Seite 1 von 1

Mit der Fliege in der Donau und deren Häfen

Verfasst: 22.03.2006, 15:13
von nickfuture
Hallo Kollegen,

ich möchte gerne mit der Fliege in der Donau bei Linz und deren Hafenbecken fischen.
Fischbestand dort sind meist Weissfische. Auch vermute ich dort Zander und Barsche.
Barsche möchte ich speziell befischen.
Nun gibt es im Forum unterschiedliche Meinungen wie man am besten Barsche befischt.
Wo halten sich die Burschen um diese Jahreszeit auf, und wie kann man diese entdecken?
Das Wasser ist trüb, der Donaufluß breit und die Hafenbecken sehr groß.
Muss man weit werfen (bis in die Mitte des Flusses) können, oder reichen da 10m auch.
Mit Sinkvorfach und schweren Streamer (damit man auf Tiefe kommt) tu ich mir da verdammt schwer. Oder kann man da auch Popper, Trockenfliegen oder ähnliche Muster fischen.
Wie ist da eure Erfahrung?

Verfasst: 22.03.2006, 16:33
von Mario Lange
Hi.

Am besten wird sein wenn du vom Belly Boat aus fischen wirst. Um Barsche zu fangen solltest du Abbruchkanten befischen, hier wirst du aber neben Barschen auch alle anderen Raubfische antreffen. Tausch mal deine 6 Rute gegen eine 9 Rute ein und versuche es auf Hecht und Zander. Du wirst sehen der Erfolg wird sich bald einstellen. Ich fische regelmässig in Emmersdorf an der Donau und es zahlt sich fast immer aus.

Grüße Mario

Verfasst: 22.03.2006, 22:04
von nickfuture
9er Rute ist sicher ein guter Rat, weil die 6er ist definitiv zu schwach.
Was sind den Abruchkanten, und wie erkenne ich diese?
Das mit dem Bellyboot überlege ich mir noch, ist ja sicher teuer und ich
weiss net ob es dort auch erlaubt ist, damit zu fischen.
Das Gesicht der Friedfischer dort kann ich mir dann aber allerdings vorstellen! LOL! Aber geht sicher auch ohne und vom Rand aus oder?
Kommst du mit Rollwürfen aus, oder ist da schon ein anderer Wurf notwendig um auf die Distanzen wo die Raubfische stehen zu kommen?

Verfasst: 23.03.2006, 09:35
von Mario Lange
Hi.

Abbruchkanten sind solche, wo die Flachwasserzone aufhört und eine scharfe Kante ins tiefe Wasser übergeht. Erkennen kannst du sie am leichtesten bei Niederwasser oder wenn das Wasser klar ist durch schauen. Ein zeichen kann auch sein das in diesem Bereich oft geraubt wird.

Bei uns an der Donau fische ich mit der Fliegenrute ausschließlich vom BB aus. Vom Ufer aus wäre es nur an wenigen Stellen möglich und an denen wird so und so schon gefischt.

Ein BB mit Flossen und Watthose bekommst du für ca. 400 €, ist eine Menge Geld, aber es zahlt sich voll aus.

Grüße Mario

Verfasst: 23.03.2006, 12:14
von Christian Früh
Hallo Nickfuture,

unterschreibe doch mit Deinem Namen, damit man Dich ansprechen kann.

Zunächst ich kenne den Linzer Hafen und habe dort schon mit Freunden aus Linz gefischt. Soweit ich weiss ist dort das Belly Boat oder generell das Fischen vom Boot nicht erlaubt.

Dies ist auch bei mir in Regensburg der Fall. Im Hafen braucht man im Regelfall auch keines, da ausreichend Wurfraum vorhanden ist.

Ich fische eine Sage RPL+ #7 also tendenziell eine 8er. Mit Ausnahme des Zanders gilt als Faustregel: Winter - schnellsinkender Schusskopf. Frühjahr/Herbst: Intermediate - nehme eine 555er Cortland Clear, Sommer: Schwimmschnur - nehme ein XXD Taper von Steelfin

Ich fische im Doppelzug und erreiche somit auch die notwendigen Weiten vom Ufer aus. Bewährt haben sich weiss/grüne, orange und beim Zander schwarz/rote Streamer mit lichtreflektierendem Material. Hier kannst Du aber über die Suchfunktion was finden, es gab schon threads zu diesem Thema. Ei Geheimtip in der Donau sind auch Krabbeninmitationen wie Sie beim Mefo Fischen verwendet werden. Wir haben sehr viel Krebse und ich fange damit zu 90% Barsche jenseits der 40er Marke.

Jetzt im Winter finde ich im Hafenbecken die Fische an den Schleusen und Spunwänden, sowie an Ein- und Ausfahrten. Ich lasse den Streamer absinken und Zähle mit, wenn nach dem Einstrippen kein Biss erfolgt, das nächste Mal länger Zählen, bis Du den Bereich abgefischt hast. Meine Barsche fange ich im Winter am Besten zwischen 11:00 Uhr und 13:30 Uhr.

Ich hoffe Dir geholfen zu haben.

Gruss

Christian

Verfasst: 23.03.2006, 14:30
von nickfuture
Hallo Mario, Hallo Christian,

vielen Dank für die wertvollen Tips.
Ich werde mir zwar kein Bellyboot kaufen, aber dafür eine steife 7/8er Rute.
Klares Wasser in der Donau und am Hafen? Habe ich leider noch nie gesehen.
Die war schon immer trüb, die Donau, soweit ich mich erinnern kann.
Aber dort wo ich fische ist es recht tief , weil da fahren ja auch die Schiffe
ein und aus. Auch bei Niedrigwasser.

Die Cortland 555 intermediate, ist das eine WF Schnur?
Und was sind Schussköpfe? Ein Händler hat mir für Hechte zu einer Pikeline geraten.
Das mit dem Zählen verstehe ich noch nicht ganz, zählst du da wie schnell du eingestrippt hast oder wie lange der Köder sinken muß?
Wegen dem Vorfach, dickes Monofil oder Stahlvorfach? Und wie bring ich den Streamer zum Sinken, muss ich den irgendwie beschweren, oder ist das wegen der Schnur dann eh nicht notwendig?

Ich habe mir diese Streamer aus den USA bestellt, warn auch innerhalb einer woche da.
Was haltet ihr davon, gehen diese. (Bild ist als Dateianhang, ich hoffe es funzt.)

Liebe Grüße Nick

Verfasst: 23.03.2006, 14:50
von Christian Früh
Hallo Nick,

insbesondere im Herbst/Winter haben wir hier an der Donau klares Wasser.

Das Zählen bezieht sich auf das Absinken des Köders. Bei einer schnellsinkenden Schnur (mein Schusskopf ist ein Cortland extra fast sinking)
reicht ein kurzes Vorfach um auf Tiefe zu kommen. Da es ich beim Schusskopf um ein älteres Modell handelt, gibt es sicher besseres, aber auch hierzu die Suchenfunktion nehmen, es wird regelmäßig darüber diskutiert. Die Intermediate ist eine WF - daher habe ich auch noch keine Weitenunterschiede zum Schusskopf feststellen können.

Ich verwende generell Hardmono - ist aber nicht überall erlaubt. An vielen Gewässern ist Stahl vorgeschrieben. Das Hardmono verbinde ich mit dem Monofilvorfach mit einem knotenlosen Schnurverbinder. Das beeinträchtigt nach meiner Erfahrung das Abrollen nicht.

Gruss

Christian

Verfasst: 23.03.2006, 14:52
von nickfuture
Hier das Bild der Bass Bugs:

Verfasst: 23.03.2006, 16:30
von Rattensack
Original geschrieben von nickfuture
Klares Wasser in der Donau und am Hafen? Habe ich leider noch nie gesehen.
Hi
Das liegt daran, dass die österr. Donau eigentlich Inn heissen müsste:)
Clemens

Verfasst: 23.03.2006, 18:43
von nickfuture
Original geschrieben von rattensack


Hi
Das liegt daran, dass die österr. Donau eigentlich Inn heissen müsste:)
Clemens

Warum das? Ich kenn den INN gar nicht, ist der auch sehr trüb?
Oder aus einem anderem Grund?

Verfasst: 23.03.2006, 18:49
von nickfuture
Original geschrieben von Christian Früh

Ei Geheimtip in der Donau sind auch Krabbeninmitationen wie Sie beim Mefo Fischen verwendet werden. Wir haben sehr viel Krebse und ich fange damit zu 90% Barsche jenseits der 40er Marke.


Christian
Ob ich mit Krebsimitationen Glück haben werde, bezweifle ich.
Deshalb weil ich mir gar nicht sicher bin, ob in dieser Brühe ein Krebs überleben kann. Ich habe bei meinen Barschfliegen auch einen Krebs "Crayfish" dabei. Probieren werde ich es auf jeden Fall.

Hat jemand eine Ahnung ob es Krebse in der Donau bei Linz gibt?