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Werfen von Hechtstreamern

Verfasst: 18.05.2004, 09:22
von Rajko
Moin Leute!

Beim Werfen von Hechtstreamern passiert es mir öfter, dass sich beim Vorschwung der Streamer in der Flugschnur verfängt. Ich fische eine 9er WF die den Flattermann sonst ganz gut transportiert. Das Vorfach besteht aus 1,5 m 50er Monofil mit 50cm Stahlvorfach.

Kann es sein, dass ich für den doch etwas schwereren Streamer eine zu enge Schlaufe werfe?

Gruß aus Münster

Rajko

Verfasst: 18.05.2004, 10:08
von Werner
Hallo,
eine mögliche Ursache hast du selbst schon festgestellt. Wenn du den Vorschwung zu früh einleitest, kann das Gleiche geschehen. Wenn du eine windfängige Bürste wirfst, dauert es ziemlich lange, bis sich die Leine hinten streckt, und wenn der Bogen dann wie gewohnt eng ist, fängst du beim Vorschwung den Streamer, der zu der Zeit noch nach hinten unterwegs ist.

Gruß Werner

Verfasst: 18.05.2004, 11:08
von Rajko
Hallo Werner.

Habe mich da wohl mißverständlich ausgedrückt.
Der Streamer fädelt ca. 5-6m vor der Rutenspitze in die Leine ein, wenn sich also noch 3-4 m in der Rolle bzw. kurz vor der Streckung befinden. Meistens passiert das, wenn ich mit viel Druck werfe und einen harten Stopp mache.

Rajko

Verfasst: 18.05.2004, 13:24
von Andreas aus B
So weit ichs verstehe verfängt sich der Streamer, weil er aufgrund des Eigengewichts tiefer fliegt und deshalb die Schnur erwischt. Wenn der Streamer nicht genügend Spead drauf hat, Fällt er sizusagen nach vorne und wird nicht von der Flyline gezogen, wie es eigentlich sein sollte.
Ich hab das gleich Problem bei großen Streamern und werde meine Schnur deshalb mal eine Klasse höher nehmen. Mal sehen...

Andreas

Verfasst: 18.05.2004, 13:40
von Hucho
Hallo Rajko,
was Dir passiert ist der klassische Fall des Tailing Loops.
Um das abzustellen beachte folgendes.
1. Beim Rückschwung warten bis sich die Schnur komplett gestreckt hat, ich zahle oft 21,22, also 2 Sekunden um sicher zu gehen.
2. Großen Bogen werfen und sich nichts dabei denken dass es vielleicht mal nicht so elegant aussieht.
3. Streamer beim Vorschwung auf der Wasserfläche aufkommen lassen und die Adhäsion zum Aufladen der Rute beim Rückschwung nutzen.
TL Tom

Verfasst: 18.05.2004, 14:07
von Rajko
Besten Dank erstmal!

Ist wohl eine Mischung aus den angesprochenen Problemen.

Werde da wohl noch üben üben üben müssen.:Peitsche:

Mit der Hoffnung auf Besserung

Rajko

Verfasst: 18.05.2004, 15:38
von Royal Coachman
Hallo, probier's mal mit dem Windwurf von rechts !

Rückschwung Rute leicht rechts ausgekippt !
Vorschwung links gekippte Rute ! ( Rundwurf !)

Funktioniert auch bei schweren Jigs !

Die Genauigkeit läßt allerdings zu wünschen übrig .

tight lines

Verfasst: 19.05.2004, 20:28
von Guereka
Kann Hucho nur beipflichten...aussenrum ,weit obendrüber,nach Rückstop hinten "durchschlagen" lassen ..erst dann wurf zum ziel absetzen,verlängern per waterhauling wie beschriebenTL, Rolf

Verfasst: 13.06.2004, 18:59
von Fliegenwickler
Beim Fischen mit Streamern lasse ich die Flugschnur längs über meinen
Daumen laufen, das erspart mir das zählen ( ich will mich ja schließlich
erholen) und den Blick nach hinten. Wenn die Schnur gestreckt ist ,
gibt es einen Ruck im Finger und der Zeitpunkt den Vorschwung einzuleiten ,
ist gekommen.

tight lines

Der Fliegenwickler ;)