Kormoran, Plan „B“
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Fischfresser
Wie man hört, sind unsere näheren europäischen Nachbarn da nicht so zimperlich,- da gibt es Nachtsicht-Visier-Einrichtungen und Schalldämpfer an Präzisionsgewehren, oder sind das nur Legenden?
Grüße Wolfhard
Grüße Wolfhard
- greypanther
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Hi Wolfhard,
wie schon gesagt, ich persönlich halte nicht sehr viel von der Herumballerei (außer wenn "Gefahr im Verzuge" und Schaden etwa an Teichanlagen abgewendet werden muss). Zudem fließen viele Bäche durch Naturschutzgebiete, wo sich der Einsatz einer Jagdwaffe sowieso von vornherein verbietet.
Nein, ich setzte viel mehr auf biologische Kontrolle. Sei es durch den Menschen selbst oder, noch besser, durch einen Fressfeind des Kormorans. Und da könnte sich vielleicht eine andere Landplage, die durch unüberlegtes Aussetzen einer fremden Tierart entstanden ist, als ein wichtiges Helferlein in der Not der Fischer erweisen: der Waschbär. Es gibt Anzeichen dafür (obgleich noch nicht wissenschaftlich bewiesen), dass die putzigen Kerle sehr gerne Kormoran-Nester ausplündern. So könnte der seinerseits unbeliebte kleine Räuber zum Joker in unserem Kampf gegen die schwarze Pest werden und der Bedrohung unserer Fischbestände und ganzer Biotope durch Kormorane endlich ein Ende setzen. Also, es lebe der Waschbär!
wie schon gesagt, ich persönlich halte nicht sehr viel von der Herumballerei (außer wenn "Gefahr im Verzuge" und Schaden etwa an Teichanlagen abgewendet werden muss). Zudem fließen viele Bäche durch Naturschutzgebiete, wo sich der Einsatz einer Jagdwaffe sowieso von vornherein verbietet.
Nein, ich setzte viel mehr auf biologische Kontrolle. Sei es durch den Menschen selbst oder, noch besser, durch einen Fressfeind des Kormorans. Und da könnte sich vielleicht eine andere Landplage, die durch unüberlegtes Aussetzen einer fremden Tierart entstanden ist, als ein wichtiges Helferlein in der Not der Fischer erweisen: der Waschbär. Es gibt Anzeichen dafür (obgleich noch nicht wissenschaftlich bewiesen), dass die putzigen Kerle sehr gerne Kormoran-Nester ausplündern. So könnte der seinerseits unbeliebte kleine Räuber zum Joker in unserem Kampf gegen die schwarze Pest werden und der Bedrohung unserer Fischbestände und ganzer Biotope durch Kormorane endlich ein Ende setzen. Also, es lebe der Waschbär!
Gruß
Klaus
"Man kann nicht zweimal in den selben Fluss steigen"
Platon (panta rhei)
Klaus
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- Mario Mende / Sachsen
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Wie geht das denn? Sind die nicht Nachtaktiv?
Ist der aus der Falle raus, dir durch die Lappen gegangen und Hundi durfte es dann richten?
Schaut aus, wie ein unerfahrenes Jungtier, Richtig?
Was kommt als nächstes?
Stellst du wieder das Bild rein, wo dann Hundi auf dem kleinen rumkaut?
Ich frage nur, weil genau wie alle Beiträge von dir, in diesem Thema bisher genau zum eigentlichen Thema passen!
Du erinnerst dich bestimmt! Nein? Das Thema lautet eigentlich!
Wie könnte Plan „B“ aussehen, um die Fische besser vor fischfressenden Vögeln zu schützen, wo Plan „A“ nicht durchführbar oder halt verboten ist?
Ist der aus der Falle raus, dir durch die Lappen gegangen und Hundi durfte es dann richten?
Schaut aus, wie ein unerfahrenes Jungtier, Richtig?
Was kommt als nächstes?
Ich frage nur, weil genau wie alle Beiträge von dir, in diesem Thema bisher genau zum eigentlichen Thema passen!
Du erinnerst dich bestimmt! Nein? Das Thema lautet eigentlich!
Zuletzt geändert von Gammarus roeseli am 25.10.2009, 10:48, insgesamt 1-mal geändert.
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Nachtaktiv
Hallo!
Nun ja, ich kenn die Burschen nur aus Florida, die haben meinem Onkel dort nachts immer die Bananen von oben von den Stauden runtergeklaut, die Schalen haben sie dann runter auf seine beiden Schäferhunde geworfen!
Manchmal ist auch einer runtergerutscht, das nahm dann kein gutes Ende für ihn!
Grüße Wolfhard
Nun ja, ich kenn die Burschen nur aus Florida, die haben meinem Onkel dort nachts immer die Bananen von oben von den Stauden runtergeklaut, die Schalen haben sie dann runter auf seine beiden Schäferhunde geworfen!
Manchmal ist auch einer runtergerutscht, das nahm dann kein gutes Ende für ihn!
Grüße Wolfhard
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Pudlich
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So siehts aus, wenn Kormorane brüten:
Da traut sich kein Waschbär dran, genauso wenig wie eine Elster, eine Krähe, ein Eichelhäher.
http://www.fotocommunity.de/pc/pc/display/17025828
Da traut sich kein Waschbär dran, genauso wenig wie eine Elster, eine Krähe, ein Eichelhäher.
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Gruß vom Bob
NABU - Äschenmörder des Jahres 2010
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Michl
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@ Christian
Bei einer Kontrollbefischung des Regierungspräsidiums im Mittelgebirgsbach (Odenwald) hatten wir dieses Frühjahr auf 200 m eine untermaßige Forelle die zudem noch angehackt war im am meisten heimgesuchten Stück.
Wenn das KAUM ist reicht mir auch KAUM zum abschießen.
Gegen aneinander vorbei reden:
Eine gürtliche Lösung, unter Umständen auch mit Zugeständnissen, wäre mir auch recht.
Leider ist mit den Hardcore-Vogelschützern keine vernünftige Unterhaltung möglich, die Fronten sind verhärtet.
(siehe Kormoranfreunde usw.)
Plan B (oder C oder D.....) wäre auch OK, aber er muss WIRKUNG zeigen.
Totholz ist ganz nett, aber das reicht sicher nicht.
Ein Ansatz ist die Pachtbewertung, aber dazu müssen sich die Fischer einig sein.
Das hätte Wirkung in den Amtszimmern, da geht es ums Geld.
Gruß Michl
(dersichhiermitalsnabumitgliedoutet)
Bei einer Kontrollbefischung des Regierungspräsidiums im Mittelgebirgsbach (Odenwald) hatten wir dieses Frühjahr auf 200 m eine untermaßige Forelle die zudem noch angehackt war im am meisten heimgesuchten Stück.
Wenn das KAUM ist reicht mir auch KAUM zum abschießen.
Gegen aneinander vorbei reden:
Eine gürtliche Lösung, unter Umständen auch mit Zugeständnissen, wäre mir auch recht.
Leider ist mit den Hardcore-Vogelschützern keine vernünftige Unterhaltung möglich, die Fronten sind verhärtet.
(siehe Kormoranfreunde usw.)
Plan B (oder C oder D.....) wäre auch OK, aber er muss WIRKUNG zeigen.
Totholz ist ganz nett, aber das reicht sicher nicht.
Ein Ansatz ist die Pachtbewertung, aber dazu müssen sich die Fischer einig sein.
Das hätte Wirkung in den Amtszimmern, da geht es ums Geld.
Gruß Michl
(dersichhiermitalsnabumitgliedoutet)
Die Beute ist unwesentlich, entscheidend ist nur das Gefühl.
fressfeinde hin, totholz her...in unserer weitgehend ausgeräumten und gut verwalteten kulturlandschaft werden wir um ein gezieltes bestandsmanagement (ausblasen der nester etc.) nicht herumkommen...
dazu sind aber politische prozesse und, nachgehend, entsprechende gesetze von nöten...um diese zu erreichen ist lobbyarbeit angesagt, um der legislative, und die diese steuernde politiker, davon zu überzeugen, dass die angler in deutschland wählerstimmen und öffentlichkeit bedeuten...in diesem frei zugänglichen forum seine schwarzpulverphantasien samt eindeutigem bildmaterial auszuleben ist da in jedem falle kontraproduktiv und liefert den verkopften, oder wahlweise, absolut realitäts- und naturfernen speziesfixierten vogelschützern bestes argumentationsmaterial für ihre kampagnen...
mario: hast du vielleicht noch ein bild von dir mit zwei toten kormoranen und umgehängter flinte? wenn ja, bitte gleich an den nabu schicken
c&df
mk
dazu sind aber politische prozesse und, nachgehend, entsprechende gesetze von nöten...um diese zu erreichen ist lobbyarbeit angesagt, um der legislative, und die diese steuernde politiker, davon zu überzeugen, dass die angler in deutschland wählerstimmen und öffentlichkeit bedeuten...in diesem frei zugänglichen forum seine schwarzpulverphantasien samt eindeutigem bildmaterial auszuleben ist da in jedem falle kontraproduktiv und liefert den verkopften, oder wahlweise, absolut realitäts- und naturfernen speziesfixierten vogelschützern bestes argumentationsmaterial für ihre kampagnen...
mario: hast du vielleicht noch ein bild von dir mit zwei toten kormoranen und umgehängter flinte? wenn ja, bitte gleich an den nabu schicken
c&df
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- Dark Watchet
- Beiträge: 86
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http://www.thueringer-allgemeine.de/ta/ ... dbserver=1
Besonders interessant ist die Passage mit den Waschbären. Gibts dafür verlässliche Quellen? Ich kann das so nicht glauben, dass sieht nach Propaganda des NABU aus.
Intessant ist auch, dass der NABU auch regional immer wieder die gleiche Leier runterspielt und auf die fehlende Gewässerverbauung hinweist, der schwarze Vogel ist natürlich nicht Schuld. Und wir Angler treten natürlich auch wieder in bewährter Manier "alles WEGBALLERN" auf...
Gruß,
Dirk
Kormorane abgeschossen
UMSTRITTEN: Die Wahl des Kormorans zum "Vogel des Jahres 2010" löste heftige Diskussionen aus.
SÜDHARZ. Der Kormoran ist der "Vogel des Jahres 2010". Diese Wahl löste aber heftige Diskussionen vor allem in Fischzuchtanlagen und auch unter Anglern aus.
Lothar Koch steht dem Angelklub in Nordhausen vor. Brutal seine Meinung über den Kormoran: "Weg mit ihm! Abschuss!" Bernd Knust, Vorsitzender des Angelvereins Nordhausen, kann sich mit der Erklärung, den Kormoran zum Vogel des Jahres 2010 zu küren, nicht so recht anfreunden. Die Angler bemühten sich, den Artenreichtum an Fischen in den Flüssen, Seen und Teichen zu mehren. Aus eigener Tasche zahle man den Jung-Fisch-Besatz, um ihn in der Hoffnung auszusetzen, dass er sich vermehrt. Manche Arten seien ohnehin sehr selten geworden. "Unsere Bemühungen um einen guten Fischbesatz gefährdet der Kormoran", sagt Knust. 560 Gramm Fisch pro Tag benötige der schwarze Räuber, rechnete der Angel-Chef aus. Dennoch differenziert er: Angler seien gleichzeitig Naturschützer. Er habe nichts gegen ein paar Kormorane. Sie bereicherten die Artenvielfalt. Massenhaftes Auftreten werde allerdings zur Plage.
Benno Koschorrek, Chef der Fischzucht in Auleben, spricht von einer Provokation gegenüber der Fischwirtschaft. Trotz Vergrämungsmitteln richte der Kormoran unter Satzfischen erhebliche Schäden an. Nur Fische über 700 Gramm Lebendgewicht seien vor ihm sicher. Alles, was darunter liege, falle dem geschickten Jäger zum Opfer. "Die Schäden, die er anrichtete, belaufen sich in meinem Unternehmen in diesem Jahr auf 50 000 Euro", rechnete Koschorrek aus. 64 Kormorane fielen dieses Jahr in Auleben bislang der Flinte zum Opfer.
Der Landesverband des Naturschutzbundes weiß, dass in diesem Jahr im Freistaat etwa 1000 Kormorane geschossen wurden. In Thüringen gebe es zwar mehrere Rast- und Schlafplätze für Kormorane, aber nur eine Brutkolonie an den Haselbacher Teichen im Altenburger Land. Hier dürfen die Vögel nicht verjagt oder getötet werden. Dennoch sei die Kolonie in ihrem Bestand gefährdet. Waschbären räuberten erbarmungslos die Nester. In diesem Jahr habe man bei 60 Brutpaaren nur zwei Bruten registriert. 2008 sei kein einziger Jungvogel ausgeflogen. Leider habe die CDU-Landesregierung Ende 2008 eine neue Kormoran-Verordnung beschlossen, bedauert der Naturschutzbund. Sie gestatte unter bestimmten Voraussetzungen die ganzjährige Tötung der Vögel in einem Gebiet von 250 Metern um fischereiwirtschaftlich genutzte Gewässer. Die Umweltschützer plädieren dagegen für sanftere Methoden wie Schutznetze über Fischteichen oder akustische Signale zur Vertreibung der Kormorane, um sie an anderen Gewässern mit reichlichen Schwarmfischbeständen ungestört zu dulden.
Der Kormoran, sind die Naturschützer überzeugt, vernichte keine natürlichen Fischbestände und gefährde langfristig auch keine Fischarten. Vielmehr komme es darauf an, sich für die ökologische Verbesserung der Gewässer einzusetzen, um allen heimischen Fischen und Wasservögeln gleichermaßen Lebensraum zu bieten. Das sieht auch Rolf Schiffler von der Naturschutzbehörde des Landkreises so. "Wer die Vernichtung des Kormorans fordert, handelt verantwortungslos". Rücksichtsloser Abschuss habe auch Greifvögel wie Habicht und Uhu an den Rand der Ausrottung gebracht, die dann nur dank strenger Schutzmaßnahmen verhindert wurde. Schiffler sieht in Auleben noch Reserven für eine naturgerechte Teichwirtschaft, die es in Teilbereichen schon gebe.
Kurt FRANK
27.10.2009
Besonders interessant ist die Passage mit den Waschbären. Gibts dafür verlässliche Quellen? Ich kann das so nicht glauben, dass sieht nach Propaganda des NABU aus.
Intessant ist auch, dass der NABU auch regional immer wieder die gleiche Leier runterspielt und auf die fehlende Gewässerverbauung hinweist, der schwarze Vogel ist natürlich nicht Schuld. Und wir Angler treten natürlich auch wieder in bewährter Manier "alles WEGBALLERN" auf...
Gruß,
Dirk
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Es fehlt, wie bereits gesagt, bisher der wissenschaftliche Beweis. Aber, selbst die Ornithologen werden langsam nervös, weil offenbar die Wäschbären ihren Lieblingen auf die Federn rücken.
http://www.ornithologie-goettingen.de/?p=141
Nicht zu vergessen wäre da dann auch noch der Uhu, dessen Populationen sich allenthalben ja auch wieder erholen. Viel Erfolg dieser hübschen Eule und ihrem pelzigen Kumpan.
http://www.ornithologie-goettingen.de/?p=141
Nicht zu vergessen wäre da dann auch noch der Uhu, dessen Populationen sich allenthalben ja auch wieder erholen. Viel Erfolg dieser hübschen Eule und ihrem pelzigen Kumpan.
Gruß
Klaus
"Man kann nicht zweimal in den selben Fluss steigen"
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Hallo Andreas,Bungo hat geschrieben:Was müsste man denn bei der Einbringung von Totholz beachten?
Wenn wir an den Rand eines 250m² Teiches einen Baum reinlegen wollen, muss das Holz vorher erst durchtrocknen, und/oder muss das Laub entfernt werden?
Was gibt es sonst zu beachten?
das gut verzweigte Astwerk von Nadelhölzern bietet den Fischen im Gegensatz zu Laubhölzern einen besseren Schutz vor fischfressenden Vögeln! Laubhölzer werden allerdings besser von Kleinorganismen besiedelt, welche den Fischen wiederum als Nahrung dienen.
Damit in einen kleinen Teich durch mögliche Abbauprozesse nicht zuviel Sauerstoff verbraucht wird, könnte ich mir vorstellen, dass es Sinn macht, geschlagene Bäume erst einzubringen, wenn das Laub oder die Nadeln abgefallen sind.
Wurzelstöcke, die gut verzweigt sind, könnten den Fischen auch einen guten Schutz bieten.
Damit das Ganze an der gewünschten Stelle untergeht, kann man das Totholz einfach mit Steinen beschweren und mit Ketten sichern.
Grüße
Christian
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Hallo,
also Fakt ist, Lösungen müssen her, sonst wird diese Problematik mit dem Kormoran noch zur unendlichen Geschichte Teil: 0 8 15!
Wir wissen, dass sich viele Fischarten teilweise in großen Schwärmen zum Überwintern an bestimmten Stellen in der Kalten Jahreszeit sammeln und relativ inaktiv sind. Ohne genügend Fischein- und Fischunterstände an diesen Stellen aus z.B. Totholz, brauchen Vögel wie Kormoran in der kalten Jahreszeit nur noch Schlucken, dass war’s dann mit dem Fischbestand!
Auch in Salmonidengewässern haben zusätzliche Fischunterstände einen äußerst positiven Einfluss auf die Forellenbestände, da die Bestandsdichte der Bachforellen in vielen Gewässern sehr stark abhängig ist, von der Anzahl der Unterstände. Steigt die Anzahl von Fischunterständen, steigt auch die Anzahl an Forellen!
Allgemein hat Totholz einen so positiven Einfluss auf Fische, dass sich die Fischbestände oft sogar vervielfältigen lassen!
Wo es möglich ist (mit z.B. Totholz) für die Fischarten, die für die Fischerei interessant sind, genügend Fischunterstände zu schaffen, profitieren gleichzeitig die Bestände der anspruchslosen Weißfischarten davon, wodurch der Weißfischbestand so stark ansteigen kann, dass es sie wieder in großen Massen gibt!
Im Übrigen bin ich davon überzeugt, dass sich die Gewässer kostengünstig mit Totholz wie z.B. Raubäume/ Sturzbaume, Wurzelstöcken und anderen Fischunterständen so aufwerten lassen, dass sich trotz Kormoran gute Fischbestände erhalten könnten!
Sicherlich muss bei den entsprechenden Behörden auf die Dringlichkeit hingewiesen werden und die gegebenen Möglichkeiten müssen ausgeschöpft werden.
Irgendwie werden wir uns wohl in den nächsten Jahren mit den fischfressenden Vögeln arrangieren müssen!
Also ich könnte gut damit Leben, wenn Kormoran und Gänsesäger sich an den großen Seen und Flüssen mit überwiegend für die Fischerei uninteressanten Fischarten vollstopfen, wie Laube, Aitel, Aland, Hasel, Plötze, Rotfeder, Brachse, Blaubandbärbling, Schwarzmundgrundel, von mir aus auch noch mit Barsch und kleinen Wallern, von letzteren haben wir eh zu viele!
(Waller und Schwarzmundgrundel sind in der Donau schon so etwas wie eine Plage, sagen zumindest die Angler an der Donau.)
Solange an den großen Seen und Flüssen gesicherte und ausreichend große Bestände an Kormoranen vorkommt, könnte ich mir für die Zukunft vorstellen, dass es möglich sein sollte, Kormorane generell von den Salmonidengewässern mit Vergrämungsabschüssen zu vergrämen!
Dies wiederum könnte der Äsche sogar doppelt helfen!
Aus meiner Sicht gibt es zumindest in der Oberpfalz viele Fischereivereine die derzeit keinerlei Anreiz und Interesse daran haben, den einstigen Leitfisch die Äsche wieder in die entsprechenden kleinen- und mittelgroßen Flüssen einzubringen.
In den Nächsten Jahren wird es sicherlich auch erforderlich sein abzuklären, wie viele Kormoranbrutpaare und Wintergäste an den entsprechenden Gewässern und Gewässerstrecken gut vertretbar und verkraftbar sind, ohne das der Kormoranbestand oder die Fischbestände zu stark unter Druck gesetzt werden!
Wo es wirklich erforderlich ist einzugreifen, ist es wohl am Sinnvollsten und auch am vertretbarsten den Kormoranbestand durch eine Art Geburtenregelung zu steuern! (Wie so etwas durchführbar ist, müsste halt noch abgeklärt werden.)
Fakt ist, diese Hin und Her Vergrämerei mit der Flinte ist absolut keine Lösung!
Diese völlig unsinnige Hin und Her Vergrämerei hat ganz sicher erheblich dazu beigetragen, dass Kormorane und auch Gänsesäger verstärkt auf Salmonidengewässer ausgewichen sind und immer noch ausweichen!
Grüße
Christian
also Fakt ist, Lösungen müssen her, sonst wird diese Problematik mit dem Kormoran noch zur unendlichen Geschichte Teil: 0 8 15!
Wir wissen, dass sich viele Fischarten teilweise in großen Schwärmen zum Überwintern an bestimmten Stellen in der Kalten Jahreszeit sammeln und relativ inaktiv sind. Ohne genügend Fischein- und Fischunterstände an diesen Stellen aus z.B. Totholz, brauchen Vögel wie Kormoran in der kalten Jahreszeit nur noch Schlucken, dass war’s dann mit dem Fischbestand!
Auch in Salmonidengewässern haben zusätzliche Fischunterstände einen äußerst positiven Einfluss auf die Forellenbestände, da die Bestandsdichte der Bachforellen in vielen Gewässern sehr stark abhängig ist, von der Anzahl der Unterstände. Steigt die Anzahl von Fischunterständen, steigt auch die Anzahl an Forellen!
Allgemein hat Totholz einen so positiven Einfluss auf Fische, dass sich die Fischbestände oft sogar vervielfältigen lassen!
Wo es möglich ist (mit z.B. Totholz) für die Fischarten, die für die Fischerei interessant sind, genügend Fischunterstände zu schaffen, profitieren gleichzeitig die Bestände der anspruchslosen Weißfischarten davon, wodurch der Weißfischbestand so stark ansteigen kann, dass es sie wieder in großen Massen gibt!
Im Übrigen bin ich davon überzeugt, dass sich die Gewässer kostengünstig mit Totholz wie z.B. Raubäume/ Sturzbaume, Wurzelstöcken und anderen Fischunterständen so aufwerten lassen, dass sich trotz Kormoran gute Fischbestände erhalten könnten!
Sicherlich muss bei den entsprechenden Behörden auf die Dringlichkeit hingewiesen werden und die gegebenen Möglichkeiten müssen ausgeschöpft werden.
Irgendwie werden wir uns wohl in den nächsten Jahren mit den fischfressenden Vögeln arrangieren müssen!
Also ich könnte gut damit Leben, wenn Kormoran und Gänsesäger sich an den großen Seen und Flüssen mit überwiegend für die Fischerei uninteressanten Fischarten vollstopfen, wie Laube, Aitel, Aland, Hasel, Plötze, Rotfeder, Brachse, Blaubandbärbling, Schwarzmundgrundel, von mir aus auch noch mit Barsch und kleinen Wallern, von letzteren haben wir eh zu viele!
(Waller und Schwarzmundgrundel sind in der Donau schon so etwas wie eine Plage, sagen zumindest die Angler an der Donau.)
Solange an den großen Seen und Flüssen gesicherte und ausreichend große Bestände an Kormoranen vorkommt, könnte ich mir für die Zukunft vorstellen, dass es möglich sein sollte, Kormorane generell von den Salmonidengewässern mit Vergrämungsabschüssen zu vergrämen!
Dies wiederum könnte der Äsche sogar doppelt helfen!
Aus meiner Sicht gibt es zumindest in der Oberpfalz viele Fischereivereine die derzeit keinerlei Anreiz und Interesse daran haben, den einstigen Leitfisch die Äsche wieder in die entsprechenden kleinen- und mittelgroßen Flüssen einzubringen.
In den Nächsten Jahren wird es sicherlich auch erforderlich sein abzuklären, wie viele Kormoranbrutpaare und Wintergäste an den entsprechenden Gewässern und Gewässerstrecken gut vertretbar und verkraftbar sind, ohne das der Kormoranbestand oder die Fischbestände zu stark unter Druck gesetzt werden!
Wo es wirklich erforderlich ist einzugreifen, ist es wohl am Sinnvollsten und auch am vertretbarsten den Kormoranbestand durch eine Art Geburtenregelung zu steuern! (Wie so etwas durchführbar ist, müsste halt noch abgeklärt werden.)
Fakt ist, diese Hin und Her Vergrämerei mit der Flinte ist absolut keine Lösung!
Diese völlig unsinnige Hin und Her Vergrämerei hat ganz sicher erheblich dazu beigetragen, dass Kormorane und auch Gänsesäger verstärkt auf Salmonidengewässer ausgewichen sind und immer noch ausweichen!
Grüße
Christian
Hallo Gammarus,Auch in Salmonidengewässern haben zusätzliche Fischunterstände einen äußerst positiven Einfluss auf die Forellenbestände, da die Bestandsdichte der Bachforellen in vielen Gewässern sehr stark abhängig ist, von der Anzahl der Unterstände. Steigt die Anzahl von Fischunterständen, steigt auch die Anzahl an Forellen!
Allgemein hat Totholz einen so positiven Einfluss auf Fische, dass sich die Fischbestände oft sogar vervielfältigen lassen!
aus welcher Quelle stammt die Information?
Meine Beobachtungen der letzten 14 Tage an einem naturbelassenen kleinen Fluß mit starker Bewachsung und langen Strecken durch Waldgebiete und daher mit einem großen Anteil Totholz zeigten, daß sich die Kormorane gerade an den Stellen, wo das Totholz vorhanden ist, aufhielten. Sie nutzen die Bäume zum Ansitz und sind selbst in relativ dichten Waldgebieten zu finden.
Die Frage, ob Totholzeintrag in ein Gewässer vorteilhaft ist, wäre zu untersuchen. Die Frage ist, wie sich die kleinräumige Ökologie verändert.
Insbesondere z.B. welchen Einfluß hat die Fließgeschwindigkeitsveränderung auf das Interstitial und auf die Brutstätten. Außerdem welche Fischarten in welcher Größe siedeln sich an. Ist es die Großforelle, oder finden sich Welse ein, die mittlerweile in einigen Flüssen ein echtes Problem geworden sind. Oder freuen sich die Weißfische über neue Lebensräume.
Grüße von der Eisfliege Eugen








