damals in der Fishing Gazette !

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Royal Coachman
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damals in der Fishing Gazette !

Ungelesener Beitrag von Royal Coachman »

Hallo Freunde !

Damals (irgenwann!) stand in der Fishing Gazette zu lesen:

Sir Archibald Cuttleflec berichtet:

"Old Gwendolyne" war genau so erschrocken wie ich, als sie merkte, daß der Haken meiner 16er Ginger Quill gefaßt hatte.
Der ganze Verein kannte diese alte Kämpferin, die schon manchen harten Strauß ausgefochten hatte und immer wieder als Sieger hervorgegangen war. Ihr Standplatz an der alten Mühlenbrücke war allen bekannt und Colonel Hebshemd hatte sich vormittags schon zwei Stunden an ihr die Zähne ausgebissen. Doktor Teeth, einer unserer besten Werfer versuchte kurz vor dem Tee sie zu betören,doch beide mußten erfolglos abziehen. Als ich die Brücke erreichte , war es kurz vor Einbruch der Dämmmerung und ein Fisch fehlte mir noch zum Fanglimit. Eine kleine Sedge lehnte der Fisch mit einem verächtlichen Schlag seines mächtigen Ruders ab. Während des nächsten Fliegenwechsels stieg die Forelle plötzlich mit einem heftigen Schwall. Was hatte Sie genommen ? Da trieb eine weiße Motte heran und verschwand im mächtigen Ring von "Old Gwendolyne". Leider hatte ich kein ähnliches Muster in meiner Fliegenschachtel vorrätig! Etwas unschlüssig beobachtete ich weiter, da kam die Erleuchtung! In der Autoapotheke war Gaze vorrätig! In Windeseile geholt und ein wenig davon auf den Haken einer Ginger Quill gebunden war eines! Schon beim ersten Wurf nahm die Forelle die Fliege und raste wie der Teufel flußabwärts, am Ende des großen Kolkes konnte ich sie zum stehen bringen und nach aufregenden zehn Minuten mit der Hand landen (sie war für den Kescher zu groß!) , 2,35 kg !

Sir Archibald Cuttleflec


Brief von Sir Jack McCraut an Sir Archibald Cuttleflec!

Hallo Archy!

Gratulation zum Fang von “Old Gwendolyne“, habe Deinen wirklich schönen Fangbericht in der “Fishing Gazette“ gelesen. Aber jetzt sei mal ehrlich und verrate Deinem “Old Friend“, wie das wirklich war!

Dein alter Freund

Jack McCraut

Fortsetzung folgt
Zuletzt geändert von Royal Coachman am 16.12.2005, 10:00, insgesamt 1-mal geändert.
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Harald aus LEV
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Ungelesener Beitrag von Harald aus LEV »

Hallo Gebhard,
es macht Spaß, solche Berichte zu lesen. Weiter so!
Gruß Harald
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Graylinglover

Ungelesener Beitrag von Graylinglover »

Hallo RC,

wieder eine schöne Kostprobe britischen Humors :D

Besten Dank und Happy :xmas:

Robert
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Anwort von Sir Archibald

Ungelesener Beitrag von Royal Coachman »

Ob das allen gefällt, weiß ich nicht, aber es ist eine Tatsache, dass außergewöhnlich große Forellen kaum jemals "normal" gefangen werden. :D


Brief von Sir Archibald Cuttleflec an Sir Jack McCraut.


Hallo Jack!

Dir altem “Scotsman“ kann ich natürlich nichts vormachen, hier der echte Fangbericht unter uns alten Schulfreunden, er sollte aber unter uns bleiben!

Ich kam wie jeden Donnerstag (Du weißt meine Praxis ist nachmittags geschlossen) gegen 19 Uhr an die alte Mühle. Der sonst stark frequentierte Spazierweg war verwaist und es war auch sonst niemand weit und breit zu sehen. Auf diese Gelegenheit hatte ich schon lange gewartet, eine Ginger Quill sparsam gebunden aber auf in Hakengröße 10 (!) angebunden und die Rute längs am Geländer abgelegt, genügend Schnur hatte ich schon vor der Rutenspitze abgezogen und fein säuberlich in Klängen am Boden abgelegt, denn wie Du ja von Deinem letzten Besuch weißt, ist diese Forelle sehr auf Ruten die übers Wasser ragen allergisch.

Mit kleinen Stücken meines Pausensandwichs begann ich anzufüttern, es kamen aber nur kleinere Forellen hoch, doch so nach dem fünften/sechsten Brotstückchen, bewegte sich der große Schatten am Grund und “Old Gwendolyne“ stellte sch in Position. Die nächsten drei Stücke ließ sie vorbeischwimmen, doch beim vierten packte sie energisch zu. Nach zwei weiteren hakte ich eine Krume in den Bogen meiner Ginger Quill (deshalb die Hakengröße) und warf diese händisch hinunter. Gwendy war schon so auf das Futter konzentriert, dass sie nur mehr die Nase herausstreckte und den Köder einfach ins Maul schwimmen ließ. Inzwischen hatte ich die Rute aufgenommen und setzte einen Anhieb, den “Old Gwendolyne“ mit einem großen Sprung beantwortete. Zu meiner größten Verblüffung verfolgte eine andere Forelle gleicher Größe “Old Gwendolyne“ lange Zeit und versuchte ihr den Happen abzujagen, ich habe sie umgehend “Old George“ getauft.:D
Bei einem der zahlreichen weiteren Sprünge konnte ich erkennen, dass der Haken zu meinem Glück in der Maulspalte gefasst hatte, doch jetzt stand ich vor einem anderen Problem, du kennst das Gelände ja, auf der einen Seite eine 3m hohe Mauer, an der anderen versperrt ein riesiger Weidenbusch den Weg. Doch auch dies hatte ich bedacht, ich war leicht bekleidet und mit einem Sprung bis zum Hals ins allerdings eisig kalte Wasser, konnte ich auch diese Hürde meistern (das Auto mit Ersatzkleidung stand nur 200m entfernt!):D
Den Rest kennst Du ja schon aus der “Fishing Gazette“, ich hoffe wir sehen uns zur nächsten Maifliegenzeit wieder bis dahin

tight lines

Dein Archy
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Harald aus LEV
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Ungelesener Beitrag von Harald aus LEV »

Hallo Coach,
Köstlich !!!
Gruß Harald
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Maggov
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Ungelesener Beitrag von Maggov »

Hallo Gebhard,

eine ähnliche Situation habe ich auch mal erlebt, da musste ich allerdings keine Brotkrume mehr auf dem Haken pieksen und es war ne helle Rehhaarsegde... :D ...

aber mehr kann ich hier nicht schreiben, das erzähle ich Dir lieber beim nächsten Stammtisch... ich hoffe wir Du kommst nochmal ;) ...

Danke für die "Adventsgeschichte", viele Grüsse und einen guten Endspurt in die Weihnachtszeit!

Markus
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A. A. Lucas in Fishing and Thinking, 1959
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Rattensack
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Ungelesener Beitrag von Rattensack »

Hallo RC!

Was good old Ritzy konnte, konnte Archy wohl schon lange!

Danke für den lustigen Schwank,
Clemens
RolandT

Ungelesener Beitrag von RolandT »

Hallo Gebhard,

auch ich darf herzlichst für die nette "Story" von Dir, Danke sagen. Es freut mich immer wieder, solche kurzweiligen Geschichten Lesen zu dürfen.

Alles Gute zu Dir, allzeit Petri Heil und Gut Wasserwaid wünscht Dir RolandT
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