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Bestimmung des Insektenvorkommens an schwer zugänglichen Gew

Verfasst: 27.04.2006, 13:32
von Maggov
Hallo zusammen,

ich bin ein grosser Freund des Steine umdrehens und Stöberns im Wasser. Eine Anwendung eines Netzes zum Nymphenfang habe ich bisher nicht betrieben, da ich der Meinung bin, man wühlt eine zu grosse Grundfläche auf und ausserdem habe ich ein derartiges Netz gar nicht.

Jetzt habe ich erfreulicher Weise festgestellt, dass ein wirklich netter Wiesenbach zu meiner Strecke dazu gehört. Dieser ist relativ zugewachsen und Waten ist m.M. nach weder sinnvoll (scheue Fische) noch möglich (relativ "schlammig"). Nun stellt sich mir die Frage wie ich an einem derartigen Gewässer die Insektenfauna untersuchen kann. Was rumfliegt ist eine Sache und ja manchmal auch etwas vom Glück abhängig. Mich interessiert v.a. das Leben unter Wasser.

Hat einer von Euch eine Idee wie ich hier Rückschlüsse auf die Insektenfaune ziehen kann oder sogar diese untersuchen kann ohne den Uferbewuchs niederzutrampeln und bis zu den Knien im Schlamm einzusinken?

Vielleicht können mir hier auch die Wiesemtfischer helfen. Der Bach ist ähnlich wie die Wiesent, halt kleiner und weniger Pflanzenwuchs im Bachbett. Ihr kommt doch auch nicht so gut ins Wasser wie macht Ihr das?

Vielen Dank im voraus!

Viele Grüsse

markus

P.S.: am Samstag gehts zu einem ersten Versuch. Mal schauen, vielleicht kann ich dann auch schon mehr zum Wasser berichten.

Verfasst: 27.04.2006, 13:39
von Mario Malarczuk
Hallo

Nimm doch mal einen Teichkescher und führe diesen durch die Wasserpflanzen oder durch die obersten cm des Bodens. Dort halten sich ja die meisten Insekten auf.

Gruß
Mario

Verfasst: 27.04.2006, 13:45
von Maggov
Hallo Mario,

gute Idee - ich habe einen kleinen Aquariumskescher, der ist sehr feinmaschig. mit dem werde ich es am Samstag mal probieren.

Hast Du schon mal Nymphen oder Insekten vom Ufer aus so beobachten können oder sind die immer eingegraben. Im Moment ist der Bach so gut wie frei von Bewuchs, da dachte ich müsste ich doch evtl. auch was kriechen sehen...

Viele Grüsse

Markus

Verfasst: 27.04.2006, 13:59
von Mario Malarczuk
Hallo Markus

Die Larven halten sich ja meist schon versteckt auf unter Steinen oder halt im weichen Boden vergraben (speziell Maifliegenlarven graben sich ein). Frei schwimmend/kriechen wirst Du vielleicht Wasserkäfer, Liebellenlarven, Schnecken oder Bachflohkrebse finden. Köcherfliegenlarven mit Köcher sollte man auch so finden können. Diese haben ja Ihr Gehäuse als Schutz dabei und sind gerade an sandigen Stellen so zu finden.

Gruß Mario

Verfasst: 27.04.2006, 14:03
von Maggov
Hallo Mario,

flotte Antwort :daumen: besten Dank! Jetzt muss ich nur noch 'ne Stange suchen an der ich den Minikescher befestigen kann (Ufer fällt steiler ab) ...

Wenn ich was erwische gibts ein Update.

Viele Grüsse

markus

Verfasst: 27.04.2006, 22:04
von allgaeufly
hi markus,

na saison-auftakt geglückt!? bis zu unserem trip sind es ja auch nur noch ein paar wochen! :-)

ist dir schon wieder langweilig, daß du den kleinen tierchen "auf die pelle" rückst!? ;-) der tip mit dem aquarienkescher ist mir auch gleich eingefallen, ansonsten würd ich mit nem "schauglas" oder ner taucherbrille mal "unter die oberfläche lunsen"! wenn aber das ufer steil abfällt!? ....brauchst du halt noch nen schnorchel!

also bei mir fällt fischen zwecks "dauerregen" wohl dieses wochenende eher "ins wasser"!


lass was von dir hören! und viel glück bei deiner expedition!


lg
stephan

Verfasst: 28.04.2006, 00:39
von Maggov
Hi Stephan,

besten Dank - habe Dir ja schon per PN geantwortet.

Ich hoffe auf Sonne und 3 erholsame Tage am Wasser - die Woche war anstrengend.

Viele Grüsse in die Runde und a guat's Nächtle

markus

Verfasst: 09.05.2006, 13:49
von Maggov
Hallo zusammen,

den Kescher hatte ich natürlich vergessen, konnte aber relativ viel vom Ufer aus bestimmen. Unglaublich wie artenreich so ein Wiesenbach ist.

Ich habe neben Eintagsfliegen auch Schlammfliegen, einige Terrestrials und sogar ein paar Blutegel im Wasser gefunden.

Es sind sogar vereinzelt Fische gestiegen, obwohl das Wasser hoch und braun war, aber leider war ich wohl zu rüpelhaft und habe die Fische vergrault. Die Indianerfischerei ist halt doch ziehmlich aufreibend und man steht schneller wieder auf als man will.

So waren die Fänge recht spärlich und auf die klassische 0815-Goldkopfnymphe in dunkelbraun begrenzt.

Im Sommer werde ich nochmals hinfahren, dann mit Kescher und Knieschonern ;)

Soweit zum Bericht. Ich wünsche Euch allen einen prima Mai mit schönen Maifliegen gegen Ende und astreiner Fischwaid.

Viele Grüsse

markus

Verfasst: 17.05.2006, 11:05
von borlonimarco
Hallo Markus,

Dieser Wiesenbach, welcher mit G. anfängt, darf eh nur vom Ufer befischt werden*g*. Das Wasser ist immer braun gefärbt aufgrund des Untergrundes. Wenn Du gut fangen willst, mußt du an einem warmen Sommerabend hin.So ab 20 Uhr hast dann eine perfekte Trockenfischerei.

Gruß

Marco

Verfasst: 22.05.2006, 10:57
von Maggov
Hallo Marco,

wie oben geschrieben wollte ich eh' nicht rein. Wenn der Bach 2-4 m. Breit ist wüsste ich nicht warum man waten muss.

Besten Dank für den Tip - ich werde es sicher auf einen Versuch ankommen lassen - nach den Maifliegen :D ...

Ich hoffe es geht gut soweit und wir sehen Dich am nächsten Stammtisch wieder mit Fotos von einem 1m Barra....

Viele Grüsse

Markus