Hallo,
also Fakt ist, Lösungen müssen her, sonst wird diese Problematik mit dem Kormoran noch zur unendlichen Geschichte Teil: 0 8 15!
Wir wissen, dass sich viele Fischarten teilweise in großen Schwärmen zum Überwintern an bestimmten Stellen in der Kalten Jahreszeit sammeln und relativ inaktiv sind. Ohne genügend Fischein- und Fischunterstände an diesen Stellen aus z.B. Totholz, brauchen Vögel wie Kormoran in der kalten Jahreszeit nur noch Schlucken, dass war’s dann mit dem Fischbestand!
Auch in Salmonidengewässern haben zusätzliche Fischunterstände einen äußerst positiven Einfluss auf die Forellenbestände, da die Bestandsdichte der Bachforellen in vielen Gewässern sehr stark abhängig ist, von der Anzahl der Unterstände. Steigt die Anzahl von Fischunterständen, steigt auch die Anzahl an Forellen!
Allgemein hat Totholz einen so positiven Einfluss auf Fische, dass sich die Fischbestände oft sogar vervielfältigen lassen!
Wo es möglich ist (mit z.B. Totholz) für die Fischarten, die für die Fischerei interessant sind, genügend Fischunterstände zu schaffen, profitieren gleichzeitig die Bestände der anspruchslosen Weißfischarten davon, wodurch der Weißfischbestand so stark ansteigen kann, dass es sie wieder in großen Massen gibt!
Im Übrigen bin ich davon überzeugt, dass sich die Gewässer kostengünstig mit Totholz wie z.B. Raubäume/ Sturzbaume, Wurzelstöcken und anderen Fischunterständen so aufwerten lassen, dass sich trotz Kormoran gute Fischbestände erhalten könnten!
Sicherlich muss bei den entsprechenden Behörden auf die Dringlichkeit hingewiesen werden und die gegebenen Möglichkeiten müssen ausgeschöpft werden.
Irgendwie werden wir uns wohl in den nächsten Jahren mit den fischfressenden Vögeln arrangieren müssen!
Also ich könnte gut damit Leben, wenn Kormoran und Gänsesäger sich an den großen Seen und Flüssen mit überwiegend für die Fischerei uninteressanten Fischarten vollstopfen, wie Laube, Aitel, Aland, Hasel, Plötze, Rotfeder, Brachse, Blaubandbärbling, Schwarzmundgrundel, von mir aus auch noch mit Barsch und kleinen Wallern, von letzteren haben wir eh zu viele!
(Waller und Schwarzmundgrundel sind in der Donau schon so etwas wie eine Plage, sagen zumindest die Angler an der Donau.)
Solange an den großen Seen und Flüssen gesicherte und ausreichend große Bestände an Kormoranen vorkommt, könnte ich mir für die Zukunft vorstellen, dass es möglich sein sollte, Kormorane generell von den Salmonidengewässern mit Vergrämungsabschüssen zu vergrämen!
Dies wiederum könnte der Äsche sogar doppelt helfen!
Aus meiner Sicht gibt es zumindest in der Oberpfalz viele Fischereivereine die derzeit keinerlei Anreiz und Interesse daran haben, den einstigen Leitfisch die Äsche wieder in die entsprechenden kleinen- und mittelgroßen Flüssen einzubringen.
In den Nächsten Jahren wird es sicherlich auch erforderlich sein abzuklären, wie viele Kormoranbrutpaare und Wintergäste an den entsprechenden Gewässern und Gewässerstrecken gut vertretbar und verkraftbar sind, ohne das der Kormoranbestand oder die Fischbestände zu stark unter Druck gesetzt werden!
Wo es wirklich erforderlich ist einzugreifen, ist es wohl am Sinnvollsten und auch am vertretbarsten den Kormoranbestand durch eine Art Geburtenregelung zu steuern! (Wie so etwas durchführbar ist, müsste halt noch abgeklärt werden.)
Fakt ist, diese Hin und Her Vergrämerei mit der Flinte ist absolut keine Lösung!
Diese völlig unsinnige Hin und Her Vergrämerei hat ganz sicher erheblich dazu beigetragen, dass Kormorane und auch Gänsesäger verstärkt auf Salmonidengewässer ausgewichen sind und immer noch ausweichen!
Grüße
Christian