Seite 1 von 2

DT oder WF??

Verfasst: 15.08.2005, 20:36
von Georg
Hallo,
da ich nun vollends Blut geleckt habe möchte ich mir im Herbst noch ne Fliegenpeitsche zulegen. Es soll was leichtes sein so 4/5, also zum Trockenfliegenfischen, aber nun zur Frage:
Welche Schnur soll da drauf, jetzt mal nicht Fabrikat oder Schnurklasse sondern die Form?
Habe zur Zeit mit ner 6er Keule das Problem teilweise die Äschen mehr zu verscheuchen als zur Fliege zu locken, aber noch nie richtig außer ganz am Anfang ne DT geworfen und das war ne Bocksteife Schrottschnur.
Also welche Schnurform fischt Ihr mit Ruten der Klasse 4/5/6 und was haltet Ihr von den Triangle Tapern?

Verfasst: 15.08.2005, 21:08
von Friedemann
Hi Georg,
ixh fische auf kürzere Distanzen ( Bach / kleiner Fluss ) mit Vorliebe
Triangle Taper Schnüre ( Wulff / Airflo ) und bin von dieser Schnurform
überzeugt.
Ich serviere mit diesen Schnüren wesentlich sanfter als mit anderen
Schnurformen. Das ist allerdings meine eigene Überzeugung.
Vor allem sollte man diese Schnüre am Wasser testen und nicht auf der
Wiese da dort die WF-Schnüre sujektiv "besser" sind.
Auf der Wiese neigt man zu Distanzwürfen die am Bach selten nötig sind.
Übrigens, Trickwürfe gelingen mir mit diesen Schnüren sehr gut.
Gruß aus Hessen
Friedemann

Verfasst: 15.08.2005, 21:43
von Matthias M.
Hallo Georg,

mittlerweile fische ich am liebsten wieder die DT Schnüre, dies ist jedoch Geschmackssache. Für die Fischerei wie oben von dir beschrieben gibt es mittlerweile von fast jedem Hersteller Spezialschnüre, wie z.B. die Sage Quiet Taper die ich für diese Art von Fischerei nur empfehlen kann, da sie sich wie eine "Feder" aufs Wasser legen läßt.

Gruß Matthias

Verfasst: 15.08.2005, 22:47
von Werner
Hallo, ich fische auf allen Ruten die Triangel Taper bzw. Zwar habe ich auch andere Leinen im Gebrauch, aber die TT ist immer noch die universellste und alle ( meine )Ruten kommen damit zurecht.

Gruß Werner

Verfasst: 16.08.2005, 08:46
von Raguel
Aber Georg, mit einer WF kannst du viel, viel weiter werfen (ich glaube so um die 100 bis 200 m). Wenn du ihn schon nicht fängst (den Fisch) kannst du ihn wenigsten mit der Keule erschlagen ...

@MM: Quiet Taper, YES!

Ragi

Verfasst: 16.08.2005, 08:56
von TorstenHtr
Hallo Georg,

>Also welche Schnurform fischt Ihr mit Ruten der Klasse 4/5/6

Ich speziell nehme in diesen Schnurklassen fast aussschliesslich DT's, weil besser kontrollierbar auf große Distanzen (abheben, mending).
Auch spricht der Kostenfaktor eine gewisse Rolle.

Ich finde DT's genrell auch sehr gut als Übungsschnur; weil sie einen zu einen vernünftigen Stil zwingen.

>und was haltet Ihr von den Triangle Tapern?

Nix :) Ich denke es gibt ähnliche Schnüre die bessere Haltbarkeit haben (z.B. die Rio Schnüre); mir gefällt generell aber das Design nicht. Auf kurze Distanz zu wenig Masse, willst du viel Schnur in der Luft halten hast du wieder Nachteile mit der dünnen Runningline - das Verhalten ist eher wie ein Schusskopf.

Was die Präsentation anlangt hängt es im wesentlichen vom Fronttaper ab; englische DT's haben ein recht langes Fronttaper daher mein Favorit.


Ich hoffe ich habe nicht zu viel Werbung für die DT gemacht, finde aber das dieser Schnurtyp weit unterschätzt wird. Auch was z.B. die Wurfdistanz betrifft, kann eine DT sehr gut mit WF's mithalten und so manche kurzkeulige WF übertreffen, weil man mehr Schnur in der Luft halten kann; Vorraussetzung dabei, dass man ein guter Werfer ist.

Bis dann..
Torsten

Sage Quiet Taper

Verfasst: 16.08.2005, 09:43
von pehers
Ich möchte Dir für feine Fischerei die schon erwähnte Quiet Taper ans Herz legen!
Sie wurde mir von Walter Brunner empfohlen und hat sich wirklich bewährt!
Sowohl beim Switch Cast als auch Überkopf, tolles Schußverhalten und wegen des extrem kurzen Tapers lastet sie auch auf kurze Dirstanz die Rute schon gut aus und bringt sie zum Arbeiten!

LG
Hans

Verfasst: 16.08.2005, 19:15
von Guereka
DT!

Torsten hat alles wichtige genannt.
Mit diesem Taper "lernt" man am Meisten über Dynamik ,Einatz,Flugverhalten,Gefühl etc.,ausserdem ist sie vom Aussterben bedroht ,
beste Grüsse,Rolf

Verfasst: 16.08.2005, 21:00
von Friedemann
Hi,
dann frage ich mich warum so viele WF etc. benutzen.
So viele können sich doch nicht irren.
Gruß aus Hessen
Friedemann

Verfasst: 16.08.2005, 21:12
von TorstenHtr
Hi,

Naja, wenn ich mir die Wurfkunst von den 08/15 FFern anschaue, können sich verdammt viele irrren :)

Bis dann..
Torsten

Verfasst: 16.08.2005, 22:19
von Guereka
Hallo Friedemann,ja frag ich mich auch;-),nein eine WF hat doch unbestritten ihre Aufgabengebiete keine Frage.
Möchte mich hier jetzt auch nicht weiter von der Fragestellung fortbewegen.
Aus meiner Erfahrung der letzten Jahre ,aus Erfahrungen der 80er/90er Jahre ist für mich eine ganz klare fortschreitende Linie zu erkennen im Taperbereich ,ausgelöst durch teilweise abstruse Kunden/Käuferwünsche auf welche sich die Industrie wunderbar einschiesst.Wie in vielen anderen hobby/Freizeitbereichen sind grundlegende und effektive Methoden/Artikel etc. mehr und mehr überrollt bzw. werden komplett abgelöst ,teilweise für mich aus nichtigem Grunde.Ich habe Kursteilnehmer gehabt die am Bach mit einem 3er oder 4er Schusskopf auftauchen????wo solls her kommen ,noch nie eine DT effektiv geworfen z.B. ,der Marktanteil in EU und England steht momentan bei ca. 70 % marktanteil der WF Taper in den Klassen 5-7,
das man Einsteiger "kurzzeitig" mit einer WF bzw. einer erhöhten DT werfen lässt ,alles ok und gerechtfertigt,nur weiterhin zählt der Gedanke "weiter/schneller" etc. doch enorm mit ,auch wenn es keiner wahrhaben möchte.Eine WF kann verwöhnen und vertuschen,die Lust am Werfen ,des Fühlens der Sache,das optimieren des Gerätes vereinigt sich in meinen Gedanken und Praxis in den DT -Tapern,vorallem wie wahrscheinlich beabsichtigt in kleinen Fliessgewässern.Hätte ich immer 30-60 breite "Fliesser" vor ist es eine andere Sache,lehrreicher und effektiver sehe ich schlussendlich die DT`s,
beste Grüsse,Rolf

Verfasst: 16.08.2005, 22:49
von Werner
Hallo Rolf,
die Kyll in Hillesheim, in Kronenburg und anderswo, die Olef, die Rur in Monschau und dergleichen sind sicher mit der DT sinnvoll zu befischen. Ich habe einige Jahre lang auf einer 4er Scott an diesen Flüsschen ausschließlich DT gefischt. Was den Lernprozeß - Anfänger betreffend - angeht, kann man auch sicher sinnvoll eine DT einsetzen.
Aber ist es nicht so, dass du deine Vorliebe für DT eben genau den Umständen "verdankst" unter denen du arbeitest : an der Kyll hauptsächlich mit noch nicht so guten Werfern.

Wer hauptsächlich an breiteren Flüssen fischt- wie ich- weiß es zu schätzen, dass man eine gute WF mit wenigen Zügen schießen lassen kann. Ich denke, die WF hat sich nicht nur deshalb durchgesetzt, weil alle "weitengeil" sind, sondern weil sie für die fischereilichen Verhältnisse der Mehrzahl der Fliegenfischer einfach die bessere Lösung ist.

Gruß Werner

Verfasst: 17.08.2005, 08:23
von Noellgen, H
Hallo Leute,
ich denke, Rolf und Werner haben beide recht.
Die WF ist besser im Nahbereich (schnellere Rutenaufladung)
und im Fernbereich( besseres schiessen )
In der Mitteldistanz, bei Roll- und Trickwürfen punktet die DT.
Ich bin eigentlich bekennender DT-Liebhaber, greife allerdings
aus Bequemlichkeitsgründen zunehmend häufiger zur WF,
da ich zumeist im Nahbereich fische.

Tight lines,
Heiner

Verfasst: 17.08.2005, 08:23
von Guereka
Hallo Werner,da können die flüsse auch doppelt so breit sein wie die kyll(welche breiten Flüsse beangelst du denn ständig in diesem Zusammenhang?),wenn ich feiner präsentieren muss ,bzw. du kennst das doch einen gewissen Umgang mit leine pflegen muss ,bleibe ich bei DT.das hat nichts mit "Umständen" zu tun.Lerneffekte für den wurf und Gefühl und Umsetzbarkeit für effektives feines Fischen gehen verloren....und was ist eine bessere Lösung,dafür mache ich das zu Lange,pflege langen Austausch mit anderen Werfern ,Leinenkonstrukteuren etc.,ich bleibe dabei,besonders im Hinblick auf das Posting -DT ,
beste Grüsse,Rolf

DT - WF

Verfasst: 17.08.2005, 08:53
von pehers
Ich kann aus meiner Erfahrung nur eines sagen, daß es WF - Schnure gibt, wie eben die Quiet Taper, die die Vorzüge der beiden Formen vereinen, aber letztlich den Vorteil haben universeller einsetzbar zu sein.
Vor allem wenn man mit einer Schnur auskommen will, dann geht mE nichts an einer WF vorbei.
Vor allem meine Frage: Wo sind im Nahbereich, vor allem wenn nur die Keule draussen ist die riesigen Unterschiede?

Hans