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Brauchen wir eine Sportfischerprüfung?
Verfasst: 14.07.2004, 10:35
von Olli D
In Anlehnung an das Lidl Thema,würde ich gerne wissen ob ihr der Meinung seit wir könnten auch ohne Sportfischerprüfung auskommen.So wie in anderen Ländern.
Verfasst: 14.07.2004, 13:50
von Hells-Angler
grundsätlich versteh ich nicht wie deutschland mit skandinavischen ländern verglichen werden kann.......
allein relation von anglern zur wasserfläche.....
ohne gewisse regelungen geht das hier nicht denk ich.
wenns auch keine prüfung sein muss....
jan
Verfasst: 14.07.2004, 14:25
von Olaf Kurth
grundsätzlich muss ich Jan Recht geben, wir können Deutschland nicht mit skandinavischen Verhältnissen vergleichen.
Worum geht's?: Die Sportfischerprüfung berechtigt uns freilebende Wirbeltiere zu fangen und zu verwerten. Dieses hohe Privileg setzt die Kenntnisse über Gewässer, Angelgeräte, Fischkunde allgemein und speziell sowie Gesetzeskunde voraus und wird geprüft. Was ist daran so schlimm??
Gruß, Olaf
Verfasst: 14.07.2004, 15:32
von NeckarFliFi
Und wie soll der Angler ohne Fischerprüfung die Schonzeiten und Schonmaße anwenden, wenn er die Fischarten garnicht kennt?
Woher soll er wissen, wann er einen Fluß nicht bewaten sollte, um die Laichgruben der Fische nicht zu zerstören? --> wann laicht welcher Fisch und auf welche Art?
Cu Uli
Verfasst: 14.07.2004, 15:32
von Werner
Hallo,
grundsätzlich muss ich Jan Recht geben, wir können Deutschland nicht mit skandinavischen Verhältnissen vergleichen.
genauso ist es, obwohl es in dem anderen Thread offenbar ständig getan wird. Nicht einmal mit den Niederlanden können wir unsere Verhältnisse vergleichen, denn selbst dort hat Angeln eine ganz andere Tradition als bei uns. Auch dort werden Jugendliche durch das Beispiel Erwachsener an waidgerechte Fischerei herangeführt.
Der Ruf nach einer Fischerprüfung als Regulierungsinstrument wird in den Grenzregionen zu Deutschland erhoben, weil dort unsere nicht waidgerechten Zeitgenossen mit deutschem Pass Probleme verursachen.
Kein Mensch nimmt ernsthaft an (auch ich nicht in Bezug auf Skandinavien T.Z. ) , dass man ohne Fangbegrenzungen zurechtkäme. Die Fischerprüfung ist lediglich ein Regulierungsinstrument, mit dem man in Gesellschaften wie der unseren einen Teil der Probleme ausschließen kann.
Bei uns fragen mich "gebildete" Menschen ganz verwundert, warum man sich denn nicht mit der gekauften Angel einfach irgendwohin setzen kann, um dort Fische zu fangen. Diese Frage wäre in den Niederlanden gar nicht denkbar. Bei uns - und jetzt auch in der niederländischen Grenzregion-
zerstören "Angler" aus bestimmten Ländern - Sie haben es ja nie anders gelernt- die Fischgründe und die Umgebung. Bei uns geistert in den Köpfen der Bevölkerung der Angler als leicht debiler Wurmbader herum.
Das ist die Realität- und mit der müssen wir leben. Da hilft es überhaupt nichts, dass wir uns die skandinavische Erziehung als beispielhaft vor Augen führen
Übrigens, die Sache mit den Jagdwaffen ist auch in vielen anderen EG-Ländern unproblematischer als hier. Denkt mal drüber nach.
denn während des Drübernachdenkens werden die Fischpopulationen durch zweibeinige Kormorane zerstört, wenn wir jedem ohne Prüfung Zugang zum Wasser gewähren.
Gruß Werner
Verfasst: 14.07.2004, 16:02
von Haiko
Als bekennender Laichbetten-Zertrampler und Bierdosen-Schleuderer kann ich nur feststellen, dass meine Einstellung sich durch das Ablegen einer Sportfischerprüfung (Sport??) in keiner Weise verändert hat. Gleiches gilt für meine polnischen Freunde, die mit mir zusammen diese schwere Prüfung mit Bravour bestanden haben. Sie halten nach wie vor einen 25er Hecht (lebend) für den besten Hechtköder überhaupt. Der Brassen fliegt nach wie vor in die Steinschüttung und mir ist es ehrlich gesagt auch egal. Das kommt davon, dass ich als Jugendlicher nur im Süden geangelt habe, wo der Umgang mit der Kreatur Fisch noch in normalen Bahnen läuft. Was hier in Deutschland besonders in der FF-Szene abgeht sorgt dort für echte Schenkelklopfer (Widerhaken andrücken, Knotenlose Netze etc.). Vielleicht würde ich heute anders denken, wenn ich auch als Jugendlicher schon in Deutschland hätte angeln dürfen aber dafür habe ich vielmehr Spass an unserer Abhakmatten-Generation.

Verfasst: 14.07.2004, 16:44
von T.Z..
Original geschrieben von Werner
Kein Mensch nimmt ernsthaft an (auch ich nicht in Bezug auf Skandinavien T.Z. ) , dass man ohne Fangbegrenzungen zurechtkäme. Die Fischerprüfung ist lediglich ein Regulierungsinstrument, mit dem man in Gesellschaften wie der unseren einen Teil der Probleme ausschließen kann.
Hatte ich in deiner Äusserung leider so verstanden. Aber ich denke wir sind da einer Meinung.
Deiner Auffassung bez. Fischereiprüfung muss ich mich auch anschliessen. Du triffst den Nagel auf den Kopf mit deinem Posting.
Es scheint je nach Gesellschaft / Kultur recht unterschiedliche Auffassungen über den Umgang mit der Kreatur (wie es immer so schön heisst) zu geben. Bin mal gespannt wie das sich in Finnland / Schweden weiter entwickelt. Auch dort sind die Grenzen offener und man wird mehr multikuturell, sozusagen.
Zur Frage - Fischerprüfung ja / nein kann ich mit einem klaren jein antworten. Ist im Prinzip eine gute Sache, nur wie ich sie erfahren musste nicht gerade vorbildlich. Da kann / muss noch verbessert werden.
TL - Tz
Verfasst: 14.07.2004, 21:59
von Streamdance2
Original geschrieben von Haiko
Als bekennender Laichbetten-Zertrampler und Bierdosen-Schleuderer kann ich nur feststellen, dass meine Einstellung sich durch das Ablegen einer Sportfischerprüfung (Sport??) in keiner Weise verändert hat. Gleiches gilt für meine polnischen Freunde, die mit mir zusammen diese schwere Prüfung mit Bravour bestanden haben. Sie halten nach wie vor einen 25er Hecht (lebend) für den besten Hechtköder überhaupt. Der Brassen fliegt nach wie vor in die Steinschüttung und mir ist es ehrlich gesagt auch egal. Das kommt davon, dass ich als Jugendlicher nur im Süden geangelt habe, wo der Umgang mit der Kreatur Fisch noch in normalen Bahnen läuft. Was hier in Deutschland besonders in der FF-Szene abgeht sorgt dort für echte Schenkelklopfer (Widerhaken andrücken, Knotenlose Netze etc.). Vielleicht würde ich heute anders denken, wenn ich auch als Jugendlicher schon in Deutschland hätte angeln dürfen aber dafür habe ich vielmehr Spass an unserer Abhakmatten-Generation.
Dann brauchen wir deiner Meinung nach auch keinen Waffenschein.
Ich hoffe wir begegnen uns mal am Wasser!
Verfasst: 15.07.2004, 12:02
von rmeel
@Haiko
Dein Beitrag ist toll, weil er zeigt das die Sportfischerprüfung
viel zu leicht an jeden (vorsichtig ausgedrückt

)
"besonderen" Menschen vergeben wird.
Einfach zum kringeln wenn ich mir vorstelle wie irgendein Assi
(wohlgemerkt irgendein ! ) die leere Bierdose schmeissend durch
den Laich stapft.
Ich hoffe Dein Anblick am Wasser bleib den meisten Menschen erspart.
:as:
RS
Verfasst: 15.07.2004, 14:38
von Olaf Kurth
@Dirk, Streamdance2, RS
Der Haiko iss gar nich so bissig - der will nur spielen!!!!!! :suprise: :rolleyes:
Gruß, Olaf
Verfasst: 15.07.2004, 15:23
von Thomas aus Hamm
Vor 2 Jahren stand ich in der Lenne bei Nachrodt, unterhalb des Aldi-Marktes.
Die Äschen bissen sehr gut und es war ein richtig schöner Angeltag.
Plötzlich stiegen 2 Typen ins Wasser, der eine recht groß und schlank,
der andere klein und untersetzt.
Beide hatten Fische am Watgürtel hängen, mindestens 3.
Mein freundlicher Gruß wurde mürrisch erwidert.
Ich drehte mich um und fischte weiter, plötzlich traf mich ein harter
Gegenstand am Kopf, Gottseidank federte meine Volvo-Kappe:D
den harten Schlag ab.....
ES WAR EINE DOSE HANNEN-ALT............
Was glaubt Ihr wer die Dose geworfen hat??????????????????????:sauer2:
Die Verfolgung war nicht von Erfolg gekrönt, das Fahrzeug franz. Bauart
entfernte sich zu schnell:(
TaH
Verfasst: 15.07.2004, 17:35
von Hells-Angler
wieso.....französisch?
ich hatte zu der zeit nen golf;)
gruss
jan
hells anglers
world wide trout terror
HMMM...
Verfasst: 16.07.2004, 10:53
von rmeel
..hätte mich auch gewundert wenn er das ernst meint
..der will nur spielen "rofl"
allemal schönes WE und
tight lines an die Bierdosenleertrinker
:Prost: :Prost: :Prost:
Verfasst: 28.07.2004, 15:47
von MichiMcFly
Prüfung muss sein!!
Wer sich nicht mit unserer Natur auseinandersetzt, und lernt wie er sich Tieren gegeüber verhalten soll, hat am Wasser mit der Angel nichts verloren.
Gewisse Einschränkungen müssen einfach da sein.
Was jedoch Schwachsinn ist, dass bei mir im Verein als Jungangler ohne 'Blaue Karte' Raubfischangeln verboten ist. Alles andere geht.
Diese Regelung bleibt auch weiterhin bestehen.
Wahrscheinlich hatten seinerzeit die Alten Hasen Angst, dass die Jungs ihnen die Fische wegfangen!
Naja...
Gruss
Michi