anders gesagt, da wo der Eine tæglich seine Fische fængt, fængt der Andere in der Woche einen oder schneidert gar ab.
Da gibt es 14 oder 16-jæhrige die zwischen Skagit , Scandi, EH und Switch wechseln, die auch wissen warum, und das seit dem 8.-10. Lebensjahr.
(da fangen sie bei uns an , von 8-16 fischen sie ja noch gratis)
Gibt aber auch beratungsresisdente FF die ihrem Hobby 10 Jahre und længer nachgehen, nur am jammern sind ueber zu viel Wasser, zu wenig Wassser, zu kalt, zu warm, Rutenbruch, .... man kann es nicht mehr høren.
Aber was man immer erlebt, quer durch die Altersgruppen, quer durch die Nationalitæten, die Mehrzahl ist sich nicht darueber klar (Unterrschiede und Einsatzgebiete) und ist auch nicht in der Lage was anderes als kurze schwere Køpfe zu werfen. Hauptsache es fliegt weit !
Ich kann mir zwar kein Urteil erlauben was in BC oder Irland los ist,da muss ich garn nicht hin weil ich hier voll ausgelastet bin (ueber 20 Lachsfluesse in meiner Region). Auch was ich in DK, S, N erlebe, an einer Vielzahl verschiedener Fluesse vom breitem Strom, reissendem Gebirgsbach oder aber auch Tieflandbach, bestætigen mir das oben beschriebene. Nicht nur mir, auch einer Vielzahl DH fischender Vereinskollegen ( mit 40 jæhriger Erfahrung), (Reise)Veranstalter und Betreiber ansæssiger Fliegenfischerschulen, ja selbst langjæhrige Gerætehændler haben gleiche Erfahrungen gemacht.
Weitwerfende Reklametræger vielerorts, ok Hændler muessen ja auch leben. Wenn nur nicht das Gejammer flussauf flussab wære.
Wenn nur ein kleiner Teil der DH werfenden FF Martins Beitræge bestaunt und sich ueber den Sinn oder Unsinn von Æ und Ø einen Kopf macht,
wære schon viel erreicht.
Auch wuerde sich mein 10-jæhriger Enkel nicht mehr so ueber die abgerissenen Strippen ærgern die er bei Flachwasser findet, die er beim Einstrippen hakt ( diese Saison mit lebender Mefo dran)
Gruss Hendrik
Re: Scandi - Taper
Verfasst: 29.10.2020, 08:51
von troutcontrol
Re: Scandi - Taper
Verfasst: 29.10.2020, 21:36
von troutcontrol
2005 hab ich mit dem Fliegenfischen angefangen. Damals war es gang und gäbe, dass man "Verbesserungen" am Schusskopf vornimmt, häufig (aber nicht immer ...

) von Erfolg gekrönt.
Heute gibt es soooo viele Schussköpfe auf dem Markt, dass man meist was irgendwie Passendes findet. Wer allerdings - wie ich - seine Marotten pflegt und möglichst wenig Kompromisse eingehen möchte, kommt um das Basteln nicht herum. Eine meiner Spleens besteht beispielsweise darin, dass ich für unterschiedliche Rutenlängen jeweils eine bestimmte Kopflänge bevorzuge, meine Köpfe für die hauptsächlich eingesetzten 13´ Ruten sind unabhängig von der Sinkrate also alle ca. 10 m lang sind, an der 12´ sind es ca. 9 m und an der 14´ ca. 11 m. Der Mackenzie auf dem Bild hat jetzt 38 g bei 11,40 m, ich werd ihn (nach dem Probewerfen) vermutlich noch auf 37 g einkürzen, dann lande ich bei 11,20 m alles gut.
Hab ich das "Taper" durch das Einkürzen zerstört? Eher nicht...

Re: Scandi - Taper
Verfasst: 29.10.2020, 22:20
von fliegenfeger
Hallo Martin,
troutcontrol hat geschrieben:Hab ich das "Taper" durch das Einkürzen zerstört? Eher nicht...
Eher doch, aber wenn es mit dem Werfen funktioniert ist es egal. Den Kopf gibt es doch auch mit 38g bei 11,75m mit vollständigem Taper.
Bei meinen Mackenzie Köpfen schnippele ich nix, die werfen sich super. Nur die Schlaufe zur Runningline wird verändert, damit das ganze besser durch die Ringe geht. Aber das mache ich bei allen Schussköpfen.
Gruß
Armin
Re: Scandi - Taper
Verfasst: 29.10.2020, 23:15
von troutcontrol
Moin Armin,
in Bezug auf das (eingekürzte) Reartaper bin ich eher mit den Jungs von Guideline oder auch James Chalmers - braucht kein Mensch.
Gibt es in meinen Augen auch nur, weil das Coating ja irgendwie dünner werden muss, um letztlich einen dünnen Loop schweißen zu können.
Und meine Marotte verbiete es mir, mich mit 11,75 m zufrieden zu geben - keine Kompromisse !

Re: Scandi - Taper
Verfasst: 30.10.2020, 00:23
von orkdaling
Moin Armin,
warum neue Loops? Die sind doch beim werfen immer vor der Spitze. Warum also die perfekt geschweissten gegen zB ein Moser oder... austauschen?
Ich fische bei den DH nur Leinen/Køpfe von Guideline, Scierra, Scientific, Rio, Zpey , habe nicht einen einzigen "schlechten" erwischt der deswegen getauscht werden musste.
Kopflængen; UST von Scientific haben (egal welche Sinkrate) in #7/8 immer 30g und 11,2m, Die #8/9 haben alle 34g und 11,6m. So wie auch der RIO Scandi (Tabelle findet man bei Gerætetest)
In der Klasse 10/11 hat der RIO 12,2m, der UST 12,8m und der Scierra 13,1m , also ein gewisser Unterschied.
Mir fællt jetzt kein Grund ein warum ich daran was ændern sollte.
Jede Rute hat ein Wurffenster, jeder Wurfstil verlangt aussserdem verschiedene Wurfgewichte, jede Rute hat zudem noch eine andere Aktion, unterschiedlicher Anker, Strømungsverhæltnisse, Vorfachlænge, Fliegengrøsse.
Die kuerzere UST Short Variante hat bei gleichem Gewicht in den Klassen 7/8 und 8/9 jeweils 1,3m weniger, bei den 10/11 sogar 1,7m, werden aber mit den selben Ruten geworfen.
UST/Short Klasse 10/11 hat 11,1m/42g, aber UST /Scandi 12,8m /42g und die Long Belly 16m/48g und 18m/50g (Herstellerangaben, hab noch nie nachgemessen, gewogen, fliegen aber ganz gut)
Bei RIO oder ... sieht es ja æhnlich aus und darum mache ich mir nicht so grosse Sorgen und hænge die Strippen an verschiedene Ruten gleicher Klasse, die sich auch mal von 13ft zu 13,6ft oder von 15,1 zu 16ft unterscheiden.
Ob Rute oder Schnur ein paar cm mehr oder eben weniger haben sehe ich also nicht als Problem an. Dann schon eher welches Taper zu welchem Zweck.
Meine Macke, Switsch hat eine farblose Mono Running, die mittleren Klassen 7/8/9 gelb oder orange, 10/11 haben gruen oder blau.
Was mich an vielen Scandis mehr størt, die haben oft ein orange farbenes Rear Taper und man sieht den Uebergang zu den Runningleinen bei Sonne und Dæmmerung schlecht( zumindest bei den orange/rot) und da muss immer erst ein schwarzer Edding Abhilfe schaffen.
Gruss Hendrik
Re: Scandi - Taper
Verfasst: 30.10.2020, 08:47
von troutcontrol