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Richtige Verbindung Fliegenschnur/Vorfach

Verfasst: 20.03.2005, 03:30
von Hendrik
Hallo,

bin neu im Forum und habe gerade mit dem Fliegenfischen begonnen und habe folgende Frage

1.) Was für eine(n) Knoten/Verbindung gefällt euch am besten um Fliegenschnur und Vorfach zu Verbinden?
Was haltet ihr vom Flaggenstichknoten?

Habe eine 9er Rute der Klasse 7/8

Meine Zielfische sind Hechte und Meerforellen!

Verfasst: 20.03.2005, 09:37
von StephanSchmidt
Ich entferne mit Aceton die ersten 5cm. Ummantelung der Fliegenschnur und knote eine Schlaufe in dei freigelegte Seele. Den Knoten umwickel ich mit Bindeseide und versiegel ihn mit einem Tropfen "Aquasure" (schön glatt).
Ins Vorfach kommt dann auch nur eine Schlaufe.
Beide Schnüre einfach ineinander schlaufen !

So kann man schnell die Vorfächer austauschen. Ich fische viel mit Polyleadern, und wechsel so zwischen floating , intermediate, sinking.....

Verfasst: 20.03.2005, 09:45
von Matthias M.
Hallo Hendrik,

bis einschließlich Klasse 4 würde ich Vorfach und Fliegenschnur mit Loops verbinden. Ab Klasse 3 und leichter ist der Loop beim Werfen und Präsentieren eher hinderlich. Hier knote ich meistens meine Vorfächer mit dem guten alten Nadelknoten an, jedoch ohne das Vorfach mit Hilfe einer Nadel durch die Flugschnur zu ziehen (weiß nicht genau wie der heißt?!).

Bei einer 7/8 würde ich einfach Loops wählen.

Gruß Matthias

Verfasst: 20.03.2005, 10:41
von Larsi
@ Matthias

Denke den Begriff den Du suchst nennt sich 'spleissen'...

Bei einer Rute der # 7/8 würde ich auch sagen das Du einfach am Ende der Fliegenschnur ein Loop anbringst, und dort dein Vorfach anknotest !!!

Gruss,

Larsi

Verfasst: 30.03.2005, 13:27
von AKNE
Ich finde den Nagelknoten am besten, ist klein (geht gut durch die Ringe) und hält alles aus.
Ich hatte vorher schon einige Male Schlaufenverbindungen durchgerissen...
(div. Markenware ausprobiert)

Schlaufe in Schlaufe hält nicht ganz so viel wir der Nagelknoten...

Verfasst: 30.03.2005, 15:04
von Kurt Zumbrunn
Kann die Erfahrungen von Akne nur bestätigen. Ausserdem bildet der Uebergang von Flugschnur zu Vorfach mit dem Nagelknoten eine steifere Verbindung, was sich auf das Abrollverhalten des Vorfaches positiv auswirkt.
Gruss
Kurt

Verfasst: 02.04.2005, 12:25
von Harald aus LEV
Früher habe ich auch den nagelknoten benutzt. Ist für mein Verständnis im Grunde optimal. Trägt nicht auf, steife Verbindung und hält Bombenfest.
Allerdings ist die Tüddelei am Wasser nervig, wenn man das Vorfach tauschen muß. Aber wann tauscht man das gesamte Vorfach?
Zu überstreifbaren Loops habe ich ein gespaltenes Verhältnis. Für Fischen am Bach bis Schnurklasse 5 sicher nicht schlecht. Bei Fischen in Großgewässern in höheren Klassen mit zu erwartenden schwereren und kampfstarken Fischen, bin ich mir nicht sicher, ob das letzlich hält.
Momentan mache ich es so wie stephanschmidt. Diese Loops halten 100 %ig.
Gruß Harald

Verfasst: 04.04.2005, 09:37
von rikus
Hi Hendrik,
ich verwende den Flaggenstich-Knoten bei # 3 - 4 mit gezogenen Monofilvorfächern; hält sehr gut, allerdings hakt der kleine Rest gern am Spitzenring.
TL, Rikus

Kein Problem mit Loops

Verfasst: 04.04.2005, 20:44
von flyfisher_sc
Hallo,

ich benutze die Loop-Verbindungen seit vielen Jahren ohne Probleme. Eher geht die Vorfachspitze flöten.

Ich ziehe die Loops auf die Flugleine und sichere mit einen ganz kleinen Tropfen Sekundenkleber - hält immer und tropft nicht.

In diesem Sinne

Grüße und geht endlich mal wieder ans Wasser
Ralf

Verfasst: 05.04.2005, 07:40
von Nico (Berlin)
Ich habe schon schlecht gemachte Loops gesehen, bei denen der eingespleisste Teil rausgerutscht ist. Ich würde auch einen Loop aus der Seele bilden und vernähen/abwickeln. Spleissen geht auch. Das hält und geht gut durch die Ringe. Braided Loops verwende ich nur, wenn die Schnur einen monofile Seele hat.

Nico

Verfasst: 08.04.2005, 10:07
von Andreas J.
Ich verwende Loops. Einfacher geht es kaum. Bei Hängern ist mir schon das Vorfach gerissen oder (Äsche über mein Haupt) die Rutenspitze gebrochen.

Einziger Nachteil ist, das so ein Loop mit seiner Schlaufe bei einigen Ruten schlecht durch den Spitzenring geht.

Verfasst: 03.07.2008, 13:47
von maggus
Hallo Leute,

ich habe eben diesen "Uralt-Thread" uber eine Suchfunktion gefunden und das hier mit Interesse gelesen:

"Ich entferne mit Aceton die ersten 5cm. Ummantelung der Fliegenschnur und knote eine Schlaufe in dei freigelegte Seele. Den Knoten umwickel ich mit Bindeseide und versiegel ihn mit einem Tropfen "Aquasure" (schön glatt).
Ins Vorfach kommt dann auch nur eine Schlaufe.
Beide Schnüre einfach ineinander schlaufen !"

Das klingt prima! :-)

Ich frage mich jetzt welcher Knoten dafür am besten ist? Der Double Surgeon´s Loop?

Über Anregungen und Erfahrungen mit dieser "Loop-Verbindung" würde ich mich sehr freuen! :-) Auch eine Abbildung oder ein Phot wie das in einem guten Fall aussehen kann würde ich mich freuen! :-)


Gruss Markus

Verfasst: 03.07.2008, 14:06
von Rolf Renell
Wir verwenden ab Schnurklasse 6 aufwärts Loopconnectoren,grundsätzlich ,wenn sie richtig angebracht sind ,halten sie! -konventionelle Verbindung.
In den kleinen Schnurklassen verwenden wir Selbstbauschlaufen -wie auch immer ,meist wie hier beschreiben aus dem braided core gebunden.
Die "Gelenkfunktion" der Loopconnctoren lässt den Schnurmantel ab dem Sicherungsschlauch deutlich einreissen ,Wasser tritt ein ...etc.,dies ist der brösste Nachteil plus das "Schlagen" gerade bei feineren Präsentationen wie es hier schon dargestellt wurde.
Wir haben - für die die es interessiert seit 2 Wochen einen speziell entwickelten & entworfenen Thermoschweissautomaten ,der diese bekannten "Welded loops" äusserst präzise & haltbar herstellen kann,Schlaufen verschweisst mit dem Schnurmantel.Ist nur optisch zu vergleichen mit den "Schrumpfschlauch" Loops,deutlich haltbarer und feiner.Fertigen wir im Auftrag oder Wunsch ,bei Bedarf bitte melden.
Der Vorteil selbstgebauter Schlaufen liegt im meist geringeren Materiallängenverlust der Leinen,und grundsätzlich denke ich das es nicht schadet möglichst alle Verbindungen selbst erstellen zu können und sich möglichst auf wenig"fertig gekaufte" zu verlassen.
Beste Grüsse,
Rolf

Verfasst: 03.07.2008, 14:39
von Börni
Ich mache es in etwa gleich wie Stephan, bloss dass ich die Schlaufe nicht knote, sondern nähe.

Verfasst: 03.07.2008, 14:46
von maggus
Hallo Rolf, Hallo Börni,

vielen Dank schonmal für die superschnellen Antworten. Es leuchtet mir ein, dass Wassereintritt im geflochtenen Kern nicht optimal ist... Gibt es einen Link auf dem man sich das Verschweissen zu einer Schlaufe mal anschauen kann?

@ Börni: Wie nähst du denn?

Gruss Markus