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Die ganz großen Bachforellen?!
Verfasst: 29.04.2004, 09:46
von Matthias M.
Hallo Forumsgemeinschaft,
ich fische seit Jahren in einem sehr kleinem Mittelgebirgsbach im Taunus mit einem sehr geringen Nahrungsaufkommen. Dem entsprechend wachsen die Bachforellen auch sehr langsam ab. Die Fische erreichen in der Regel gerade mal die 30er Marke. 40 cm Bachforellen sind absolut kapital und werden auch nur sehr sehr selten gefangen!
Nun meine Frage, in welchen Gewässern, vor allem Deutschland, besteht die reale Möglichkeit Bachforellen von 50+++ zu fangen?
Über Antworten würde ich mich sehr freuen, denn ich würde gerne meinen Traum von einer richtig großen Bachforelle verwircklichen.
TL Matthias
Verfasst: 29.04.2004, 09:53
von Michael.
Ohhhhhhhh Matthias,
da hast Du aber ein ganz heißes Eisen angesprochen. Ich glaube, die meisten Mitfischer hüten ihre Bachforellenwasser wie die eigenen Augäpfel :rolleyes:
Bin gespannt, ob trotzdem Antworten kommen...
Gruß
Michael
Verfasst: 29.04.2004, 09:57
von Peter Pan
Weiße und Deutsch Traun bei Rudi Heger!
Das dürfte eine gute Adresse sein!
Gruß und
tight lines,
Peter Pan
Verfasst: 29.04.2004, 10:05
von Matthias M.
Hallo Peter Pan,
an Rudis Gewässer habe ich auch schon gedacht, jedoch hört man meiner Meinung nach fast nur von großen Regenbogenforellen fängen.
TL Matthias
Verfasst: 29.04.2004, 10:18
von Thomas aus Hamm
Hallo Matthias,
gute Chancen auf eine BAFO 50+ hast Du sicherlich an Erich Brinkhoff`s
Möhne, wundert mich eigentlich das Michael Dir nicht bereits
den Tipp gegeben hat, der war doch im letzten Jahr auch schon dort fischen

(siehe Reiseberichte)
Die Tageskarten kosten 28 Ocken und bieten wirklich die Möglichkeit
BAFO über 50 cm zu erwischen.
Weiter Infos findest Du auf der Seite von Brinkhoff.
Viel Spaß und Grüße aus Hamm
thomas
Verfasst: 29.04.2004, 10:22
von Matthias M.
Danke Thomas,
klingt nicht schlecht, ist bestimmt eine Überlegung wert.
TL Matthias
Verfasst: 29.04.2004, 10:32
von JensR
Hallo Matthias,
wenn du so etwas meinst
würde ich es einmal mit der Fischerei im Stillwasser probieren.
Im Mittelgebirge aber gerade auch in der Alpenregion gibt es jede Menge kleine und mittelgroße Natur- und Stausseen die sich gut mit dem Bellyboat befischen lassen. Diese haben eigentlich immer einen guten Salmonidenbestand.
Hier wirst du i.d.R. auf größere Fische treffen als in den meisten Fließgewässern.
Meiner Meinung nach wachsen die Fische dort häufig schneller ab.
Die Traunflüsse vom Heger sind wirklich eher was für große Regenbogenforellen, große Bachforellen sind auch dort eher Ausnahmefänge.
Sicher gibt es auch einige gute Flüsse in denen man regelmäßig Bachforellen >50cm fangen kann, jedoch wird dir wohl kaum jemand ein solches preisgeben.
Einen "Geheimtip"

hätte ich jedoch für dich: Die Möhne von Erich Brinkhoff. Dort werden regelmäßig große Regenbogen-,Bach- und sogar Seeforellen gefangen - wirklich schöne Fische!
Gruß, Jens
Verfasst: 29.04.2004, 10:32
von Michael.
wundert mich eigentlich das Michael Dir nicht bereits
den Tipp gegeben hat, der war doch im letzten Jahr auch schon dort fischen
(siehe Reiseberichte)
Hallo Thomas,
da isses wieder, dass man den Wald vor Bäumen nicht sieht
Die Möhne ist natürlich mächtig bekannt für Bestand. War der Auffassung, Matthias ist auf der Suche nach weniger bekannten Insidertipps...
Gruß
Michael
Verfasst: 29.04.2004, 10:34
von Matthias M.
Hallo Jens,
genauso etwas meine ich! Danke für die super Antwort inkl. Bild.
TL Matthias
Verfasst: 29.04.2004, 10:36
von roland k
Hallo Matthias,
suche einfach nach einem nahrungsreichen Niederungsbach bzw. Wiesenbach und verachte hier nicht die Kleinbäche mit einer Breite von 2/3 Metern. Die werden oft und gerne übersehen und gerade hier stehen die dicken Dinger drinnen. Ich selbst habe an so einem Gewässer meine größte BF mit 56 cm gezogen. Von schweineteueren Puffstrecken halte ich nichts, denn Besatzmonster kann ich in jedem Teich fangen und landschaftlich schönere natürliche Strecken findet man überall.
Wenn dir natürlich solche Fische gefallen ist nichts dagegen einzuwenden.
Verfasst: 29.04.2004, 10:48
von Thomas aus Hamm
Original geschrieben von roland k
Hallo Matthias,
suche einfach nach einem nahrungsreichen Niederungsbach bzw. Wiesenbach und verachte hier nicht die Kleinbäche mit einer Breite von 2/3 Metern. Die werden oft und gerne übersehen und gerade hier stehen die dicken Dinger drinnen. Ich selbst habe an so einem Gewässer meine größte BF mit 56 cm gezogen. Von schweineteueren Puffstrecken halte ich nichts, denn Besatzmonster kann ich in jedem Teich fangen und landschaftlich schönere natürliche Strecken findet man überall.
Wenn dir natürlich solche Fische gefallen ist nichts dagegen einzuwenden.
Tach Roland,
da muß ich Dir leider widersprechen, so wie die Pufforelle auf deinem
Foto sehen weder die Fische in Erichs Möhne noch ein Rudis Traungewässern
aus. Ich habe an beiden Gewässern gefischt und kann das beurteilen.
Für fast nördliche Verhältnisse ist die Möhne mit Ihrem Bestand ein
auch landschaftlich schönes und abwechslungsreiches Gewässer.
Die Fische an beiden Gewässern haben weder runde Flossen, noch dicke
Schädel wie Deine Fototrutte.
An der Möhne wurde weiterhin im letzten Winter umfangreiche Renaturierungsmaßnahmen vorgenommen, Wasseramsel, Eisvogel nisten
dort und sind beim Fischen Deine Begleiter, sicherlich fehlt das smaragdgrüne
Wasser der SAVA, aber man kann halt nicht alles haben.
Fast vergessen habe ich Dir zu sagen, das meine Kollege Holger/Hamm
vor 2 Wochen an der Möhne 2 60er Seeforellen gefangen hat, nachweislich
Wildfische, die aus der Möhnetalsperre aufgestiegen sind.
Soviel zu "Puffgewässern".
Grüße aus Hamm
Thomas
Verfasst: 29.04.2004, 11:12
von JensR
Hallo zusammen,
auf der Vereinsseite von Marcel könnt ihr euch selbst ein Bild über die Fänge machen. ->
Möhnebericht
Sicher sind da einige Besatzfische dabei, aber gerade die BaFo machen meiner Meinung nach einen sehr guten Eindruck!
Gruß, Jens
Verfasst: 29.04.2004, 11:31
von Wolfgang Hinderjock
Bachforellen 50 + findet man zum Beispiel in norddeutschen Niederungsflüssen, insbesondere in Gewässern die nicht ständig besetzt werden, vom Typ her sind die betreffenden Gewässer/Gewässerabschnitte dann meist eher der Barben - oder schon Bleiregion vergleichbar, wobei die Bestände meist nie sehr dicht sind, zum Teil handelt es sich um Gewässer mit teilwanderndem Bestand, auch die oft schmalen, langsamen jedoch oft tiefen Oberläufe solcher Gewässer sind einen Versuch wert.
Noch vor 20 Jahren waren in einigen Gewässern derartige Fischgrößen völlig alltäglich, kleinere Fische fanden unter den einheimischen Anglern gar keine Erwähnung, sodaß persönliche Schonmaße von 45cm völlig normal waren.
Ich hatte vor vielen Jahren wohl das einmalige Glück einen Abschnitt eines solchen Gewässers zu finden, in dem warscheinlich jahrelang niemand gefischt hatte, ich fand dort ausschließlich Fische von 50+ vor, die außerdem extrem einfach zu befischen waren, man könnte fast sagen sie ließen sich förmlich abpflücken, wobei die Revierlänge in dem etwa 6m breiten Flüsschen ca. 50m betrug. Es handelte sich dabei um einen völlig begradigten, auf den ersten Blick uninteressant wirkenden Abschnitt des Gewässers.
Heute sind auch in diesen Gewässern Fische derartiger Größe seltener geworden, was zum Teil am stark gestiegenen Beanglungsdruck liegt, aber auch an der hohen Mortalitätsrate, gerade großer Fische in den sehr heißen Sommern der letzten Jahre, sie sind aber nach wie vor vorhanden. Auch spielen teilweise stattgefundene Besatzmaßnahmen eine gewisse Rolle.
Verfasst: 29.04.2004, 11:32
von Matthias
Hallo Namensvetter,
ich kann mich Roland nur anschließen. Versuch es an pflanzenreichen, klaren und sommerkühlen Niederungsbächen/Flüssen, die sind sehr nahrungsreich (Bachflohkrebse, Maifliegen, Kleinfische, ...) und die Fische können gut abwachsen, da sie auch nicht ständig gegen scharfe Strömung ankämpfen müssen und gute Standplätze finden. Solche Gewässer gibt's in Norddeutschland und auch Dänemark genug und irgendwann klappt's dann auch mit'ner 50+ Bachforelle (bei mir bisher leider noch nicht, aber ich hatte sie schon am Band

).
Viele Grüße, Matthias
Verfasst: 29.04.2004, 11:34
von roland k
Thomas,
mein Hausgewässer an dem ich auch schon ein paar Jahre fische ist ein klassisches Flifi-Gewässer mit reichlich Nahrungsaufkommen und guter Struktur und die 3 Angler die an der Stercke fischen entnehmen im Jahr allerhöchstens 100 Fische. Das ist nicht mal soviel wie das Gewässer selbst reproduziert. Normalerweise, wenn es so ist bei bei den oben genannten Strecken, müssten sich durch unseren Fischdruck und unserer Hege die Fische stapeln und ein Monster dadurch täglich zu fangen sein, doch dem ist nicht so. Sicherlich sind gute 40er Tagesordnung, eine 50+ ist einem einmal in zwei Jahren gegönnt. In einem natürlichem Gewässer sollte ein breitgefächerter Altersbestand an Fischen vorhanden sein, der sich nicht aus 50% Monsterbestand zusammensetzt. Es gibt kein natürliches Gewässer Fließgewässer welches voll ist mit Regenbogenmonstern die allesamt als Trophy-Fische bezeichnet werden können. Das Foto oben ist sehr wohl ein Fisch aus der Möhne vom Erich. Guckst du
hier da steht der Bericht.
Roland