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Fischereischein Kontrolle
Verfasst: 06.04.2005, 09:08
von litealp
Hallo zusammen,
ich komme aus Hessen und mich würde mal interessieren wer von Euch schon mal seinen Fischereischein zu Kontrollzwecken am Wasser zeigen musste? Ich habe das noch nie erlebt. Gleiches gilt für Tageskarten u.s.w. Gibt es überhaupt Kontrollen oder wird das eher lax gehandhabt.
Verfasst: 06.04.2005, 12:02
von Daniel/Bonn
Kommt meist auf das Gewässer an. Meist sind Fischbestand/Kartenpreis proportional zur Kontrollfrequenz

daniel
Verfasst: 06.04.2005, 19:36
von borlonimarco
Hallo litealp
Bei uns sind 25 Kontrolleure für den Verein unterwegs. es existiert ein Bußgeld-Katalog und bei Verstößen wird teilweise sehr rigoros vorgegangen.
das geht von Geldstrafe über Vereinsausschluß mit Sperrung bei allen Nachbarvereinen bis zur Anzeige.
Es kommen zwar immer noch einige ungeschoren davon, aber ich denke, die Mehrheit wird erwischt bei "Straftaten" sprich Vermüllung, Verstoß gegen geltende Gesetze oder auch Schwarzfischerei.
Gruß
Marco
Verfasst: 07.04.2005, 21:07
von H.v.d.3Larsen
Moin,
an Dänischen Auen habe ich es schon erlebt das ich nach meinen Erlaubniskarte und dem Dänischen Angelschein gefragt wurde!
Ist manchmal schon komisch wenn ein gnattericher Kontrolleur ein auffordert beides zu zeigen, vorallendingen wenn dieser nur Dänisch spricht und man selbst nicht!:D
Gruß
Lars H.
Verfasst: 08.04.2005, 09:33
von Andreas J.
Ich habe es letztes Jahr zum ersten Mal an der Lenne erlebt. Da kontrollierte der Vorsitzende des Vereins.
Seit ca. 40 Jahren fische ich in Finnland an den unterschiedlichsten Gewässern und habe noch nie eine Kontrolle erlebt. Ich würde dort aber nie ohne Schein angeln.
Verfasst: 08.04.2005, 19:20
von Matthias M.
Hallo,
bis jetzt wurde ich auch erst 2 mal kontrolliert. Ich denke aber auch, dass Kontrolleure mit Fliegenfischern nicht unbedingt Schwarzangler assoziieren.
Gruß Matthias
Fischereinschein Kontrolle
Verfasst: 10.04.2005, 11:05
von Harzangler
Hallo zusammen.
genau das hat mich veranlasst, meinen Verein zu verlassen. Ein kurze Storry dazu:
Am Vienenburger See war ich mit meinen Bruder zur Abwechselung mals zum Ansitzangeln auf Barsche unterwegs. So gegen 7:30 morgens kann ein neues Mitglied an unseren Angelplatz. Neu im Verein und gerade die Prüfung bestanden. Er also sein Ruten ins Wasser und warten was passiert. Einige Minuten später der erste Biss an sein Rute. Voller Aufregung (es war der erste Fisch seines Lebens) haut er an und drillt den Fisch (schöne Forelle) sauber aus. Das Fischlein an Land und versorgt, so wie gelernt.
Mir viel eine Person hinter einem Baum auf, der dieses Szene beobachtete. Mein Angelkollege macht einen neuen Wurm dran und wirft die Rute ins Wasser. In diesem Augenblick stürmt der Typ hinter dem Baum hervor (wie ein Tiger der seine Beute angreif) und schreit den junden Angeler an.
..Papiere raus. Der Fisch ist nicht im Fangbuch eingetragen. Das Angelgerät und die Papiere sind beschlagnahmt. Du musst vor dem Ausschuß erscheinen und Deine Tat rechtfertigen...
Nimmt Ihm die Papier ab, die Angeln und macht sich aus dem Staub. Der junge Angler ist den Tränen nahe. Ich hinter dem Typ her und stelle Ihn zur Rede. Es stellt sich raus, das der Fischereiaufseher in unserem Verein seit Jahren Mitglied ist (habe den noch nie angeln gesehen).
Was soll man dazu sagen. Wahrscheinlich hat der einen Drachen zuhause der die Pantoffeln anhat. Hat der noch nie was von Einfühlungsvermögen gehört, von einer Ermahnung? Das hat mir den Rest gegeben und ich habe den Verein "Fristlos" verlassen. So kann man nicht mit Vereinkameraden umgehen. Kontrolle muss sein, aber eine Diktatur der Schwachmaten ist der Tot unserer Hobbys.
Verfasst: 13.04.2005, 08:09
von hauma
...bin seit Jahren Aufsichtsfischer und kontrolliere regelmäßig. Da leider so mancher Fischer trotz Widerhakenverbots, trotz Verbots von Blinker und Wurm selbiges einsetzt sind die Kontrollen notwendig. Auch gibt es Kollegen denen die eraubten fünf Forellen pro Tag nicht genug sind und die nicht wissen wie lang 30 cm sind. Traurig aber wahr. Ist aber nicht die Regel. Der Großteil der Fischer verhält sich fair und man hat die beste Unterhaltung, Fliegenfachsimpeln und Fliegentausch...... Im übrigen sehe ich meine Aufgabe darin, nicht streng zu kontrollieren, sondern aufzuklären und Verständnis für die Natur zu wecken.
Verfasst: 13.04.2005, 11:03
von Rast
Hallo hauma
***Auch gibt es Kollegen denen die eraubten fünf Forellen pro Tag nicht genug sind ....
***
Der amüsanteste Vertipper seit Rolf's 60 Fuss Einhand - Rute

!!
Ansonsten halte ich 5 Forellen Fanglimit für eine ziemlich starke Hausnummer
und kann das Unverständnis mit Dir teilen !!
Grüsse Rast
Verfasst: 18.09.2005, 12:49
von Dreemich
Einen netten Tag gewünscht,
so könnte es sein wenn Ihr eine Kontrolle am eigenen Leib miterlebt .
Man wir von einem Vereinsvorsitzenden dazu auserwählt und von der Unterenfischereibehörde dazu Berufen.Man sollte ein Unbescholtender Bürger sein der beim Angeln nich aufgefallen ist.
Man hat eine menge Info über das was man darf und das was man nicht darf als Kontrollorgarn der Unterenfischereibehörde.
Aber leider Überschätzen sich so mansche Kontrollöre in Ihren zugeteilten Aufgabenbereich und sind der Meinung sie haben den status eines Polizeihauptmanns.
Mansche entwickel sogar eine richtige kämferische Eigenschaft beim Kontrollieren.
Eigentlich wissen die wenigsten was man darf und was nicht.
Sei es auf Seiten der Kontrollöre und der Angler.
Aber Letztentlich wollen doch alle nur Angel,ODER NICHT.
Auch Kontrollöre gehen Angeln.
Kann ich nur aus eigener Sicht sagen und wünsche allen NICHT Schwarzangler ein entspantes Petrie Heil.
PS: Wer Kontrolliert eigentlich Kontrollöre?
Verfasst: 18.09.2005, 18:56
von allgaeufly
hi,
also ich kenn das thema von beiden seiten, da ich sowohl fische (viel auch mit gastkarten) und selbst bestätigter fischereiaufseher für unseren verein bin. ich denke von beiden seiten her sollte man gut informiert sein über seine rechte und pflichten und stets den richtigen ton und umgang wählen. daß dies nicht jeder schafft ist wie überall. es "menschelt" halt. die verhältnismäßigkeit der mittel und der kontrolle ist sehr wichtig! dies lernt man aber für die bay. aufseherprüfung normal schon im kurs!
daß kontrolliert wird ist wichtig und richtig. wie ein kollege schon erwähnt hat, geht es hier nicht nur um die eindämmung der schwarzfischerei sondern auch um viele umweltbezogene aspekte. es gilt die kollegen immer wieder an ein umwelt- und naturverträgliches fischen zu erinnern!
übertriebene kontrollen sind genauso schädlich wie gar keine!!!
allerdings möchte ich an dieser stelle noch darauf hinweisen, daß solche ehrenamtlichen sachen mehr anerkennung und würdigung verdienen als die meisten vereinsmitglieder es aufbringen. es sollen ja keine schikanen sein und wer nichts zu verbergen hat, der kann sich auch ausweisen und einen blick in den rucksack wird er auch gewähren!
gruß
Verfasst: 18.09.2005, 19:08
von Michael Römer
Hallo Hauma,
mir geht es genau wie Dir. Die meisten Angler braucht man gar nicht zu kontrollieren da man diese bereits kennt und sie sich einwandfrei verhalten. Falls es mal zu Unstimmigkeiten kommt ist ein klärendes Gespräch die beste Methode die Angler davon zu überzeugen was richtig ist.
Meinen "amtlichen" Schein habe ich bisher nur bei den Schwarzanglern (95 % davon waren osteuropäischer Abstammung) gebraucht.
Selber bin ich in 35 Jahren nur ein paar mal kontrolliert worden.
Gruß
Michael
Verfasst: 28.09.2005, 11:18
von AGV-Furrer
Das mit den "Kollegen" aus Osteuropa kann ich leider nur bestätigen. Allerdings sind diese bei uns so abgebrüht, dass du manche von denen häufiger am Gewässer siehst als Vereinsmitglieder.
Und die Polizei - na ja, schweigen wir von etwas anderem.
Wirkliche Probleme gab es noch nie bei meinen Kontrollen. Mann kennst sich irgendwie vom Sehen (Gastkarten geben wir noch nicht aus, soll aber in 2006 folgen), man hat das gleiche Hobby, und oft ergibt sich aus den Kontrollen ein interessantes Gespräch unter Anglern.
Wir haben hier viel häufiger Dikussionen mit Anwohnern (am Bach) die diesen als einfachste Entsorgungsmöglichkeit ihrer Gartenabfälle benutzen. Hier sind aufklärende Gespräche, keine Ermahnungen nach dem Motto "das darfst du nicht", in Verbindung mit diesem kleinen Ausweis oft sehr erfolgreich.
Verfasst: 28.09.2005, 21:59
von allgaeufly
hi,
...das kann ich bestätigen. es haben sich schon viele nette gespräche unter den fliegenfischenden kollegen beim kontrollieren ergeben (der ton macht eben die musik!). meist geht alles mit rechten dingen zu! kann mir echt auch nur schwer vorstellen, daß ein "schwarzfischer" mit der fliegenrute loszieht...!!!???
was allerdings auf meinen kontrollgängen am wasser immer wieder vorkommt sind illegale müllentsorgung, gülleeinleitung, kiesentnahme während der laichzeit, autopflege am wasser usw.. daran erkennt man als fischereiaufseher, daß die waren probleme gar nicht die fischende zunft ist sondern die "normale" bevölkerung! manche aufseher sollten ihren arbeitsschwerpunkt mehr dorthin verlegen, als ständig (z.b. 4x am tag) den gleichen fischer zu kontrollieren (wie in fischen im allgäu am grundbach)!
amen
Verfasst: 28.10.2005, 21:40
von Kev
Ich wurde bis jetzt ein einziges Mal kontrolliert! trotz alledem ist scwarzangeln für mich nicht relevant!