wieder die Bode

Wie der Name schon sagt: Vor der Haustür fischt es sich fast immer am besten. In Deutschland gibt es eine Vielzahl großartiger "Fliegenwasser". Habt Ihr Fragen oder wollt Ihr eine Empfehlung aussprechen?

Moderatoren: Forstie, Maggov, Olaf Kurth, Michael.

Wildwasser

wieder die Bode

Ungelesener Beitrag von Wildwasser »

Ich war schon mehrmals an der Bode . Herrliches Gwässer in herrlicher Landschaft . Ich finde es allerdings unmöglich das man bis zu vier Salmoniden pro Tag entnehmen darf . Mit viel Einsatz wird an der Bode erfolgreich ein Bachforellenstamm entwickelt . Warum wird eine so hohe und unübliche Entnahme angesetzt ?:confused:
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markus
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Ungelesener Beitrag von markus »

Hallo Wildwasser, manchmal wird das getan, um an die Ehrlichkeit bei der Fangdokumentation der Angler zu appellieren. Denn so wird u. U. nicht mehr so viel "schwarz" entnommen.
TL Markus
"Mit der Fluggerte ist man imstande, die seit grauer Vorzeit in uns schlummernden Jagdinstinkte auf unblutigste Weise zu stillen." (Steinfort, Voljc)
RolandT

Ungelesener Beitrag von RolandT »

Hallo Wildwasser, wenn die Verantwortlichen sich für die Entnahme von 4 Salmoniden pro Tag entschieden haben, so finde ich das OK. Und daran sollte man auch nicht Rumnörgeln. Es ist nun einmal so!! Du mußt dich ja nicht an dieses Limit halten. Wenn Du nur eine Forelle pro Angeltag entnimmst, um so besser für all die anderen Fliegenfischer. Mir fällt zunehmend hier im Forum auf, das sich hier nur Super eingestellte aufhalten. Doch wie sieht es in der Praxis aus??? Die Frage sei schon mal gestattet! Herzlichst RolandT
holli.hopp

Ungelesener Beitrag von holli.hopp »

Die Entnahme ist durch jeden regulierbar. Was ist aber mit der Mindestgröße von 28 cm bei einer BaFo ? Muss das sein ? Ich würde bei der Mindestgröße ein wenig nach oben gehen, oder
Henni

Ungelesener Beitrag von Henni »

Hallo,

da die Bode mein Hausgewässer ist kann ich vielleicht auch was dazu beitragen.
Nun verstehen kann ich die Politik die da gemacht wird auch nicht ganz.
Es ist eine Art Pachtgemeinschaft inder der DAV das Sagen mit hat und der ist der meinung das das Fliegenfischen auch dem Gemeinen VOLK zugänglich sein muss, laut hörensagen. Deshalb sind die Jahreskartenpreise auch sehr sehr niedrig.
Dafür bekomme ich woanders nicht mal ne Tageskarte.
Gewöhnlich wird 2mal im Jahr besetzt um der Flut der Angler gerecht zu werden.
Wart ihr schon mal zum Saisonstart da?
Ich glaube ihr würdet gleich wieder gehen. Alles was ne Rute halten kann steht am Wasser, und du musst echt aufpassen damit du die Schnüre nicht um die Ohren bekommst.
Aber hier stehen sich halt 2 Ansichten gegenüber. Die der Kochtopffischer, die auf Masse aussind in der die es aus Spaß an der Freude machen.
Ich würde mir auch wünschen das da etwas passiert, da der Befischungsdruck echt hoch ist und es teilweise schon kein Spass mehr macht.
Ich weis auch das es bestimmt nicht einfach ist so etwas zu realisieren, aber ich bin Optimist.
Und demnach immer nach dem Motto....
Alles wird gut

Kai
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rikus
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Ungelesener Beitrag von rikus »

Kenne die Bode recht gut, leider ist die Ausgabe der Tageskarten keiner Kontrolle unterzogen, es werden unbegrenzt Karten ausgegeben und im nächsten Jahr einfach soviele Fische reingekippt wie im Vorjahr entnommen, in den vergangenen Jahren jeweils 1 Tonne, hallo, 1000 Kilo. Die Bemühungen des Vereins werden so unterlaufen, aus Ignoranz, aber auch, weil man viel Geld einnimmt, der Verein erhält davon so gut wie nichts. Dieser Massenbesatz führt zu großen Schwierigkeiten für die heimischen Bachforellen und die Brut, die aufwending und arbeitsreich von den Vereinsmitgliedern gezogen und eingebracht wird.
TL, Rikus
ps: kai, bist du mitglied im verein? sehen wir uns zum abangeln morgen?
John S.

Ungelesener Beitrag von John S. »

Vielleicht eine offene Tür, aber warum werden noch immer sofiele Fische durch Fliegenfischer an das Wasser entnommen? Ist es nicht die Freunde um den Fisch zu überlisten, seine Schönheit zu bewundern und ihm dan wieder schwimmen zu lassen? Die meisten Fliegenfischer finden das Fliegenfischen das Höchste was mann machen kann, wenn es auf den Fisch überlisten ankommt. Vielleicht mit eine schöne Gesplietste und strömauf mit eine Trockenfliege? Wenn man dann eine schöne Forelle gefangen hat wird diese behutsam gekeschert und das grosse Höhepunkt kommt dan noch. Die Forelle wird auf die grüne Wiesse gelegt, der vergoldete Priest kommt dazu und dann......... WARUM????
Weil man zuhause sehen lassen will, wass ein super Fliegenfischer mann ist? Oder hat mann nichts mehr zu essen und droht der Hungertot?
Es gibt doch nichts schöneres als der Fisch der sofiel Freude gemacht hat, wieder schwimmen zu lassen. Wird es nicht an die Zeit um das grosse Fressen beizeite zu schieben und jeder Fisch wieder zurück zu setzen?

Schönes Wochenende. John.(Entschuldige mich für die Schreibfehler)
RolandT

Ungelesener Beitrag von RolandT »

Hallo John, warum fischen wir? Ist Angeln nicht irgendwo auch Nahrungserwerb? Ich finde, das es ganz einfach zum Angeln dazu gehört, einen selbstgefangenen Fisch zum Verspeisen mit nach Hause zu nehmen. Und wenn die ganze Familie gerne Fisch verspeist, warum dann nicht auch mal zwei oder drei Fische entnehmen? Das was Du forderst, jeden gefangenen Fisch wieder ins Wasser zurück zu setzen, ist in meinen Augen ein Riesen Schmarren. Dann können wir die Angel gleich an die Wand hängen und das fischen ganz unterlassen. Dann verliert es nähmlich seinen Sinn und seine Berechtigung!!! Denk mal darüber nach. Herzlichst RolandT

Ps: Es gibt für mich auch nichts schöneres, als eine selbstgefangene Forelle oder Äsche zu Verspeisen!!
Jürgen Gaul

Ungelesener Beitrag von Jürgen Gaul »

Ja Roland, so sehe ich das auch.

Siehe meine Anwort an Dirk im Thread "Tages- und Jahreskartenfischer":
Entscheidend ist § 1 des Bundestierschutzgesetzes, wonach einem Wirbeltier ohne vernünftigen Grund keine Schmerzen und Leiden zugefügt werden dürfen.

Nachdem davon auszugehen ist, dass ein Fisch im Drill zumindest Leiden empfindet (die Experten streiten sich darüber, aber auch ich würde ein Springen einer Forelle im Drill nicht gerade als Ausdruck ihrer Lebensfreude interpretieren), kann der vernünftige Grund nur darin bestehen, den Fisch einer sinnvollen Verwertung - sprich dem menschlichen Verzehr zuzuführen.

Wenn Du maßige Fische zurücksetzt, liegt zumindest der Verdacht nahe, dass Du Dich lediglich an deren Fang (unter dem sie leiden und evtl. auch Schmerzen empfinden) ergötzen willst, d.h. ein vernünftiger Grund hierfür liegt nicht vor.


TL Jürgen
Wildwasser

Ungelesener Beitrag von Wildwasser »

Die Sache mit der ehrlichen Fangentnahme ist nachvollziehbar ! Dennoch denke ich ist im Sinne der Fliegenfischer der Bode und dessen Fischbestandes ein ausgewogenes Bewirtschaftungskonzept erfoderlich .
Dazu gehört in meinen Augen der Grundsatz der Nachhaltigkeit der unter Fachleuten und die Sich der Natur bedienen sicherlich ein Begriff ist .
Was an der Bode passiert hat dammit nichts zu tun .
John S.

Ungelesener Beitrag von John S. »

Roland,
Wir leben jetzt in 2004. Ich glaube wirklich nicht das es noch jemandem in Deutschland oder die Niederlande nötig hat um zu fischen aus Nahrungserwerb. Das war fielliecht früher einmal so.
Für mich gibt es nichts schöneres als ein Fisch wieder oder Schaden zurück zu setzen. Fielleicht darf ich diesen Fisch später wenn er grösser ist noch einmal fangen. Ist den der Sinn von das Fischen Fische zu bekommen um diese auf zu essen? Das hoffe ich doch nicht. Ich kann auch nicht glauben das die Mehrheit von die Deutsche Fliegenfischer diese Ansicht sind.
Ich habe keine Probleme damitt das man mal eine Forelle mit nimmt, aber das muss doch nicht jeden Tag der Fangstlimit sein?
Wenn gut gefischt hat ein Fisch wenig Schaden wenn diese mal Gefangen wird. Beispiel: Vor einem Jahr hatte ich zweimal einen Schlei gefangen. Dieser Fisch war 39 cm und es fehlte im das linker Auge. Sonst sah er sehr gut aus. Natürlich wurde dieser Fisch zurück gesetzt. Dieses Jahr hatte ich nochmal das Gluck um ihm zu fangen. Ich erkannte ihm an sein fehlender linker Auge. Der Fisch sah super aus und war jetzt 43 cm. Hat man eine Berechtigung nötig um zu fischen? Ich fische zum Spass und der Spass wird bei mir sicher nicht grösser wenn ich am Ende eines Fischtages einige Fische mitnehme nach Hause.

Jürgen,
Aus wissenschaftlicher Untersuchungen steht fest das Fisch kein Schmerzen empfinden.(zumindest, das habe ich gelesen) Dies wird bestätigt durch die Fische die ich gefangen habe nachdem die Abgelaicht waren. Sehr schwer Beschädigt und manchmal blutend aus mehrere Stellen. Das machen die selber, das würden diese Fische nicht machen wenn sie Schmerzen spüren.
Wenn es um der Fisch geht und das essen von diese Fische geht, warum dan nicht die Fische kaufen im Geschäfft, dann haben die auch kein Stress wenn sie gefangen werden.

Mfg. John.
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Michael.
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Ungelesener Beitrag von Michael. »

Hallo John,

ich finde es gut , dass es Fischer gibt, die wie du denken und handeln. Den Umgang mit der Kreatur Fisch bzw. die Verwertung oder das Zurücksetzen des Fanges muss aber jeder Angler und Fischer - analog den geltenden Fischereibestimmungen - für sich selber entscheiden. Einen Fisch essenden Angler kannst du nicht pauschal verurteilen, solange er sich an die Regeln hält.

Da in Deuschland tatsächlich schon Angler angezeigt wurden, die beim Zurücksetzen eines oder mehrerer maßiger Fische beobachtet wurden, wirst du vermutlich niemanden finden, der in einem öffentlichen ("beobachteten")Forum öffentlich darüber schreibt - obwohl zum Glück eine Menge Leute ähnlich wie du denken.

Nun aber zurück zum Bode - Thema.

Gruß
Michael
Dominic

Ungelesener Beitrag von Dominic »

So, jetzt möchte ich mich auch mal zu diesem Thema äussern, obwohl das in diesem Beitrag eigentlich völlig Offtopic ist. Ich war bisher noch an keiner Catch & Release Fliegenstrecke und werde dies in Zukunft auch nicht tun. Der Sinn des Fischens geht dabei komplett verloren und der Fisch wird nur als "Sportgerät" angesehen. Vom Ausschöpfen des Fanglimits halte ich auch nichts, aber wenn ich fischen gehe möchte ich auch gerne einen oder zwei Fische mitnehmen. Mir geht es in erster Linie auch um den Spass und vor allem die Entspannung in der Natur. Das hier teilweise auf Fliegenfischern rumgehackt wird die einen knapp maßigen Fisch mitnehmen ist für mich komplett unverständlich. Dafür sind nunmal Schonmaße da, daß man einen Fisch der größer ist mitnehmen darf. Fanglimits und Schonmaße sollte allerdings so gesetzt werden das ein Besatz mit maßigen Fischen nicht nötig ist, denn davon hält wohl keiner hier was.

Zum Thema Fische empfinden keine Schmerzen möchte ich noch folgende Seite posten
http://www.wissenschaft.de/wissen/news/211692.html

Gruß
Dominic
luiginm

Ungelesener Beitrag von luiginm »

Dieses Thema kocht immer wieder hoch und ich hab mich sogar am Wasser schon mal als "Mörder" beschimpfen lassen müssen.

Trotzdem schließe ich mich meinem Vorredner uneingeschränkt an, ja möchte es noch drastischer formulieren:
Das Fischen für den Kochtopf ist für mich die einzige wirkliche moralische Berechtigung einen Fisch zu fangen. Ja ich weiß, es gibt so tolle Fliegenfischer, die die Fische immer nur ganz vorne an der Lippe haken, wo der Fisch eh nichts spürt...
Aber Tatsache ist doch daß Fische durch Haken verletzt werden, beim Fang Streß empfinden und ich bin absolut geneigt dem Artikel über das Schmerzempfinden der Fische zu glauben.
Einen Fisch also "nur" aus Spaß zu quälen, ihn dann immer wieder reinzuwerfen, nur um ihn morgen erneut quälen zu können, ist schon ein bisserl pervers.

Versteht mich recht, ich bin auch Fliegenfischer aus Leidenschaft und empfinde Freude beim Fang (aber auch Freude beim Essen).

Bei uns im Verein gibt es ein jährliches Fanglimit von 50 Salmoniden. Das finde ich gut. Ich setze fast nie einen maßigen Fisch zurück, aus oben genannten Gründen. Wenn ich mein (persönliches) Limit für den Tag gefangen hab (oft genug ein Fisch) dann höre ich in der Regel auf (meistens jedenfalls, denn ich bin auch nicht der Papst) .
Ist dieses Verhalten nicht etwas edler, als das von "Catch und Release"-Fischern, die 50 Fische am Tag fangen und wieder reinscchmeißen?

Das könnte ich auch dem Verein an der Bode empfehlen, ein Jahreslimit. Dadurch können die Kartenpreise niedriger gehalten werden, was ich gut finde und der Befischungsdruck nimmt mit dem Jahr erheblich ab.

nix für ungut

Ludwig
ohundt

Ungelesener Beitrag von ohundt »

Warum überlässt es man in Deutschland nicht dem Angler zu entscheiden ob er den Fisch verwertet oder zurücksetzt.
Statt auf Eigenverantwortung zu bauen will man (typisch deutsch) alles reglementieren. In Nachbarländern (z.B. Frankreich) kann ich als Angeler selbst entscheiden nur erfolgt hier auch eine strengere Kontrolle bei der Scheinausgabe und beim fischen selbst.
Leider werden bei jeder ausübung des Angelsport immer wieder schwarze Schafe am Gewässer unterwegs sein denen jegliche Achtung vor der Kreatur abgeht.
Dort sollte man auch als vernünftiger Sportangler einschreiten und solchen "Sportfreunden" klar machen das ihr verhalten am Gewässer nicht toleriert wird.
Übrigens ist mir die Anzahl meiner gefangenen Fische egal das Erlebnis zählt.
Ich fühle mich auch nicht schlecht dabei hin und wieder einen selbstgefangenen Fisch zu essen genauso wie ich sie wieder zurücksetze vor allem an Gewässern mit weniger guten Bestand.
Wie fair man angelt sollte jeder für sich entscheiden.
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