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Angriff auf Fliegenfischer am fünischen Strand...
Verfasst: 06.03.2005, 11:15
von Michael.
Hallo Leute,
im aktuellen "Der Fliegenfischer" steht ein Bericht über einen wirklich bösartigen, tätlichen Angriff halb betrunkender Jugendlicher mit Wasserscootern im Juni 2004 gegen Fliegenfischer, die in der Nähe des Leuchtturms an der östlichen Landspitze des Odensefjordauslaufs auf Fünen fischten.
Ich hoffe, so etwas ist die wirklich einmalige Ausnahme!
Kann jemand von Euch über ähnliche Erfahrungen berichten?
Gruß
Michael
Verfasst: 06.03.2005, 11:44
von Edgar
Ich bin vor zwei Jahren an der Kyll in Gerolstein hinter dem Hitmarkt von 4 besoffenen Russen in die Mangel genommen worden. Die Jungs fackeln nicht lange.
Gruß Edgar
Verfasst: 06.03.2005, 13:03
von Larsi
Hallo Michael,
so krass wie Du es hier schreibst habe ich das zum Glück auf Fünen noch nicht erlebt, aber nen paar dumme Sprüche kommen hin und wieder mal vor !
Vor 1 - 2 Jahren gab es im Blinker mal einen kurzen Bericht das man auf Fünen die Autos von bevorzugt Deutschen Anglern aufgebrochen, und das noch im Auto verbliebene Angelgerät geklaut hat...
Laut Aussage der Dänischen Polizei sollen dies aber keine 'einheimischen'
Jugendlichen gewesen sein.
Da ich schon seit Jahren nach Fünen fahre hatte ich seitdem immer ein blödes Gefühl wenn mein Auto weit ab vom Schuss stand, aber bis jetzt kam ich immer gut weg !
Hoffe das bleibt so und dass solche Attacken wie von Dir beschrieben nicht häufiger vorkommen...
Gruss,
Larsi
Autoaufbruch
Verfasst: 06.03.2005, 15:33
von flyfisher_sc
Hallo Ihr,
im Fliegenfischen war auch mal ein Bericht, dass Auto´s an den Auen in Jütland gezielt aufgebrochen wurden.
Betonung lag auf wurden - denn die Täter, meist osteuropäische Ausländer wurden gefasst.
Somit hier Entwarnung - ich selbst hatte noch nie irgendwelche Zusammenstösse oder so.
Da hab ich an heimischen Gewässern schon eher mal ein Kanu versenkt.......
(ist ein Witzle)
In diesem Sinne
schönen Sonntag
Ralf
Verfasst: 06.03.2005, 21:26
von Nico (Berlin)
Ich möchte den Vorfall nicht beschönigen, aber ich verstehe den Sinn dieser "Umfrage" nicht.
Gruss
Nico
Verfasst: 07.03.2005, 09:20
von Michael.
Hallo Nico,
auf gar keinen Fall, um irgend jemanden "an den Pranger" zu stellen. So soll das bitte nicht rüberkommen!
Sondern einfach nur, um abzuschätzen, ob unser Hobby aus einer evtl. Zunahme solcher ganz offenen feindlichen Aktionen gefährlicher und unberechenbarer wird.
Der oben geschilderte Fall mit Bierflaschen und Steine werfen bis hin zum Zweikampf und sich gegenseitig unter Wasser drücken, hätte ja sogar tödlich, zumindest aber mit schwereren Verletzungen als ein paar blauen Flecken und Prellungen ausgehen können.
Wer von uns will das schon - beim Fischen zumindest ...
Gruß
Michael
Verfasst: 09.03.2005, 09:39
von Falko Herfeld
Hallo Michael,
Grundsätzlich und ohne irgendwelches zutun endet es immer bei sog. Randgruppen. Seltsam ist in der Tat, das es hier immer zu Zusammenstößen kommt. Selbst wenn ich wollte könnte ich diesen Felsen nicht umsteuern.
Ob es nun am Rhein oder an der Wupper war, osteuropa und der Kosovo sind reichlich vertreten und es eskaliert sehr schnell. Obwohl man innerlich den Wunsch hat nach dem Angelschein zu fragen, muß man auf Smaltalk ausweichen um nicht die Fresse voll zu bekommen. Achja in etwa einen ähnlichen Anpassungsprozess machen gerade die Kinder an den Schulen mit. Teilweise können diese schon nicht mehr richtig sprechen. Isch mach disch platt alder. <-- wat hasse gesacht ?!?
Anpassen war noch nie soooo mein Ding. Wenn man mir blöd kommt, treib ich es zu 90 % zur Eskalation. Ich kann nämlich absolut kein Sinn darin sehen, mein Recht auf freie Bewegung durch diverse Individuen einschränken zu lassen.
Das gilt grundsätzlich für alle Randgruppen incl. der rechten!!! Bedauerlicher Weise ist es eben so, das egal auf welchen Ebenen man sich bewegt einfach Moral nach und nach zum Fremdwort wird. Oder wie kann man sich erklären das man mir und einem Freund bei einem Angelurlaub in Bayern die Angel geklaut hatte und uns dann zum Dank von dem Hoteleigentümern unterstellt wurde wir hätten die Angeln versteckt. Jeder normaldenkende Mensch kann sich vorstellen das zwei Jungs die sich 10,5 Stunden im Zug setzen um eine Woche fischen zu gehen, nicht ihre Angeln verstecken um Kohle abzukassieren.
Für viele unter euch ist es vielleicht absolut unverständlich das ich so denke. Die meisten steigen morgens in ihr auto, fahren in der Firma in die Tiefgarage Nach der Arbeit wieder zurück und das wars dann. Aber wer z. B. zum fischen mit öffentlichen Verkehrsmitteln fährt, der kann sich vor dämlichen Sprüchen einfach nicht verstecken. Als Asi von den deutschen, als *nicht erlaubtes Wort* von den Ausländern und als Tierquälern von den pseudointerlektuellen grün angehauchten PLO Halstuchtragenden Blagen beschimpft kommt man dann irgendwann am Fischerplatz an und ist stolz keinen getötet zu haben - dort lungert dann eine Jungbruderschaft mit Störkraft und Endstufe auf dem Ghettoblaster sowie 3 Paletten Hansa verteilt auf der Wiese und gröhlt Oi Oi Oi Oi - Sieg H. Sieg H. --- nein welch ein Edyll. 10 Meter weiter eine wunderschöne Wiese auf der gerade ein Schwarmkluster Ukrainer gelandert ist und wo man vorsichtig fragt ob man zwischen den 4 Teleskopruten durchwaten darf (ähhh übriegens keine Vereinsmitglieder). Ihr seht, das geht quer durch die Bank und es kommt noch nichtmal auf die Flagge an. Still duldet die Gesellschaft die Verasozialisierung ihrer selbst. Und der, der ohne Reibungspunkt ist spricht von Intolleranz.
Ich wehr mich aber, denn mein meist gehasster Spruch in BRD "Da kann man sowieso nichts dran machen!!!"
Grüße
Falko
PS: Rechts-/ Linkschreibfehler gibts wie immer Gratis, kann man schöne Fliegen drauf binden

Verfasst: 09.03.2005, 10:34
von Tobsn
@Falko
Recht hat er... Leider! Doch aus Gründen politischer Korrektheit findet sich ja leider immer wieder jemand, der aufschreit, wenn man sagt, "Die Russen fischen an meinem Gewässer schwarz."
-"Das kann man doch so nicht sagen..." - Doch kann man!
Verfasst: 09.03.2005, 12:48
von Marcelk
Das geht schon soweit das in meinem Hollandischen angelschein Russische spruche stehen. Das nennt mann warscheinlich intergration.
Verfasst: 09.03.2005, 19:13
von Harald aus LEV
Hallo Falko,
auch in angele am Rhein und an der Wupper. Auch ich fahre tagtäglich mit der S-Bahn zur Arbeit und zurück. Auch meine Kinder besuchen Schulen.
Aber so wie Du es darstellst, ist es in meinen Augen übertrieben.
Die Kinder sind sehr wohl in der Lage vernünftiges Deutsch zu sprechen und zu schreiben. In der S-Bahn fühlte ich mich nur 1 mal belästigt. Dies als eine Horde KEC-Fans (Kölner Eishockey-Club) zum Spiel zum Erzrivalen DEG (Düsseldorf) unterwegs waren und sämtliche Waggons besetzten, jede Menge Bier und Alcopos konsumierten, Ihre Anfeuerungslieder gröhlten und meinten die Leeren Flaschen in Leverkusen (beim "Sch..ß-Plastikverein") auf den Bahnsteig werfen zu müssen. Nicht daß mich die Fans tätlich angegriffen hätten, aber sie übten eine solche Präsenz aus, die schon greifbar war. Osteuropäer waren so viel ich weiß, keine dabei oder wenn, dann deutlich in der Minderzahl. Überflüssig zu sagen, daß zu dem Zeitpunkt zufälligerweise keine Kontrolleure, von denen man mindestens 4 - 6 mal wöchentlich angesprochen wird, in der Bahn zugegen waren.
Damit wir uns recht verstehen. Ich bezweifle nicht, daß es zu den von Dir geschilderten Zwischenfällen kommt. Aber wie oft kommt es vor, daß Du ungestört fischen kannst und wie oft wirst Du belästigt.
Gruß Harald
Verfasst: 09.03.2005, 20:09
von dreampike
Hallo Leute,
ich habe völlig andere Erfahrungen wie die oben geschilderten.
ich bin Fischereiaufseher am Ismaninger Speichersee ( bei München) und treffe bei meinen Kontrollen häufig auf russlandstämmige (Kasachstan, Weißrussland, Ukraine) , jugoslawische oder albanische Fischer. Und ich kann jetzt gar nicht mit irgendwelchen Stories aufwarten, bisher hatten alle von mir kontrollierten Osteuropäer einen gültigen Fischereischein und ordnungsgemäße Tageskarten. Die fischten völlig korrekt und ich habe von keinem je ein böses Wort wegen der Kontrollen gehört. Vielleicht hängt das auch damit zusammen, dass die bayrische Polizei und Gerichtsbarkeit bei Fischwilderei nicht lange fackelt und energischer durchgreift als anderswo?
Wolfgang
Verfasst: 09.03.2005, 20:21
von Harald aus LEV
Hallo Wolfgang,
ganau das meine ich.
Es gibt bei allen Völkern/Nationen diejenigen, die sich an die Regeln halten und die, die´s eben nicht tun.
>> Vielleicht hängt das auch damit zusammen, dass die bayrische Polizei und Gerichtsbarkeit bei Fischwilderei nicht lange fackelt und energischer durchgreift als anderswo? >>
... wenn man an Abschnitte kommt, an denen Belästigungen überhand nehmen, sollte sich der Vereinsvorstand präventiv an die örtliche Polizeibehörde wenden, auf die Punkte aufmerksam machen und darauf hinweisen, daß man bei Bedarf Polizeibeamte hinzurufen wird. Ich kann mir nicht vorstellen, daß die Polizeibehörde sich weigert, dem nachzukommen. Wenns im ersten Anlauf nicht klappt, sollte man dort ständig auf der Matte stehen. Wenn der Fischereiaufseher schon im Vorfeld befürchtet, daß es Probleme geben könnte, hält er sich vielleicht besser im Hintergrund und überläßt die Kontrolle den herbeigerufenen Polizeibeamten.
Gruß Harald
Verfasst: 10.03.2005, 08:35
von Falko Herfeld
Hallo Harald,
ja klar es ist ein wenig überspitzt, aber es gibt schon einen typischen Anpassungsprozess in den Klassen. Ich weiß natürlich nicht wie sehr Du dich dafür interessierst, aber wenn mir etwas auffällt, überprüfe ich zunächst immer erstmal ob meine Meinung (also die von Falko) nun aus dem Bauch ist oder ob es einen Anlass gibt!!!. Also ich geh nicht einfach her und sag - Du hast schwarze Haare und jetzt bist Du ******e. Das machen Rechtsradikale sehr gerne. Nein ich schau mir einfach das Verhalten genau an und stell fest, das es an vielen Schulen so ist, das Minderheiten eine ganze Schule terrorisieren. Also bei mir ist es immer so, das ich also zuerst prüfe, ist es jetzt nur ein Bach Gefühl oder aber ein tatsächlicher Missstand.
Wie ich das mache? Ganz einfach. In Wuppertal haben wir viele Schulen und ich kenne eben einige Lehrer und dazu fahre ich Bus und habe auch eine ganze Zeit lang im Abendstudium eine solche Schule besucht.
Aber wie Du schon sagst es sind nicht alle so.....für mich aber eben einfach zu viele.
Zu der Geschichte In Bayern und insbersondere auch in Baden Würtemberg kann ich nur sagen, das hier wohl noch ein ganz weiter Abstand zu NRW-Verhältnissen herrscht. Das liegt wie ihr schon richtig erwähnt habt, an der Polizei. Diese ist im Umgang mit solch einer Problematik resoluter.
In meinem Ehemaligen Verein wurde 1996 ein Polizist bei der Kontrolle von Fischer in unserem Teilstück der Wupper in den Fluss geworfen. Ich wurde zweimal mit Steinen beworfen. Es wurde mir angeraten keine Anzeige zu stellen, da sie sowieso zu nichts führen würde, was sich hinterher als Wahrheit herausgestellt hatte.
So macht jeder seine Erfahrungen....und diese prägen!
Grüße
Falko Herfeld
Verfasst: 10.03.2005, 14:59
von Harald aus LEV
Hallo Falko,
eine Minderheit kann eine Mehrheit nur terrorisieren, wenn man sie läßt. Hier ist Zivilcourage und ggf. hartes Durchgreifen erforderlich. Ich stimme Dir zu, daß das häufig leider nicht nicht praktiziert wird. In den Schulen ist es sicher wichtig, den Anfängen zu wehren. Haben solche Auswüchse erst einmal Gestalt angenommen und sich entsprechende Gruppen/Banden gebildet ist es oft zu spät. Initialzündung sollte/müßte von den Lehrern ausgehen. Sie sollten sich versammeln und beraten, wie man - durchgehend durch die ganze Schule - versucht, das Selbstbewußtsein und das Wir-Gefühl der Schüler zu stärken, ohne die anderen auszugrenzen. Wer sich nicht an die Regeln hält, grenzt sich selbst aus.
Auch bei uns sind schon Fischereiaufseher bedroht worden. In einem solchen Fall entfernt man sich und ruft beim nächsten Mal direkt die P.streife zur Hilfe. Trotzdem wird weiter an den Gewässern kontrolliert. Wenn man das nicht durchzieht, braucht man sich nachher nicht zu wundern. Und späteres Lamentieren bringt überhaupt nichts.
Gruß Harald
Verfasst: 10.03.2005, 15:05
von Falko Herfeld
Hallo Harald,
das Problem ist, das selbst die Lehrer teilweise Angst vor diesen Gruppierungen haben. Das liegt daran, das Schulfremde Gruppierungen diese dann noch bedrohen. Ich hab selbst schon erlebt wie die Polizei den Schwanz eingezogen hat, weil es Ärger gab.
Eine andere Frage die ich mir Stelle. Wenn Du sagst: " Wenn sich Gruppen und Banden gebildet haben ist es meist schon zuspät". Was macht man denn dann nachdem es zuspät ist?
Grüße
Falko