Born to loose ...
Verfasst: 21.06.2005, 06:32
Moinsen, Ihr Verrückten.
'Wollte mal kurz vom Wochenende auf Fehmarn berichten, einfach nur mal so, um mir den Ärger von meiner geschändeten Seele zu schreiben. Also, ich bin ja mit meine Perle annen Samstag morgens um 10 Richtung Fehmarn gestartet. Zelt mit, Rute mit, Grillgut mit. Nach Ankunft erstmal gleich an den Bietsch. Wetter, so wie ich es mag, in den Dünen bruttenheiß, am Wasser kühler auflandiger Wind, irgendwas zwischen 4 und 6. Das Meer trübe und Grünzeug im Überfluß, was ja die Angelei schon nicht so einfach macht.
Anyway, abends nach der Grillerei und einem Fläschchen Chenue-Lafitte in rot gehalten, stand ich punkt 20.15 zur besten 'Wetten daß?-Zeit' am Wasser und zog die XDA durch den Grünkohl. Nach jedem Wurf mußte ich die den Streamer und die Schnur vom Unrat befreien, was noch erschwert wurde, weil sich der Loop von der WF in den ersten Würfen verabschiedete und ich mangels Ersatz das Vorfach direkt anknoten mußte. Bis 23 Uhr tat sich dann auch gleich mal gonnix. Doch dann kamen die Hornys und leider auch die Nacht und ich mußte die Fischerei trotz mächtigem Gezuppel an der Leine einstellen. Schade, hätte die alten Neongräten gerne am Sonntag zwischen mein Brötchen geklemmt. Hab mich dann einfach nur noch fürn halbes Stündchen in den Wagen gesetzt, Delta gehört und ne Tüte Haribo Hüftengold weggekaut. An eine zärtliche Rangelei mit Madame war eh nicht zu denken, denn die gab keinen Mux von sich, als ich unter großem Getöse über das Abspannseil ins Zelt kullerte. Die Ohrenstöpsel nehm ich ihr wieder wech ...
Nach kurzer Nacht ab halb sieben wieder am Wasser, immer noch viel Zeugs in der See, aber weniger Wind. Nach zwanzig Minuten rummst es das erste Mal an der Rute und ein noch nicht defenierbarer Meeresbewohner hängt am Band. Dachte natürlich an die Hornys, zumal ich in der Nähe das ein oder andere Mal schon etwas Getummel an der Oberfläche durch meine Klaus-Lage-Gedächtnis-Polbrille ausmachen konnte. Sind die nur zum Fressen da? Paarungszeit ist eigentlich durch, oder? Naja wer weiß, vielleicht haben die einfach auch nur Spaß am Kuscheln im ufernahem Bereich oder spielen Fangen. Jedenfalls habe ich irgendwann vor mir eine schöne dicke Meerforelle, geschätzte 45 cm. Und als mir einfällt, daß ich meinen Kescher vergessen habe, läßt sie auch schon wieder los. Uuuuuuaaaah. Das war so die erste seit Monaten, war allerdings auch selten am Meer. Also voller Tatendrang weitergefuchtelt. Wieder ne halbe Stunde später erneutes Gerappel. Sofort ist klar, daß es sich um eine Trutte handelt, weil richtig Zuch auf der Leine. Während ich die noch die Bremse einstelle, springt das Biest zweimal im hohen Bogen aus dem Wasser und sagt tschüß Dicker ...
Jetzt bin ich etwas gepisst und stelle dann doch schon mal fest, daß ich einen Streamer mit angedrücktem Widerhaken fische, der noch vom letzten Raubzug an meinem Hausbach übrig war. Flux einen von Frankys Fängisten drangeschraubt und weitergemacht. 2 Fische in so kurzer Zeit ... Da vergesse ich auch, daß meine Wathose durch die Gesäßnaht das Meer hereinbittet und willkommen heißt.
Nach ca. einer weiteren halben Stunde krümmt sich die Rute erneut und diesmal hake ich das Biest richtig. Drille vorschriftsmäßig und nach einigen wenigen Minuten habe ich eine superschön gepunktete Mefo vor mir (geschätzte 60 cm). Da ich sie wegen dem ausgespülten Absatz nicht über die Uferkante bekomme, versuche ich zu ihr zu gelangen, die Rute in den Himmel gereckt, einen Arm ausgestreckt zum goldenen Griff. Und ratet was passiert? Richtig! Das eigentlich schon verzehrfertige Tier erwacht wieder zum Leben, schlägt mit der Flosse und windet sich ruckzuck von dannen. Was soll ich jetzt da noch sagen? Born to loose.
Der Tag war jedenfalls gelaufen. Nachdem ich ca. 16 Ziesen im Sand sitzend weggepafft hatte, kam auch LaPerla übern Deich und wir sind Frühstücken gefahren. Da passte es dann auch, daß man im Sorgenfrei nicht mit EC-Karte zahlen konnte, wir uns verfahren haben und uns in Petersdorf nur noch ein trockenes Brötchen leisten konnten. Madame war nämlich zickig. Das sind Momente, wo ich mit tränengeschwängerten Augen an meine Singlezeit zurückdenke. Und da hab ich noch nicht mal geangelt. Na glücklicherweise sind wir abends noch in Sirksdorf bei Freunden zum Hummergrillen eingeladen. Sie ist Stewardess und kam mit den Schwänzen direkt aus Boston. Superlecker, aber eben nicht selbst gefangen ...
Ich fasse es nicht. Drei Dinger an einem Tag und alle verloren. Soviel sehe ich sonst das ganze Jahr nicht. Anyway, neuer Angriff übernächstes WE. Also Todde, die Dublone hängt noch am Mast - go for (Beck's-) Gold!!!
'Wollte mal kurz vom Wochenende auf Fehmarn berichten, einfach nur mal so, um mir den Ärger von meiner geschändeten Seele zu schreiben. Also, ich bin ja mit meine Perle annen Samstag morgens um 10 Richtung Fehmarn gestartet. Zelt mit, Rute mit, Grillgut mit. Nach Ankunft erstmal gleich an den Bietsch. Wetter, so wie ich es mag, in den Dünen bruttenheiß, am Wasser kühler auflandiger Wind, irgendwas zwischen 4 und 6. Das Meer trübe und Grünzeug im Überfluß, was ja die Angelei schon nicht so einfach macht.
Anyway, abends nach der Grillerei und einem Fläschchen Chenue-Lafitte in rot gehalten, stand ich punkt 20.15 zur besten 'Wetten daß?-Zeit' am Wasser und zog die XDA durch den Grünkohl. Nach jedem Wurf mußte ich die den Streamer und die Schnur vom Unrat befreien, was noch erschwert wurde, weil sich der Loop von der WF in den ersten Würfen verabschiedete und ich mangels Ersatz das Vorfach direkt anknoten mußte. Bis 23 Uhr tat sich dann auch gleich mal gonnix. Doch dann kamen die Hornys und leider auch die Nacht und ich mußte die Fischerei trotz mächtigem Gezuppel an der Leine einstellen. Schade, hätte die alten Neongräten gerne am Sonntag zwischen mein Brötchen geklemmt. Hab mich dann einfach nur noch fürn halbes Stündchen in den Wagen gesetzt, Delta gehört und ne Tüte Haribo Hüftengold weggekaut. An eine zärtliche Rangelei mit Madame war eh nicht zu denken, denn die gab keinen Mux von sich, als ich unter großem Getöse über das Abspannseil ins Zelt kullerte. Die Ohrenstöpsel nehm ich ihr wieder wech ...
Nach kurzer Nacht ab halb sieben wieder am Wasser, immer noch viel Zeugs in der See, aber weniger Wind. Nach zwanzig Minuten rummst es das erste Mal an der Rute und ein noch nicht defenierbarer Meeresbewohner hängt am Band. Dachte natürlich an die Hornys, zumal ich in der Nähe das ein oder andere Mal schon etwas Getummel an der Oberfläche durch meine Klaus-Lage-Gedächtnis-Polbrille ausmachen konnte. Sind die nur zum Fressen da? Paarungszeit ist eigentlich durch, oder? Naja wer weiß, vielleicht haben die einfach auch nur Spaß am Kuscheln im ufernahem Bereich oder spielen Fangen. Jedenfalls habe ich irgendwann vor mir eine schöne dicke Meerforelle, geschätzte 45 cm. Und als mir einfällt, daß ich meinen Kescher vergessen habe, läßt sie auch schon wieder los. Uuuuuuaaaah. Das war so die erste seit Monaten, war allerdings auch selten am Meer. Also voller Tatendrang weitergefuchtelt. Wieder ne halbe Stunde später erneutes Gerappel. Sofort ist klar, daß es sich um eine Trutte handelt, weil richtig Zuch auf der Leine. Während ich die noch die Bremse einstelle, springt das Biest zweimal im hohen Bogen aus dem Wasser und sagt tschüß Dicker ...
Jetzt bin ich etwas gepisst und stelle dann doch schon mal fest, daß ich einen Streamer mit angedrücktem Widerhaken fische, der noch vom letzten Raubzug an meinem Hausbach übrig war. Flux einen von Frankys Fängisten drangeschraubt und weitergemacht. 2 Fische in so kurzer Zeit ... Da vergesse ich auch, daß meine Wathose durch die Gesäßnaht das Meer hereinbittet und willkommen heißt.
Nach ca. einer weiteren halben Stunde krümmt sich die Rute erneut und diesmal hake ich das Biest richtig. Drille vorschriftsmäßig und nach einigen wenigen Minuten habe ich eine superschön gepunktete Mefo vor mir (geschätzte 60 cm). Da ich sie wegen dem ausgespülten Absatz nicht über die Uferkante bekomme, versuche ich zu ihr zu gelangen, die Rute in den Himmel gereckt, einen Arm ausgestreckt zum goldenen Griff. Und ratet was passiert? Richtig! Das eigentlich schon verzehrfertige Tier erwacht wieder zum Leben, schlägt mit der Flosse und windet sich ruckzuck von dannen. Was soll ich jetzt da noch sagen? Born to loose.
Der Tag war jedenfalls gelaufen. Nachdem ich ca. 16 Ziesen im Sand sitzend weggepafft hatte, kam auch LaPerla übern Deich und wir sind Frühstücken gefahren. Da passte es dann auch, daß man im Sorgenfrei nicht mit EC-Karte zahlen konnte, wir uns verfahren haben und uns in Petersdorf nur noch ein trockenes Brötchen leisten konnten. Madame war nämlich zickig. Das sind Momente, wo ich mit tränengeschwängerten Augen an meine Singlezeit zurückdenke. Und da hab ich noch nicht mal geangelt. Na glücklicherweise sind wir abends noch in Sirksdorf bei Freunden zum Hummergrillen eingeladen. Sie ist Stewardess und kam mit den Schwänzen direkt aus Boston. Superlecker, aber eben nicht selbst gefangen ...
Ich fasse es nicht. Drei Dinger an einem Tag und alle verloren. Soviel sehe ich sonst das ganze Jahr nicht. Anyway, neuer Angriff übernächstes WE. Also Todde, die Dublone hängt noch am Mast - go for (Beck's-) Gold!!!