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Re: Wieviel Eitelkeit verträgt das Fliegenfischen?

Verfasst: 27.06.2016, 16:49
von Magellan
Hallo Markus(m)

Laut wikipedia:

Die Ethik „das sittliche (Verständnis)“, ist jener Teilbereich der Philosophie, der sich mit den Voraussetzungen und der Bewertung menschlichen Handelns befasst. Im Zentrum der Ethik steht das spezifisch moralische Handeln, insbesondere hinsichtlich seiner Begründbarkeit und Reflexion.

Here we go: nach Wiki wäre dies die Definition der Ethik, die Markus(m) in seinem Eröffnungspost zur Diskussion gestellt hat.

De facto hieße es betreffend der Angelfischerei, das lediglich der Kochtopfangler von dem Vorwurf nicht ethischer Fischerei befreit wäre...
Allerdings bleibt zu hoffen, das dieser das Fischwasser im ethisch vertretbaren Sinn erreicht hat:

A: zu Fuss oder B: mit einem Fahrbaren Untersatz, hergestellt aus biogenen Abfallprodukten oder NAWARO (Nachwachsende(r) Rohstoffe)
Wird schon eng, oder?

Da schon alles relevante zum Eingangsthema geschrieben ist (und schon lange vor diesem thread geschrieben war) und nun lediglich die abstrusen Erklärungen des Themeneröffners für Erheiterung sorgen, kommen wir doch zu deinen Ausssagen zum Thema Ethik.

Diese sind so widersprüchlich und irreleitend, das man nur schwerlich an ein ehrliches Anliegen von deiner Seite zu diesem Thema glauben kann.

Da dieser thread schon von Anfang sehr bewust polarisierte, und du mich direkt erwähntest möchte ich die Gelegenheit ergreifen dich sehr direkt anzusprechen:

Lieber Markus(m) 63,79% deiner Beiträge hier finden sich im Unterforum Fliegenruten und Fliegenrollen und bei aufmerksamer Bewertung deiner Beiträge, scheint dein primäres Anliegen der Genuß am Wasser mit der Fliegenrute zu sein.

Deinen Beiträge nach in diesem Forum zu urteilen, kommt man zu dem Schluss, daß das von dir aufgebrachte Thema eher deinem eigenen Ego dient, als das es Dir um ein ehrliches Anliegen im Sinne der Ethik am Fischwasser geht.

Deine Anonymität unterstreicht dieses nicht unerheblich...

Hier einige deiner Aussagen:
ich denke, dass dieser Thread mehr Berechtigung hat als viele Andere wo es oft um "Werbung" geht. Ethische Themen müssen hier Platz haben! Vorausgesetzt man weiß was Ethik ist...
Eitelkeit ist nicht wenn man man mit teurem Gerät fischt... aber wenn man sich damit ständig in Szene setzt und wenn man gutes "preisgerechtes Gerät schlecht macht...
Wenn man dann Fische unnötig szrapaziert um anzugeben ist es schon eher Dummheit und Sadismus...
Die Antwort ist da für mich sehr leicht. Das Ego und ja vielleicht der Bedarf auf Anerkennung kommen da wohl vor dem Tierrespekt... Es handelt sich um ein Lebewesen, nicht um ein Ding...
Die 1000€ Rute stört mich aber weniger, mehr stört mich, dass dafür Lebewesen benutzt werden!
legen den Anschein nahe, das dir selbst noch nicht bewusst ist wo du stehst.

Die Ethikdiskussion in diesem thread ist dermaßen verquast, das sie in Kürze eh geschlossen wird, weil inhaltlich nichts mehr hinzuzufügen ist...

Aber zur eigentlichen Herzensangelegenheit des Künstlers Markus (M) zählt das Aufzeigen des, seiner persönlichen Meinung nach nichtethischen Umganges mit dem Fisch, also das machohafte zur Schau stellen des selbigen, das Ablichten und Veröffentlichen im World Wide Web, unter anderen.

Jetzt kann man sicher darüber streiten, was zuerst vorhanden war: der Angler oder die Kreatur Fisch, das Fliegenfischerforum oder der Macho mit Fisch vor der Linse...

Vielleicht solltest du konsequent sein, nach dem Motto: den Menschen kann ich persönlich nicht missionieren also nehme ich ihm seine Plattform sich zu präsentieren?!

In diesem Sinne, wäre es nicht sinnvoller dem Betreiber dieses Forums nahezulegen diese Plattform zu schließen?

Gruss
Heiko

Re: Wieviel Eitelkeit verträgt das Fliegenfischen?

Verfasst: 27.06.2016, 22:44
von moma
Ich nehme die Einladung der Moderatoren ernst und werde versuchen nicht zu persönlich oder beleidigend zu sein.

Lieber Tom (sedge111)
Du hast Recht, den Begriff “Störfaktor“ habe ich nicht verwendet. Da habe ich mich in der Begrifflichkeit getäuscht, mein Fehler...

Ich möchte nicht mehr viel Zeit mit den Stellungnahmen von “Goldmund46“ verlieren. Aber da wir gehört haben, dass die Ethik das gesamte menschliche Handeln einnimmt, ist eine Begründung für seine Aussage wohl nicht möglich… Von Wegen keine Lust…

Dass Flo so anders denkt als ich… da wirst du vielleicht auch recht haben, aber das ist für mich kein großes Problem. Ich entschuldige mich, aber er braucht keinen Anwalt…

Du hast wohl sehr viel Spaß gehabt meine Stellungnahme zu zerlegen… In meinem wichtigsten Teil gibst du mir aber recht. Danke! ein "bisschen" denkst du wie ich ;)


Lieber Heiko,
was meinst du mit anonym? Ich verstehe das nicht. Wie viele erscheinen hier im Forum mit erkennbarem Profilfoto?? Außer, dass du Heiko heißt weiß ich nichts von dir. Ich würde dich auf der Straße nicht wieder erkennen… Im Hintergrund, hinter dem kapitalen Fisch und unter der Sonnenbrille ist wenig von dir zu sehen... Entschuldige die Ironie, aber es stimmt.
Die Anonymität soll unterstreichen dass es mir mehr um das eigene Ego als um die Sache geht? Das ist eine interessante These. Anonymität und Ego... In meinen Augen wohl ein klarer Wiederspruch.
Wenn du es wünschst sende ich dir gerne meine Adresse, Geburtsdatum, Telefonnummer usw.

Deine bemühten Zeilen meine Argumentation zu demontieren scheinen mir doch emotional und geben für mich wenig konkrete Anhaltspunkte. Sie zeigen mir eher, dass du dich persönlich getroffen fühlst.

Ja dass du dir wünscht diesen Thread zu schließen wundert mich nicht, und ja das würde einigen anderen auch passen…
Gerade das zeigt die Berechtigung und die Notwendigkeit dieser Diskussion, vorausgesetzt es wird diskutiert. Ja ich würde mir auch mehr sachliche Beiträge zur Sache wünschen...

LG
Markus (M)

Re: Wieviel Eitelkeit verträgt das Fliegenfischen?

Verfasst: 28.06.2016, 00:04
von webwood
Hallo,

Ja, nein oder doch? Eigentlich wollte ich mich dieser Diskussion ja enthalten. Ist eh so eine Sache als Mod zu posten. Nun juckt es mich dennoch in den Fingern.
Also, dies ist meine persönliche Meinung als Fischer und Forumsmitglied. (Als Mod finde ich es übrigends einfach gut das auch ausserhalb der Schonzeit mal ein "Schonzeit-Threat" die Gemüter erhitzt. So ist mal was los in der Bude. Danke an alle Poster).

Es macht meiner Meinung nach eine erheblichen Unterschied, ob ich einen lebenden Fisch aus dem Wasser hebe um in abzulichten, oder einen abgeschlagenen fotografiere. Ich meine damit aus Sicht des Fisches betrachtet und nicht aus Sicht des Lichtbildners. Im Wasser schwerelos zu sein und dann die Gravitation zu spüren, welche an den inneren Organen zerrt und so. Ihr versteht sicher was ich meine, ohne das wir nun einen physikalischen Threat dazu aufmachen müssen. Was den fotografisch/künsterlischen Wert von vor die Linse gehalten Fischen angeht, äusserte ich meine Meinung ja schon. Ich finde diese Fotos einfach nur langweilig.

Ferner ist es, zumindest in Bayern so, das jeder ausserhalb der Schonzeit, nicht geschützter und massig gefangener Fisch zu entnehmen und sinnvoll zu verwerten ist. Basta! Releasen ohne triftigen Grund (Laichfisch etc,) ist einfach untersagt. Diese Verordnung hat schon ihren Sinn. Wenn man sich nicht daran hält, muss es einem einfach klar sein, das man einen Fisch ungefragt zum Sportgerät degradiert. Ob das nun ethisch verantwortbar ist oder nicht, sollte ein jeder mit sich selbst im stillen Kämmerlein ausmachen.

Stellt euch mal vor, ein Waidmann würde euch berichten, in seinem Revier sind gar viele Rehleins. Er ginge nun leidenschaftlich gerne auf die Pirsch, doch leider, gar so viele Rehleins sind es ja nun auch nicht in seinem finsteren Tann. Deshalb geht er zwar ab und an mit seiner scharfen Büchse auf die Jagt und entnimmt ein Tier, doch mit seiner Airgun-Waffe kann er beliebig oft einem Rehlen eine Farbkugel auf den Arsch feuern. Das Vieh erschrickt zwar, aber ausser vieleicht einem blauen Flecken erleidet es keinen Schaden. Ehrlich gesagt würde ich mir da nur noch an die Stirne tippen, wenn ein Jäger mir das erzählte.

Am Rande bemerkt. Ihr kennt wohl alle die große, alte Forelle links, hinter der Brücke und tief-tief unten im Gumpen oder so ähnlich. Die ist unfangbar, weil sie nunmal jeden Köder und jede Fliege schon kennt. Warum ist die wohl unfangbar? Vermutlich nicht, weil der Drill ihr so einen heiden Spaß machte, sie auf übersäuerte Muskeln steht, und fotografiert werden ohnehin einfach nur geil ist.

Tight lines

Thomas

Re: Wieviel Eitelkeit verträgt das Fliegenfischen?

Verfasst: 28.06.2016, 00:22
von orkdaling
Hallo,
meine 5 cent nochmal. Schliessen ist ja wohl die duemmste Løsung. Auch bin ich mir bewusst das andere (um nicht zu sagen Gegner) hier mitlesen kønnen.
Aber das sollen sie auch um zu sehen das wir FF uns Gedanken ueber Ethik, Moral, Respekt vor (niederen) Lebewesen machen.
Meine persønliche Meinung ist das C&R Videos da nicht hilfreich sind.
Es geht auch nicht darum jemanden perønlich anzugreifen aber wenn man von Verstøssen liest oder von einer fragwuerdigen Einstellung zur Kreatur, dann sollte man das in so einem Forum aufgreifen. Das macht uns stark in der Argumentation. Leider vermisse ich sowas, wir haben auch keine (abgesehen von den Herstellern) Lobby.
Ist es ethisch wenn Pferde beim Springreiten gequælt und verletzt werden, sicher nicht, aber da hat man eine Lobby und Einschaltquoten im TV.
Es ist ok wenn ich ein Kaninchen verspeise ( Nahrungserwerb) aber wenn wir Fell oder Federn fuer unsere Fliegen verwenden heisst es das wir Tiere fuer unser Hobby tøten.
Wenn Anbauflæche fuer Golfrasen verschwindet, Monokultur von Grossproduzenten die Artenvielfalt zerstørt, Gemuese oder Fleischprodukte um die Welt geflogen werden kommt relativ wenig Widerstand entgegen. So ist das halt in der globalisierten Welt, die Beduerfnisse der Menschen muessen gestillt werden. Aber ist das moralisch ethisch vertretbar?
Setzen wir dagegen einen entnahmefæhigen Fisch zurueck um die Art zu sichern, dann droht mancherorts eine Klage fuer den Suender der sich nur mit der Fliegenrute selbstbefiedigt hat.
Das heisst fuer mich das wir auch Lobbyarbeit brauchen, Misstænde auch in unserem Forum ansprechen um "denen" zu zeigen das wir keine unmoralischen Fischtøter sind.
Erfolgreiche Diskussion weiterhin, ich muss leider los weil um 3 uhr kommen Aufsteiger denen ich nach moralischer, ethischer und rechtlicher Abwægung nachstellen werde!
Gruss
Hendrik

Re: Wieviel Eitelkeit verträgt das Fliegenfischen?

Verfasst: 28.06.2016, 02:40
von gespliesste
Hallo,

schweres Thema!
Wer Zeit und Lust hat mal tiefer in die Materie einzusteigen, sollte sich vielleicht mal folgende Lektüre gönnen: http://www.ekah.admin.ch/fileadmin/ekah ... ischen.pdf
oder auch das hier: http://www.dafv.de/files/ErwiderungRauW ... ersion.pdf

LG,

Olaf

Re: Wieviel Eitelkeit verträgt das Fliegenfischen?

Verfasst: 28.06.2016, 06:33
von CPE
webwood hat geschrieben:Ferner ist es, zumindest in Bayern so, das jeder ausserhalb der Schonzeit, nicht geschützter und massig gefangener Fisch zu entnehmen und sinnvoll zu verwerten ist. Basta! Releasen ohne triftigen Grund (Laichfisch etc,) ist einfach untersagt.
Hallo Thomas,

Dein erster Satz ist in dieser Strenge zwar die Auffassung so mancher Angler, sehr vieler Tierrechtler und insbesondere der damit befassten bayerischen Verwaltungsbeamtenschaft, aber trotzdem nachweislich falsch. http://lfvbayern.de/fischen/angelfische ... n-818.html und Arlinghaus aus dem Link in Olafs Post.

Im übrigen widersprichst Du Dir mit Satz 3 bereits selbst, weil er impliziert, daß C&R mit triftigem Grund nicht verboten ist. Was soll denn nun gelten? Und wer hat nach Deiner Auffassung die alleinige Deutungshoheit über den Begriff "vernünftig" ("triftig")?

TL, Norbert

Re: Wieviel Eitelkeit verträgt das Fliegenfischen?

Verfasst: 28.06.2016, 07:38
von flo staeuble
moma hat geschrieben: Dass Flo so anders denkt als ich… da wirst du vielleicht auch recht haben, aber das ist für mich kein großes Problem. Ich entschuldige mich, aber er braucht keinen Anwalt…

)
damit hast du recht, markus. trotzdem habe ich das gefühl, dass du mich nicht GANZ verstanden hast. daher in aller deutlichkeit: der zentrale (und fett markierte) satz in deinem eingangspost heisst:


"Das Fliegenfischen ist ja die schonendste und edelste Art des Fischens."

ich persönlich halte die verwendung des attributs "edel" im zusammenhang mit angeln für unerträglich selbstgefälligen, prätentiösen, manierierten und schlussendlich himmelschreienden blödsinn:-)

der flo

Re: Wieviel Eitelkeit verträgt das Fliegenfischen?

Verfasst: 28.06.2016, 08:29
von Rolandus
Das Gute an den Fliegenfischern ist, dass sie bereit sind zum philosophieren und zum grössten Teil auch die intellektuellen Fähigkeiten dafür haben.
Bei andern Sportarten ist das nicht unbedingt gegeben. Oder wollt Ihr etwa in einem Fussballforum über Ethik diskutieren?
:mrgreen:

Weiter bitte, es ist spannend !

Grüsse
Rolandus

Re: Wieviel Eitelkeit verträgt das Fliegenfischen?

Verfasst: 28.06.2016, 08:36
von flo staeuble
DAS ist exakt das, was ich meine:

während sich unter fussballfans in erster linie matschbirnige einfaltspinsel befinden, rekrutiert sich die fliegenfischercommunity aus der geistigen elite des landes =D>
unfassbar.
q.e.d.

Re: Wieviel Eitelkeit verträgt das Fliegenfischen?

Verfasst: 28.06.2016, 09:48
von matthias z.
Oha, ich bin Fußballfan und Mehrmethodenangler. Was soll ich nur machen?

Tight lines,

Matthias

Re: Wieviel Eitelkeit verträgt das Fliegenfischen?

Verfasst: 28.06.2016, 10:14
von Maggov
Hallo Rolandus,
Hallo Markus,

Da stoße ich gerne ins gleiche Horn wie Flo.

Auf der einen Seite schreien alle nach mehr Lobbyarbeit um für mehr Verständnis des postitiven Beitrags von Fischern auf den Arterhalt und Pflege von Gewässern zu werben sowie sich besser ggü. radikalen Tierschützern zu positionieren und gleichzeitig beweisen wir Fliegenfischer mit derartigen Aussagen wie intolerant und eitel sich Fliegenfischer von anderen Angelarten abgrenzen (wollen).

Ein Spinnfischer muss doch genauso sich mit den Zusammenhängen vor Ort auseinander setzen um erfolgreich zu fischen. Oder was unterscheidet einer Hegenefischer ethisch von einem Fliegenfischer? Schon mal auf die Preise von Stippruten geschaut - da kannst Du Dir ein paar Top-Fliegenruten für ein Spitzenmodell bei den Stippruten kaufen. Fangfotos von Karpfen- und Wallerspezis gibt es im Netz zu Hauf, ... die Liste ließe sich beliebig verlängern.

Ich finde es gut und wichtig für einen richtigen Umgang mit den Fischen zu plädieren und zu werben - für mich gilt das aber für alle Angelarten und nicht spezifisch für Fliegenfischer.

Bzgl. der Protzfotos: Unabhängig davon ob ich das für gut befinde oder nicht so ist doch in allen Freizeitaktivitäten zu beobachten dass diese in sozialen Medien ein Riesenthema sind und es anscheinend einen großen Anteil an Menschen gibt die diese Leidenschaft dafür öffentlich Kund tun wollen. Egal ob Modellbauer, Mountainbiker, Jäger oder sonst was, Du findest zu nahezu jedem Hobby zig Fotos und Video Clips in den sozialen Medien. Vielleicht ist das Verhältnis der Menschen die darüber Anerkennung suchen nahezu gleich verteilt (warum sollte es auch anders verteilt sein) und so findest Du das eben auch bei Fischern. Den (manchmal eben auch negativen) Beitrag den diese dann zur Akzeptanz unseres Hobbies leisten sehen diejenigen entweder nicht oder stellen diesen Ihrem Bedürfnis Anwerkennung über hochgereckte Daumen und "Likes" zu erhalten hinten an.

Ein weiteres Motiv das m.M. nach gar nichts mit Eitelkeit und Geltungssucht zu tun hat liegt im Kommerz. Wenn ich vom Fliegenfischen direkt oder indirect leben muss dann muss ich auch entsprechend belegen dass ich das richtige Angebot habe. Ein Hotel dass für Fliegenfischen wirbt wird um ein paar Fangfotos schwer herum kommen, ein Guide der nicht mit glücklichen Kunden zeigt dass er es drauf hat wird weniger Kunden haben, Ein Fliegenfischermagazin ganz ohne Fangbilder wird ebenfalls Probleme bekommen. Das liegt meiner Meinung nach v.a. daran dass die schöne Umgebung nun mal weniger zieht als der Fangerfolg und zwar wegen unser aller Einstellung. Wenn der Fangerfolg nicht das Hauptmotiv unseres Tuns wäre dann würden wir entweder nur andere Fischer begleiten oder einfach wander gehen.

Wenn ich mit Freunden fischen gehe dann habe ich entweder eine Kompaktkamera oder (neuerdings) auch eine etwas größere Kamera mit. Ich habe über die Jahre des Fliegenfischens wieder Spaß am Fotografieren gefunden und seit letztem Jahr beschäftige ich mich intensiver damit. Wenn ich mir die Fotos der vergangenen Jahre anschaue dann sind da natürlich auch Fangbilder dabei. Diese habe ich den Freunden gemailt und was die mit den Fotos machen ist Ihre Sache. Im Netz habe ich bis dato ein einziges Fangbild wieder gefunden aber alle hatten mich gebeten ihnen im Anschluß die Fotos zukommen zu lassen. Warum soll ich nicht zwei Hobbies miteinander kombinieren dürfen? Warum dürfen wir keine schöne Erinnerung in Form eines Fotos an den Tag oder einen besonderen Fang behalten?

Von daher sehe ich es nach wie vor so dass man (gerne regelmäßig) darüber schreiben und diskutieren soll. Aber mit einer Abgrenzung über Werte wie "edler" oder "erhabener" oder ähnlichem schießen wir uns ziemlich sicher in Abseits. Geltungssucht scheint kein exklusives Fliegenfischerphänomen zu sein und mit Anprangern und mit dem Finger auf andere zeigen werden wir kaum andere Fischer davon überzeugen können Ihr Verhalten nochmals zu überdenken.

LG

Markus

P.S.: Bin auch Fußballfan - darf ich noch mitmachen?

Re: Wieviel Eitelkeit verträgt das Fliegenfischen?

Verfasst: 28.06.2016, 10:17
von Maggov
matthias z. hat geschrieben:Oha, ich bin Fußballfan und Mehrmethodenangler. Was soll ich nur machen?

Tight lines,

Matthias
Kein Problem:

Ich schick' Dir eine Adresse via PN und Du schickst einfach Dein gesamtes Fliegenfischertackle dahin. Keine Sorge: Porto zahlt der Empfänger ;)

LG
Markus

Re: Wieviel Eitelkeit verträgt das Fliegenfischen?

Verfasst: 28.06.2016, 11:55
von matthias z.
Hey Markus,

:wink:

Tight lines,

Matthias

Re: Wieviel Eitelkeit verträgt das Fliegenfischen?

Verfasst: 28.06.2016, 14:17
von Hardy
matthias z. hat geschrieben:Oha, ich bin Fußballfan und Mehrmethodenangler. Was soll ich nur machen?

Tight lines,

Matthias
Sie sind raus, Hoecker. :mrgreen:

Re: Wieviel Eitelkeit verträgt das Fliegenfischen?

Verfasst: 28.06.2016, 14:32
von matthias z.
.......was man nicht alles über sich ergehen lassen muss, wenn man sich ehrlich outet :mrgreen:

Viele Grüße

Matthias