Auftakt!
Verfasst: 01.03.2006, 16:36
Hallo zusammen!
An unserem Vereinsgewässer (einem Bach) ist das Fischen auf Forellen ab dem 01.03. erlaubt.
Ich hatte heute meinen ersten Angeltag an diesem Gewässer und will euch mal darüber berichten:
Ich packe meine neue Fliegenrute (eine Orvis Clearwater #4, mit einer Shimano Biocraft LA #3/4), mit der ich sehr zufrieden bin, zieh die Weste an und schmeisse mich in meine Watstiefel-> schon kann`s losgehen.
Am Bach angekommen knote ich einen selbstkreierten kleinen Streamer, mit grauem und schwarzem Marabu plus eine rote Plastikperle als Köpfchen, an die Schnur, und mache meine ersten Würfe.
Schon nach kurzer Zeit kann ich zwei schöne Rotgetupfte verführen.
Ich gehe etwas Bachaufwärts und werfe eine kleine Bucht an, über die ein Busch hängt. Ich strippe meinen Streamer langsam auf mich zu, als es einen kurzen Zupfer macht.
Ich denke noch "So ein Mist, den hast du verpasst.." als meine Schnur mit riesen Pfeffer zur Seite gerissen wird, und ich nach schönem Drill eine wunderschöne 40er Bachforelle landen kann.
Nach kurzem verliebtem anschauen entlasse ich sie in Ihre Freiheit...
Der Tag war sooo schön, hat mir da nicht doch noch etwas dermaßen die Laune versauen müssen........
Kurze Zeit später erscheint ca. 20 Meter unterhalb am Bach ein Wurmangler (nicht abwertend verstehen).
Auch er drillt nach ein paar Minuten einen schönen Fisch. Als ich dann Hallo sagen gehe, macht mich etwas stutzig.....
Ich sehe wie er die Forelle in einem bis zum Rand vollen (!!!) Rucksack verstaut. Nach seiner äusserst schwer zu verstehenden halb russischen Aussage alles Döbel (stört mich ja auch nicht), nur leider kann ich ausser der eben gefangenen Forelle und den drei oben liegenden Döbeln nichts sehen.....
Ich gehe nach einem Gesprächsversuch weiter abwärts und fische noch ein wenig, doch der Gedanke an den Russen mit dem "nuur mit Döbeln" vollen Rucksack lässt mich nicht los.
Also gut, ich drehe also um und laufe nochmal zu dem Russen hin.
Es war ca. eine Viertelstunde seit unserem letzten Zusammentreffen vergangen. Ich gehe also zu ihm hin und frage, ob ich seinen Rucksack mal kontrollieren darf (bei uns im Verein darf jeder Karteninhaber einen Anderen kontrollieren).
Der Russe sieht mich mit einem dezent frechen Gesichtsausdruck an, und gibt mir dann zu verstehen: "Mein Rucksack ist leer, die Fische hat meine Frau gerade abgeholt".
Am liebsten hätte ich ihm seine Rute sonstnochwohin geschoben, leider war ich wohl zu spät....
Wenn man jetzt noch bedenkt, dass man bei uns am Tag 4 forellen mitnehmen darf, im Jahr im Gesamten 36, könnt ihr euch vorstellen, was solche Kameraden mit solchen Techniken da anstellen.
Ich habe mir seine Namen geben lassen und werde mal mit meinem Vereinsvorstand sprechen, das darf einfach nicht sein.....
Es hätte ein so wundervoller Tag werden können, und jetzt sitz ich da.....
Ich hoffe mein Bericht hat gefällt Euch, auch wenn es nicht so ein schönes Ende ist...
Es grüßt ein leicht demotivierter
Martin
An unserem Vereinsgewässer (einem Bach) ist das Fischen auf Forellen ab dem 01.03. erlaubt.
Ich hatte heute meinen ersten Angeltag an diesem Gewässer und will euch mal darüber berichten:
Ich packe meine neue Fliegenrute (eine Orvis Clearwater #4, mit einer Shimano Biocraft LA #3/4), mit der ich sehr zufrieden bin, zieh die Weste an und schmeisse mich in meine Watstiefel-> schon kann`s losgehen.
Am Bach angekommen knote ich einen selbstkreierten kleinen Streamer, mit grauem und schwarzem Marabu plus eine rote Plastikperle als Köpfchen, an die Schnur, und mache meine ersten Würfe.
Schon nach kurzer Zeit kann ich zwei schöne Rotgetupfte verführen.
Ich gehe etwas Bachaufwärts und werfe eine kleine Bucht an, über die ein Busch hängt. Ich strippe meinen Streamer langsam auf mich zu, als es einen kurzen Zupfer macht.
Ich denke noch "So ein Mist, den hast du verpasst.." als meine Schnur mit riesen Pfeffer zur Seite gerissen wird, und ich nach schönem Drill eine wunderschöne 40er Bachforelle landen kann.
Nach kurzem verliebtem anschauen entlasse ich sie in Ihre Freiheit...
Der Tag war sooo schön, hat mir da nicht doch noch etwas dermaßen die Laune versauen müssen........
Kurze Zeit später erscheint ca. 20 Meter unterhalb am Bach ein Wurmangler (nicht abwertend verstehen).
Auch er drillt nach ein paar Minuten einen schönen Fisch. Als ich dann Hallo sagen gehe, macht mich etwas stutzig.....
Ich sehe wie er die Forelle in einem bis zum Rand vollen (!!!) Rucksack verstaut. Nach seiner äusserst schwer zu verstehenden halb russischen Aussage alles Döbel (stört mich ja auch nicht), nur leider kann ich ausser der eben gefangenen Forelle und den drei oben liegenden Döbeln nichts sehen.....
Ich gehe nach einem Gesprächsversuch weiter abwärts und fische noch ein wenig, doch der Gedanke an den Russen mit dem "nuur mit Döbeln" vollen Rucksack lässt mich nicht los.
Also gut, ich drehe also um und laufe nochmal zu dem Russen hin.
Es war ca. eine Viertelstunde seit unserem letzten Zusammentreffen vergangen. Ich gehe also zu ihm hin und frage, ob ich seinen Rucksack mal kontrollieren darf (bei uns im Verein darf jeder Karteninhaber einen Anderen kontrollieren).
Der Russe sieht mich mit einem dezent frechen Gesichtsausdruck an, und gibt mir dann zu verstehen: "Mein Rucksack ist leer, die Fische hat meine Frau gerade abgeholt".
Am liebsten hätte ich ihm seine Rute sonstnochwohin geschoben, leider war ich wohl zu spät....
Wenn man jetzt noch bedenkt, dass man bei uns am Tag 4 forellen mitnehmen darf, im Jahr im Gesamten 36, könnt ihr euch vorstellen, was solche Kameraden mit solchen Techniken da anstellen.
Ich habe mir seine Namen geben lassen und werde mal mit meinem Vereinsvorstand sprechen, das darf einfach nicht sein.....
Es hätte ein so wundervoller Tag werden können, und jetzt sitz ich da.....
Ich hoffe mein Bericht hat gefällt Euch, auch wenn es nicht so ein schönes Ende ist...
Es grüßt ein leicht demotivierter
Martin